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DE · Abitur

Matrizen und Übergangsprozesse

Matrizen sind das Werkzeug, mit dem sich mehrstufige Prozesse in einer einzigen Rechnung fassen lassen: Wanderungsbewegungen zwischen Städten, Marktanteile zwischen Anbietern, Altersstufen einer Population. Die KMK nennt sie ausdrücklich in Leitidee L1 — mathematische Prozesse durch Matrizen unter Nutzung von Matrizenmultiplikation und inversen Matrizen beschreiben, im erhöhten Niveau ergänzt um Potenzen, Grenzmatrizen und Fixvektoren.

6 Abschnitte·~19 Min Lesezeit·4 Kompetenzen·Stand 05/2026

T·0666 / 10
Prüfungsprofil
K3 · Mathematisch modellierenK5 · Mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik umgehenK4 · Mathematische Darstellungen verwendenK2 · Probleme mathematisch lösen
Operatoren:berechnenbestimmeninterpretierenbegründenbeurteilen

grundlegendes Niveau

gA: einfache Sachverhalte mit Tupeln oder Matrizen beschreiben; mathematische Prozesse durch Matrizen unter Nutzung von Matrizenmultiplikation und inversen Matrizen beschreiben (A1).

erhöhtes Niveau

eA: zusätzlich Potenzen von Matrizen bei mehrstufigen Prozessen nutzen sowie Grenzmatrizen und Fixvektoren interpretieren (A1); Eigenwerte und Eigenvektoren als Werkzeug für das Langzeitverhalten deuten.

Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. Matrizen und Übergangsprozesse
    • 01Matrizen — Operationen und Inverse○
    • 02Stochastische Übergangsmatrizen und Fixvektor◐
    • 03Populationsmodelle und Verflechtungsmatrizen●
    • 04Determinante und lineare Abbildungen◐
    • 05Eigenwerte, Eigenvektoren und Diagonalisierung●
    • 06Langzeitverhalten, Grenzmatrix und Ergodizität●

6 Abschnitte · 30 Merksätze · 4 Formeln · 30 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Matrizen — Operationen und Inverse#

~3 Min Lesezeit●○○BasisLPL1LPK5

Matrizenrechnung — Regeln und Fallen

Matrizenrechnung — Regeln und FallenTabelle mit 3 Spalten und 8 Zeilen, Daten: Operation · Bedingung · Besonderheit; Addition · Gleiches Format · Elementweise; kommutativ; Skalarmultiplikation · — · Jedes Element mit λ multiplizieren; Multiplikation A·B · Spaltenzahl von A = Zeilenzahl von B · Format (m×n)·(n×p) = (m×p); Kommutativität · — · A·B ≠ B·A im Allgemeinen; Assoziativität · — · (A·B)·C = A·(B·C) gilt; Einheitsmatrix E · Quadratisch · A·E = E·A = A; Inverse A⁻¹ · det A ≠ 0 · A·A⁻¹ = E; nicht jede Matrix ist invertierbar; Transponierte Aᵀ · — · (A·B)ᵀ = Bᵀ·Aᵀ — Reihenfolge dreht sich umOperationBedingungBesonderheitAdditionGleiches FormatElementweise; kommutativSkalarmultiplikation—Jedes Element mit λmultiplizierenMultiplikation A·BSpaltenzahl von A = Zeilenzahl von BFormat (m×n)·(n×p) = (m×p)Kommutativität—A·B ≠ B·A im AllgemeinenAssoziativität—(A·B)·C = A·(B·C) giltEinheitsmatrix EQuadratischA·E = E·A = AInverse A⁻¹det A ≠ 0A·A⁻¹ = E; nicht jede Matrixist invertierbarTransponierte Aᵀ—(A·B)ᵀ = Bᵀ·Aᵀ — Reihenfolgedreht sich um
Abb. 1🔴 Die Matrizenmultiplikation ist NICHT kommutativ: A·B und B·A sind im Allgemeinen verschieden — oft ist nur eines von beiden überhaupt definiert.

Kernpunkte

Eine Matrix ist ein rechteckiges Zahlenschema, das Daten mit ZWEI Ordnungsmerkmalen aufnimmt — etwa Produktionsmengen nach Werk und Produkt oder Übergangsanteile von jedem Zustand in jeden anderen. Ihr Format m×nm \times nm×n nennt zuerst die Zeilen, dann die Spalten; diese Reihenfolge ist Konvention und muss durchgehalten werden.
Addition und Skalarmultiplikation laufen elementweise und setzen gleiches Format voraus — hier gibt es keine Überraschungen. Die MULTIPLIKATION dagegen ist die eigentliche Erfindung: Das Element in Zeile iii, Spalte jjj des Produkts entsteht als Skalarprodukt der iii-ten ZEILE von AAA mit der jjj-ten SPALTE von BBB. Definierbar ist sie nur, wenn die Spaltenzahl von AAA mit der Zeilenzahl von BBB übereinstimmt.
Diese Regel wirkt willkürlich, ist es aber nicht: Sie ist genau so gebaut, dass die Matrix die HINTEREINANDERAUSFÜHRUNG zweier Prozesse beschreibt. Wendet man erst BBB und dann AAA an, so leistet das Produkt A⋅BA\cdot BA⋅B beides in einem Schritt — deshalb ist die Multiplikation die zentrale Operation und nicht die Addition.
Die Matrixmultiplikation ist NICHT kommutativ: A⋅BA\cdot BA⋅B und B⋅AB\cdot AB⋅A sind im Allgemeinen verschieden und oft nicht einmal beide definiert. Sachlich ist das einleuchtend — „erst umfüllen, dann erhitzen" ergibt etwas anderes als die umgekehrte Reihenfolge. Assoziativ und distributiv ist sie dagegen sehr wohl, sodass Klammern verschoben werden dürfen, die REIHENFOLGE aber nicht.
Die Einheitsmatrix EEE mit Einsen auf der Hauptdiagonale spielt die Rolle der Zahl 1. Eine INVERSE A−1A^{-1}A−1 mit A⋅A−1=EA\cdot A^{-1} = EA⋅A−1=E macht einen Prozess rückgängig und beantwortet damit die Rückwärtsfrage: Welcher Anfangszustand führt auf einen beobachteten Endzustand? Sie existiert genau dann, wenn die Determinante von null verschieden ist — andernfalls ist Information verloren gegangen und der Prozess nicht umkehrbar.

