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Notizen/Mathematik/Stochastik — Wahrscheinlichkeit und Verteilungen
DE · Abitur

Stochastik — Wahrscheinlichkeit und Verteilungen

Die Stochastik ist das Sachgebiet, in dem Mathematik über das Ungewisse spricht — und sie tut das mit derselben Strenge wie über das Sichere. Von der Laplace-Annahme über mehrstufige Experimente und bedingte Wahrscheinlichkeiten bis zur Binomialverteilung wird hier das Werkzeug gebaut, mit dem die beurteilende Statistik später aus Stichproben auf die Wirklichkeit schließt. Die KMK führt das unter Leitidee L5 „Daten und Zufall".

6 Abschnitte·~18 Min Lesezeit·4 Kompetenzen·Stand 05/2026

T·0888 / 10
Prüfungsprofil
K3 · Mathematisch modellierenK4 · Mathematische Darstellungen verwendenK5 · Mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik umgehenK1 · Mathematisch argumentieren
Operatoren:berechnenbestimmenbegründeninterpretierenbeurteilen

grundlegendes Niveau

gA: Sachverhalte mit Baumdiagrammen und Vierfeldertafeln untersuchen und Probleme im Kontext bedingter Wahrscheinlichkeiten lösen; stochastische Unabhängigkeit an einfachen Beispielen prüfen; die Binomialverteilung und ihre Kenngrößen nutzen; Simulationen einsetzen.

erhöhtes Niveau

eA: zusätzlich diskrete und stetige Zufallsgrößen unterscheiden, die Glockenform als Grundvorstellung normalverteilter Größen nutzen und stochastische Situationen untersuchen, die zu annähernd normalverteilten Zufallsgrößen führen.

Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. Stochastik — Wahrscheinlichkeit und Verteilungen
    • 01Zufallsexperimente, Ereignisse und die Laplace-Annahme○
    • 02Bedingte Wahrscheinlichkeit, Vierfeldertafel und Bayes◐
    • 03Kombinatorik — Zählen ohne aufzuzählen◐
    • 04Zufallsgrößen, Erwartungswert und Standardabweichung◐
    • 05Die Binomialverteilung◐
    • 06Simulation stochastischer Situationen◐

6 Abschnitte · 30 Merksätze · 5 Formeln · 30 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Zufallsexperimente, Ereignisse und die Laplace-Annahme#

~2 Min Lesezeit●○○BasisLPL5LPK5

Baumdiagramm — Zweistufiges Zufallsexperiment

Zweistufiges ZufallsexperimentBaumdiagramm, 4 Pfade, Daten: 3/5 → 2/4: 0.3; 3/5 → 2/4: 0.3; 2/5 → 3/4: 0.3; 2/5 → 1/4: 0.10.52/40.52/40.753/40.251/40.63/50.42/5P = 0.3P = 0.3P = 0.3P = 0.1TNStartTTTNNTNN
Abb. 1Pfadwahrscheinlichkeiten ergeben sich durch Multiplikation entlang eines Pfades.

Kernpunkte

Ein Zufallsexperiment ist ein Vorgang mit mehreren möglichen Ausgängen, von denen keiner sicher vorhersagbar ist, dessen Bedingungen sich aber beliebig oft wiederholen lassen. Die Menge aller Ausgänge heißt Ergebnisraum Ω\OmegaΩ; ein EREIGNIS ist eine Teilmenge davon. Diese Mengensprache ist keine Förmlichkeit — sie macht Und, Oder und Nicht rechenbar.
Bei einem LAPLACE-Experiment sind alle Ergebnisse gleich wahrscheinlich, und dann gilt die vertraute Abzählregel P(E)=∣E∣/∣Ω∣P(E) = |E|/|\Omega|P(E)=∣E∣/∣Ω∣ — günstige durch mögliche Fälle. Entscheidend ist, dass die Gleichwahrscheinlichkeit eine ANNAHME ist, die begründet werden muss: Sie trifft auf einen fairen Würfel zu, nicht auf das Wetter und nicht auf einen gezinkten Würfel.
Aus den Axiomen folgen die Rechenregeln, die jede Aufgabe trägt. Für das Gegenereignis gilt P(Eˉ)=1−P(E)P(\bar{E}) = 1 - P(E)P(Eˉ)=1−P(E); für beliebige Ereignisse der Additionssatz P(A∪B)=P(A)+P(B)−P(A∩B)P(A \cup B) = P(A) + P(B) - P(A \cap B)P(A∪B)=P(A)+P(B)−P(A∩B), wobei der Subtraktionsterm die doppelt gezählte Schnittmenge korrigiert. Nur bei UNVEREINBAREN Ereignissen entfällt er.
Der Griff zum Gegenereignis ist die wichtigste Rechentechnik dieses Abschnitts. Formulierungen wie „mindestens einmal" führen direkt darauf: P(mindestens einmal)=1−P(keinmal)P(\text{mindestens einmal}) = 1 - P(\text{keinmal})P(mindestens einmal)=1−P(keinmal). Statt vieler Summanden bleibt ein einziger Term — wer das erkennt, spart in der Klausur mehr Zeit als mit jedem Rechnerbefehl.
Bei mehrstufigen Experimenten leistet das BAUMDIAGRAMM die Übersetzung: Entlang eines Pfades werden die Wahrscheinlichkeiten MULTIPLIZIERT (Pfadregel), über verschiedene Pfade zum selben Ereignis ADDIERT (Summenregel). An jeder Verzweigung müssen sich die Wahrscheinlichkeiten zu 1 ergänzen — die zuverlässigste Selbstkontrolle beim Aufstellen.

Vokabeln

→ Kartei
  • der ErgebnisraumMenge $\Omega$ aller möglichen Ausgänge
  • das EreignisTeilmenge des Ergebnisraums
  • das Laplace-ExperimentExperiment mit lauter gleich wahrscheinlichen Ergebnissen
  • das GegenereignisKomplement $\bar{E}$ mit $P(\bar E) = 1 - P(E)$
  • die Pfadregelentlang eines Pfades multiplizieren, über Pfade addieren

Laplace-Wahrscheinlichkeit

P(A)=∣A∣∣Ω∣(Laplace-Experiment)P(A) = \dfrac{|A|}{|\Omega|}\quad \text{(Laplace-Experiment)}P(A)=∣Ω∣∣A∣​(Laplace-Experiment)
Der Start lädt die Simulation von PhET (University of Colorado).Bei PhET öffnen ↗

Abiturfokus

  • Prüfen Sie vor jeder Abzählrechnung, ob die Laplace-Annahme wirklich gerechtfertigt ist, und sagen Sie es ausdrücklich.
  • Erkennen Sie „mindestens einmal" als Signal für das Gegenereignis — das ist der schnellste Weg und wird erwartet.
  • Zeichnen Sie bei mehrstufigen Experimenten das Baumdiagramm und prüfen Sie, dass sich die Äste jeder Verzweigung zu 1 addieren.
  • Wenden Sie den Additionssatz mit dem Korrekturterm an; nur bei unvereinbaren Ereignissen darf er entfallen.
  • Geben Sie Wahrscheinlichkeiten als Bruch oder auf sinnvolle Stellen gerundet an und prüfen Sie 0≤P≤10 \leq P \leq 10≤P≤1.

