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Notizen/Physik/Schwingungen und Wellen — Mechanische und elektromagnetische Wellen
DE · Abitur

Schwingungen und Wellen — Mechanische und elektromagnetische Wellen

Eine Welle transportiert Energie, ohne Materie mitzunehmen — die Teilchen schwingen nur um ihre Ruhelage. Aus dieser einen Idee folgen Interferenz, Beugung, stehende Wellen und der Doppler-Effekt, und mit ihnen die Messverfahren, mit denen Physik Wellenlängen im Nanometerbereich bestimmt. „Mechanische und elektromagnetische Schwingungen und Wellen" ist der zweite der drei KMK-Inhaltsbereiche der Abiturprüfung.

6 Abschnitte·~25 Min Lesezeit·4 Kompetenzen·Stand 05/2026

T·0444 / 10
Prüfungsprofil
S 1 · Phänomene unter Nutzung bekannter physikalischer Modelle und Theorien erklärenS 6 · Bekannte Auswerteverfahren erklären und auf Messergebnisse anwendenE 5 · Geeignete Experimente und Auswertungen zur Untersuchung einer Fragestellung planenK 6 · Informationen und Daten in sach- und adressatengerechten Darstellungsformen veranschaulichen
Operatoren:beschreibenberechnenherleitenerläuternbegründenauswerten

grundlegendes Niveau

gA: harmonische Wellen und ihre charakteristischen Größen, Longitudinal- und Transversalwelle, lineare Polarisation, das Spektrum elektromagnetischer Wellen, Interferenz am Doppelspalt auch mit polychromatischem Licht sowie stehende Wellen.

erhöhtes Niveau

eA: zusätzlich der Einzelspalt mit monochromatischem Licht und das Interferometer; ferner gedämpfte Schwingungen, der energetische Vergleich mechanischer und elektromagnetischer Schwingungen und die Resonanz bei erzwungenen Schwingungen.

Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

Schrift

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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. Schwingungen und Wellen — Mechanische und elektromagnetische Wellen
    • 01Wellengrundgleichung und die Kenngrößen einer Welle○
    • 02Interferenz und das Doppelspaltexperiment◐
    • 03Beugung am Gitter und am Einzelspalt◐
    • 04Stehende Wellen und Resonanz◐
    • 05Der Doppler-Effekt◐
    • 06Elektromagnetische Wellen und das Spektrum◐

6 Abschnitte · 30 Merksätze · 12 Formeln · 30 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Wellengrundgleichung und die Kenngrößen einer Welle#

~4 Min Lesezeit●○○BasisLPKMK 2.6.2LPAusbreitung von Wellen

Wellenarten und ihre Kenngrößen

Wellenarten und ihre KenngrößenTabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen, Daten: Unterscheidung · Merkmal · Beispiel und Folge; Transversalwelle · Schwingung senkrecht zur Ausbreitung · Licht, Seilwelle — nur sie ist polarisierbar; Longitudinalwelle · Schwingung in Ausbreitungsrichtung · Schall — nicht polarisierbar; Mechanische Welle · Braucht ein Medium · Schall breitet sich im Vakuum nicht aus; Elektromagnetische Welle · Braucht kein Medium · Licht durchquert das Vakuum mit c; Grundgleichung · c = λ·f · Bei Medienwechsel bleibt f, λ ändert sich; Kreisfrequenz und Wellenzahl · ω = 2π·f, k = 2π/λ · y(x,t) = ŷ·sin(ω·t − k·x)UnterscheidungMerkmalBeispiel und FolgeTransversalwelleSchwingung senkrecht zurAusbreitungLicht, Seilwelle — nur sieist polarisierbarLongitudinalwelleSchwingung inAusbreitungsrichtungSchall — nicht polarisierbarMechanische WelleBraucht ein MediumSchall breitet sich imVakuum nicht ausElektromagnetische WelleBraucht kein MediumLicht durchquert das Vakuummit cGrundgleichungc = λ·fBei Medienwechsel bleibt f,λ ändert sichKreisfrequenz und Wellenzahlω = 2π·f, k = 2π/λy(x,t) = ŷ·sin(ω·t − k·x)
Abb. 1Die Grundgleichung c = λ·f gilt für jede Welle. Was sich unterscheidet, ist der Träger und die Schwingungsrichtung.

Kernpunkte

Eine Welle entsteht, wenn eine Schwingung sich durch die Kopplung benachbarter Teilchen fortpflanzt. Entscheidend ist dabei, was NICHT geschieht: Kein Teilchen wandert mit. Jedes schwingt nur um seine Ruhelage, während Energie und Impuls den Raum durchqueren. Wer das einmal sauber getrennt hat, versteht Wasserwellen, Schall und Licht mit demselben Bild.
Vier Größen beschreiben eine harmonische Welle vollständig: die Wellenlänge λ\lambdaλ als räumlicher Abstand zweier gleichphasiger Punkte, die Periodendauer TTT als zeitlicher Abstand, die Frequenz f=1/Tf = 1/Tf=1/T und die Amplitude. Aus den ersten dreien folgt die Wellengrundgleichung c=λ fc = \lambda\,fc=λf — eine Definitionsfolge, keine physikalische Zusatzannahme: In der Zeit TTT rückt die Welle genau um λ\lambdaλ vor.
Die Ausbreitungsgeschwindigkeit ist eine Eigenschaft des MEDIUMS, nicht der Quelle. Wechselt eine Welle das Medium, bleibt ihre Frequenz erhalten — sie wird ja vom Erreger vorgegeben —, während sich ccc und mit ihm λ\lambdaλ ändern. Aus dieser Regel folgt später die Brechung, und sie ist der häufigste Stolperstein in Aufgaben zum Medienübergang.
Nach der Schwingungsrichtung unterscheidet man zwei Typen. Bei TRANSVERSALwellen steht die Schwingung senkrecht zur Ausbreitungsrichtung (Seilwelle, Licht), bei LONGITUDINALwellen liegt sie parallel dazu, sodass Verdichtungen und Verdünnungen entstehen (Schall). Der Unterschied ist nicht nur beschreibend: Nur Transversalwellen lassen sich polarisieren, weshalb die Polarisierbarkeit des Lichts dessen Transversalität beweist.
Die vollständige Beschreibung leistet die Wellenfunktion y(x,t)=y^ sin⁡ ⁣(2π(tT−xλ))y(x,t) = \hat y\,\sin\!\left(2\pi\left(\frac{t}{T} - \frac{x}{\lambda}\right)\right)y(x,t)=y^​sin(2π(Tt​−λx​)). Sie enthält beide Perioden zugleich: Hält man xxx fest, ergibt sich die Schwingung eines Teilchens über der Zeit; hält man ttt fest, ergibt sich das Momentbild der Welle über dem Ort. Prüfungsaufgaben verlangen regelmäßig, diese beiden Diagrammtypen sauber auseinanderzuhalten.
Das Minuszeichen vor x/λx/\lambdax/λ kennzeichnet eine in POSITIVE xxx-Richtung laufende Welle: Ein Punkt weiter rechts erreicht denselben Schwingungszustand später. Ein Pluszeichen beschreibt entsprechend die rücklaufende Welle — genau die, die bei Reflexion entsteht und im Abschnitt zu stehenden Wellen gebraucht wird.

Vokabeln

→ Kartei
  • die Wellenlängeräumlicher Abstand zweier gleichphasiger Punkte
  • die PeriodendauerZeit für eine volle Schwingung; $T = 1/f$
  • die TransversalwelleSchwingung senkrecht zur Ausbreitungsrichtungnur diese ist polarisierbar
  • die LongitudinalwelleSchwingung parallel zur Ausbreitungsrichtungz. B. Schall in Luft
  • die Amplitudemaximale Auslenkung aus der Ruhelage

Harmonische Welle (Ausbreitung in +x-Richtung)

y(x,t)=Asin⁡ ⁣(ωt−kx+φ0)y(x, t) = A\sin\!\left(\omega t - k x + \varphi_0\right)y(x,t)=Asin(ωt−kx+φ0​)

Wellenzahl k=2π/λk = 2\pi/\lambdak=2π/λ, Kreisfrequenz ω=2πf\omega = 2\pi fω=2πf; Phasengeschwindigkeit c=ω/k=λfc = \omega/k = \lambda fc=ω/k=λf.

Wellenfunktion der harmonischen Welle

y(x,t)=y^ sin⁡ ⁣(2π(tT−xλ))y(x,t) = \hat y\,\sin\!\left(2\pi\left(\dfrac{t}{T} - \dfrac{x}{\lambda}\right)\right)y(x,t)=y^​sin(2π(Tt​−λx​))

yyy die Auslenkung in m, y^\hat yy^​ die Amplitude in m, ttt die Zeit in s, xxx der Ort in m, TTT die Periodendauer in s, λ\lambdaλ die Wellenlänge in m. Das Minuszeichen kennzeichnet die in positive xxx-Richtung laufende Welle.

Harmonische Schwingung y(t) = A\sin(ωt)

Abb. 2Periodendauer T, Amplitude A = 1. Phasenverlauf einer ungedämpften Schwingung.
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Musterlösung

Kenngrößen einer Wasserwelle

Eine Wasserwelle hat λ=2,5 m\lambda = 2{,}5\,\text{m}λ=2,5m und T=1,25 sT = 1{,}25\,\text{s}T=1,25s. Berechnen Sie Frequenz und Ausbreitungsgeschwindigkeit.

