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Licht lässt sich auf zwei Ebenen beschreiben, und beide sind richtig. Die Strahlenoptik reicht, solange die Hindernisse groß gegen die Wellenlänge sind — sie erklärt Brechung, Linsen und jedes optische Gerät. Wo Strukturen die Größenordnung der Wellenlänge erreichen, versagt sie, und die Wellenoptik übernimmt. Lineare Polarisation und die Überlagerung von Wellen gehören zum KMK-Inhaltsbereich 2.6.2; die Strahlenoptik und die Geräte sind Voraussetzungswissen bzw. länderspezifische Vertiefung.
6 Abschnitte~21 Min Lesezeit4 KompetenzenStand 05/2026
grundlegendes Niveau
gA: Reflexions- und Brechungsgesetz sicher anwenden, Totalreflexion und ihren Grenzwinkel bestimmen, Abbildungen an Sammellinsen konstruieren und mit der Linsengleichung rechnen, lineare Polarisation beschreiben.
erhöhtes Niveau
eA: zusätzlich Interferenz an dünnen Schichten mit dem Phasensprung bei Reflexion am dichteren Medium, das Auflösungsvermögen optischer Geräte sowie das Gesetz von Malus quantitativ.
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard · Zeilenabstand: Kompakt
Medien immer laden: aus
6 Abschnitte30 Merksätze10 Formeln30 Fehlerwarnungen
Brechung am Übergang Luft / Glas
Vokabeln
→ KarteiSnelliussches Brechungsgesetz
Grenzwinkel der Totalreflexion und Ausbreitungsgeschwindigkeit
der Grenzwinkel, gemessen im dichteren Medium; dessen Brechzahl, die des dünneren. die Lichtgeschwindigkeit im Medium in m/s. Totalreflexion tritt nur für auf.
Bestimmen Sie den Grenzwinkel der Totalreflexion für Licht, das in Glas () unter einem Winkel auf die Grenzfläche zur Luft trifft.
Totalreflexion bei , also .
.
.
Lichtwellenleiter nutzen Totalreflexion — Datenübertragung mit minimalem Verlust ist erst ab dichteren Medien möglich.
Ergebnis: Grenzwinkel .
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Leiten Sie das Snelliussche Gesetz mit dem Huygensschen Prinzip aus der unterschiedlichen Ausbreitungsgeschwindigkeit in beiden Medien her. Erklären Sie damit auch, warum ein Lichtstrahl beim Durchgang durch eine planparallele Platte zwar parallelversetzt, aber nicht abgelenkt wird.
Aktive Wiederholung
Licht trifft aus Glas () auf die Grenzfläche zu Luft. Berechnen Sie den Grenzwinkel der Totalreflexion. Bestimmen Sie außerdem den Brechungswinkel, wenn Licht unter aus Luft in dasselbe Glas eintritt, und begründen Sie, warum in diesem Fall keine Totalreflexion auftreten kann.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: LEIFIphysik — Reflexion, Brechung und Totalreflexion (Joachim Herz Stiftung)
Abbildung an der Sammellinse — die drei Konstruktionsstrahlen
Vokabeln
→ KarteiLinsengleichung und Abbildungsmassstab
Abbildungsgleichung, Abbildungsmaßstab und Brechkraft
die Brennweite in m, die Gegenstandsweite, die Bildweite (negativ ⇒ virtuelles Bild), / Bild- und Gegenstandsgröße, die Brechkraft in Dioptrien ().
Ein Gegenstand der Höhe steht vor einer Sammellinse mit Brennweite . Bestimmen Sie Bildweite , Bildgröße und Bildart.
.
.
, also .
und — Bild ist reell, umgekehrt und verkleinert.
Ergebnis: , (umgekehrt), reelles Bild.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Leiten Sie die Abbildungsgleichung aus der Ähnlichkeit der Strahlendreiecke her. Untersuchen Sie anschließend den Grenzfall und begründen Sie, warum die Bildweite dann über alle Grenzen wächst — und was das für den Einsatz eines Kollimators bedeutet.
Aktive Wiederholung
Ein Gegenstand steht vor einer Sammellinse mit . Berechnen Sie Bildweite und Abbildungsmaßstab, bestimmen Sie Art und Orientierung des Bildes und prüfen Sie Ihr Ergebnis durch eine maßstäbliche Konstruktion.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: LEIFIphysik — Linsen und optische Abbildung (Joachim Herz Stiftung)
Interferenz — Bedingungen und Anordnungen
Vokabeln
→ KarteiGangunterschied an der dünnen Schicht und Entspiegelungsdicke
die Schichtdicke in m, die Brechzahl der Schicht, die Vakuumwellenlänge in m. Der Zusatzterm stammt vom Phasensprung bei Reflexion am optisch dichteren Medium.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Erweitern Sie die Bedingung auf schrägen Einfall, indem Sie den Gangunterschied als mit dem Brechungswinkel in der Schicht ansetzen. Erklären Sie damit, warum sich die Farbe einer Seifenblase mit dem Blickwinkel ändert.