Typische Fehler

  • P(A∪B)=P(A)+P(B)P(A \cup B) = P(A) + P(B)P(A∪B)=P(A)+P(B) auch bei überlappenden Ereignissen verwendet.
  • Gleichwahrscheinlichkeit unterstellt, wo sie sachlich nicht gilt.
  • Bei „mindestens einmal" alle Fälle einzeln addiert statt über das Gegenereignis zu rechnen.
  • Pfadwahrscheinlichkeiten addiert statt multipliziert.
  • Ein Ergebnis >1> 1>1 oder <0< 0<0 stehen gelassen, ohne den Fehler zu bemerken.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Begründen Sie mit dem Additionssatz die Siebformel für drei Ereignisse und wenden Sie sie auf ein selbst gewähltes Beispiel an. Erläutern Sie, warum die Korrekturterme abwechselnd subtrahiert und addiert werden.

§ 01

Aktive Wiederholung

Ein fairer Würfel wird viermal geworfen. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, mindestens eine Sechs zu erhalten, und begründen Sie, warum der Weg über das Gegenereignis hier der günstigere ist.

Passende Aufgaben üben53 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L5 (Kultusministerkonferenz)

§ 02
§ 02

Bedingte Wahrscheinlichkeit, Vierfeldertafel und Bayes#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPL5LPK1

Bedingte Wahrscheinlichkeit und Unabhängigkeit

Bedingte Wahrscheinlichkeit und UnabhängigkeitTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Begriff · Formel · Bedeutung; Bedingte Wahrscheinlichkeit · P(A|B) = P(A∩B)/P(B) · Nur definiert für P(B) > 0; Multiplikationssatz · P(A∩B) = P(B)·P(A|B) · Der Pfad im Baumdiagramm; Unabhängigkeit · P(A∩B) = P(A)·P(B) · Gleichwertig: P(A|B) = P(A); Satz von der totalen Wahrscheinlichkeit · P(A) = Σ P(B_i)·P(A|B_i) · Alle Pfade zu A addieren; Satz von Bayes · P(B|A) = P(B)·P(A|B)/P(A) · Dreht die Bedingung um; Vierfeldertafel · Vier Kombinationen von A/Ā und B/B̄ · Der sicherste Weg bei zwei Merkmalen; 🔴 Basisrate · Bei seltenen Ereignissen entscheidend · Ein guter Test liefert dann viele FehlalarmeBegriffFormelBedeutungBedingte WahrscheinlichkeitP(A∣B) = P(A∩B)/P(B)Nur definiert für P(B) > 0MultiplikationssatzP(A∩B) = P(B)·P(A∣B)Der Pfad im BaumdiagrammUnabhängigkeitP(A∩B) = P(A)·P(B)Gleichwertig: P(A∣B) = P(A)Satz von der totalenWahrscheinlichkeitP(A) = Σ P(Bi)·P(A∣Bi)Alle Pfade zu A addierenSatz von BayesP(B∣A) = P(B)·P(A∣B)/P(A)Dreht die Bedingung umVierfeldertafelVier Kombinationen von A/Āund B/B̄Der sicherste Weg bei zweiMerkmalen🔴 BasisrateBei seltenen EreignissenentscheidendEin guter Test liefert dannviele Fehlalarme
Abb. 2🔴 P(A|B) und P(B|A) sind verschieden. Diese Verwechslung ist der Kern fast aller Fehlschlüsse mit medizinischen Tests.

Kernpunkte

Eine bedingte Wahrscheinlichkeit P(A∣B)P(A|B)P(A∣B) beantwortet die Frage: Wie wahrscheinlich ist AAA, WENN BBB bereits eingetreten ist? Rechnerisch verkleinert man dabei den Ergebnisraum auf BBB und misst darin den Anteil von AAA: P(A∣B)=P(A∩B)/P(B)P(A|B) = P(A \cap B)/P(B)P(A∣B)=P(A∩B)/P(B). Die Bedingung steht also im NENNER — sie ist der neue Grundraum.
Die entscheidende Einsicht ist, dass P(A∣B)P(A|B)P(A∣B) und P(B∣A)P(B|A)P(B∣A) VÖLLIG verschiedene Größen sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit einer bestimmten Krankheit einen positiven Test hat, ist etwas ganz anderes als die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit positivem Test die Krankheit hat. Diese Verwechslung ist der berühmteste Fehler der ganzen Stochastik.
Die VIERFELDERTAFEL ist bei zwei Merkmalen das übersichtlichste Werkzeug: vier Innenfelder für die Schnittmengen, Randsummen für die Einzelwahrscheinlichkeiten, Gesamtsumme 1. Aus ihr lässt sich jede bedingte Wahrscheinlichkeit direkt ablesen — Innenfeld geteilt durch die passende RANDsumme. Bei Prozentaufgaben ist eine Tafel mit absoluten Häufigkeiten (etwa auf 10 000 Personen) fast immer der klarere Weg.
Der SATZ VON BAYES dreht die Bedingung um: P(A∣B)=P(B∣A)⋅P(A)/P(B)P(A|B) = P(B|A)\cdot P(A)/P(B)P(A∣B)=P(B∣A)⋅P(A)/P(B), wobei P(B)P(B)P(B) meist über den Satz von der totalen Wahrscheinlichkeit aus den Pfaden des Baumdiagramms zusammengesetzt wird. Er ist die formale Antwort auf die eben genannte Verwechslung.
Zwei Ereignisse heißen stochastisch UNABHÄNGIG, wenn das Eintreten des einen die Wahrscheinlichkeit des anderen nicht ändert, formal P(A∩B)=P(A)⋅P(B)P(A \cap B) = P(A)\cdot P(B)P(A∩B)=P(A)⋅P(B) oder gleichwertig P(A∣B)=P(A)P(A|B) = P(A)P(A∣B)=P(A). Unabhängigkeit ist eine RECHNERISCH PRÜFBARE Eigenschaft, keine inhaltliche Vermutung — in Aufgaben ist sie stets nachzurechnen und nicht zu behaupten.