  1. 01Frequenz bestimmen

    Frequenz und Periodendauer sind Kehrwerte: f=1/T=1/1,25 s=0,80 Hzf = 1/T = 1/1{,}25\,\text{s} = 0{,}80\,\text{Hz}f=1/T=1/1,25s=0,80Hz.

  2. 02Geschwindigkeit berechnen

    Mit der Wellengrundgleichung: c=λ f=2,5 m⋅0,80 Hz=2,0 m/sc = \lambda\,f = 2{,}5\,\text{m}\cdot 0{,}80\,\text{Hz} = 2{,}0\,\text{m/s}c=λf=2,5m⋅0,80Hz=2,0m/s.

    c=λ f=λTc = \lambda\,f = \dfrac{\lambda}{T}c=λf=Tλ​
  3. 03Gegenprobe führen

    Der direkte Weg c=λ/T=2,5/1,25=2,0 m/sc = \lambda/T = 2{,}5/1{,}25 = 2{,}0\,\text{m/s}c=λ/T=2,5/1,25=2,0m/s bestätigt das Ergebnis — beide Wege müssen übereinstimmen, weil f=1/Tf = 1/Tf=1/T.

  4. 04Einordnen

    2,0 m/s2{,}0\,\text{m/s}2,0m/s ist für eine Wasserwelle plausibel (Schrittgeschwindigkeit). Zum Vergleich: Schall in Luft läuft mit 343 m/s343\,\text{m/s}343m/s, Licht mit 3,0⋅108 m/s3{,}0\cdot 10^8\,\text{m/s}3,0⋅108m/s — dieselbe Gleichung über 8 Zehnerpotenzen.

Ergebnis: Frequenz f=0,80 Hzf = 0{,}80\,\text{Hz}f=0,80Hz, Ausbreitungsgeschwindigkeit c=2,0 m/sc = 2{,}0\,\text{m/s}c=2,0m/s.

Abiturfokus

  • Sagen Sie bei jedem Wellendiagramm ausdrücklich, ob die Abszisse ORT oder ZEIT ist: Im y(x)y(x)y(x)-Bild liest man λ\lambdaλ ab, im y(t)y(t)y(t)-Bild die Periodendauer TTT.
  • Beim Medienübergang bleibt die FREQUENZ konstant; ccc und λ\lambdaλ ändern sich. Diese Regel wird häufiger geprüft als jede Rechnung des Abschnitts.
  • „Berechnen" Sie mit c=λfc = \lambda fc=λf und prüfen Sie die Einheiten: Meter mal Hertz ergibt Meter je Sekunde.
  • „Begründen" Sie die Transversalität des Lichts über seine Polarisierbarkeit — Longitudinalwellen lassen sich nicht polarisieren.
  • „Beschreiben" Sie den Energietransport ohne Materietransport ausdrücklich; die Formulierung „die Teilchen schwingen um ihre Ruhelage" ist der bepunktete Kern.

Typische Fehler

  • Ort-Zeit-Diagramm und Momentbild verwechselt und aus einem y(t)y(t)y(t)-Diagramm die Wellenlänge abgelesen.
  • Angenommen, beim Medienübergang ändere sich die Frequenz. Sie bleibt konstant; die Quelle gibt sie vor.
  • Behauptet, die Wellenteilchen wanderten mit der Welle. Sie schwingen nur um ihre Ruhelage.
  • Schall als Transversalwelle bezeichnet. Schall in Luft ist longitudinal — deshalb ist er nicht polarisierbar.
  • Amplitude und Wellenlänge in der Skizze vertauscht: Die Amplitude wird SENKRECHT zur Ausbreitungsrichtung gemessen, die Wellenlänge längs.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Zeigen Sie durch Einsetzen, dass y(x,t)=y^sin⁡(ωt−kx)y(x,t) = \hat y\sin(\omega t - k x)y(x,t)=y^​sin(ωt−kx) mit ω=2π/T\omega = 2\pi/Tω=2π/T und k=2π/λk = 2\pi/\lambdak=2π/λ die eindimensionale Wellengleichung ∂2y/∂x2=(1/c2) ∂2y/∂t2\partial^2 y/\partial x^2 = (1/c^2)\,\partial^2 y/\partial t^2∂2y/∂x2=(1/c2)∂2y/∂t2 genau dann löst, wenn c=ω/kc = \omega/kc=ω/k gilt.

§ 01

Aktive Wiederholung

Eine Wasserwelle hat die Wellenlänge λ=2,5 m\lambda = 2{,}5\,\text{m}λ=2,5m und die Periodendauer T=1,25 sT = 1{,}25\,\text{s}T=1,25s. Berechnen Sie Frequenz und Ausbreitungsgeschwindigkeit. Skizzieren Sie anschließend das Momentbild y(x)y(x)y(x) und das Ort-Zeit-Diagramm y(t)y(t)y(t) eines festen Punktes und benennen Sie, welche Größe in welchem Diagramm ablesbar ist.

Passende Aufgaben üben70 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Mechanische Wellen: Grundlagen (Joachim Herz Stiftung) · Bildungsstandards im Fach Physik für die Allgemeine Hochschulreife (2020), Kap. 2.6.2 (Kultusministerkonferenz)

§ 02
§ 02

Interferenz und das Doppelspaltexperiment#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPKMK 2.6.2LPÜberlagerung von Wellen

Doppelspalt — Interferenz

d M_{2} M_{1} M_{0} Abstand Doppelspalt – Schirm: L Δy = λ L / d
Abb. 3Zwei kohärente Wellen erzeugen Interferenzmaxima im Abstand Δy=λL/d\Delta y = \lambda L / dΔy=λL/d auf dem Schirm.

Kernpunkte

Treffen zwei Wellen zusammen, addieren sich ihre Auslenkungen an jedem Ort und zu jeder Zeit vorzeichenrichtig — das Superpositionsprinzip. Danach laufen beide ungestört weiter, als wäre nichts geschehen. Aus dieser einen Regel folgt das gesamte Interferenzverhalten, und sie ist zugleich eines der vier KMK-Basiskonzepte.
Ob es an einem Ort hell oder dunkel wird, entscheidet allein der GANGUNTERSCHIED Δs\Delta sΔs — der Wegunterschied der beiden Teilwellen. Bei Δs=k λ\Delta s = k\,\lambdaΔs=kλ treffen die Wellen gleichphasig ein und verstärken sich (konstruktiv); bei Δs=(k+12)λ\Delta s = (k + \tfrac12)\lambdaΔs=(k+21​)λ löschen sie einander aus (destruktiv). Die Ordnung k=0,1,2,…k = 0, 1, 2, \dotsk=0,1,2,… zählt die Maxima vom Zentrum aus.
Damit ein stabiles Muster entsteht, müssen die Quellen KOHÄRENT sein, also eine feste Phasenbeziehung halten. Zwei getrennte Lampen erfüllen das nie — ihre Phasen springen unabhängig. Deshalb erzeugt man beide Teilwellen aus EINER Quelle, indem man sie an einem Doppelspalt aufteilt; genau das ist der eigentliche Kunstgriff des Versuchs.
Für den Doppelspalt mit Spaltabstand ddd gilt die Maximumsbedingung d sin⁡αk=k λd\,\sin\alpha_k = k\,\lambdadsinαk​=kλ (siehe ). Ist der Schirmabstand LLL groß gegen den Streifenabstand aaa, darf man sin⁡α≈tan⁡α=a/L\sin\alpha \approx \tan\alpha = a/Lsinα≈tanα=a/L nähern, und es folgt die schulübliche Auswertungsformel λ=d a/(k L)\lambda = d\,a/(k\,L)λ=da/(kL).
Diese Formel macht den Doppelspalt zum MESSGERÄT: Aus drei bequem messbaren Längen — Spaltabstand, Streifenabstand und Schirmabstand — ergibt sich eine Wellenlänge im Bereich von Hundertsteln eines Mikrometers. Ein Aufbau mit d=0,20 mmd = 0{,}20\,\text{mm}d=0,20mm und L=3,00 mL = 3{,}00\,\text{m}L=3,00m liefert bei 9,5 mm9{,}5\,\text{mm}9,5mm Streifenabstand 633 nm633\,\text{nm}633nm — die Wellenlänge des Helium-Neon-Lasers.
Mit weißem, also polychromatischem Licht bleibt nur das Maximum nullter Ordnung weiß, denn dort ist der Gangunterschied für alle Farben null. Alle höheren Ordnungen spreizen sich zu Spektren auf, weil der Ablenkwinkel nach sin⁡α=kλ/d\sin\alpha = k\lambda/dsinα=kλ/d mit der Wellenlänge wächst: Rot wird am stärksten abgelenkt, Violett am wenigsten. Bereits ab der zweiten Ordnung überlappen benachbarte Spektren.