Aktive Wiederholung
Eine Seifenhaut () wird senkrecht mit weißem Licht beleuchtet. Berechnen Sie die kleinste Dicke, bei der grünes Licht () durch Reflexion verstärkt erscheint. Begründen Sie außerdem, warum eine sehr dünne Haut kurz vor dem Platzen schwarz aussieht.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: LEIFIphysik — Interferenz an dünnen Schichten (Joachim Herz Stiftung)
Polarisation — Erzeugung und Nachweis
Vokabeln
→ KarteiGesetz von Malus (Polarisator)
Malus, erster Filter und Brewster-Winkel
die Intensität des einfallenden POLARISIERTEN Lichts, der Winkel zwischen den Durchlassrichtungen. Der Faktor gilt nur beim ersten Filter; ist der Winkel vollständiger Polarisation bei Reflexion.
Unpolarisiertes Licht der Intensität trifft auf zwei Filter mit Winkeldifferenz. Berechnen Sie die austretende Intensität. Bestimmen Sie danach die Intensität, wenn zwischen zwei GEKREUZTE Filter ein dritter unter eingeschoben wird.
Aus unpolarisiertem Licht wird linear polarisiertes halber Intensität, weil über alle Richtungen gemittelt gilt: .
— also knapp der ursprünglichen Intensität.
Bei ist : Es tritt kein Licht aus, die Anordnung ist dunkel.
Jetzt wird zweimal um je gedreht: . Aus vollständiger Dunkelheit wird ein Achtel der Ausgangsintensität — ein zusätzlicher Filter macht die Anordnung HELLER, weil er die Polarisationsrichtung mitdreht.
Ergebnis: Zwei Filter bei : . Gekreuzte Filter: ; mit einem dritten unter dazwischen: .
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Leiten Sie den Brewster-Winkel aus der Bedingung her, dass reflektierter und gebrochener Strahl senkrecht aufeinander stehen, und zeigen Sie mit dem Snelliusschen Gesetz, dass daraus folgt. Begründen Sie physikalisch, warum in dieser Geometrie die parallel zur Einfallsebene schwingende Komponente nicht reflektiert werden kann.
Aktive Wiederholung
Unpolarisiertes Licht der Intensität durchläuft zwei Polarisationsfilter, deren Durchlassrichtungen um gegeneinander verdreht sind. Berechnen Sie die austretende Intensität. Bestimmen Sie anschließend, wie sich das Ergebnis ändert, wenn zwischen zwei gekreuzte Filter ein dritter unter geschoben wird.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: LEIFIphysik — Polarisation des Lichts (Joachim Herz Stiftung)
Optische Geräte — Abbildung und Kenngrößen
Vokabeln
→ KarteiVergrößerungen der optischen Geräte
die deutliche Sehweite, die Brennweite in m, die Objektiv- und die Okularbrennweite. Beim Mikroskop multiplizieren sich die Stufen.
Rayleigh-Kriterium des Auflösungsvermögens
der kleinste noch trennbare Winkelabstand, die Wellenlänge in m, der Öffnungsdurchmesser in m. Der Faktor folgt aus der Beugung an der KREISförmigen Öffnung.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Berechnen Sie die De-Broglie-Wellenlänge von Elektronen bei (relativistisch abschätzen) und vergleichen Sie das theoretische Auflösungsvermögen eines Elektronenmikroskops mit dem eines Lichtmikroskops. Begründen Sie, warum die reale Auflösung dennoch deutlich schlechter ausfällt als die Wellenlänge nahelegt.
Aktive Wiederholung
Ein Mikroskop hat ein Objektiv mit -facher und ein Okular mit -facher Vergrößerung. Geben Sie die Gesamtvergrößerung an. Berechnen Sie außerdem mit dem Rayleigh-Kriterium den kleinsten auflösbaren Winkel für und eine Öffnung von und beurteilen Sie, was daraus für den Nutzen einer -fachen Vergrößerung folgt.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: LEIFIphysik — Optische Geräte und Auflösungsvermögen (Joachim Herz Stiftung)
Elektromagnetisches Spektrum
Vokabeln
→ KarteiRadialgeschwindigkeit aus der Linienverschiebung
die Verschiebung gegenüber der Ruhewellenlänge in m, die Radialgeschwindigkeit in m/s, die Lichtgeschwindigkeit. Positives (Rotverschiebung) bedeutet Entfernung.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Berechnen Sie aus der Verschiebung der H-α-Linie (Ruhewellenlänge ) auf die Radialgeschwindigkeit der Quelle und geben Sie an, ob sie sich nähert oder entfernt. Beurteilen Sie, ab welcher Geschwindigkeit die nichtrelativistische Näherung nicht mehr ausreicht.
Aktive Wiederholung
Erläutern Sie, wie aus dem Absorptionsspektrum eines fernen Sterns sowohl seine chemische Zusammensetzung als auch seine Radialgeschwindigkeit bestimmt werden. Begründen Sie dabei, warum das Verhältnis der Linienabstände das Element identifiziert, während die gemeinsame Verschiebung die Geschwindigkeit liefert.
Aktiv abrufen
Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: LEIFIphysik — Spektren und Spektralanalyse (Joachim Herz Stiftung)
Stand 05/2026Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker
Belege & Quellen
Siehe auch