Vokabeln

→ Kartei
  • die bedingte Wahrscheinlichkeit$P(A|B)$ — Wahrscheinlichkeit von $A$ unter der Bedingung $B$
  • die VierfeldertafelKreuztabelle zweier Merkmale mit Randsummen
  • der Satz von BayesUmkehrung der Bedingung
  • stochastisch unabhängig$P(A\cap B) = P(A)\,P(B)$rechnerisch zu prüfen, nicht zu vermuten
  • unvereinbarEreignisse mit leerem Schnittnicht zu verwechseln mit unabhängig

Bedingte Wahrscheinlichkeit und Satz von Bayes

P(A∣B)=P(A∩B)P(B),P(A∣B)=P(B∣A)⋅P(A)P(B)P(A\mid B) = \dfrac{P(A\cap B)}{P(B)},\qquad P(A\mid B) = \dfrac{P(B\mid A)\cdot P(A)}{P(B)}P(A∣B)=P(B)P(A∩B)​,P(A∣B)=P(B)P(B∣A)⋅P(A)​
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Musterlösung

Bedingte Wahrscheinlichkeit über Baumdiagramm

Eine Krankheit tritt mit Wahrscheinlichkeit 1 % auf. Der Test ist zu 95 % positiv bei Erkrankten und zu 4 % positiv bei Gesunden. Berechnen Sie P(krank∣positiv)P(\text{krank}\mid \text{positiv})P(krank∣positiv).

  1. Schritt 1 — Pfadwahrscheinlichkeiten

    P(K∩+)=0,01⋅0,95=0,0095P(K\cap +) = 0{,}01\cdot 0{,}95 = 0{,}0095P(K∩+)=0,01⋅0,95=0,0095; P(Kˉ∩+)=0,99⋅0,04=0,0396P(\bar{K}\cap +) = 0{,}99\cdot 0{,}04 = 0{,}0396P(Kˉ∩+)=0,99⋅0,04=0,0396.

  2. Schritt 2 — Gesamte positive Wahrscheinlichkeit

    P(+)=0,0095+0,0396=0,0491P(+) = 0{,}0095 + 0{,}0396 = 0{,}0491P(+)=0,0095+0,0396=0,0491.

  3. Schritt 3 — Bayes-Formel

    P(K∣+)=0,00950,0491≈0,193P(K\mid +) = \tfrac{0{,}0095}{0{,}0491} \approx 0{,}193P(K∣+)=0,04910,0095​≈0,193.

    P(K∣+)≈19,3 %P(K\mid +) \approx 19{,}3\,\%P(K∣+)≈19,3%
  4. Schritt 4 — Interpretieren

    Trotz positiver Diagnose ist die Person nur mit knapp 20 % wahrscheinlich tatsächlich krank — Folge der niedrigen Prävalenz.

Ergebnis: P(krank∣positiv)≈19,3 %P(\text{krank}\mid \text{positiv}) \approx 19{,}3\,\%P(krank∣positiv)≈19,3% — klassisches Beispiel der „Basisraten-Vernachlässigung".

Abiturfokus

  • Formulieren Sie bei jeder bedingten Wahrscheinlichkeit ausdrücklich, was gegeben und was gesucht ist — die Verwechslung von P(A∣B)P(A|B)P(A∣B) und P(B∣A)P(B|A)P(B∣A) ist der teuerste Fehler.
  • Legen Sie bei Prozentangaben eine Vierfeldertafel mit absoluten Zahlen (z. B. auf 10 000) an; das macht die Rechnung fast fehlerfrei.
  • Prüfen Sie Unabhängigkeit RECHNERISCH über P(A∩B)=P(A)P(B)P(A\cap B) = P(A)P(B)P(A∩B)=P(A)P(B); eine inhaltliche Begründung genügt nicht.
  • Setzen Sie P(B)P(B)P(B) im Bayes-Satz über den Satz von der totalen Wahrscheinlichkeit zusammen und zeigen Sie diesen Zwischenschritt.
  • „Interpretieren" Sie das Ergebnis medizinischer Testaufgaben im Sachkontext — die geringe Trefferquote bei seltenen Krankheiten ist das eigentliche Lernziel.

Typische Fehler

  • P(A∣B)P(A|B)P(A∣B) mit P(B∣A)P(B|A)P(B∣A) verwechselt.
  • In P(A∣B)=P(A∩B)/P(B)P(A|B) = P(A \cap B)/P(B)P(A∣B)=P(A∩B)/P(B) die falsche Größe in den Nenner gesetzt.
  • Unabhängigkeit behauptet, weil die Ereignisse „nichts miteinander zu tun haben", statt sie nachzurechnen.
  • Unvereinbar und unabhängig gleichgesetzt; unvereinbare Ereignisse mit positiver Wahrscheinlichkeit sind gerade NICHT unabhängig.
  • Bei Bayes P(B)P(B)P(B) als gegeben angenommen, statt es aus den Pfaden zusammenzusetzen.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Untersuchen Sie, wie sich die Aussagekraft eines positiven Tests ändert, wenn die Krankheit statt 0,5 %0{,}5\,\%0,5% nun 10 %10\,\%10% der Bevölkerung betrifft. Begründen Sie damit, warum Reihenuntersuchungen an der Allgemeinbevölkerung anders zu bewerten sind als Tests bei Verdachtsfällen.

§ 02

Aktive Wiederholung

Ein Test erkennt eine Krankheit bei Erkrankten mit 98 %98\,\%98% Wahrscheinlichkeit; bei Gesunden schlägt er in 3 %3\,\%3% der Fälle fälschlich an. In der Bevölkerung sind 0,5 %0{,}5\,\%0,5% erkrankt. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass eine positiv getestete Person tatsächlich erkrankt ist, und deuten Sie das Ergebnis.

Passende Aufgaben üben53 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L5 (Kultusministerkonferenz)

§ 03
§ 03

Kombinatorik — Zählen ohne aufzuzählen#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPL1LPK5

Die vier Grundfälle des Abzählens

Die vier Grundfälle des AbzählensTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Fall · Formel · Beispiel; Mit Reihenfolge, mit Zurücklegen · nᵏ · PIN aus 4 Ziffern: 10⁴; Mit Reihenfolge, ohne Zurücklegen · n!/(n−k)! · Erste drei Plätze bei 8 Läufern: 8·7·6; Ohne Reihenfolge, ohne Zurücklegen · C(n,k) = n!/(k!·(n−k)!) · Lotto 6 aus 49; Ohne Reihenfolge, mit Zurücklegen · C(n+k−1, k) · Selten im Abitur; Permutation · n! · Alle Anordnungen von n Elementen; Mit Wiederholungen · n!/(n₁!·n₂!·…) · Buchstaben des Wortes MISSISSIPPI; Binomialkoeffizient · C(n,k) = C(n, n−k) · Symmetrie — halbiert die RechenarbeitFallFormelBeispielMit Reihenfolge, mitZurücklegennᵏPIN aus 4 Ziffern: 10⁴Mit Reihenfolge, ohneZurücklegenn!/(n−k)!Erste drei Plätze bei 8Läufern: 8·7·6Ohne Reihenfolge, ohneZurücklegenC(n,k) = n!/(k!·(n−k)!)Lotto 6 aus 49Ohne Reihenfolge, mitZurücklegenC(n+k−1, k)Selten im AbiturPermutationn!Alle Anordnungen von nElementenMit Wiederholungenn!/(n₁!·n₂!·…)Buchstaben des WortesMISSISSIPPIBinomialkoeffizientC(n,k) = C(n, n−k)Symmetrie — halbiert dieRechenarbeit
Abb. 3Zwei Fragen entscheiden: Kommt es auf die REIHENFOLGE an? Darf ZURÜCKGELEGT werden? Daraus ergeben sich genau vier Formeln.