Vokabeln

→ Kartei
  • die Matrixrechteckiges Zahlenschema im Format $m \times n$
  • die MatrixmultiplikationZeile mal Spalte; beschreibt Hintereinanderausführungnicht kommutativ
  • die EinheitsmatrixMatrix mit Einsen auf der Hauptdiagonale
  • die inverse Matrixmacht den Prozess rückgängig; existiert nur bei $\det \neq 0$
  • die HauptdiagonaleElemente mit gleichem Zeilen- und Spaltenindex

Matrixmultiplikation (Zeile · Spalte)

(A⋅B)ij=∑k=1naik bkj(A\cdot B)_{ij} = \sum_{k=1}^{n} a_{ik}\,b_{kj}(A⋅B)ij​=k=1∑n​aik​bkj​
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Abiturfokus

  • Prüfen Sie vor jeder Multiplikation die Formate; nur bei „Spalten von AAA = Zeilen von BBB" ist das Produkt definiert.
  • Rechnen Sie das Produkt konsequent als Zeile-mal-Spalte und notieren Sie mindestens ein Element ausführlich — das zeigt den Ansatz.
  • „Begründen" Sie die Nichtkommutativität an einem Sachbeispiel, nicht nur durch ein Gegenbeispiel in Zahlen.
  • Prüfen Sie vor der Inversenbildung die Determinante; ist sie null, existiert keine Inverse und der Prozess ist nicht umkehrbar.
  • Kontrollieren Sie eine berechnete Inverse durch die Probe A⋅A−1=EA\cdot A^{-1} = EA⋅A−1=E — das ist schnell und fängt Vorzeichenfehler.

Typische Fehler

  • Matrizen elementweise multipliziert statt Zeile mal Spalte.
  • Die Reihenfolge im Produkt vertauscht und damit den Prozess umgekehrt beschrieben.
  • Formate nicht geprüft und ein undefiniertes Produkt gebildet.
  • Eine Inverse angegeben, ohne die Determinante auf ≠0\neq 0=0 zu prüfen.
  • Zeilen- und Spaltenzahl im Format m×nm \times nm×n vertauscht.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Begründen Sie mithilfe der Determinante, wann eine 2×22\times 22×2-Matrix invertierbar ist, und deuten Sie den Fall det⁡A=0\det A = 0detA=0 geometrisch als Abbildung, die die Ebene auf eine Gerade oder einen Punkt zusammenfallen lässt — und damit nicht umkehrbar ist.

§ 01

Aktive Wiederholung

Gegeben sind A=(2103)A = \begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 0 & 3 \end{pmatrix}A=(20​13​) und B=(1420)B = \begin{pmatrix} 1 & 4 \\ 2 & 0 \end{pmatrix}B=(12​40​). Berechnen Sie A⋅BA\cdot BA⋅B und B⋅AB\cdot AB⋅A, vergleichen Sie die Ergebnisse und bestimmen Sie A−1A^{-1}A−1 mit Probe.

Passende Aufgaben üben53 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L1 (A1) (Kultusministerkonferenz)

§ 02
§ 02

Stochastische Übergangsmatrizen und Fixvektor#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPL1LPK3

Übergangsgraph zweier Zustände A und B

Übergangsmatrix der Zustände A und BTabelle mit 3 Spalten und 2 Zeilen, Daten: P · von A · von B; nach A · 0,7 · 0,4; nach B · 0,3 · 0,6Pvon Avon Bnach A0,70,4nach B0,30,6Spaltensummen je 1
Abb. 2Übergangswahrscheinlichkeiten 0,7 (A→A), 0,3 (A→B), 0,4 (B→A), 0,6 (B→B).

Kernpunkte

Eine stochastische Übergangsmatrix beschreibt, welcher ANTEIL eines Zustands im nächsten Schritt in welchen anderen Zustand wechselt. Ihre Einträge sind Wahrscheinlichkeiten oder Anteile zwischen 0 und 1, und — das ist das Kennzeichen — die Einträge jeder SPALTE addieren sich zu 1, weil nichts verloren geht und nichts hinzukommt.
Diese Spaltensummenprobe ist die beste Selbstkontrolle beim Aufstellen. Ergibt eine Spalte nicht 1, ist entweder ein Übergang vergessen worden oder Zeilen und Spalten sind vertauscht. In manchen Lehrwerken wird zeilenweise notiert; entscheidend ist, die eigene Konvention zu benennen und durchzuhalten — mit Spaltenkonvention gilt v⃗n+1=M⋅v⃗n\vec{v}_{n+1} = M\cdot\vec{v}_nvn+1​=M⋅vn​.
Der Zustand nach nnn Schritten folgt dann durch wiederholte Anwendung, also v⃗n=M n⋅v⃗0\vec{v}_n = M^{\,n}\cdot\vec{v}_0vn​=Mn⋅v0​. Genau das meint die KMK mit „Potenzen von Matrizen bei mehrstufigen Prozessen nutzen": Statt nnn einzelner Schritte genügt eine Matrixpotenz — und die Einträge von M nM^{\,n}Mn sind selbst wieder Übergangsanteile, nun über nnn Schritte hinweg.
Viele solcher Prozesse laufen auf einen stabilen Zustand zu, der sich nicht mehr ändert: den FIXVEKTOR v⃗∗\vec{v}^*v∗ mit M⋅v⃗∗=v⃗∗M\cdot\vec{v}^* = \vec{v}^*M⋅v∗=v∗. Bestimmt wird er als Lösung des homogenen Systems (M−E)v⃗=0⃗(M - E)\vec{v} = \vec{0}(M−E)v=0 zusammen mit der Normierungsbedingung, dass die Komponenten sich zur Gesamtmenge addieren — ohne diese Zusatzbedingung ist die Lösung nur bis auf einen Faktor bestimmt.
Sachlich ist der Fixvektor die Verteilung, bei der Zu- und Abflüsse jedes Zustands sich genau aufheben. Bei Marktanteilen ist es der langfristige Gleichgewichtsanteil, bei Wanderungsbewegungen die Bevölkerungsverteilung, die sich einpendelt. Diese Deutung — nicht die Zahlen — ist in Prüfungsaufgaben die verlangte Leistung.

Vokabeln

→ Kartei
  • die ÜbergangsmatrixMatrix der Anteile, die zwischen Zuständen wechseln
  • stochastischalle Spaltensummen gleich 1
  • der FixvektorVerteilung mit $M\vec v = \vec v$langfristiges Gleichgewicht
  • die NormierungsbedingungSumme der Komponenten gleich der Gesamtmenge
  • der ZustandsvektorVerteilung zu einem Zeitpunkt

Fixvektor einer stochastischen Matrix M

M⋅v⃗=v⃗⇔(M−E) v⃗=0⃗M\cdot \vec{v} = \vec{v}\quad \Leftrightarrow\quad (M - E)\,\vec{v} = \vec{0}M⋅v=v⇔(M−E)v=0
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Musterlösung

Langzeitverteilung über Fixvektor

Eine stochastische Matrix M=(0,70,40,30,6)M = \begin{pmatrix} 0{,}7 & 0{,}4 \\ 0{,}3 & 0{,}6 \end{pmatrix}M=(0,70,3​0,40,6​) modelliert den Übergang zwischen Zuständen A und B. Bestimmen Sie den Fixvektor mit Anteilen a+b=1a + b = 1a+b=1.

  1. Schritt 1 — Fixvektor-Bedingung

    Mv⃗=v⃗M\vec{v} = \vec{v}Mv=v, also {0,7a+0,4b=a0,3a+0,6b=b\begin{cases} 0{,}7a + 0{,}4b = a \\ 0{,}3a + 0{,}6b = b \end{cases}{0,7a+0,4b=a0,3a+0,6b=b​.