Vokabeln

→ Kartei
  • der GangunterschiedWegunterschied zweier interferierender Teilwellen
  • die Kohärenzfeste Phasenbeziehung zweier WellenVoraussetzung für ein stabiles Interferenzmuster
  • konstruktive InterferenzVerstärkung bei $\Delta s = k\,\lambda$
  • destruktive InterferenzAuslöschung bei $\Delta s = (k+\tfrac12)\,\lambda$
  • die OrdnungZählnummer $k$ des Maximums vom Zentrum aus

Bedingungen für Interferenz

Δs=mλ  (konstruktiv),Δs=(m+12)λ  (destruktiv)\Delta s = m\lambda\;\text{(konstruktiv)},\quad \Delta s = (m+\tfrac{1}{2})\lambda\;\text{(destruktiv)}Δs=mλ(konstruktiv),Δs=(m+21​)λ(destruktiv)

Auswertungsformel des Doppelspalts in Kleinwinkelnäherung

λ=d ak L(L≫a)\lambda = \dfrac{d\,a}{k\,L}\qquad (L \gg a)λ=kLda​(L≫a)

λ\lambdaλ die gesuchte Wellenlänge in m, ddd der Spaltabstand in m, aaa der Abstand benachbarter Maxima auf dem Schirm in m, kkk die Ordnung, LLL der Schirmabstand in m. Gültig nur für kleine Ablenkwinkel.

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Musterlösung

Wellenlängenbestimmung am Doppelspalt

Ein Doppelspalt mit d=0,20 mmd = 0{,}20\,\text{mm}d=0,20mm erzeugt auf einem Schirm in L=3,00 mL = 3{,}00\,\text{m}L=3,00m Abstand Maxima im Abstand a=9,5 mma = 9{,}5\,\text{mm}a=9,5mm. Bestimmen Sie die Wellenlänge des Lichts.

  1. 01Bedingung und Näherung ansetzen

    Für benachbarte Maxima ist k=1k = 1k=1. Wegen a≪La \ll La≪L gilt sin⁡α≈tan⁡α=a/L\sin\alpha \approx \tan\alpha = a/Lsinα≈tanα=a/L, sodass aus dsin⁡α=kλd\sin\alpha = k\lambdadsinα=kλ die Auswertungsformel folgt.

    λ=d ak L\lambda = \dfrac{d\,a}{k\,L}λ=kLda​
  2. 02Größen umrechnen

    d=0,20 mm=2,0⋅10−4 md = 0{,}20\,\text{mm} = 2{,}0\cdot 10^{-4}\,\text{m}d=0,20mm=2,0⋅10−4m, a=9,5 mm=9,5⋅10−3 ma = 9{,}5\,\text{mm} = 9{,}5\cdot 10^{-3}\,\text{m}a=9,5mm=9,5⋅10−3m, L=3,00 mL = 3{,}00\,\text{m}L=3,00m.

  3. 03Wellenlänge auswerten

    λ=2,0⋅10−4⋅9,5⋅10−3/(1⋅3,00)=1,9⋅10−6/3,00≈6,33⋅10−7 m=633 nm\lambda = 2{,}0\cdot 10^{-4}\cdot 9{,}5\cdot 10^{-3} / (1\cdot 3{,}00) = 1{,}9\cdot 10^{-6}/3{,}00 \approx 6{,}33\cdot 10^{-7}\,\text{m} = 633\,\text{nm}λ=2,0⋅10−4⋅9,5⋅10−3/(1⋅3,00)=1,9⋅10−6/3,00≈6,33⋅10−7m=633nm.

  4. 04Näherung und Ergebnis prüfen

    Kontrolle der Näherung: sin⁡α1=λ/d=3,2⋅10−3\sin\alpha_1 = \lambda/d = 3{,}2\cdot 10^{-3}sinα1​=λ/d=3,2⋅10−3, also α1≈0,18°\alpha_1 \approx 0{,}18°α1​≈0,18° — die Kleinwinkelnäherung ist mühelos erfüllt. Der Wert 633 nm633\,\text{nm}633nm liegt im Roten und entspricht exakt der bekannten Linie des Helium-Neon-Lasers.

Ergebnis: Wellenlänge λ≈633 nm\lambda \approx 633\,\text{nm}λ≈633nm (rot) — die charakteristische Linie des Helium-Neon-Lasers; die Kleinwinkelnäherung ist bei α≈0,18°\alpha \approx 0{,}18°α≈0,18° zulässig.

Abiturfokus

  • Prüfen Sie vor jeder Näherung, ob die Kleinwinkelbedingung wirklich erfüllt ist (L≫aL \gg aL≫a); bei einem Gitter mit großen Winkeln ist sin⁡α≈tan⁡α\sin\alpha \approx \tan\alphasinα≈tanα NICHT zulässig.
  • „Erläutern" Sie die Notwendigkeit der Kohärenz und warum der Doppelspalt sie herstellt — zwei unabhängige Lampen erzeugen kein stehendes Muster.
  • Zählen Sie Ordnungen sauber: k=0k = 0k=0 ist das zentrale Maximum, nicht das erste seitliche.
  • „Auswerten" Sie Messreihen über MEHRERE Ordnungen und mitteln Sie; das mindert den Ablesefehler und wird als methodische Sorgfalt bewertet.
  • „Begründen" Sie beim weißen Licht, warum nur die nullte Ordnung weiß bleibt — dort ist der Gangunterschied für jede Farbe null.

Typische Fehler

  • Gangunterschied und Spaltabstand verwechselt. ddd ist der Abstand der Spalte, Δs\Delta sΔs der Wegunterschied der Teilwellen.
  • Bei der destruktiven Bedingung kλk\lambdakλ statt (k+12)λ(k + \tfrac12)\lambda(k+21​)λ verwendet.
  • Die Kleinwinkelnäherung auch bei großen Ablenkwinkeln benutzt und dadurch die Wellenlänge systematisch zu klein bestimmt.
  • Den Streifenabstand aaa mit dem Abstand vom Zentrum bis zum kkk-ten Maximum gleichgesetzt; letzterer ist k⋅ak\cdot ak⋅a.
  • Angenommen, ein breiterer Spaltabstand ddd vergrößere den Streifenabstand. Wegen a=λL/da = \lambda L/da=λL/d ist es umgekehrt.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Stellen Sie die Bedingung für das erste MINIMUM am EINZELSPALT der Breite bbb auf (bsin⁡α=λb\sin\alpha = \lambdabsinα=λ) und begründen Sie mit der Zerlegung in Elementarwellen (Huygens), warum hier ein Minimum steht, wo der Doppelspalt bei gleichem Gangunterschied ein Maximum zeigt. Erklären Sie damit die Einhüllende des realen Doppelspaltmusters.

§ 02

Aktive Wiederholung

Ein Doppelspalt mit d=0,20 mmd = 0{,}20\,\text{mm}d=0,20mm wird mit Laserlicht bestrahlt; auf einem Schirm in L=3,00 mL = 3{,}00\,\text{m}L=3,00m Entfernung beträgt der Abstand benachbarter Maxima a=9,5 mma = 9{,}5\,\text{mm}a=9,5mm. Berechnen Sie die Wellenlänge, prüfen Sie die Zulässigkeit der Kleinwinkelnäherung und ordnen Sie das Ergebnis einer Lichtfarbe zu.

Passende Aufgaben üben70 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Interferenz und Doppelspalt (Joachim Herz Stiftung)

§ 03
§ 03

Beugung am Gitter und am Einzelspalt#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPKMK 2.6.2LPÜberlagerung von Wellen

Gitterbeugung

GitterbeugungSchematische Darstellung mit 11 Elementen, Licht, k=0, k=+1, k=−1, Gitter, SchirmLichtk = 0k = +1k = −1GitterSchirm
Abb. 4Hauptmaxima beim Beugungsgitter bei sin⁡αk=kλ/g\sin\alpha_k = k\lambda/gsinαk​=kλ/g mit Gitterkonstante ggg und Ordnung kkk.