Kernpunkte

Für Laplace-Wahrscheinlichkeiten muss man abzählen, wie viele Fälle es gibt — und bei realistischen Aufgabengrößen ist Aufschreiben unmöglich. Die Kombinatorik liefert die Abkürzungen. Alles hängt an zwei Fragen, die man sich VOR jeder Formelwahl stellen muss: Spielt die REIHENFOLGE eine Rolle, und darf ZURÜCKGELEGT werden?
Aus den vier Kombinationen dieser Fragen folgen die Grundformeln. Mit Reihenfolge und Zurücklegen gibt es nkn^knk Möglichkeiten; mit Reihenfolge ohne Zurücklegen n!/(n−k)!n!/(n-k)!n!/(n−k)!; ohne Reihenfolge und ohne Zurücklegen der Binomialkoeffizient (nk)\binom{n}{k}(kn​). Der vierte Fall spielt im Abitur keine Rolle.
Der Binomialkoeffizient (nk)=n!k! (n−k)!\binom{n}{k} = \dfrac{n!}{k!\,(n-k)!}(kn​)=k!(n−k)!n!​ zählt die Auswahlen von kkk Objekten aus nnn ohne Beachtung der Reihenfolge. Anschaulich: Man zählt zunächst alle geordneten Auswahlen und teilt dann durch die k!k!k! Anordnungen, die dieselbe Menge beschreiben — das Teilen ist der eigentliche Gedanke.
Zwei Eigenschaften helfen beim Rechnen und Prüfen: die Symmetrie (nk)=(nn−k)\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}(kn​)=(n−kn​) (fünf aus sechs auswählen heißt eines weglassen) und die Randwerte (n0)=(nn)=1\binom{n}{0} = \binom{n}{n} = 1(0n​)=(nn​)=1. Im Pascalschen Dreieck ist jeder Eintrag die Summe der beiden darüber — daraus lassen sich kleine Werte schneller ablesen als berechnen.
Die Verbindung zur Wahrscheinlichkeitsrechnung stellt der Binomialkoeffizient in der nächsten Formel her: Er zählt genau die PFADE im Baumdiagramm, die zu kkk Treffern bei nnn Versuchen führen. Wer das erkannt hat, versteht die Binomialverteilung nicht als Formel zum Auswendiglernen, sondern als abgezählte Pfadsumme.

Vokabeln

→ Kartei
  • der Binomialkoeffizient$\binom{n}{k}$ — Auswahlen ohne Reihenfolge
  • die Fakultät$n! = 1\cdot 2\cdots n$; $0! = 1$
  • die PermutationAnordnung unter Beachtung der Reihenfolge
  • das Pascalsche DreieckZahlendreieck der Binomialkoeffizienten

Grundformeln der Kombinatorik (Variation und Kombination)

geordnet, ohne Zuru¨cklegen: n!(n−k)!,ungeordnet: (nk)=n!k! (n−k)!\text{geordnet, ohne Zurücklegen: } \frac{n!}{(n-k)!},\qquad \text{ungeordnet: } \binom{n}{k}=\frac{n!}{k!\,(n-k)!}geordnet, ohne Zuru¨cklegen: (n−k)!n!​,ungeordnet: (kn​)=k!(n−k)!n!​

Die Wahl der Formel hängt davon ab, ob Reihenfolge zählt (geordnet) und ob Elemente mehrfach vorkommen dürfen (mit/ohne Zurücklegen).

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Musterlösung

Kombinatorik — Anzahl günstiger Anordnungen

Aus 10 Teilnehmern werden ein erster, zweiter und dritter Platz vergeben. Wie viele Möglichkeiten gibt es? Wie viele, wenn nur eine dreiköpfige Jury (ohne Rangfolge) gewählt wird?

  1. Schritt 1 — Geordnete Auswahl (Plätze)

    Rangfolge zählt, keine Wiederholung: Variation n!(n−k)!\tfrac{n!}{(n-k)!}(n−k)!n!​ mit n=10n=10n=10, k=3k=3k=3.

    10!7!=10⋅9⋅8=720\frac{10!}{7!} = 10\cdot 9\cdot 8 = 7207!10!​=10⋅9⋅8=720
  2. Schritt 2 — Ungeordnete Auswahl (Jury)

    Reihenfolge egal: Kombination (103)\binom{10}{3}(310​).

    (103)=10⋅9⋅83⋅2⋅1=120\binom{10}{3} = \frac{10\cdot 9\cdot 8}{3\cdot 2\cdot 1} = 120(310​)=3⋅2⋅110⋅9⋅8​=120
  3. Schritt 3 — Vergleich

    Die geordnete Anzahl ist um den Faktor 3!=63! = 63!=6 größer, da jede Jury-Auswahl auf 3!3!3! verschiedene Rangfolgen verteilt werden kann.

Ergebnis: Platzvergabe: 720720720 Möglichkeiten; Jurywahl ohne Rangfolge: 120120120 Möglichkeiten (720/3!=120720/3! = 120720/3!=120).

Abiturfokus

  • Klären Sie ZUERST die zwei Fragen — Reihenfolge relevant? Zurücklegen erlaubt? —, bevor Sie eine Formel wählen; das ist der eigentliche Denkschritt.
  • Nutzen Sie die Symmetrie (nk)=(nn−k)\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}(kn​)=(n−kn​), um Rechenaufwand zu sparen.
  • Kürzen Sie Fakultäten vor dem Ausrechnen; (502)\binom{50}{2}(250​) ist ohne Kürzen selbst für Rechner unhandlich.
  • Deuten Sie (nk)\binom{n}{k}(kn​) im Baumdiagramm als Anzahl der Pfade mit kkk Treffern — das trägt in den nächsten Abschnitt.
  • Prüfen Sie das Ergebnis auf Plausibilität: Anzahlen sind ganzzahlig und positiv.