  2. Schritt 2 — Umformen

    Aus der ersten Gleichung: 0,4b=0,3a0{,}4b = 0{,}3a0,4b=0,3a, also b=0,75ab = 0{,}75 ab=0,75a.

  3. Schritt 3 — Normierung

    a+0,75a=1⇒a=47≈0,571a + 0{,}75 a = 1 \Rightarrow a = \tfrac{4}{7}\approx 0{,}571a+0,75a=1⇒a=74​≈0,571, b=37≈0,429b = \tfrac{3}{7}\approx 0{,}429b=73​≈0,429.

    v⃗=(47,37)T\vec{v} = (\tfrac{4}{7}, \tfrac{3}{7})^{T}v=(74​,73​)T

Ergebnis: Langzeitverteilung: rund 57 % im Zustand A, 43 % im Zustand B.

Abiturfokus

  • Prüfen Sie beim Aufstellen die Spaltensummen auf 1; das fängt fast jeden Aufstellungsfehler.
  • Benennen Sie Ihre Konvention (spalten- oder zeilenstochastisch) und halten Sie sie durch.
  • Nutzen Sie M nv⃗0M^{\,n}\vec{v}_0Mnv0​ statt nnn Einzelschritten und deuten Sie die Einträge von M nM^{\,n}Mn als nnn-Schritt-Übergänge.
  • Ergänzen Sie beim Fixvektor IMMER die Normierungsbedingung; ohne sie ist die Lösung nicht eindeutig.
  • „Interpretieren" Sie den Fixvektor im Sachkontext als langfristiges Gleichgewicht.

Typische Fehler

  • Zeilen und Spalten vertauscht und dadurch die Übergangsrichtung umgekehrt.
  • Beim Fixvektor die Normierungsbedingung vergessen und eine ganze Lösungsschar angegeben.
  • v⃗0⋅M\vec{v}_0 \cdot Mv0​⋅M statt M⋅v⃗0M \cdot \vec{v}_0M⋅v0​ gerechnet.
  • Eine Matrix als stochastisch bezeichnet, deren Spaltensummen nicht 1 ergeben.
  • Den Fixvektor berechnet, aber nicht im Sachzusammenhang gedeutet.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Zeigen Sie, dass der Fixvektor ein Eigenvektor zum Eigenwert 1 ist, und begründen Sie, warum jede spaltenstochastische Matrix den Eigenwert 1 besitzt (Hinweis: Betrachten Sie die Zeilensummen der transponierten Matrix).

§ 02

Aktive Wiederholung

Zwischen zwei Anbietern wandern jährlich 20 %20\,\%20% der Kunden von A zu B und 30 %30\,\%30% von B zu A. Stellen Sie die Übergangsmatrix auf, prüfen Sie die Spaltensummen, berechnen Sie die Verteilung nach zwei Jahren bei Startanteilen (0,6; 0,4)(0{,}6;\,0{,}4)(0,6;0,4) und bestimmen Sie den Fixvektor mit Deutung.

Passende Aufgaben üben53 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L1 (A1) (Kultusministerkonferenz)

§ 03
§ 03

Populationsmodelle und Verflechtungsmatrizen#

~3 Min Lesezeit●●●VertiefungLPL1LPK3

Wachstumsmodelle im Vergleich

Wachstumsmodelle im VergleichTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Modell · Annahme über die Änderungsrate · Funktion und Grenzverhalten; Lineares Wachstum · Konstant · N(t) = N₀ + a·t — unbegrenzt; Exponentielles Wachstum · Proportional zum Bestand · N(t) = N₀·e^(k·t) — unbegrenzt, unrealistisch auf Dauer; Beschränktes Wachstum · Proportional zum RESTBESTAND (S − N) · N(t) = S − (S − N₀)·e^(−k·t) — nähert sich S; Logistisches Wachstum · Proportional zu N UND zu (S − N) · S-Kurve; Wendepunkt bei N = S/2; Zerfall · Negativ proportional zum Bestand · N(t) = N₀·e^(−λ·t); 🔴 Modellwahl begründen · Gibt es eine Sättigungsgrenze? · Ohne Grenze exponentiell, mit Grenze logistisch; Grenzen der Modelle · Konstante Parameter unterstellt · In der Sachaufgabe stets zu diskutierenModellAnnahme über dieÄnderungsrateFunktion undGrenzverhaltenLineares WachstumKonstantN(t) = N₀ + a·t — unbegrenztExponentielles WachstumProportional zum BestandN(t) = N₀·e(k·t) — unbegrenzt, unrealistisch auf DauerBeschränktes WachstumProportional zum RESTBESTAND(S − N)N(t) = S − (S − N₀)·e(−k·t) — nähert sich SLogistisches WachstumProportional zu N UND zu (S− N)S-Kurve; Wendepunkt bei N = S/2ZerfallNegativ proportional zumBestandN(t) = N₀·e(−λ·t)🔴 Modellwahl begründenGibt es eineSättigungsgrenze?Ohne Grenze exponentiell,mit Grenze logistischGrenzen der ModelleKonstante ParameterunterstelltIn der Sachaufgabe stets zudiskutieren
Abb. 3Jedes Modell folgt aus einer Annahme über die WACHSTUMSRATE. Wer die Annahme benennt, kann das Modell begründen statt es nur anzuwenden.

Kernpunkte

Nicht jede Prozessmatrix ist stochastisch. Bei POPULATIONSMODELLEN nach Leslie beschreiben die Einträge keine Anteile, sondern Fortpflanzungs- und Überlebensraten — die Gesamtzahl darf und soll sich ändern. Die erste Zeile enthält die Fruchtbarkeitsraten der Altersklassen, die Subdiagonale die Überlebensraten von einer Klasse in die nächste; alles andere ist null.
Diese Struktur ist keine Willkür, sondern die direkte Übersetzung des Sachverhalts: Nachwuchs entsteht nur in der jüngsten Klasse (daher die erste Zeile), und altern kann man nur um genau eine Stufe je Zeitschritt (daher die Subdiagonale). Wer die Matrix aus dem Text aufstellt, sollte diese beiden Sätze als Kontrolle mitsprechen.
Das Langzeitverhalten entscheidet sich am Wachstumsfaktor — dem betragsgrößten Eigenwert λ\lambdaλ. Für λ>1\lambda > 1λ>1 wächst die Population, für λ<1\lambda < 1λ<1 stirbt sie aus, für λ=1\lambda = 1λ=1 bleibt sie stationär. Bemerkenswert ist, dass sich die ALTERSVERTEILUNG dabei einem festen Verhältnis annähert, selbst wenn die Gesamtzahl wächst — das ist der zugehörige Eigenvektor.
VERFLECHTUNGSMATRIZEN beschreiben einen anderen Prozesstyp: mehrstufige Produktion, bei der Rohstoffe zu Zwischen- und dann zu Endprodukten werden. Sind AAA die Matrix Rohstoff→Zwischenprodukt und BBB die Matrix Zwischen→Endprodukt, so leistet das PRODUKT B⋅AB\cdot AB⋅A den Gesamtzusammenhang Rohstoff→Endprodukt in einem Schritt.
Die Reihenfolge im Produkt ist dabei die häufigste Fehlerquelle und folgt aus der Multiplikationsregel: Angewandt wird von rechts nach links, also steht die ZUERST wirkende Matrix rechts. Die Rückwärtsfrage — welche Rohstoffmengen für einen gewünschten Endproduktvektor nötig sind — führt auf ein lineares Gleichungssystem oder, bei quadratischer invertierbarer Matrix, auf die Inverse.