Kernpunkte

Das optische Gitter ist der konsequent weitergedachte Doppelspalt: statt zweier Spalte nun Tausende, alle im gleichen Abstand ddd — der Gitterkonstante, die als Kehrwert der Strichzahl je Länge angegeben wird. Ein Gitter mit 570570570 Strichen je Millimeter hat demnach d=1,75 μmd = 1{,}75\,\mu\text{m}d=1,75μm.
Die Maximumsbedingung ist dieselbe wie beim Doppelspalt, dsin⁡αk=k λd\sin\alpha_k = k\,\lambdadsinαk​=kλ, doch die Wirkung ist eine andere. Bei sehr vielen Spalten löschen sich die Teilwellen bereits bei kleinsten Abweichungen von der Bedingung nahezu vollständig aus. Die Maxima werden dadurch extrem SCHARF, während sie beim Doppelspalt breit und verwaschen sind — und Schärfe ist genau das, was ein Messgerät braucht.
Deshalb ist das Gitter das Instrument der Spektroskopie: Es trennt eng benachbarte Wellenlängen sauber auf und macht Spektrallinien einzeln ausmessbar. Weil die Ablenkwinkel groß werden, ist hier die Kleinwinkelnäherung NICHT zulässig — es wird konsequent mit sin⁡α\sin\alphasinα gerechnet.
Die Zahl der beobachtbaren Ordnungen ist begrenzt, denn sin⁡α\sin\alphasinα kann höchstens 1 werden. Aus k≤d/λk \leq d/\lambdak≤d/λ folgt für das genannte Gitter bei 633 nm633\,\text{nm}633nm ein Höchstwert von 2,772{,}772,77, also sind nur die Ordnungen bis k=2k = 2k=2 sichtbar. Eine Aufgabe, die nach der dritten Ordnung fragt, prüft genau diese Grenze — die richtige Antwort ist dann, dass sie nicht existiert.
Der Einzelspalt der Breite bbb verhält sich scheinbar widersprüchlich: Dort steht bei bsin⁡α=kλb\sin\alpha = k\lambdabsinα=kλ ein MINIMUM, wo der Doppelspalt ein Maximum zeigt. Der Grund liegt im Huygensschen Prinzip: Jeder Punkt des Spalts ist Ausgangspunkt einer Elementarwelle, und bei diesem Gangunterschied lässt sich der Spalt in Paare zerlegen, die einander gerade auslöschen.
Am realen Doppelspalt wirken beide Effekte zugleich: Das feine Streifenmuster der Interferenz wird von der breiten Beugungsfigur des Einzelspalts EINGEHÜLLT. Deshalb sind die äußeren Maxima schwächer als die inneren, und deshalb fehlen einzelne Ordnungen ganz, wenn sie gerade auf ein Minimum der Einhüllenden fallen.

Vokabeln

→ Kartei
  • die GitterkonstanteAbstand benachbarter Spalte; Kehrwert der Strichzahl je Länge
  • die BeugungAbweichung der Welle von der geradlinigen Ausbreitung am Hindernis
  • das Huygenssche Prinzipjeder Punkt einer Wellenfront ist Ausgangspunkt einer Elementarwelle
  • die Einhüllendedurch die Einzelspaltbeugung vorgegebene Helligkeitsgrenze des Musters

Maxima am optischen Gitter

d sin⁡αk=k λ,d=1Nd\,\sin\alpha_k = k\,\lambda,\qquad d = \dfrac{1}{N}dsinαk​=kλ,d=N1​

ddd die Gitterkonstante in m, NNN die Strichzahl je Längeneinheit, αk\alpha_kαk​ der Ablenkwinkel der kkk-ten Ordnung, λ\lambdaλ die Wellenlänge in m. Beobachtbar sind nur Ordnungen mit k≤d/λk \leq d/\lambdak≤d/λ.

Minima am Einzelspalt

b sin⁡αk=k λ(Minima, k=1,2,… )b\,\sin\alpha_k = k\,\lambda \qquad (\text{Minima, } k = 1, 2, \dots)bsinαk​=kλ(Minima, k=1,2,…)

bbb die Spaltbreite in m. Achtung: Dieselbe Gleichungsform beschreibt am Gitter MAXIMA, am Einzelspalt aber MINIMA.

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Musterlösung

Ablenkwinkel und Ordnungsgrenze am Gitter

Ein Gitter mit 570570570 Strichen je Millimeter wird mit λ=633 nm\lambda = 633\,\text{nm}λ=633nm bestrahlt. Berechnen Sie die Gitterkonstante, die Winkel der ersten beiden Ordnungen und die höchste beobachtbare Ordnung.

  1. 01Gitterkonstante bestimmen

    Die Gitterkonstante ist der Kehrwert der Strichzahl je Länge: d=1/(570⋅103 m−1)≈1,75⋅10−6 m=1,75 μmd = 1/(570\cdot 10^3\,\text{m}^{-1}) \approx 1{,}75\cdot 10^{-6}\,\text{m} = 1{,}75\,\mu\text{m}d=1/(570⋅103m−1)≈1,75⋅10−6m=1,75μm.

  2. 02Erste Ordnung berechnen

    sin⁡α1=λ/d=633⋅10−9/1,75⋅10−6≈0,361\sin\alpha_1 = \lambda/d = 633\cdot 10^{-9}/1{,}75\cdot 10^{-6} \approx 0{,}361sinα1​=λ/d=633⋅10−9/1,75⋅10−6≈0,361, also α1≈21,1°\alpha_1 \approx 21{,}1°α1​≈21,1°. Bei diesem Winkel wäre die Kleinwinkelnäherung bereits um mehrere Prozent falsch.

    sin⁡αk=k λd\sin\alpha_k = \dfrac{k\,\lambda}{d}sinαk​=dkλ​
  3. 03Zweite Ordnung berechnen

    sin⁡α2=2⋅0,361=0,722\sin\alpha_2 = 2\cdot 0{,}361 = 0{,}722sinα2​=2⋅0,361=0,722, also α2≈46,2°\alpha_2 \approx 46{,}2°α2​≈46,2°.

  4. 04Ordnungsgrenze bestimmen

    Für k=3k = 3k=3 ergäbe sich sin⁡α3=1,08>1\sin\alpha_3 = 1{,}08 > 1sinα3​=1,08>1 — mathematisch unlösbar, physikalisch: Diese Ordnung tritt nicht auf. Aus k≤d/λ=2,77k \leq d/\lambda = 2{,}77k≤d/λ=2,77 folgt, dass genau die Ordnungen k=0,1,2k = 0, 1, 2k=0,1,2 beobachtbar sind, also fünf Maxima einschließlich der symmetrischen Gegenseite.

Ergebnis: Gitterkonstante d≈1,75 μmd \approx 1{,}75\,\mu\text{m}d≈1,75μm; α1≈21,1°\alpha_1 \approx 21{,}1°α1​≈21,1°, α2≈46,2°\alpha_2 \approx 46{,}2°α2​≈46,2°; die dritte Ordnung existiert nicht, da d/λ≈2,77d/\lambda \approx 2{,}77d/λ≈2,77.

Abiturfokus

  • Rechnen Sie am Gitter IMMER mit sin⁡α\sin\alphasinα; die Kleinwinkelnäherung des Doppelspalts ist hier unzulässig und führt zu systematisch falschen Wellenlängen.
  • Bestimmen Sie die Gitterkonstante zuerst als Kehrwert der Strichzahl und achten Sie auf die Längeneinheit (Striche je mm ⇒ ddd in mm).
  • Prüfen Sie bei jeder Ordnung, ob sin⁡αk=kλ/d≤1\sin\alpha_k = k\lambda/d \leq 1sinαk​=kλ/d≤1 gilt — andernfalls existiert das Maximum nicht.
  • „Begründen" Sie die Schärfe der Gittermaxima mit der Vielzahl interferierender Teilwellen.
  • Halten Sie Gitter (Maximum bei dsin⁡α=kλd\sin\alpha = k\lambdadsinα=kλ) und Einzelspalt (MINIMUM bei bsin⁡α=kλb\sin\alpha = k\lambdabsinα=kλ) sauber auseinander — die Verwechslung ist der häufigste schwere Fehler hier.

Typische Fehler

  • Die Kleinwinkelnäherung auf das Gitter übertragen, obwohl die Winkel über 20°20°20° liegen.
  • Die Gitterkonstante mit der Strichzahl gleichgesetzt statt deren Kehrwert zu bilden.
  • Ordnungen berechnet, für die sin⁡α>1\sin\alpha > 1sinα>1 herauskommt, und das Ergebnis stehen gelassen statt es als „nicht beobachtbar" zu deuten.
  • Beim Einzelspalt die Maximumsbedingung des Doppelspalts benutzt. Am Einzelspalt liegt dort ein MINIMUM.
  • In der Gitterkonstante mm und m verwechselt; das verschiebt das Ergebnis um den Faktor 1000.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Leiten Sie mit dem Huygensschen Prinzip die Minimumsbedingung des Einzelspalts her, indem Sie den Spalt in zwei Hälften zerlegen und die paarweise Auslöschung zeigen. Erklären Sie damit die Einhüllende des Doppelspaltmusters und begründen Sie, unter welcher Bedingung eine ganze Interferenzordnung fehlt.

§ 03

Aktive Wiederholung

Ein Gitter mit 570570570 Strichen je Millimeter wird mit Licht der Wellenlänge 633 nm633\,\text{nm}633nm bestrahlt. Berechnen Sie die Gitterkonstante und die Ablenkwinkel der ersten und zweiten Ordnung. Bestimmen Sie außerdem, wie viele Ordnungen insgesamt beobachtbar sind, und begründen Sie Ihr Ergebnis.