Typische Fehler

  • Reihenfolge berücksichtigt, wo sie irrelevant ist (Lotto ist eine Auswahl, keine Anordnung).
  • (nk)\binom{n}{k}(kn​) mit nkn^knk verwechselt.
  • Fakultäten vollständig ausgerechnet statt gekürzt und dabei den Rechner überlaufen lassen.
  • Mit und ohne Zurücklegen vertauscht.
  • 0!=10! = 10!=1 nicht gewusst und dadurch Randfälle falsch berechnet.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Begründen Sie die Symmetrie (nk)=(nn−k)\binom{n}{k} = \binom{n}{n-k}(kn​)=(n−kn​) kombinatorisch (ohne Rechnung) und leiten Sie die Rekursion (nk)=(n−1k−1)+(n−1k)\binom{n}{k} = \binom{n-1}{k-1} + \binom{n-1}{k}(kn​)=(k−1n−1​)+(kn−1​) her, indem Sie danach unterscheiden, ob ein festes Element ausgewählt wird oder nicht.

§ 03

Aktive Wiederholung

Aus einer Klasse mit 25 Personen soll ein Team aus 4 Personen gebildet werden. Berechnen Sie die Anzahl der Möglichkeiten und begründen Sie Ihre Formelwahl über die beiden Leitfragen. Vergleichen Sie mit der Anzahl, wenn zusätzlich Rollen (Sprecher, Protokoll, …) zu vergeben wären.

Passende Aufgaben üben53 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L1 (Kultusministerkonferenz)

§ 04
§ 04

Zufallsgrößen, Erwartungswert und Standardabweichung#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPL2LPL4

Zufallsgrößen — Erwartungswert und Streuung

Zufallsgrößen — Erwartungswert und StreuungTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Größe · Formel · Bedeutung; Erwartungswert · E(X) = Σ x_i · P(X = x_i) · Langfristiger Mittelwert; Varianz · V(X) = Σ (x_i − μ)²·P(X = x_i) · Mittlere quadratische Abweichung; Verschiebungssatz · V(X) = E(X²) − (E(X))² · Rechnerisch meist einfacher; Standardabweichung · σ = √V(X) · Streuung in der Einheit der Größe; Linearität · E(aX + b) = a·E(X) + b · V(aX + b) = a²·V(X); Binomialverteilung · E(X) = n·p, V(X) = n·p·(1−p) · Die wichtigsten Spezialfälle; Fairness eines Spiels · E(Gewinn) = 0 · Das Kriterium für ein faires SpielGrößeFormelBedeutungErwartungswertE(X) = Σ xi · P(X = xi)Langfristiger MittelwertVarianzV(X) = Σ (xi − μ)²·P(X = xi)Mittlere quadratischeAbweichungVerschiebungssatzV(X) = E(X²) − (E(X))²Rechnerisch meist einfacherStandardabweichungσ = √V(X)Streuung in der Einheit derGrößeLinearitätE(aX + b) = a·E(X) + bV(aX + b) = a²·V(X)BinomialverteilungE(X) = n·p, V(X) = n·p·(1−p)Die wichtigsten SpezialfälleFairness eines SpielsE(Gewinn) = 0Das Kriterium für ein fairesSpiel
Abb. 4Der Erwartungswert ist der langfristige DURCHSCHNITT, nicht der wahrscheinlichste Wert. Ein Erwartungswert von 3,5 beim Würfel tritt nie ein.

Kernpunkte

Eine ZUFALLSGRÖSSE ordnet jedem Ergebnis eines Zufallsexperiments eine Zahl zu — etwa die Augensumme zweier Würfel oder den Gewinn eines Spiels. Damit wird aus einem Ergebnisraum, über den man nur zählen kann, eine Größe, mit der man rechnen kann. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung ordnet jedem Wert seine Wahrscheinlichkeit zu.
Der ERWARTUNGSWERT E(X)=∑xi P(X=xi)E(X) = \sum x_i\,P(X = x_i)E(X)=∑xi​P(X=xi​) ist der mit den Wahrscheinlichkeiten gewichtete Mittelwert. Er ist der Wert, dem sich der Durchschnitt bei sehr vielen Wiederholungen annähert — NICHT der wahrscheinlichste Wert und oft gar nicht annehmbar: Der Erwartungswert eines Würfelwurfs ist 3,53{,}53,5, eine 3,53{,}53,5 wird aber nie geworfen.
Für Spiele ist der Erwartungswert das Bewertungskriterium: Ein Spiel heißt FAIR, wenn der erwartete Gewinn null ist. Kommerzielle Glücksspiele haben stets einen negativen Erwartungswert für den Spieler — das ist keine Ansichtssache, sondern eine Rechnung, und die Aufgabenstellung „beurteilen Sie, ob das Spiel fair ist" zielt genau darauf.
Die VARIANZ V(X)=∑(xi−μ)2P(X=xi)V(X) = \sum (x_i - \mu)^2 P(X = x_i)V(X)=∑(xi​−μ)2P(X=xi​) misst die mittlere quadratische Abweichung vom Erwartungswert; ihre Wurzel ist die Standardabweichung σ\sigmaσ. Quadriert wird, damit sich positive und negative Abweichungen nicht aufheben; die Wurzel führt anschließend zurück in die Einheit der Zufallsgröße — deshalb ist σ\sigmaσ und nicht VVV die anschauliche Streuungsgröße.
Zwei Verteilungen mit gleichem Erwartungswert können völlig verschieden sein: Eine sichere Auszahlung von 100 Euro und ein Spiel mit je hälftiger Chance auf 0 oder 200 Euro haben denselben Erwartungswert, aber sehr verschiedene Streuung. Erwartungswert UND Standardabweichung gemeinsam anzugeben ist deshalb keine Pflichtübung, sondern beschreibt erst die vollständige Situation.

Vokabeln

→ Kartei
  • die ZufallsgrößeZuordnung einer Zahl zu jedem Versuchsergebnis
  • der Erwartungswertwahrscheinlichkeitsgewichteter Mittelwertlangfristiger Durchschnitt, kein Einzelwert
  • die Varianzmittlere quadratische Abweichung vom Erwartungswert
  • die StandardabweichungWurzel der Varianz; Einheit der Zufallsgröße
  • das faire SpielSpiel mit Erwartungswert null

Erwartungswert und Varianz einer diskreten Zufallsgröße

E(X)=∑ixi P(X=xi),V(X)=∑i(xi−μ)2 P(X=xi)=E(X2)−μ2E(X) = \sum_{i} x_{i}\,P(X=x_{i}),\qquad V(X) = \sum_{i} (x_{i}-\mu)^{2}\,P(X=x_{i}) = E(X^{2}) - \mu^{2}E(X)=i∑​xi​P(X=xi​),V(X)=i∑​(xi​−μ)2P(X=xi​)=E(X2)−μ2

Der Erwartungswert ist das mit den Wahrscheinlichkeiten gewichtete Mittel der Werte; die Varianz misst die mittlere quadratische Abweichung, die Verschiebungsformel E(X2)−μ2E(X^{2})-\mu^{2}E(X2)−μ2 erleichtert die Rechnung.

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Musterlösung

Erwartungswert und faires Spiel beurteilen

Bei einem Glücksrad gewinnt man mit Wahrscheinlichkeit 0,20{,}20,2 einen Betrag von 555 €, mit 0,30{,}30,3 einen Betrag von 222 €, sonst nichts. Der Einsatz beträgt 222 €. Bestimmen Sie den erwarteten Gewinn und beurteilen Sie die Fairness.

