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Notizen/Mathematik/Analysis — Integralrechnung
DE · Abitur

Analysis — Integralrechnung

Die Integralrechnung beantwortet die Umkehrfrage der Differentialrechnung: Nicht „wie schnell ändert sich etwas?", sondern „wie viel hat sich insgesamt angesammelt?". Dass beide Fragen zwei Seiten derselben Sache sind, ist der Hauptsatz — die vielleicht folgenreichste Aussage der Schulmathematik. Die KMK verlangt ausdrücklich, das bestimmte Integral als (re-)konstruierten Bestand zu deuten und den Hauptsatz geometrisch-anschaulich zu begründen (L4).

6 Abschnitte·~18 Min Lesezeit·4 Kompetenzen·Stand 05/2026

T·0444 / 10
Prüfungsprofil
K1 · Mathematisch argumentierenK3 · Mathematisch modellierenK5 · Mit symbolischen, formalen und technischen Elementen der Mathematik umgehenK4 · Mathematische Darstellungen verwenden
Operatoren:berechnenbestimmenbegründeninterpretierenherleiten

grundlegendes Niveau

gA: das bestimmte Integral deuten, insbesondere als (re-)konstruierten Bestand; Bestände aus Änderungsraten und Anfangsbestand berechnen; Inhalte von Flächen bestimmen, die durch Funktionsgraphen begrenzt sind; Funktionen mittels Stammfunktionen integrieren.

erhöhtes Niveau

eA: zusätzlich das Volumen von Rotationskörpern um die Abszissenachse bestimmen; die ln-Funktion als Stammfunktion von 1/x1/x1/x nutzen; Integrationstechniken (Substitution, partielle Integration) und uneigentliche Integrale.

Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. Analysis — Integralrechnung
    • 01Stammfunktion und unbestimmtes Integral○
    • 02Hauptsatz und bestimmtes Integral◐
    • 03Anwendungen — Rotationsvolumen, Arbeit, Bestand◐
    • 04Integrationstechniken — Substitution und partielle Integration●
    • 05Numerische Integration und Integralmittelwert◐
    • 06Uneigentliche Integrale und Dichtefunktionen●

6 Abschnitte · 30 Merksätze · 6 Formeln · 30 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Stammfunktion und unbestimmtes Integral#

~3 Min Lesezeit●○○BasisLPL4LPK5

Grundintegrale

GrundintegraleTabelle mit 3 Spalten und 8 Zeilen, Daten: f(x) · F(x) · Bedingung; xⁿ · xⁿ⁺¹/(n+1) + C · n ≠ −1; 1/x · ln|x| + C · Betragsstriche nicht vergessen; eˣ · eˣ + C · —; e^(ax) · (1/a)·e^(ax) + C · Lineare Substitution; sin x · −cos x + C · Vorzeichen beachten; cos x · sin x + C · —; 1/(cos x)² · tan x + C · —; f(ax + b) · (1/a)·F(ax + b) + C · Nur bei LINEARER innerer Funktionf(x)F(x)Bedingungxⁿxⁿ⁺¹/(n+1) + Cn ≠ −11/xln|x| + CBetragsstriche nichtvergesseneˣeˣ + C—e(ax)(1/a)·e(ax) + CLineare Substitutionsin x−cos x + CVorzeichen beachtencos xsin x + C—1/(cos x)²tan x + C—f(ax + b)(1/a)·F(ax + b) + CNur bei LINEARER innererFunktion
Abb. 1Jede Stammfunktion trägt ein +C. Bei bestimmten Integralen fällt es heraus — bei Anfangswertaufgaben ist es der ganze Punkt.