Passende Aufgaben üben70 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Beugung am Gitter und am Spalt (Joachim Herz Stiftung)

§ 04
§ 04

Stehende Wellen und Resonanz#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPKMK 2.6.2LPÜberlagerung von Wellen

Stehende Wellen — die drei Randbedingungen

Stehende Wellen — die drei RandbedingungenTabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen, Daten: Anordnung · Randbedingung · Wellenlänge und Obertöne; Saite, beidseitig fest · Knoten – Knoten · λ_n = 2L/n · alle Obertöne (n = 1, 2, 3, …); Rohr, beidseitig offen · Bauch – Bauch · λ_n = 2L/n · alle Obertöne — klingt wie die Saite; Rohr, einseitig geschlossen · Knoten – Bauch · λ_n = 4L/(2n−1) · nur ungerade Obertöne, Grundton eine Oktave tiefer; Knoten · Ort ohne Auslenkung · Abstand zweier Knoten: λ/2; Bauch · Ort maximaler Auslenkung · Zwischen zwei Knoten; Entstehung · Überlagerung hin- und rücklaufender Welle · Reflexion am festen Ende mit Phasensprung πAnordnungRandbedingungWellenlänge undObertöneSaite, beidseitig festKnoten – Knotenλn = 2L/n · alle Obertöne (n = 1, 2, 3, …)Rohr, beidseitig offenBauch – Bauchλn = 2L/n · alle Obertöne — klingt wie die SaiteRohr, einseitig geschlossenKnoten – Bauchλn = 4L/(2n−1) · nur ungerade Obertöne, Grundton eine Oktave tieferKnotenOrt ohne AuslenkungAbstand zweier Knoten: λ/2BauchOrt maximaler AuslenkungZwischen zwei KnotenEntstehungÜberlagerung hin-undrücklaufender WelleReflexion am festen Ende mitPhasensprung π
Abb. 5Ob am Ende ein Knoten oder ein Bauch entsteht, entscheidet über die ganze Formelreihe. Das beidseitig offene und das beidseitig geschlossene Rohr klingen gleich — das einseitig offene nicht.

Kernpunkte

Überlagert sich eine hinlaufende Welle mit ihrer Reflexion, entsteht ein Muster, das nicht mehr wandert: die stehende Welle. An festen Orten — den KNOTEN — bleibt die Auslenkung dauerhaft null, an den BÄUCHEN dazwischen schwingt sie maximal. Der Abstand benachbarter Knoten beträgt stets eine halbe Wellenlänge, und das ist die Größe, die man im Experiment misst.
Die Randbedingungen entscheiden über das entstehende Muster. Ein FESTES Ende erzwingt einen Knoten, ein LOSES Ende einen Bauch — und bei der Reflexion am festen Ende erfährt die Welle zusätzlich einen Phasensprung von π\piπ, also einen Vorzeichenwechsel. Diese Regeln sind der Schlüssel zu jeder Aufgabe über Saiten und Pfeifen.
Für eine beidseitig eingespannte Saite der Länge LLL (zwei Knoten) folgt L=n λn/2L = n\,\lambda_n/2L=nλn​/2, also λn=2L/n\lambda_n = 2L/nλn​=2L/n und fn=n c/(2L)f_n = n\,c/(2L)fn​=nc/(2L). Die möglichen Frequenzen sind demnach GANZZAHLIGE Vielfache der Grundfrequenz — genau das nennt die Musik Obertonreihe, und genau deshalb klingt eine Saite harmonisch.
Bei einer einseitig geschlossenen Pfeife liegt am geschlossenen Ende ein Knoten, am offenen ein Bauch. Dann passt nur eine VIERTEL Wellenlänge in die Grundschwingung, L=λ/4L = \lambda/4L=λ/4, und es treten ausschließlich UNGERADE Vielfache auf. Deshalb klingt eine gedackte Orgelpfeife eine Oktave tiefer als eine offene gleicher Länge und dazu merklich hohler.
Wird ein schwingungsfähiges System von außen periodisch angeregt, hängt die Amplitude stark vom Verhältnis der Erregerfrequenz zur Eigenfrequenz ab. Bei Übereinstimmung wird sie maximal — RESONANZ. Wie hoch der Ausschlag wirklich wird, entscheidet die Dämpfung: Bei schwacher Dämpfung ist die Resonanzkurve schmal und hoch, bei starker breit und flach.
Resonanz ist technisch ebenso nützlich wie gefährlich. Musikinstrumente, Radioempfänger und die Kernspintomographie beruhen darauf; die Brückenschwingung durch Gleichschritt oder die Tacoma-Narrows-Brücke stehen für die Kehrseite. In Aufgaben ist stets beides zu würdigen — die Nutzung UND die Gefahr.

Vokabeln

→ Kartei
  • die stehende Welleortsfestes Muster aus hin- und rücklaufender Welle
  • der KnotenOrt dauerhaft verschwindender AuslenkungAbstand benachbarter Knoten: $\lambda/2$
  • der BauchOrt maximaler Auslenkung
  • die ResonanzAmplitudenmaximum bei Übereinstimmung von Erreger- und Eigenfrequenz
  • der PhasensprungVorzeichenwechsel bei Reflexion am festen Ende

Eigenschwingungen der beidseitig eingespannten Saite

λn=2Ln,fn=n c2L,n=1,2,3,…\lambda_n = \dfrac{2L}{n},\qquad f_n = n\,\dfrac{c}{2L},\qquad n = 1, 2, 3, \dotsλn​=n2L​,fn​=n2Lc​,n=1,2,3,…

LLL die Saitenlänge in m, ccc die Ausbreitungsgeschwindigkeit auf der Saite in m/s, nnn die Nummer der Oberschwingung. Die Frequenzen sind ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz.

Eigenschwingungen der gedackten Pfeife

L=(2n−1) λ4(einseitig geschlossene Pfeife)L = (2n - 1)\,\dfrac{\lambda}{4} \qquad (\text{einseitig geschlossene Pfeife})L=(2n−1)4λ​(einseitig geschlossene Pfeife)

Am geschlossenen Ende ein Knoten, am offenen ein Bauch. Es treten nur UNGERADE Vielfache der Grundfrequenz auf.

Der Start lädt die Simulation von PhET (University of Colorado).Bei PhET öffnen ↗
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Musterlösung

Eigenfrequenzen einer beidseitig eingespannten Saite

Berechnen Sie die ersten drei Eigenfrequenzen einer beidseitig eingespannten Gitarrensaite (Länge L=65 cmL = 65\,\text{cm}L=65cm, Wellengeschwindigkeit c=300 m/sc = 300\,\text{m/s}c=300m/s).

  1. Schritt 1 — Resonanzbedingung

    Bei beidseitig fest eingespannter Saite müssen Knoten an den Enden sitzen: L=n λ/2L = n\,\lambda/2L=nλ/2.

  2. Schritt 2 — Wellenlängen

    λn=2L/n\lambda_n = 2 L/nλn​=2L/n für n=1,2,3,…n = 1, 2, 3, \dotsn=1,2,3,… ergibt λ1=1,30 m\lambda_1 = 1{,}30\,\text{m}λ1​=1,30m, λ2=0,65 m\lambda_2 = 0{,}65\,\text{m}λ2​=0,65m, λ3=0,433 m\lambda_3 = 0{,}433\,\text{m}λ3​=0,433m.

    λn=2Ln\lambda_n = \dfrac{2 L}{n}λn​=n2L​
  3. Schritt 3 — Frequenzen

    fn=c/λn=nc/(2L)=n⋅230,8 Hzf_n = c/\lambda_n = n c/(2 L) = n\cdot 230{,}8\,\text{Hz}fn​=c/λn​=nc/(2L)=n⋅230,8Hz.

  4. Schritt 4 — Resultat

    f1≈231 Hzf_1 \approx 231\,\text{Hz}f1​≈231Hz, f2≈462 Hzf_2 \approx 462\,\text{Hz}f2​≈462Hz, f3≈692 Hzf_3 \approx 692\,\text{Hz}f3​≈692Hz.

  5. Schritt 5 — Interpretieren

    Grundfrequenz ≈231 Hz\approx 231\,\text{Hz}≈231Hz entspricht etwa der A-Saite einer Gitarre; Obertöne sind ganzzahlige Vielfache.

Ergebnis: Eigenfrequenzen 231 Hz231\,\text{Hz}231Hz, 462 Hz462\,\text{Hz}462Hz, 692 Hz692\,\text{Hz}692Hz — harmonische Reihe.

Abiturfokus

  • Zeichnen Sie zuerst die RANDBEDINGUNGEN ein (Knoten am festen, Bauch am losen Ende), bevor Sie eine Formel wählen — daraus folgt das Muster zwingend.
  • Halten Sie die drei Fälle auseinander: Saite L=nλ/2L = n\lambda/2L=nλ/2, offene Pfeife L=nλ/2L = n\lambda/2L=nλ/2, gedackte Pfeife L=(2n−1)λ/4L = (2n-1)\lambda/4L=(2n−1)λ/4.
  • „Begründen" Sie den Knotenabstand von λ/2\lambda/2λ/2 — er ist die eigentliche Messgröße in Experimenten mit stehenden Wellen.
  • „Erläutern" Sie Resonanz stets zusammen mit der Dämpfung; ohne sie wäre die Amplitude unbegrenzt, was physikalisch nicht auftritt.
  • „Beurteilen" Sie Resonanz zweiseitig: Nutzung (Instrument, Empfänger, MRT) und Gefahr (Brücken, Maschinen).