  1. Schritt 1 — Zufallsgröße festlegen

    Sei XXX die Auszahlung (vor Abzug des Einsatzes): X∈{5; 2; 0}X\in\{5;\,2;\,0\}X∈{5;2;0} mit P=0,2; 0,3; 0,5P=0{,}2;\,0{,}3;\,0{,}5P=0,2;0,3;0,5.

  2. Schritt 2 — Erwartungswert der Auszahlung

    E(X)=5⋅0,2+2⋅0,3+0⋅0,5=1,0+0,6=1,6E(X)=5\cdot 0{,}2 + 2\cdot 0{,}3 + 0\cdot 0{,}5 = 1{,}0 + 0{,}6 = 1{,}6E(X)=5⋅0,2+2⋅0,3+0⋅0,5=1,0+0,6=1,6 (in €).

    E(X)=5⋅0,2+2⋅0,3=1,6  EURE(X)=5\cdot 0{,}2 + 2\cdot 0{,}3 = 1{,}6\;\text{EUR}E(X)=5⋅0,2+2⋅0,3=1,6EUR
  3. Schritt 3 — Erwarteter Reingewinn

    Reingewinn G=X−2G=X-2G=X−2; E(G)=E(X)−2=1,6−2=−0,4E(G)=E(X)-2 = 1{,}6 - 2 = -0{,}4E(G)=E(X)−2=1,6−2=−0,4.

  4. Schritt 4 — Beurteilen

    Da E(G)=−0,40E(G)=-0{,}40E(G)=−0,40 € <0< 0<0, ist das Spiel unfair zuungunsten des Spielers; auf lange Sicht verliert man im Mittel 0,400{,}400,40 € pro Spiel.

Ergebnis: Erwartete Auszahlung 1,601{,}601,60 €, erwarteter Reingewinn −0,40-0{,}40−0,40 € — das Spiel ist nicht fair, da E(G)<0E(G)<0E(G)<0.

Abiturfokus

  • Legen Sie zuerst eine Wertetabelle der Zufallsgröße mit ihren Wahrscheinlichkeiten an; sie ist die Grundlage beider Kenngrößen und wird eigens bewertet.
  • Prüfen Sie als Kontrolle, dass sich alle Wahrscheinlichkeiten zu 1 addieren.
  • „Beurteilen" Sie Fairness über E(X)=0E(X) = 0E(X)=0 und geben Sie den erwarteten Gewinn je Spiel mit Vorzeichen an.
  • Deuten Sie E(X)E(X)E(X) als langfristigen Durchschnitt, ausdrücklich nicht als wahrscheinlichsten Einzelwert.
  • Geben Sie σ\sigmaσ in derselben Einheit wie die Zufallsgröße an und deuten Sie sie als typische Abweichung.

Typische Fehler

  • Den Erwartungswert als wahrscheinlichsten Wert gedeutet.
  • Beim Erwartungswert ungewichtet gemittelt statt mit den Wahrscheinlichkeiten zu gewichten.
  • Varianz und Standardabweichung verwechselt und VVV in der Einheit der Zufallsgröße angegeben.
  • Beim Spiel den Einsatz vergessen und den Bruttogewinn statt des Nettogewinns bewertet.
  • Eine Verteilung angegeben, deren Wahrscheinlichkeiten sich nicht zu 1 addieren.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Zeigen Sie den Verschiebungssatz V(X)=E(X2)−(E(X))2V(X) = E(X^2) - (E(X))^2V(X)=E(X2)−(E(X))2 und rechnen Sie damit die Varianz des obigen Spiels nach. Erläutern Sie, warum diese Form beim Rechnen meist bequemer ist als die Definition.

§ 04

Aktive Wiederholung

Bei einem Glücksspiel kostet der Einsatz 2 Euro. Mit Wahrscheinlichkeit 0,10{,}10,1 gewinnt man 10 Euro, mit 0,250{,}250,25 gewinnt man 2 Euro, sonst nichts. Berechnen Sie den Erwartungswert des Nettogewinns und die Standardabweichung und beurteilen Sie, ob das Spiel fair ist.

Passende Aufgaben üben53 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L2 (Kultusministerkonferenz)

§ 05
§ 05

Die Binomialverteilung#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPL5LPL4

Binomialverteilung — Stabdiagramm B(n=10; p=0,3)

Binomialverteilung B(n=10; p=0,3)Stängeldiagramm / Spektrum: P(X = k) nach k (Anzahl Treffer), Daten: (0, 0.028); (1, 0.121); (2, 0.234); (3, 0.267); (4, 0.2); (5, 0.103); (6, 0.037); (7, 0.009); (8, 0.001); (9, 0); (10, 0)00.050.10.150.20.250246810P(X = k)k (Anzahl Treffer)
Abb. 5Wahrscheinlichkeiten P(X = k) für k = 0 bis 10; Maximum nahe E(X) = np = 3.

Kernpunkte

Die Binomialverteilung beschreibt die mit Abstand häufigste Situation der Schulstochastik: ein Versuch wird nnn-mal WIEDERHOLT, jeder Versuch hat genau zwei Ausgänge (Treffer/Niete), die Trefferwahrscheinlichkeit ppp bleibt konstant und die Versuche sind UNABHÄNGIG. Diese vier Bedingungen — die Bernoulli-Kette — sind vor jeder Anwendung zu prüfen.
Die dritte und vierte Bedingung sind die kritischen. Ziehen MIT Zurücklegen erfüllt sie, Ziehen OHNE Zurücklegen nicht, weil sich ppp mit jedem Zug ändert. Bei sehr großen Grundgesamtheiten ist die Änderung vernachlässigbar, und man rechnet näherungsweise binomial — aber diese Näherung muss benannt werden.
Die Formel P(X=k)=(nk)pk(1−p)n−kP(X = k) = \binom{n}{k}p^k(1-p)^{n-k}P(X=k)=(kn​)pk(1−p)n−k ist aus dem Baumdiagramm ablesbar und muss nicht auswendig gelernt werden: pk(1−p)n−kp^k(1-p)^{n-k}pk(1−p)n−k ist die Wahrscheinlichkeit EINES Pfades mit kkk Treffern, und (nk)\binom{n}{k}(kn​) zählt, wie viele solche Pfade es gibt. Wer die Formel so liest, kann sie jederzeit rekonstruieren.
Erwartungswert und Standardabweichung nehmen die besonders einfache Gestalt μ=n p\mu = n\,pμ=np und σ=n p (1−p)\sigma = \sqrt{n\,p\,(1-p)}σ=np(1−p)​ an. Beide folgen aus den allgemeinen Definitionen, sind hier aber ohne Summenrechnung verfügbar — was die Binomialverteilung für Anwendungen so handlich macht.
In Aufgaben ist fast immer nicht P(X=k)P(X = k)P(X=k) gefragt, sondern eine KUMULIERTE Wahrscheinlichkeit: „höchstens", „mindestens", „zwischen". Hier führen drei Übersetzungen zum Ziel: „höchstens kkk" ist P(X≤k)P(X \leq k)P(X≤k), „mindestens kkk" ist 1−P(X≤k−1)1 - P(X \leq k-1)1−P(X≤k−1), und „zwischen aaa und bbb" ist P(X≤b)−P(X≤a−1)P(X \leq b) - P(X \leq a-1)P(X≤b)−P(X≤a−1). Die −1-1−1 in den beiden letzten Fällen ist die häufigste Fehlerquelle des Abschnitts.