Kernpunkte

Eine Stammfunktion FFF zu einer Funktion fff ist eine Funktion, deren Ableitung wieder fff ergibt: F′(x)=f(x)F'(x) = f(x)F′(x)=f(x). Die Integralrechnung beginnt damit als reine UMKEHRAUFGABE des Ableitens — man sucht die Funktion, aus der die gegebene entstanden ist. Deshalb ist jede Ableitungsregel zugleich eine Integrationsregel, nur rückwärts gelesen.
Stammfunktionen sind nie eindeutig: Ist FFF eine, so ist auch F+CF + CF+C für jede Konstante CCC eine, weil die Ableitung einer Konstanten null ist. Die Gesamtheit aller Stammfunktionen heißt unbestimmtes Integral ∫f(x) dx=F(x)+C\int f(x)\,\mathrm{d}x = F(x) + C∫f(x)dx=F(x)+C. Das Weglassen von CCC ist der klassische Anfängerfehler und wird in Klausuren als Fehler gewertet.
Umgekehrt ist die Konstante mehr als eine Formalie: Sie ist genau der Freiheitsgrad, den eine ANFANGSBEDINGUNG festlegt. Kennt man einen Funktionswert — einen Anfangsbestand, einen Startpunkt —, so bestimmt dieser CCC eindeutig. Ohne Anfangsbedingung ist die Aufgabe unterbestimmt, mit ihr eindeutig lösbar.
Die Grundintegrale ergeben sich durch Rückwärtslesen der Ableitungsregeln. Für Potenzen gilt ∫xn dx=xn+1n+1+C\int x^n\,\mathrm{d}x = \dfrac{x^{n+1}}{n+1} + C∫xndx=n+1xn+1​+C — der Exponent wird um eins erhöht und durch den NEUEN Exponenten geteilt. Diese Regel versagt genau bei n=−1n = -1n=−1, weil dann durch null geteilt würde; dort tritt der Logarithmus ein: ∫1x dx=ln⁡∣x∣+C\int \dfrac{1}{x}\,\mathrm{d}x = \ln|x| + C∫x1​dx=ln∣x∣+C.
Faktor- und Summenregel gelten wie beim Ableiten: Konstante Faktoren dürfen vorgezogen, Summen gliedweise integriert werden. Für Produkte und Verkettungen gibt es dagegen KEINE einfache Regel — das ist der entscheidende Unterschied zum Ableiten. Wer ∫f⋅g\int f\cdot g∫f⋅g als ∫f⋅∫g\int f \cdot \int g∫f⋅∫g behandelt, begeht den folgenschwersten Fehler dieses Kapitels.
Die zuverlässigste Kontrolle ist deshalb die Probe: Man leitet das Ergebnis ab und muss den Integranden zurückerhalten. Sie kostet zwei Zeilen, deckt jeden Vorzeichen- und Faktorfehler auf und sollte bei jeder Integration ausgeführt werden.

Vokabeln

→ Kartei
  • die StammfunktionFunktion $F$ mit $F' = f$
  • das unbestimmte IntegralGesamtheit aller Stammfunktionen, $F(x) + C$
  • die Integrationskonstanteder Freiheitsgrad $C$wird durch eine Anfangsbedingung festgelegt
  • der Integranddie zu integrierende Funktion
  • die Anfangsbedingunggegebener Funktionswert zur Bestimmung von $C$

Standard-Stammfunktionen

∫xn dx=xn+1n+1+C  (n≠−1),∫1x dx=ln⁡∣x∣+C,∫ex dx=ex+C,∫sin⁡x dx=−cos⁡x+C\int x^{n}\, dx = \tfrac{x^{n+1}}{n+1} + C\;(n \neq -1),\quad \int \tfrac{1}{x}\, dx = \ln|x| + C,\quad \int \mathrm{e}^{x}\, dx = \mathrm{e}^{x} + C,\quad \int \sin x\, dx = -\cos x + C∫xndx=n+1xn+1​+C(n=−1),∫x1​dx=ln∣x∣+C,∫exdx=ex+C,∫sinxdx=−cosx+C
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Abiturfokus

  • Schreiben Sie beim unbestimmten Integral IMMER + C+\,C+C; das Fehlen wird als Fehler gewertet.
  • Führen Sie die Probe durch Ableiten aus — sie ist die schnellste und sicherste Kontrolle.
  • Beachten Sie den Sonderfall n=−1n = -1n=−1: dort steht ln⁡∣x∣\ln|x|ln∣x∣, nicht die Potenzregel.
  • Bestimmen Sie CCC aus der Anfangsbedingung und geben Sie die konkrete Stammfunktion an, wenn eine gefordert ist.
  • Wenden Sie NIE eine Produkt- oder Kettenregel „rückwärts" ohne Substitution oder partielle Integration.