Vokabeln

→ Kartei
  • die Leslie-MatrixPopulationsmatrix mit Fruchtbarkeits- und Überlebensraten
  • die VerflechtungsmatrixMatrix mehrstufiger Produktionszusammenhänge
  • die AltersklasseStufe der Population im Modell
  • der Wachstumsfaktorbetragsgrößter Eigenwert; entscheidet über Wachstum oder Aussterben
  • die stabile AltersverteilungVerhältnis der Klassen, das sich langfristig einstellt
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Musterlösung

Populationsentwicklung mit Leslie-Matrix

Eine Population mit zwei Altersklassen hat die Leslie-Matrix L=(030,40)L = \begin{pmatrix} 0 & 3 \\ 0{,}4 & 0 \end{pmatrix}L=(00,4​30​) und Anfangsverteilung p⃗0=(10050)\vec{p}_{0} = \begin{pmatrix} 100 \\ 50 \end{pmatrix}p​0​=(10050​). Berechnen Sie die Verteilung nach zwei Generationen und interpretieren Sie das Ergebnis.

  1. Schritt 1 — Erste Generation

    Multipliziere LLL mit p⃗0\vec{p}_{0}p​0​: Geburten 0⋅100+3⋅50=1500\cdot 100 + 3\cdot 50 = 1500⋅100+3⋅50=150, Überlebende 0,4⋅100+0⋅50=400{,}4\cdot 100 + 0\cdot 50 = 400,4⋅100+0⋅50=40.

    p⃗1=L p⃗0=(15040)\vec{p}_{1} = L\,\vec{p}_{0} = \begin{pmatrix} 150 \\ 40 \end{pmatrix}p​1​=Lp​0​=(15040​)
  2. Schritt 2 — Zweite Generation

    Erneut mit LLL multiplizieren: 0⋅150+3⋅40=1200\cdot 150 + 3\cdot 40 = 1200⋅150+3⋅40=120 und 0,4⋅150+0⋅40=600{,}4\cdot 150 + 0\cdot 40 = 600,4⋅150+0⋅40=60.

    p⃗2=L p⃗1=(12060)\vec{p}_{2} = L\,\vec{p}_{1} = \begin{pmatrix} 120 \\ 60 \end{pmatrix}p​2​=Lp​1​=(12060​)
  3. Schritt 3 — Gesamtbestand vergleichen

    Gesamt: p⃗0\vec{p}_{0}p​0​ 150, p⃗1\vec{p}_{1}p​1​ 190, p⃗2\vec{p}_{2}p​2​ 180 — der Bestand schwankt, ohne sich bereits stabilisiert zu haben.

  4. Schritt 4 — Interpretieren

    Die starke Geburtenrate (3) und die niedrige Überlebensrate (0,4) erzeugen ein oszillierendes Verhalten; die stabile Altersverteilung ergäbe sich erst über den dominanten Eigenwert von LLL.

Ergebnis: Verteilung nach zwei Generationen: p⃗2=(120, 60)T\vec{p}_{2} = (120,\,60)^{T}p​2​=(120,60)T; der Gesamtbestand oszilliert noch und nähert sich erst langfristig der stabilen Altersstruktur.

Abiturfokus

  • Stellen Sie Leslie-Matrizen strukturiert auf: Fruchtbarkeit in die erste Zeile, Überlebensraten auf die Subdiagonale, sonst null.
  • Beurteilen Sie das Langzeitverhalten über den betragsgrößten Eigenwert (λ>1\lambda > 1λ>1 Wachstum, λ<1\lambda < 1λ<1 Aussterben).
  • Achten Sie bei Verflechtungen auf die Reihenfolge: die zuerst wirkende Matrix steht RECHTS im Produkt.
  • Lösen Sie Rückwärtsfragen über ein LGS oder die Inverse und prüfen Sie das Ergebnis durch Einsetzen.
  • „Interpretieren" Sie Ergebnisse mit Einheiten (Individuen, Mengeneinheiten) — reine Zahlen genügen nicht.

Typische Fehler

  • Die Leslie-Matrix als stochastisch behandelt und Spaltensummen von 1 erwartet.
  • Die Reihenfolge im Verflechtungsprodukt vertauscht.
  • Fruchtbarkeits- und Überlebensraten in derselben Zeile untergebracht.
  • Aus dem Wachstum der Gesamtzahl geschlossen, die Altersverteilung ändere sich weiter — sie stabilisiert sich.
  • Rückwärtsfragen durch Division statt über Inverse oder LGS zu lösen versucht.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Bestimmen Sie für eine zweistufige Leslie-Matrix den betragsgrößten Eigenwert und den zugehörigen Eigenvektor und deuten Sie beide: den Eigenwert als jährlichen Wachstumsfaktor, den Eigenvektor als stabile Altersverteilung. Erläutern Sie, warum sich diese Verteilung unabhängig vom Startvektor einstellt.

§ 03

Aktive Wiederholung

Eine Population hat drei Altersklassen mit den Fruchtbarkeitsraten (0; 3; 1)(0;\,3;\,1)(0;3;1) und den Überlebensraten 0,50{,}50,5 (Klasse 1→2) und 0,250{,}250,25 (Klasse 2→3). Stellen Sie die Leslie-Matrix auf, berechnen Sie die Verteilung nach zwei Zeitschritten für den Startvektor (100; 40; 20)(100;\,40;\,20)(100;40;20) und beurteilen Sie die Tendenz.

Passende Aufgaben üben53 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L1 (A1) (Kultusministerkonferenz)

§ 04
§ 04

Determinante und lineare Abbildungen#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPL3LPL1

Determinante und lineare Abbildung

Determinante und lineare AbbildungTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Wert bzw. Begriff · Bedeutung · Geometrische Deutung; det A für 2×2 · ad − bc · Flächenfaktor der Abbildung; det A für 3×3 · Regel von Sarrus oder Entwicklungssatz · Volumenfaktor; det A = 0 · Matrix nicht invertierbar (singulär) · Abbildung drückt den Raum in eine niedrigere Dimension; det A > 0 · Orientierung erhalten · —; det A < 0 · Orientierung umgekehrt · Eine Spiegelung ist enthalten; |det A| = 1 · Flächen- und volumentreu · Drehungen und Spiegelungen; det(A·B) · = det A · det B · Die Faktoren multiplizieren sichWert bzw. BegriffBedeutungGeometrische Deutungdet A für 2×2ad − bcFlächenfaktor der Abbildungdet A für 3×3Regel von Sarrus oderEntwicklungssatzVolumenfaktordet A = 0Matrix nicht invertierbar(singulär)Abbildung drückt den Raum ineine niedrigere Dimensiondet A > 0Orientierung erhalten—det A < 0Orientierung umgekehrtEine Spiegelung istenthalten|det A| = 1Flächen- und volumentreuDrehungen und Spiegelungendet(A·B) = det A · det BDie Faktoren multiplizierensich
Abb. 4Die Determinante ist ein Flächen- bzw. Volumenfaktor. Ihr Vorzeichen sagt, ob die Abbildung die Orientierung umkehrt.