Vokabeln

→ Kartei
  • die Bernoulli-Kette$n$ unabhängige Versuche mit konstantem $p$ und zwei Ausgängen
  • die BinomialverteilungVerteilung der Trefferzahl in einer Bernoulli-Kette
  • die kumulierte Wahrscheinlichkeit$P(X \leq k)$ — Summe bis zu einem Wert
  • der Trefferdas interessierende Ergebnis eines Bernoulli-Versuchs

Binomialverteilung B(n, p)

P(X=k)=(nk) pk (1−p)n−k,E(X)=np,V(X)=np(1−p)P(X = k) = \binom{n}{k}\,p^{k}\,(1-p)^{n-k},\quad E(X) = n p,\quad V(X) = n p (1-p)P(X=k)=(kn​)pk(1−p)n−k,E(X)=np,V(X)=np(1−p)
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Musterlösung

Binomialverteilung — Wahrscheinlichkeit und Erwartungswert

Eine Klausuraufgabe hat 10 Multiple-Choice-Fragen mit je 4 Alternativen. Bei rein zufälligem Ankreuzen: Wie hoch ist P(X≥5)P(X \geq 5)P(X≥5) und E(X)E(X)E(X)?

  1. Schritt 1 — Parameter

    Trefferwahrscheinlichkeit p=0,25p = 0{,}25p=0,25, Wiederholungen n=10n = 10n=10. X∼B(10;0,25)X \sim B(10; 0{,}25)X∼B(10;0,25).

  2. Schritt 2 — Erwartungswert

    E(X)=np=10⋅0,25=2,5E(X) = np = 10\cdot 0{,}25 = 2{,}5E(X)=np=10⋅0,25=2,5.

  3. Schritt 3 — Wahrscheinlichkeit

    P(X≥5)=1−P(X≤4)P(X \geq 5) = 1 - P(X \leq 4)P(X≥5)=1−P(X≤4); per Tabelle oder GTR: P(X≤4)≈0,9219P(X \leq 4) \approx 0{,}9219P(X≤4)≈0,9219, also P(X≥5)≈0,0781P(X \geq 5) \approx 0{,}0781P(X≥5)≈0,0781.

    P(X≥5)≈7,81 %P(X \geq 5) \approx 7{,}81\,\%P(X≥5)≈7,81%

Ergebnis: E(X)=2,5E(X) = 2{,}5E(X)=2,5 richtige Antworten; P(X≥5)≈7,8 %P(X \geq 5) \approx 7{,}8\,\%P(X≥5)≈7,8%.

Abiturfokus

  • Prüfen Sie die vier Bernoulli-Bedingungen ausdrücklich, bevor Sie binomial rechnen — insbesondere die Unabhängigkeit.
  • Übersetzen Sie Wortformulierungen sorgfältig: „mindestens kkk" ⇒ 1−P(X≤k−1)1 - P(X \leq k-1)1−P(X≤k−1); die −1-1−1 entscheidet.
  • Nennen Sie bei Ziehen ohne Zurücklegen ausdrücklich, dass Sie näherungsweise binomial rechnen, und begründen Sie es mit der Größe der Grundgesamtheit.
  • Nutzen Sie μ=np\mu = npμ=np als schnelle Plausibilitätskontrolle: Liegt Ihr Ergebnis in der Nähe des Erwartungswerts, ist die Größenordnung stimmig.
  • Dokumentieren Sie beim Rechnereinsatz, welche Verteilung mit welchen Parametern angesetzt wurde.

Typische Fehler

  • Bei „mindestens kkk" mit 1−P(X≤k)1 - P(X \leq k)1−P(X≤k) statt 1−P(X≤k−1)1 - P(X \leq k-1)1−P(X≤k−1) gerechnet.
  • Binomial gerechnet, obwohl ohne Zurücklegen aus einer kleinen Grundgesamtheit gezogen wird.
  • kkk und nnn im Binomialkoeffizienten vertauscht.
  • Die Exponenten vertauscht: pn−k(1−p)kp^{n-k}(1-p)^kpn−k(1−p)k statt pk(1−p)n−kp^k(1-p)^{n-k}pk(1−p)n−k.
  • σ=np\sigma = \sqrt{np}σ=np​ statt np(1−p)\sqrt{np(1-p)}np(1−p)​ verwendet.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Untersuchen Sie, für welches kkk die Wahrscheinlichkeit P(X=k)P(X = k)P(X=k) bei festem nnn und ppp maximal wird, indem Sie den Quotienten P(X=k+1)/P(X=k)P(X=k+1)/P(X=k)P(X=k+1)/P(X=k) betrachten. Zeigen Sie, dass das Maximum stets in der Nähe von n pn\,pnp liegt.

§ 05

Aktive Wiederholung

Ein Bauteil ist mit Wahrscheinlichkeit p=0,2p = 0{,}2p=0,2 fehlerhaft; es werden n=50n = 50n=50 Bauteile geprüft. Berechnen Sie Erwartungswert und Standardabweichung sowie die Wahrscheinlichkeiten für genau 10, für höchstens 10 und für mindestens 15 fehlerhafte Teile.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L5 (Kultusministerkonferenz)