Typische Fehler

  • Den Knotenabstand als ganze Wellenlänge angesetzt. Er beträgt λ/2\lambda/2λ/2.
  • Bei der gedackten Pfeife mit L=nλ/2L = n\lambda/2L=nλ/2 gerechnet. Dort gilt L=λ/4L = \lambda/4L=λ/4 in der Grundschwingung, und nur ungerade Vielfache treten auf.
  • Den Phasensprung bei Reflexion am festen Ende übersehen; er entscheidet darüber, ob dort ein Knoten oder ein Bauch entsteht.
  • Angenommen, bei Resonanz wachse die Amplitude unbegrenzt. Die Dämpfung begrenzt sie stets.
  • Behauptet, in der stehenden Welle werde keine Energie transportiert, ohne zu erwähnen, dass sie zwischen den Bäuchen weiterhin pendelt.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Zeigen Sie durch trigonometrische Umformung, dass die Überlagerung zweier gegenläufiger Wellen y1=y^sin⁡(ωt−kx)y_1 = \hat y\sin(\omega t - kx)y1​=y^​sin(ωt−kx) und y2=y^sin⁡(ωt+kx)y_2 = \hat y\sin(\omega t + kx)y2​=y^​sin(ωt+kx) auf y=2y^cos⁡(kx)sin⁡(ωt)y = 2\hat y\cos(kx)\sin(\omega t)y=2y^​cos(kx)sin(ωt) führt, und lesen Sie daran ab, dass der Ortsfaktor cos⁡(kx)\cos(kx)cos(kx) die festen Knoten erzeugt, während der Zeitfaktor für ALLE Orte gleich ist.

§ 04

Aktive Wiederholung

Eine beidseitig eingespannte Saite der Länge L=0,65 mL = 0{,}65\,\text{m}L=0,65m schwingt im Grundton mit f1=440 Hzf_1 = 440\,\text{Hz}f1​=440Hz. Berechnen Sie die Wellenlänge der Grundschwingung und die Ausbreitungsgeschwindigkeit auf der Saite. Geben Sie außerdem die Frequenz der zweiten Oberschwingung an und skizzieren Sie deren Knoten- und Bauchverteilung.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Stehende Wellen und Resonanz (Joachim Herz Stiftung)

§ 05
§ 05

Der Doppler-Effekt#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPKMK 2.6.2LPAusbreitung von Wellen

Doppler-Effekt — die vier Fälle

Doppler-Effekt — die vier FälleTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Fall · Formel · Wirkung; Quelle nähert sich · f′ = f · c/(c − v_Q) · Höhere Frequenz; Wellenberge rücken zusammen; Quelle entfernt sich · f′ = f · c/(c + v_Q) · Tiefere Frequenz; Beobachter nähert sich · f′ = f · (c + v_B)/c · Höhere Frequenz; Beobachter trifft mehr Berge pro Sekunde; Beobachter entfernt sich · f′ = f · (c − v_B)/c · Tiefere Frequenz; Warum verschieden · Bei bewegter Quelle ändert sich λ, bei bewegtem Beobachter nur die Treffrate · Beim Schall gibt es ein Medium — es bricht die Symmetrie; Licht · Relativistischer Doppler-Effekt · Nur die RELATIVgeschwindigkeit zählt — es gibt keinen Äther; Anwendung · Rotverschiebung, Radarfalle, Sonografie · Aus Δf folgt vFallFormelWirkungQuelle nähert sichf′ = f · c/(c − vQ)Höhere Frequenz; Wellenbergerücken zusammenQuelle entfernt sichf′ = f · c/(c + vQ)Tiefere FrequenzBeobachter nähert sichf′ = f · (c + vB)/cHöhere Frequenz; Beobachtertrifft mehr Berge proSekundeBeobachter entfernt sichf′ = f · (c − vB)/cTiefere FrequenzWarum verschiedenBei bewegter Quelle ändertsich λ, bei bewegtemBeobachter nur die TreffrateBeim Schall gibt es einMedium — es bricht dieSymmetrieLichtRelativistischer Doppler-EffektNur dieRELATIVgeschwindigkeit zählt— es gibt keinen ÄtherAnwendungRotverschiebung, Radarfalle,SonografieAus Δf folgt v
Abb. 6🔴 Bewegte Quelle und bewegter Beobachter liefern NICHT dieselbe Formel. Der Unterschied ist bei kleinen Geschwindigkeiten winzig — in der Klausur aber entscheidend.

Kernpunkte

Bewegen sich Quelle und Beobachter relativ zueinander, ändert sich die WAHRGENOMMENE Frequenz, obwohl die Quelle unverändert sendet. Beim Vorbeifahren eines Rettungswagens hört man den Wechsel als deutlichen Tonsprung — die Sirene selbst hat sich nie verändert.
Die Ursache ist rein geometrisch: Eine sich nähernde Quelle läuft ihren eigenen Wellenbergen gewissermaßen hinterher und schiebt sie zusammen, sodass die Wellenlänge vor ihr verkürzt und hinter ihr gedehnt wird. Nicht die Ausbreitungsgeschwindigkeit ändert sich — sie ist eine Eigenschaft des Mediums —, sondern der Abstand der Wellenberge.
Beim Schall sind die beiden Fälle NICHT gleichwertig, weil die Luft ein ausgezeichnetes Bezugssystem darstellt. Bewegt sich die QUELLE, gilt f′=f c/(c∓vQ)f' = f\,c/(c \mp v_Q)f′=fc/(c∓vQ​) (Minus beim Annähern); bewegt sich der BEOBACHTER, gilt f′=f (c±vB)/cf' = f\,(c \pm v_B)/cf′=f(c±vB​)/c. Die Formeln liefern für gleiche Relativgeschwindigkeit leicht verschiedene Werte — eine beliebte Prüfungsfrage.
Nähert sich die Quelle mit Schallgeschwindigkeit, geht der Nenner gegen null und die Formel divergiert. Physikalisch bedeutet das: Die Wellenfronten überlagern sich zur Stoßfront, dem Mach-Kegel. Der Überschallknall ist also kein einmaliger „Durchbruch", sondern begleitet das Flugzeug dauerhaft.
Bei LICHT gibt es kein Medium und damit kein ausgezeichnetes Bezugssystem — hier zählt allein die Relativgeschwindigkeit, und die Beschreibung ist relativistisch. Für v≪cv \ll cv≪c genügt die Näherung Δλ/λ≈v/c\Delta\lambda/\lambda \approx v/cΔλ/λ≈v/c. Entfernt sich die Quelle, verschieben sich die Linien zu größeren Wellenlängen: die Rotverschiebung.
Genau diese Rotverschiebung ferner Galaxien ist Hubbles Befund von 1929 und die empirische Grundlage der Expansion des Universums. Der Doppler-Effekt ist damit nicht bloß ein Kuriosum der Akustik, sondern ein Messinstrument, das von der Verkehrsradarfalle bis zur Kosmologie reicht.

Vokabeln

→ Kartei
  • der Doppler-EffektÄnderung der wahrgenommenen Frequenz bei Relativbewegung
  • die RotverschiebungVerschiebung zu größeren Wellenlängen bei sich entfernender Quelle
  • der Mach-KegelStoßfront bei Überschallgeschwindigkeit
  • die RadialgeschwindigkeitGeschwindigkeitskomponente längs der Sichtlinie

Doppler-Effekt (akustisch)

fB=fQ c±vBc∓vQf_{B} = f_Q\,\dfrac{c \pm v_B}{c \mp v_Q}fB​=fQ​c∓vQ​c±vB​​

Obere Vorzeichen: Beobachter/Quelle bewegen sich aufeinander zu; untere Vorzeichen: voneinander weg.

Doppler-Effekt beim Schall — die zwei Fälle

f′=f cc∓vQ(bewegte Quelle),f′=f c±vBc(bewegter Beobachter)f' = f\,\dfrac{c}{c \mp v_Q}\quad(\text{bewegte Quelle}),\qquad f' = f\,\dfrac{c \pm v_B}{c}\quad(\text{bewegter Beobachter})f′=fc∓vQ​c​(bewegte Quelle),f′=fcc±vB​​(bewegter Beobachter)

f′f'f′ die wahrgenommene Frequenz in Hz, fff die Sendefrequenz in Hz, ccc die Schallgeschwindigkeit in m/s, vQv_QvQ​ bzw. vBv_BvB​ die Geschwindigkeit von Quelle bzw. Beobachter in m/s. Das obere Vorzeichen gilt jeweils für die Annäherung.

Optische Rotverschiebung in nichtrelativistischer Näherung

Δλλ≈vc(v≪c)\dfrac{\Delta\lambda}{\lambda} \approx \dfrac{v}{c}\qquad (v \ll c)λΔλ​≈cv​(v≪c)

Δλ\Delta\lambdaΔλ die Wellenlängenverschiebung in m, λ\lambdaλ die Ruhewellenlänge in m, vvv die Radialgeschwindigkeit in m/s, ccc die Lichtgeschwindigkeit. Positives Δλ\Delta\lambdaΔλ bedeutet Entfernung (Rotverschiebung).

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Musterlösung

Akustischer Doppler-Effekt — vorbeifahrendes Auto

Ein Krankenwagen sendet einen Ton der Frequenz 800 Hz800\,\text{Hz}800Hz und fährt mit 25 m/s25\,\text{m/s}25m/s an einem stehenden Beobachter vorbei. Bestimmen Sie die wahrgenommene Frequenz vor und nach dem Vorbeifahren (c=343 m/sc = 343\,\text{m/s}c=343m/s).