Kernpunkte

Jede Matrix lässt sich als ABBILDUNG lesen: Sie ordnet jedem Vektor einen Bildvektor zu, und zwar linear — Geraden bleiben Geraden, der Ursprung bleibt fest, und Summen wie Vielfache werden respektiert. Drehungen, Spiegelungen, Streckungen und Scherungen sind die Standardbeispiele, und ihre Matrizen lassen sich unmittelbar aus den Bildern der Einheitsvektoren ablesen.
Genau das ist der praktischste Merksatz des Abschnitts: Die SPALTEN einer Abbildungsmatrix sind die Bilder der Einheitsvektoren. Wer die Wirkung einer Abbildung auf e⃗1\vec{e}_1e1​ und e⃗2\vec{e}_2e2​ kennt, kann die Matrix sofort hinschreiben — und umgekehrt aus einer gegebenen Matrix die geometrische Wirkung ablesen.
Die DETERMINANTE misst, wie die Abbildung Flächen beziehungsweise Volumina verändert: Ein Einheitsquadrat wird auf ein Parallelogramm mit dem Flächeninhalt ∣det⁡A∣|\det A|∣detA∣ abgebildet. Für 2×22\times 22×2 ist sie ad−bcad - bcad−bc, für 3×33\times 33×3 liefert die Regel von Sarrus das Ergebnis — ein Verfahren, das ausdrücklich NUR für 3×33\times 33×3 gilt.
Das VORZEICHEN der Determinante ist keine Nebensache: Es sagt, ob die Orientierung erhalten bleibt. Eine positive Determinante beschreibt eine Drehung oder Streckung, eine negative eine Abbildung mit Spiegelungsanteil — der Umlaufsinn kehrt sich um. Diese Deutung wird in Aufgaben gern verlangt und ist ohne Rechnung zu haben.
Der Fall det⁡A=0\det A = 0detA=0 ist der interessanteste: Die Abbildung drückt die Ebene auf eine Gerade (oder den Raum auf eine Ebene) zusammen. Dabei geht Information verloren, mehrere Urbilder haben dasselbe Bild, und die Abbildung ist nicht umkehrbar — genau deshalb existiert die Inverse dann nicht. Determinante null, keine Inverse und ein nicht eindeutig lösbares Gleichungssystem sind drei Formulierungen desselben Sachverhalts.

Vokabeln

→ Kartei
  • die lineare AbbildungZuordnung, die Summen und Vielfache respektiert
  • die DeterminanteFlächen- bzw. VolumenänderungsfaktorVorzeichen zeigt die Orientierung
  • die Regel von SarrusRechenschema für $3\times 3$-Determinantengilt NUR für 3×3
  • die OrientierungUmlaufsinn; kehrt sich bei negativer Determinante um

Determinante einer 3×3-Matrix (Entwicklung nach erster Zeile)

det⁡ ⁣(abcdefghi)=a(ei−fh)−b(di−fg)+c(dh−eg)\det\!\begin{pmatrix} a & b & c \\ d & e & f \\ g & h & i \end{pmatrix} = a(ei-fh) - b(di-fg) + c(dh-eg)det​adg​beh​cfi​​=a(ei−fh)−b(di−fg)+c(dh−eg)

Die Sarrus-Regel ist eine gleichwertige Alternative für 3×3-Matrizen; eine Determinante ungleich null bedeutet invertierbar.

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Musterlösung

Determinante und Lösbarkeit eines LGS beurteilen

Untersuchen Sie mit der Determinante, ob das LGS mit Koeffizientenmatrix A=(210131012)A=\begin{pmatrix} 2 & 1 & 0 \\ 1 & 3 & 1 \\ 0 & 1 & 2 \end{pmatrix}A=​210​131​012​​ eindeutig lösbar ist.

  1. Schritt 1 — Entwicklung nach erster Zeile

    det⁡A=2 (3⋅2−1⋅1)−1 (1⋅2−1⋅0)+0\det A = 2\,(3\cdot 2 - 1\cdot 1) - 1\,(1\cdot 2 - 1\cdot 0) + 0detA=2(3⋅2−1⋅1)−1(1⋅2−1⋅0)+0.

  2. Schritt 2 — Unterdeterminanten berechnen

    3⋅2−1⋅1=53\cdot 2 - 1\cdot 1 = 53⋅2−1⋅1=5 und 1⋅2−1⋅0=21\cdot 2 - 1\cdot 0 = 21⋅2−1⋅0=2.

    det⁡A=2⋅5−1⋅2+0=8\det A = 2\cdot 5 - 1\cdot 2 + 0 = 8detA=2⋅5−1⋅2+0=8
  3. Schritt 3 — Lösbarkeit folgern

    Wegen det⁡A=8≠0\det A = 8 \neq 0detA=8=0 ist AAA invertierbar; das LGS Ax⃗=b⃗A\vec{x}=\vec{b}Ax=b besitzt für jede rechte Seite b⃗\vec{b}b genau eine Lösung.

Ergebnis: det⁡A=8≠0\det A = 8 \neq 0detA=8=0, also ist AAA regulär und das LGS eindeutig lösbar.

Abiturfokus

  • Lesen Sie Abbildungsmatrizen über die Bilder der Einheitsvektoren ab — die Spalten sind genau diese Bilder.
  • Deuten Sie ∣det⁡A∣|\det A|∣detA∣ als Flächen- bzw. Volumenfaktor und das Vorzeichen als Orientierungserhalt.
  • Verwenden Sie die Regel von Sarrus ausschließlich bei 3×33\times 33×3-Matrizen.
  • Verbinden Sie in der Antwort die drei gleichwertigen Aussagen: det⁡A=0\det A = 0detA=0 ⇔ keine Inverse ⇔ kein eindeutig lösbares LGS.
  • Prüfen Sie berechnete Determinanten an einem Sonderfall (Einheitsmatrix ⇒ 1, Zeile aus Nullen ⇒ 0).

Typische Fehler

  • Die Regel von Sarrus auf 4×44\times 44×4-Matrizen angewandt.
  • Das Vorzeichen der Determinante ignoriert und die Spiegelung übersehen.
  • Bei det⁡A=0\det A = 0detA=0 dennoch eine Inverse angegeben.
  • Zeilen und Spalten beim Ablesen der Abbildungsmatrix vertauscht.
  • In der 2×22\times 22×2-Determinante ad−bcad - bcad−bc mit ab−cdab - cdab−cd verwechselt.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Zeigen Sie an einem selbst gewählten Beispiel, dass det⁡(A⋅B)=det⁡A⋅det⁡B\det(A\cdot B) = \det A \cdot \det Bdet(A⋅B)=detA⋅detB gilt, und deuten Sie diese Produktregel über die Hintereinanderausführung zweier Flächenänderungen. Begründen Sie damit, warum die Hintereinanderausführung zweier orientierungsumkehrender Abbildungen die Orientierung erhält.