§ 06
§ 06

Simulation stochastischer Situationen#

~2 Min Lesezeit●●○StandardLPL5LPK5

Simulation von Zufallsexperimenten

Simulation von ZufallsexperimentenTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Schritt · Was zu tun ist · Worauf zu achten ist; 1 Modellieren · Zufallsexperiment und Zufallsgröße festlegen · Was genau wird gezählt?; 2 Zufallszahlen zuordnen · Jedem Ausgang einen Zahlenbereich · Bereiche entsprechen den Wahrscheinlichkeiten; 3 Durchführen · Viele Durchgänge simulieren · Wenige Durchgänge streuen stark; 4 Auswerten · Relative Häufigkeiten bestimmen · Histogramm zeichnen; 5 Vergleichen · Mit der theoretischen Verteilung · Abweichungen mit der Anzahl begründen; Gesetz der großen Zahlen · Relative Häufigkeit nähert sich der Wahrscheinlichkeit · Die Rechtfertigung des Verfahrens; 🔴 Grenze · Eine Simulation BEWEIST nichts · Sie stützt oder widerlegt eine VermutungSchrittWas zu tun istWorauf zu achten ist1 ModellierenZufallsexperiment undZufallsgröße festlegenWas genau wird gezählt?2 Zufallszahlen zuordnenJedem Ausgang einenZahlenbereichBereiche entsprechen denWahrscheinlichkeiten3 DurchführenViele Durchgänge simulierenWenige Durchgänge streuenstark4 AuswertenRelative HäufigkeitenbestimmenHistogramm zeichnen5 VergleichenMit der theoretischenVerteilungAbweichungen mit der AnzahlbegründenGesetz der großen ZahlenRelative Häufigkeit nähertsich der WahrscheinlichkeitDie Rechtfertigung desVerfahrens🔴 GrenzeEine Simulation BEWEISTnichtsSie stützt oder widerlegteine Vermutung
Abb. 6Eine Simulation ersetzt keine Rechnung, sondern prüft sie — und macht Verteilungen zugänglich, die sich nicht geschlossen berechnen lassen.

Kernpunkte

Die KMK verlangt ausdrücklich, Simulationen zur Untersuchung stochastischer Situationen verwenden zu können. Der Grund ist praktisch: Viele Fragestellungen sind rechnerisch schwer oder gar nicht zugänglich, lassen sich aber leicht NACHSPIELEN — und das Nachspielen liefert eine belastbare Näherung.
Grundlage jeder Simulation ist ein GEEIGNETES Zufallsgerät, dessen Wahrscheinlichkeiten denen der Situation entsprechen. Für p=1/6p = 1/6p=1/6 eignet sich ein Würfel, für p=0,3p = 0{,}3p=0,3 ein Zufallszahlengenerator mit dem Intervall [0; 0,3)[0;\,0{,}3)[0;0,3). Die Zuordnung zwischen Zufallszahlen und Ereignissen muss VOR dem Start festgelegt und dokumentiert werden.
Das Verfahren ist immer dasselbe: Ein Durchgang wird definiert, hinreichend oft wiederholt, und aus den Ergebnissen wird die RELATIVE HÄUFIGKEIT des interessierenden Ereignisses gebildet. Diese relative Häufigkeit ist die Schätzung für die gesuchte Wahrscheinlichkeit.
Die theoretische Rechtfertigung liefert das GESETZ DER GROSSEN ZAHLEN: Mit wachsender Versuchszahl nähert sich die relative Häufigkeit der Wahrscheinlichkeit an. Wichtig ist die Genauigkeit dieser Annäherung — sie verbessert sich nur mit n\sqrt{n}n​, sodass hundertfacher Aufwand die Genauigkeit lediglich verzehnfacht.
Zur ehrlichen Auswertung gehört deshalb immer eine Aussage über die UNSICHERHEIT: Eine Simulation mit 100 Durchgängen liefert eine Schätzung mit einer Fehlerspanne von mehreren Prozentpunkten. Eine Simulation, deren Ergebnis ohne diese Einordnung als Wahrscheinlichkeit präsentiert wird, überschätzt ihre eigene Aussagekraft — genau das soll die geforderte Beurteilung verhindern.

Vokabeln

→ Kartei
  • die SimulationNachspielen eines Zufallsexperiments zur Schätzung
  • die relative HäufigkeitAnteil der Treffer an allen Durchgängen
  • das Gesetz der großen ZahlenAnnäherung der relativen Häufigkeit an die Wahrscheinlichkeit
  • der Durchgangeine vollständige Wiederholung des simulierten Experiments
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Abiturfokus

  • Legen Sie die Zuordnung zwischen Zufallszahlen und Ereignissen ausdrücklich fest und dokumentieren Sie sie.
  • Definieren Sie präzise, was EIN Durchgang der Simulation umfasst.
  • Geben Sie das Ergebnis als relative Häufigkeit an und bezeichnen Sie es als SCHÄTZUNG, nicht als Wahrscheinlichkeit.
  • „Beurteilen" Sie die Genauigkeit über die Anzahl der Durchgänge und die n\sqrt{n}n​-Regel.
  • Vergleichen Sie das Simulationsergebnis mit dem theoretischen Wert, wo dieser bekannt ist — die Abweichung ist selbst ein Ergebnis.

Typische Fehler

  • Die relative Häufigkeit einer Simulation als exakte Wahrscheinlichkeit ausgegeben.
  • Ein Zufallsgerät gewählt, dessen Wahrscheinlichkeiten nicht zur Situation passen.
  • Zu wenige Durchgänge simuliert und das Ergebnis dennoch auf zwei Nachkommastellen angegeben.
  • Die Zuordnung der Zufallszahlen nicht dokumentiert, sodass die Simulation nicht nachvollziehbar ist.
  • Angenommen, doppelt so viele Durchgänge halbierten den Fehler; er sinkt nur mit 1/n1/\sqrt{n}1/n​.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Entwerfen Sie eine Simulation zum Geburtstagsproblem (Wahrscheinlichkeit, dass in einer Gruppe von 23 Personen zwei am selben Tag Geburtstag haben) und schätzen Sie, wie viele Durchgänge nötig sind, um das Ergebnis auf ±2\pm 2±2 Prozentpunkte genau zu bestimmen.

§ 06

Aktive Wiederholung

Beschreiben Sie eine Simulation für die Frage, wie wahrscheinlich es ist, bei fünf Würfen mindestens eine Sechs zu erhalten. Legen Sie Zufallsgerät, Durchgang und Auswertung fest, und vergleichen Sie das zu erwartende Ergebnis mit dem theoretischen Wert.

Passende Aufgaben üben53 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L5 (Kultusministerkonferenz)

Stand 05/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Zufallsexperimente, Ereignisse und die Laplace-Annahme○
    • 02Bedingte Wahrscheinlichkeit, Vierfeldertafel und Bayes◐
    • 03Kombinatorik — Zählen ohne aufzuzählen◐
    • 04Zufallsgrößen, Erwartungswert und Standardabweichung◐
    • 05Die Binomialverteilung◐
    • 06Simulation stochastischer Situationen◐

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Stochastik — Wahrscheinlichkeit und Verteilungen

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Belege & Quellen

Quellen

Kultusministerkonferenz

  • Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L5

Siehe auch

  • Beurteilende Statistik — Hypothesentests und KonfidenzintervalleDie Umkehrung: Hier wird aus der Stichprobe auf die unbekannte Wahrscheinlichkeit geschlossen.
  • Grundbegriffe und RechentechnikenPotenzen und Fakultäten — das Rechenhandwerk hinter Binomialkoeffizienten.
  • Mathematisches Modellieren und WachstumsprozesseWie ein stochastisches Modell aufgestellt, gedeutet und in seinen Grenzen beurteilt wird.

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