  1. Schritt 1 — Bewegung zum Beobachter

    fB=fQ c/(c−vQ)=800⋅343/(343−25)=800⋅1,0786≈863 Hzf_B = f_Q\,c/(c - v_Q) = 800\cdot 343/(343-25) = 800\cdot 1{,}0786 \approx 863\,\text{Hz}fB​=fQ​c/(c−vQ​)=800⋅343/(343−25)=800⋅1,0786≈863Hz.

  2. Schritt 2 — Bewegung weg vom Beobachter

    fB=fQ c/(c+vQ)=800⋅343/(343+25)=800⋅0,9321≈746 Hzf_B = f_Q\,c/(c + v_Q) = 800\cdot 343/(343+25) = 800\cdot 0{,}9321 \approx 746\,\text{Hz}fB​=fQ​c/(c+vQ​)=800⋅343/(343+25)=800⋅0,9321≈746Hz.

  3. Schritt 3 — Frequenzsprung

    Beim Vorbeifahren springt die wahrgenommene Frequenz von ≈863\approx 863≈863 auf ≈746 Hz\approx 746\,\text{Hz}≈746Hz — Differenz ≈117 Hz\approx 117\,\text{Hz}≈117Hz.

  4. Schritt 4 — Interpretieren

    Das menschliche Gehör wandelt diese rund 2,5 Halbto¨ne2{,}5\,\text{Halbtöne}2,5Halbto¨ne Tonhöhenänderung (aus 12 log⁡2(863/746)≈2,512\,\log_2(863/746) \approx 2{,}512log2​(863/746)≈2,5) in den typischen „Sirenenhuscher" beim Vorbeifahren.

Ergebnis: Hin: 863 Hz863\,\text{Hz}863Hz, weg: 746 Hz746\,\text{Hz}746Hz — Sprung von rund 117 Hz117\,\text{Hz}117Hz.

Abiturfokus

  • Klären Sie zuerst, WER sich bewegt — Quelle oder Beobachter —, und wählen Sie danach die Formel; die beiden Fälle sind beim Schall nicht gleichwertig.
  • Prüfen Sie das Vorzeichen mit dem Plausibilitätstest: Annäherung muss stets eine HÖHERE Frequenz ergeben.
  • „Begründen" Sie die Frequenzänderung über die Stauchung bzw. Dehnung der Wellenlänge, nicht über eine Änderung der Schallgeschwindigkeit.
  • „Erläutern" Sie beim Licht, warum nur die Relativgeschwindigkeit zählt — es gibt kein Trägermedium.
  • „Beurteilen" Sie Anwendungen quantitativ: Radarfalle, Dopplersonographie, Rotverschiebung ferner Galaxien.

Typische Fehler

  • Angenommen, die Schallgeschwindigkeit ändere sich durch die Bewegung der Quelle. Sie ist eine Eigenschaft der Luft und bleibt konstant.
  • Vorzeichen vertauscht und für die Annäherung eine niedrigere Frequenz erhalten.
  • Die Formeln für bewegte Quelle und bewegten Beobachter gleichgesetzt. Beim Schall unterscheiden sie sich.
  • Die akustischen Formeln unverändert auf Licht angewandt. Dort ist die relativistische Behandlung nötig; nur für v≪cv \ll cv≪c gilt die Näherung.
  • Rot- und Blauverschiebung vertauscht: ENTFERNUNG bedeutet größere Wellenlänge, also Rotverschiebung.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Leiten Sie beide akustischen Fälle getrennt her — bei bewegter Quelle über die verkürzte Wellenlänge λ′=(c−vQ)/f\lambda' = (c - v_Q)/fλ′=(c−vQ​)/f, bei bewegtem Beobachter über die veränderte Begegnungsrate der Wellenberge. Begründen Sie damit, warum die Ergebnisse bei gleicher Relativgeschwindigkeit verschieden ausfallen und wieso diese Asymmetrie beim Licht entfallen MUSS.

§ 05

Aktive Wiederholung

Ein Rettungswagen fährt mit v=25 m/sv = 25\,\text{m/s}v=25m/s und sendet einen Ton von f=800 Hzf = 800\,\text{Hz}f=800Hz (Schallgeschwindigkeit c=343 m/sc = 343\,\text{m/s}c=343m/s). Berechnen Sie die wahrgenommene Frequenz bei Annäherung und bei Entfernung sowie den Frequenzsprung beim Vorbeifahren. Beurteilen Sie, ob dieser Sprung hörbar ist.

Passende Aufgaben üben70 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Doppler-Effekt (Joachim Herz Stiftung)

§ 06
§ 06

Elektromagnetische Wellen und das Spektrum#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPKMK 2.6.2LPAusbreitung von Wellen

Elektromagnetisches Spektrum

Elektromagnetisches SpektrumTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Bereich · Wellenlänge λ · Frequenz f; Radio · > 1 m · < 300 MHz; Mikrowellen · 1 m – 1 mm · 0,3–300 GHz; Infrarot · 1 mm – 780 nm · 300 GHz–385 THz; Sichtbar · 780–380 nm · 385–790 THz; UV · 380–10 nm · 0,8–30 PHz; Röntgen · 10 nm – 10 pm · 30 PHz–30 EHz; Gamma · < 10 pm · > 30 EHz, hervorgehobene Zelle: SichtbarBereichWellenlänge λFrequenz fRadio> 1 m< 300 MHzMikrowellen1 m – 1 mm0,3–300 GHzInfrarot1 mm – 780 nm300 GHz–385 THzSichtbar780–380 nm385–790 THzUV380–10 nm0,8–30 PHzRöntgen10 nm – 10 ±30 PHz–30 EHzGamma< 10 ±> 30 EHz
Abb. 7Wellenlängenskala von Radiowellen bis Gammastrahlung; sichtbares Licht belegt nur einen schmalen Ausschnitt um 400–750 nm400\text{–}750\,\text{nm}400–750nm.

Kernpunkte

Eine elektromagnetische Welle besteht aus einem elektrischen und einem magnetischen Feld, die sich gegenseitig erzeugen: Ein sich änderndes E-Feld erzeugt ein B-Feld und umgekehrt. Beide stehen senkrecht aufeinander UND senkrecht zur Ausbreitungsrichtung — die Welle ist transversal. Anders als Schall braucht sie kein Medium; das ist ihr entscheidender Unterschied zu allen mechanischen Wellen.
Im Vakuum breiten sich alle elektromagnetischen Wellen mit derselben Geschwindigkeit c=299 792 458 m/sc = 299\,792\,458\,\text{m/s}c=299792458m/s aus — ein exakter Wert, denn seit 1983 ist über ihn das METER definiert. Es gilt weiterhin c=λfc = \lambda fc=λf, sodass Wellenlänge und Frequenz einander umgekehrt proportional sind: Was hochfrequent ist, ist kurzwellig.
Das Spektrum reicht über mehr als zwanzig Zehnerpotenzen und ist physikalisch EIN Phänomen (siehe ): Radiowellen (km bis m), Mikrowellen (cm), Infrarot (µm), sichtbares Licht (380380380–780 nm780\,\text{nm}780nm), Ultraviolett, Röntgen- und Gammastrahlung (pm). Die Grenzen sind Konventionen der Erzeugung und Anwendung, keine physikalischen Sprünge.
Der sichtbare Bereich ist ein winziger Ausschnitt — knapp eine Oktave, während das Ohr etwa zehn Oktaven umfasst. Innerhalb dieses Fensters ordnet die Wellenlänge die Farben: Rot am langwelligen Ende bei etwa 700 nm700\,\text{nm}700nm, Violett am kurzwelligen bei etwa 400 nm400\,\text{nm}400nm.
Mit wachsender Frequenz wächst die Energie je Quant, E=hfE = h fE=hf — der Übergang zur Quantenphysik. Genau hier liegt die Grenze zwischen nicht-ionisierender Strahlung (bis Ultraviolett) und ionisierender Strahlung (hartes UV, Röntgen, Gamma), deren Quanten Elektronen aus Atomen lösen und dadurch biologisch schädigen können. Diese Unterscheidung ist der sachliche Kern jeder Bewertungsaufgabe zu Strahlenrisiken.
In Materie ist die Ausbreitungsgeschwindigkeit kleiner: v=c/nv = c/nv=c/n mit der Brechzahl nnn. Da die Frequenz beim Medienübergang erhalten bleibt, verkürzt sich die WELLENLÄNGE entsprechend. Weil nnn zudem von der Wellenlänge abhängt (Dispersion), zerlegt ein Prisma weißes Licht in seine Farben.

Vokabeln

→ Kartei
  • die elektromagnetische Wellesich gegenseitig erzeugendes E- und B-Feld; braucht kein Medium
  • das SpektrumGesamtheit der Wellenlängenbereiche von Radio bis Gamma
  • die BrechzahlVerhältnis $c/v$ im Medium; bestimmt die Brechung
  • die DispersionAbhängigkeit der Brechzahl von der Wellenlänge
  • ionisierende StrahlungStrahlung mit Quantenenergien, die Elektronen ablösen können

Ausbreitung elektromagnetischer Wellen im Vakuum und in Materie

c=λ f=2,998⋅108 ms,v=cnc = \lambda\,f = 2{,}998\cdot 10^8\,\dfrac{\text{m}}{\text{s}},\qquad v = \dfrac{c}{n}c=λf=2,998⋅108sm​,v=nc​

ccc die Vakuumlichtgeschwindigkeit (exakt definiert), λ\lambdaλ die Wellenlänge in m, fff die Frequenz in Hz, nnn die dimensionslose Brechzahl des Mediums, vvv die Ausbreitungsgeschwindigkeit darin in m/s.