§ 04

Aktive Wiederholung

Bestimmen Sie die Determinante von A=(3124)A = \begin{pmatrix} 3 & 1 \\ 2 & 4 \end{pmatrix}A=(32​14​), deuten Sie Betrag und Vorzeichen geometrisch und geben Sie A−1A^{-1}A−1 an. Beschreiben Sie außerdem, welche Abbildung die Matrix (0−110)\begin{pmatrix} 0 & -1 \\ 1 & 0 \end{pmatrix}(01​−10​) bewirkt.

Passende Aufgaben üben53 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L3 (Kultusministerkonferenz)

§ 05
§ 05

Eigenwerte, Eigenvektoren und Diagonalisierung#

~3 Min Lesezeit●●●VertiefungLPL1LPK1

Eigenwerte und Eigenvektoren

Eigenwerte und EigenvektorenTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Schritt bzw. Begriff · Formel · Bedeutung; Eigenwertgleichung · A·v⃗ = λ·v⃗ mit v⃗ ≠ 0⃗ · Richtung bleibt, Länge ändert sich; Charakteristische Gleichung · det(A − λ·E) = 0 · Liefert die Eigenwerte; Eigenvektoren · (A − λ·E)·v⃗ = 0⃗ · Für jeden Eigenwert ein LGS lösen; Eigenraum · Lösungsmenge dieses LGS · Immer mindestens eindimensional; λ = 1 · Fixvektor · Bei stochastischen Matrizen: der stationäre Zustand; λ = 0 · Kern der Abbildung · Nur bei singulärer Matrix; Anwendung · Langzeitverhalten von Prozessen · Der Eigenvektor zu λ = 1 gibt die GrenzverteilungSchritt bzw. BegriffFormelBedeutungEigenwertgleichungA·v⃗ = λ·v⃗ mit v⃗ ≠ 0⃗Richtung bleibt, Längeändert sichCharakteristische Gleichungdet(A − λ·E) = 0Liefert die EigenwerteEigenvektoren(A − λ·E)·v⃗ = 0⃗Für jeden Eigenwert ein LGSlösenEigenraumLösungsmenge dieses LGSImmer mindestenseindimensionalλ = 1FixvektorBei stochastischen Matrizen:der stationäre Zustandλ = 0Kern der AbbildungNur bei singulärer MatrixAnwendungLangzeitverhalten vonProzessenDer Eigenvektor zu λ = 1gibt die Grenzverteilung
Abb. 5Ein Eigenvektor ist eine Richtung, die die Abbildung NICHT dreht — sie wird nur gestreckt. Der Eigenwert ist der Streckfaktor.

Kernpunkte

Die meisten Vektoren ändern unter einer Abbildung sowohl Länge als auch Richtung. Einige wenige tun das nicht: Sie werden nur GESTRECKT oder gestaucht, ihre Richtung bleibt erhalten. Solche Vektoren heißen Eigenvektoren, der zugehörige Streckfaktor λ\lambdaλ heißt Eigenwert — formal A⋅v⃗=λ v⃗A\cdot\vec{v} = \lambda\,\vec{v}A⋅v=λv mit v⃗≠0⃗\vec{v} \neq \vec{0}v=0.
Sie sind deshalb so wertvoll, weil sie die Abbildung in ihre einfachsten Bestandteile zerlegen: Längs eines Eigenvektors wirkt die komplizierte Matrix wie eine bloße Multiplikation mit einer Zahl. Das Langzeitverhalten eines Prozesses hängt daher fast nur davon ab, welcher Eigenwert den größten Betrag hat — er bestimmt, in welche Richtung sich alles entwickelt.
Berechnet werden die Eigenwerte über die Bedingung, dass (A−λE)v⃗=0⃗(A - \lambda E)\vec{v} = \vec{0}(A−λE)v=0 eine nichttriviale Lösung besitzt. Das ist genau dann der Fall, wenn die Matrix A−λEA - \lambda EA−λE nicht invertierbar ist, also det⁡(A−λE)=0\det(A - \lambda E) = 0det(A−λE)=0 gilt. Diese charakteristische Gleichung ist bei 2×22\times 22×2 eine quadratische Gleichung in λ\lambdaλ.
Zu jedem Eigenwert findet man die Eigenvektoren durch Lösen des zugehörigen homogenen Systems. Weil dieses System per Konstruktion unterbestimmt ist, ergibt sich stets eine ganze GERADE von Lösungen — jedes Vielfache eines Eigenvektors ist wieder einer. Man gibt deshalb einen Repräsentanten an, gern mit ganzzahligen Komponenten.
Der Fixvektor stochastischer Matrizen aus dem früheren Abschnitt ist nichts anderes als ein Eigenvektor zum Eigenwert 1 — die beiden Begriffe fallen zusammen. Damit schließt sich der Kreis: Was dort als Gleichgewichtsverteilung eingeführt wurde, erscheint hier als Sonderfall eines allgemeinen Prinzips.

Vokabeln

→ Kartei
  • der EigenwertStreckfaktor $\lambda$ mit $A\vec v = \lambda\vec v$
  • der EigenvektorVektor, dessen Richtung die Abbildung erhältNullvektor ausgeschlossen
  • die charakteristische Gleichung$\det(A - \lambda E) = 0$
  • die DiagonalisierungZerlegung $A = S D S^{-1}$ zur bequemen Potenzbildung

Eigenwertgleichung und charakteristisches Polynom

Av⃗=λv⃗  ⇔  (A−λE)v⃗=0⃗  ⇔  det⁡(A−λE)=0A\vec{v} = \lambda\vec{v}\;\Leftrightarrow\;(A-\lambda E)\vec{v} = \vec{0}\;\Leftrightarrow\;\det(A-\lambda E) = 0Av=λv⇔(A−λE)v=0⇔det(A−λE)=0

Eigenwerte λ\lambdaλ sind die Nullstellen des charakteristischen Polynoms; die zugehörigen Eigenvektoren spannen den Eigenraum auf.

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Musterlösung

Eigenwerte und Eigenvektoren bestimmen

Bestimmen Sie Eigenwerte und Eigenvektoren der Matrix A=(2112)A=\begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 1 & 2 \end{pmatrix}A=(21​12​).

  1. Schritt 1 — Charakteristisches Polynom

    det⁡(A−λE)=det⁡(2−λ112−λ)=(2−λ)2−1\det(A-\lambda E)=\det\begin{pmatrix} 2-\lambda & 1 \\ 1 & 2-\lambda \end{pmatrix}=(2-\lambda)^{2}-1det(A−λE)=det(2−λ1​12−λ​)=(2−λ)2−1.

    (2−λ)2−1=λ2−4λ+3(2-\lambda)^{2}-1 = \lambda^{2}-4\lambda+3(2−λ)2−1=λ2−4λ+3
  2. Schritt 2 — Eigenwerte

    λ2−4λ+3=0\lambda^{2}-4\lambda+3=0λ2−4λ+3=0 liefert über die pq-Formel λ1=3\lambda_{1}=3λ1​=3 und λ2=1\lambda_{2}=1λ2​=1.

  3. Schritt 3 — Eigenvektor zu λ = 3

    (A−3E)v⃗=0⃗(A-3E)\vec{v}=\vec{0}(A−3E)v=0: −v1+v2=0-v_{1}+v_{2}=0−v1​+v2​=0, also v⃗1=(1, 1)T\vec{v}_{1}=(1,\,1)^{T}v1​=(1,1)T (bis auf Vielfache).

  4. Schritt 4 — Eigenvektor zu λ = 1

    (A−E)v⃗=0⃗(A-E)\vec{v}=\vec{0}(A−E)v=0: v1+v2=0v_{1}+v_{2}=0v1​+v2​=0, also v⃗2=(1, −1)T\vec{v}_{2}=(1,\,-1)^{T}v2​=(1,−1)T.

Ergebnis: Eigenwerte λ1=3\lambda_{1}=3λ1​=3 (Eigenvektor (1, 1)T(1,\,1)^{T}(1,1)T) und λ2=1\lambda_{2}=1λ2​=1 (Eigenvektor (1, −1)T(1,\,-1)^{T}(1,−1)T); AAA ist diagonalisierbar.

Abiturfokus

  • Stellen Sie die charakteristische Gleichung det⁡(A−λE)=0\det(A - \lambda E) = 0det(A−λE)=0 auf und lösen Sie sie; der Ansatz ist der bepunktete Schritt.
  • Geben Sie zu jedem Eigenwert einen Eigenvektor als REPRÄSENTANTEN an und weisen Sie darauf hin, dass alle Vielfachen ebenfalls Eigenvektoren sind.
  • Prüfen Sie jeden Eigenvektor durch Einsetzen in Av⃗=λv⃗A\vec v = \lambda\vec vAv=λv — eine schnelle und sichere Kontrolle.
  • „Interpretieren" Sie den betragsgrößten Eigenwert als Wachstumsfaktor des Langzeitverhaltens.
  • Erkennen Sie den Fixvektor als Eigenvektor zum Eigenwert 1 und benennen Sie diesen Zusammenhang.

Typische Fehler

  • Den Nullvektor als Eigenvektor angegeben; er ist per Definition ausgeschlossen.
  • det⁡(A−λE)\det(A - \lambda E)det(A−λE) mit det⁡A−λ\det A - \lambdadetA−λ verwechselt.
  • Nur einen Eigenvektor angegeben und die Vielfachen als andere Lösungen missverstanden.
  • Eigenwerte und Eigenvektoren vertauscht — der Eigenwert ist die ZAHL, der Eigenvektor die Richtung.
  • Die Probe Av⃗=λv⃗A\vec v = \lambda\vec vAv=λv weggelassen und einen Vorzeichenfehler übersehen.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Erläutern Sie, wie sich mit Eigenwerten und Eigenvektoren die Potenz A nA^{\,n}An bequem berechnen lässt (Diagonalisierung A=SDS−1A = S D S^{-1}A=SDS−1, also A n=SD nS−1A^{\,n} = S D^{\,n} S^{-1}An=SDnS−1), und begründen Sie, warum das für die Untersuchung mehrstufiger Prozesse der entscheidende Vorteil ist.

§ 05

Aktive Wiederholung

Bestimmen Sie Eigenwerte und zugehörige Eigenvektoren von A=(2112)A = \begin{pmatrix} 2 & 1 \\ 1 & 2 \end{pmatrix}A=(21​12​), führen Sie für beide die Probe durch und deuten Sie das Ergebnis geometrisch.

Passende Aufgaben üben53 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L1 (A1) (Kultusministerkonferenz)

§ 06
§ 06

Langzeitverhalten, Grenzmatrix und Ergodizität#

~3 Min Lesezeit●●●VertiefungLPL1LPK3

Grenzmatrix und stationäre Verteilung

Grenzmatrix und stationäre VerteilungTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Begriff · Definition bzw. Bedingung · Bedeutung; Stochastische Matrix · Alle Spaltensummen = 1, alle Einträge ≥ 0 · Beschreibt Übergangsanteile; Zustandsvektor · v⃗_n = Aⁿ · v⃗₀ · Verteilung nach n Schritten; Grenzmatrix G · G = lim Aⁿ für n → ∞ · Existiert nicht bei jeder Matrix; Bedingung · Alle Einträge einer Potenz positiv (primitiv) · Bei zyklischen Prozessen existiert kein Grenzwert; Stationärer Vektor · A · v⃗ = v⃗ · Eigenvektor zum Eigenwert 1; Berechnung · LGS (A − E)·v⃗ = 0⃗ plus Summenbedingung · Die Komponenten müssen sich zu 1 addieren; Deutung · Unabhängig vom Startzustand · Alle Spalten der Grenzmatrix sind gleichBegriffDefinition bzw.BedingungBedeutungStochastische MatrixAlle Spaltensummen = 1, alleEinträge ≥ 0Beschreibt ÜbergangsanteileZustandsvektorv⃗n = Aⁿ · v⃗₀Verteilung nach n SchrittenGrenzmatrix GG = lim Aⁿ für n → ∞Existiert nicht bei jederMatrixBedingungAlle Einträge einer Potenzpositiv (primitiv)Bei zyklischen Prozessenexistiert kein GrenzwertStationärer VektorA · v⃗ = v⃗Eigenvektor zum Eigenwert 1BerechnungLGS (A − E)·v⃗ = 0⃗ plusSummenbedingungDie Komponenten müssen sichzu 1 addierenDeutungUnabhängig vom StartzustandAlle Spalten der Grenzmatrixsind gleich
Abb. 6Die Grenzmatrix beantwortet die Frage nach dem Langzeitverhalten. Ihre Existenz ist an Bedingungen geknüpft, die zuerst zu prüfen sind.