Elektromagnetische Welle

Elektromagnetische WelleSchaubild von E, Nullstellen bei x = 0, 3.142, 6.283, 9.425, Hochpunkt bei (1.571, 1), Tiefpunkt bei (4.712, -1), Hochpunkt bei (7.854, 1), Tiefpunkt bei (10.996, -1), y-Achsenabschnitt bei y = 0, im Bereich x von 0 bis 12.566, Schaubild von B, Nullstellen bei x = 0, 3.142, 6.283, 9.425, Hochpunkt bei (1.571, 0.4), Tiefpunkt bei (4.712, -0.4), Hochpunkt bei (7.854, 0.4), Tiefpunkt bei (10.996, -0.4), y-Achsenabschnitt bei y = 0, im Bereich x von 0 bis 12.56624681012−1−0.50.51E₀B₀λEBFeldstärke E, BAusbreitungsrichtung c
Abb. 8Elektrisches Feld EEE (vertikal) und magnetisches Feld BBB (horizontal) schwingen senkrecht zueinander und zur Ausbreitungsrichtung.
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Musterlösung

Drei Frequenzen im Spektrum einordnen

Bestimmen Sie zu f1=100 MHzf_1 = 100\,\text{MHz}f1​=100MHz, f2=2,45 GHzf_2 = 2{,}45\,\text{GHz}f2​=2,45GHz und f3=6,0⋅1014 Hzf_3 = 6{,}0\cdot 10^{14}\,\text{Hz}f3​=6,0⋅1014Hz jeweils die Wellenlänge, den Spektralbereich und die Quantenenergie in eV.

  1. 01Wellenlängen berechnen

    λ1=2,998⋅108/1,00⋅108≈3,0 m\lambda_1 = 2{,}998\cdot 10^8/1{,}00\cdot 10^8 \approx 3{,}0\,\text{m}λ1​=2,998⋅108/1,00⋅108≈3,0m; λ2=2,998⋅108/2,45⋅109≈0,122 m=12,2 cm\lambda_2 = 2{,}998\cdot 10^8/2{,}45\cdot 10^9 \approx 0{,}122\,\text{m} = 12{,}2\,\text{cm}λ2​=2,998⋅108/2,45⋅109≈0,122m=12,2cm; λ3=2,998⋅108/6,0⋅1014≈5,0⋅10−7 m=500 nm\lambda_3 = 2{,}998\cdot 10^8/6{,}0\cdot 10^{14} \approx 5{,}0\cdot 10^{-7}\,\text{m} = 500\,\text{nm}λ3​=2,998⋅108/6,0⋅1014≈5,0⋅10−7m=500nm.

    λ=cf\lambda = \dfrac{c}{f}λ=fc​
  2. 02Bereiche zuordnen

    Meterbereich ⇒ UKW-Radiowelle; gut 12 cm12\,\text{cm}12cm ⇒ Mikrowelle (es ist die Frequenz des Mikrowellenherds und des WLAN); 500 nm500\,\text{nm}500nm ⇒ sichtbares Licht, und zwar grün.

  3. 03Quantenenergien bestimmen

    Mit E=hc/λE = h c/\lambdaE=hc/λ und hc=1240 eV nmhc = 1240\,\text{eV}\,\text{nm}hc=1240eVnm: E1≈4⋅10−7 eVE_1 \approx 4\cdot 10^{-7}\,\text{eV}E1​≈4⋅10−7eV, E2≈1,0⋅10−5 eVE_2 \approx 1{,}0\cdot 10^{-5}\,\text{eV}E2​≈1,0⋅10−5eV, E3=1240/500≈2,5 eVE_3 = 1240/500 \approx 2{,}5\,\text{eV}E3​=1240/500≈2,5eV.

  4. 04Ionisierende Wirkung beurteilen

    Ionisation erfordert typischerweise über 10 eV10\,\text{eV}10eV je Quant. Selbst grünes Licht bleibt mit 2,5 eV2{,}5\,\text{eV}2,5eV weit darunter — keine der drei Strahlungen wirkt ionisierend. Der Mikrowellenherd erwärmt über die Anregung von Rotationen der Wassermoleküle, nicht durch Ionisation; das ist der sachliche Kern dieser häufigen Bewertungsfrage.

Ergebnis: 3,0 m3{,}0\,\text{m}3,0m (UKW, 4⋅10−7 eV4\cdot 10^{-7}\,\text{eV}4⋅10−7eV) · 12,2 cm12{,}2\,\text{cm}12,2cm (Mikrowelle, 1,0⋅10−5 eV1{,}0\cdot 10^{-5}\,\text{eV}1,0⋅10−5eV) · 500 nm500\,\text{nm}500nm (grünes Licht, 2,5 eV2{,}5\,\text{eV}2,5eV); keine davon ist ionisierend.

Abiturfokus

  • „Begründen" Sie, dass elektromagnetische Wellen kein Medium brauchen, mit der gegenseitigen Erzeugung von E- und B-Feld.
  • Ordnen Sie Spektralbereiche über die GRÖSSENORDNUNG der Wellenlänge zu; die exakten Grenzen sind Konvention und werden nicht abgefragt.
  • „Berechnen" Sie Wellenlängen aus Frequenzen mit c=λfc = \lambda fc=λf und rechnen Sie MHz/GHz sauber in Hz um.
  • „Beurteilen" Sie Strahlenrisiken über die Quantenenergie E=hfE = hfE=hf und die Grenze zur ionisierenden Strahlung — nicht über die Intensität allein.
  • Beim Medienübergang bleibt die Frequenz erhalten; kleiner werden vvv und λ\lambdaλ. Diese Regel gilt hier genauso wie bei mechanischen Wellen.

Typische Fehler

  • Angenommen, elektromagnetische Wellen benötigten ein Medium („Äther"). Sie breiten sich im Vakuum aus.
  • Beim Übergang in Materie die Frequenz statt der Wellenlänge geändert.
  • Mikrowellen als ionisierend bezeichnet. Ionisierend wird Strahlung erst ab hartem UV; Mikrowellen erwärmen lediglich.
  • Frequenzeinheiten unumgerechnet eingesetzt (100 MHz100\,\text{MHz}100MHz statt 1,0⋅108 Hz1{,}0\cdot 10^8\,\text{Hz}1,0⋅108Hz).
  • Behauptet, im sichtbaren Bereich habe Violett die größte Wellenlänge. Violett ist kurzwellig, Rot langwellig.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Begründen Sie mit v=c/nv = c/nv=c/n und der Erhaltung der Frequenz, warum die Wellenlänge in Glas (n≈1,5n \approx 1{,}5n≈1,5) auf etwa zwei Drittel schrumpft. Erklären Sie über die Wellenlängenabhängigkeit der Brechzahl, weshalb ein Prisma blaues Licht stärker bricht als rotes, und leiten Sie daraus die Farbfolge im Regenbogen ab.

§ 06

Aktive Wiederholung

Ordnen Sie den Frequenzen 100 MHz100\,\text{MHz}100MHz, 2,45 GHz2{,}45\,\text{GHz}2,45GHz und 6,0⋅1014 Hz6{,}0\cdot 10^{14}\,\text{Hz}6,0⋅1014Hz jeweils die Wellenlänge und den Spektralbereich zu. Beurteilen Sie anschließend anhand der Quantenenergie, welche dieser Strahlungen ionisierend wirken kann.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Elektromagnetisches Spektrum (Joachim Herz Stiftung)

Stand 05/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Wellengrundgleichung und die Kenngrößen einer Welle○
    • 02Interferenz und das Doppelspaltexperiment◐
    • 03Beugung am Gitter und am Einzelspalt◐
    • 04Stehende Wellen und Resonanz◐
    • 05Der Doppler-Effekt◐
    • 06Elektromagnetische Wellen und das Spektrum◐

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Schwingungen und Wellen — Mechanische und elektromagnetische Wellen

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Belege & Quellen

Quellen

Joachim Herz Stiftung

  • LEIFIphysik — Mechanische Wellen: Grundlagen
  • LEIFIphysik — Interferenz und Doppelspalt
  • LEIFIphysik — Elektromagnetisches Spektrum

Kultusministerkonferenz

  • Bildungsstandards im Fach Physik für die Allgemeine Hochschulreife (2020), Kap. 2.6.2

Siehe auch

  • Mechanik 2 — Erhaltungssätze und mechanische SchwingungenDie Einzelschwingung, aus deren Aneinanderreihung eine Welle überhaupt erst entsteht.
  • Optik — Strahlenoptik, Wellenoptik und PolarisationWo dieselben Interferenzgesetze auf Licht angewandt werden: dünne Schichten, Auflösungsgrenze, Malus.
  • Quanten- und AtomphysikDerselbe Doppelspalt — aber mit einzelnen Elektronen; erst dort wird das Interferenzbild zum Rätsel.

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