Kernpunkte

Bildet man bei einer stochastischen Übergangsmatrix immer höhere Potenzen M nM^{\,n}Mn, so nähern sich diese unter bestimmten Bedingungen einer festen GRENZMATRIX. Deren Besonderheit ist bemerkenswert: Alle ihre Spalten sind gleich, und jede von ihnen ist der Fixvektor.
Sachlich bedeutet das die stärkste Aussage dieses Kapitels: Nach hinreichend vielen Schritten hängt die Verteilung NICHT MEHR vom Startzustand ab. Ob eine Kundschaft anfangs vollständig bei Anbieter A oder gleichmäßig verteilt war, spielt langfristig keine Rolle — das System vergisst seinen Anfang. Genau diese Eigenschaft heißt Ergodizität.
Sie gilt allerdings nicht immer, und die Bedingungen zu prüfen gehört zur vollständigen Lösung. Erforderlich ist, dass der Prozess von jedem Zustand aus jeden anderen erreichen kann und dabei nicht in einem starren Zyklus gefangen ist. Praktisch prüft man das, indem man untersucht, ob eine Potenz M kM^{\,k}Mk ausschließlich positive Einträge besitzt.
Zwei Gegenbeispiele zeigen, was schiefgehen kann. Enthält der Prozess einen ABSORBIERENDEN Zustand, den man betreten, aber nicht mehr verlassen kann, so landet am Ende alles dort — der Grenzzustand hängt dann nicht mehr von den Anteilen, sondern von der Struktur ab. Und ein streng periodischer Prozess, der zwischen zwei Zuständen hin und her springt, konvergiert überhaupt nicht, sondern pendelt für immer.
Praktisch bestimmt man die Grenzverteilung nicht durch Potenzieren, sondern über den Fixvektor — das ist erheblich schneller und exakt statt genähert. Das Potenzieren dient der Anschauung und der Kontrolle: Stimmen die Spalten von M 20M^{\,20}M20 näherungsweise mit dem berechneten Fixvektor überein, ist die Rechnung bestätigt.

Vokabeln

→ Kartei
  • die GrenzmatrixGrenzwert der Potenzen $M^{\,n}$alle Spalten gleich dem Fixvektor
  • die ErgodizitätUnabhängigkeit des Langzeitverhaltens vom Startzustand
  • der absorbierende ZustandZustand, der nicht mehr verlassen wird
  • die Periodizitätzyklisches Pendeln ohne Konvergenz
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Musterlösung

Grenzmatrix und stabile Verteilung eines Markov-Prozesses

Für die stochastische Matrix M=(0,80,30,20,7)M=\begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}3 \\ 0{,}2 & 0{,}7 \end{pmatrix}M=(0,80,2​0,30,7​) soll die langfristige Verteilung unabhängig vom Startvektor bestimmt werden.

  1. Schritt 1 — Ergodizität prüfen

    Alle Einträge von MMM sind positiv, also ist MMM regulär (ergodisch); daher konvergiert MnM^{n}Mn gegen eine Grenzmatrix mit identischen Spalten gleich dem Fixvektor.

  2. Schritt 2 — Fixvektor ansetzen

    Mv⃗=v⃗M\vec{v}=\vec{v}Mv=v mit v⃗=(a,b)T\vec{v}=(a,b)^{T}v=(a,b)T: aus Zeile 1 folgt 0,8a+0,3b=a0{,}8a+0{,}3b=a0,8a+0,3b=a, also 0,3b=0,2a0{,}3b=0{,}2a0,3b=0,2a und damit b=23ab=\tfrac{2}{3}ab=32​a.

  3. Schritt 3 — Normieren

    a+b=1a+b=1a+b=1 ergibt a+23a=1a+\tfrac{2}{3}a=1a+32​a=1, also a=35=0,6a=\tfrac{3}{5}=0{,}6a=53​=0,6 und b=0,4b=0{,}4b=0,4.

    v⃗=(0,6,  0,4)T\vec{v}=(0{,}6,\;0{,}4)^{T}v=(0,6,0,4)T
  4. Schritt 4 — Grenzmatrix angeben

    Da jede Spalte gegen den Fixvektor strebt, gilt lim⁡n→∞Mn=(0,60,60,40,4)\lim_{n\to\infty} M^{n}=\begin{pmatrix} 0{,}6 & 0{,}6 \\ 0{,}4 & 0{,}4 \end{pmatrix}limn→∞​Mn=(0,60,4​0,60,4​) — unabhängig von der Startverteilung.

Ergebnis: Stabile Verteilung (0,6; 0,4)(0{,}6;\,0{,}4)(0,6;0,4); die Grenzmatrix hat zwei identische Spalten gleich dem Fixvektor, sodass jeder Startzustand langfristig zu 60 % in Zustand 1 endet.

Abiturfokus

  • Bestimmen Sie die Grenzverteilung über den FIXVEKTOR, nicht durch wiederholtes Potenzieren — exakt statt genähert.
  • Prüfen Sie die Voraussetzung, indem Sie untersuchen, ob eine Potenz M kM^{\,k}Mk nur positive Einträge hat.
  • „Begründen" Sie die Startunabhängigkeit über die Gleichheit aller Spalten der Grenzmatrix.
  • Erkennen Sie absorbierende Zustände an einer Spalte mit einer 1 auf der Diagonale und benennen Sie die Folge.
  • Nutzen Sie eine hohe Potenz als KONTROLLE des berechneten Fixvektors, nicht als Rechenweg.

Typische Fehler

  • Startunabhängigkeit behauptet, ohne die Voraussetzungen zu prüfen.
  • Bei einem absorbierenden Zustand denselben Fixvektor wie im regulären Fall erwartet.
  • Bei periodischen Prozessen eine Grenzmatrix angegeben, obwohl die Potenzen pendeln.
  • Die Grenzverteilung durch mühsames Potenzieren statt über den Fixvektor bestimmt.
  • Die Spalten der Grenzmatrix als verschieden angenommen.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Konstruieren Sie eine 2×22\times 22×2-Übergangsmatrix mit einem absorbierenden Zustand und eine, deren Potenzen periodisch pendeln. Begründen Sie für beide, warum die Aussage über die Startunabhängigkeit hier nicht gilt, und formulieren Sie die Bedingung, die im regulären Fall erfüllt ist.

§ 06

Aktive Wiederholung

Untersuchen Sie für die Übergangsmatrix M=(0,80,30,20,7)M = \begin{pmatrix} 0{,}8 & 0{,}3 \\ 0{,}2 & 0{,}7 \end{pmatrix}M=(0,80,2​0,30,7​), ob eine Grenzmatrix existiert. Bestimmen Sie die Grenzverteilung über den Fixvektor und prüfen Sie Ihr Ergebnis anhand einer hohen Potenz. Deuten Sie das Ergebnis im Kontext von Marktanteilen.

Passende Aufgaben üben53 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L1 (A1) (Kultusministerkonferenz)

Stand 05/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Matrizen — Operationen und Inverse○
    • 02Stochastische Übergangsmatrizen und Fixvektor◐
    • 03Populationsmodelle und Verflechtungsmatrizen●
    • 04Determinante und lineare Abbildungen◐
    • 05Eigenwerte, Eigenvektoren und Diagonalisierung●
    • 06Langzeitverhalten, Grenzmatrix und Ergodizität●

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Matrizen und Übergangsprozesse

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Quellen

Kultusministerkonferenz

  • Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L1 (A1)

Siehe auch

  • Analytische Geometrie und Lineare AlgebraVektoren und lineare Gleichungssysteme — die Bausteine, auf denen die Matrizenrechnung steht.
  • Folgen und ReihenDasselbe Fixpunktdenken, nur mit Zahlen statt mit Vektoren.
  • Stochastik — Wahrscheinlichkeit und VerteilungenStochastische Übergangsmatrizen sind mehrstufige Zufallsexperimente in Matrixform.

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Folgen und Reihen

EuraStudy·Notizen T·06·MMXXVI

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