Typische Fehler

  • Die Integrationskonstante CCC weggelassen.
  • ∫x−1 dx\int x^{-1}\,\mathrm{d}x∫x−1dx mit der Potenzregel behandelt und durch null geteilt.
  • ∫f⋅g dx\int f\cdot g\,\mathrm{d}x∫f⋅gdx als Produkt der Einzelintegrale berechnet.
  • Beim Erhöhen des Exponenten durch den ALTEN statt den neuen Exponenten geteilt.
  • Die Betragsstriche in ln⁡∣x∣\ln|x|ln∣x∣ vergessen und dadurch den Definitionsbereich unzulässig eingeschränkt.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Begründen Sie, warum sich zwei Stammfunktionen derselben Funktion höchstens um eine Konstante unterscheiden (Hinweis: Betrachten Sie die Ableitung ihrer Differenz und nutzen Sie den Zusammenhang zwischen verschwindender Ableitung und Konstanz).

§ 01

Aktive Wiederholung

Bestimmen Sie die Stammfunktionen von f(x)=3x2−2x+exf(x) = 3x^2 - \dfrac{2}{x} + e^{x}f(x)=3x2−x2​+ex und geben Sie diejenige an, für die F(1)=0F(1) = 0F(1)=0 gilt. Führen Sie die Probe durch Ableiten aus.

Passende Aufgaben üben54 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L4 (Kultusministerkonferenz)

§ 02
§ 02

Hauptsatz und bestimmtes Integral#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPL4LPL2

Bestimmtes Integral als orientierte Fläche

Bestimmtes Integral als orientierte FlächeSchaubild von f(x), Nullstellen bei x = -2, 2, Hochpunkt bei (0, 4), y-Achsenabschnitt bei y = 4, im Bereich x von -3 bis 3−3−2−1123−6−4−224a = −2b = 2f(x)yx
Abb. 2∫ₐᵇ f(x) dx misst die orientierte Fläche zwischen Graph und x-Achse.

Kernpunkte

Das bestimmte Integral entsteht aus einer ganz anderen Frage als die Stammfunktion: Man will die Fläche unter einer Kurve bestimmen. Der Weg dorthin ist die Riemann-Summe — man zerlegt das Intervall in schmale Streifen, nähert jeden durch ein Rechteck und lässt die Streifenbreite gegen null gehen. Der Grenzwert dieser Summen ist ∫abf(x) dx\int_a^b f(x)\,\mathrm{d}x∫ab​f(x)dx.
Der HAUPTSATZ der Differential- und Integralrechnung verbindet nun beide Welten und ist deshalb so bedeutend: ∫abf(x) dx=F(b)−F(a)\int_a^b f(x)\,\mathrm{d}x = F(b) - F(a)∫ab​f(x)dx=F(b)−F(a). Ein mühsamer Grenzprozess wird durch zwei Funktionsauswertungen ersetzt. Ohne ihn wäre jede Flächenberechnung ein Grenzwertproblem; mit ihm ist sie eine Einsetzübung.
Anschaulich begründen lässt er sich über die Integralfunktion I(x)=∫axf(t) dtI(x) = \int_a^x f(t)\,\mathrm{d}tI(x)=∫ax​f(t)dt, die die bis xxx angesammelte Fläche misst. Wächst xxx um ein kleines hhh, so kommt näherungsweise der Streifen f(x)⋅hf(x)\cdot hf(x)⋅h hinzu — die Änderungsrate der angesammelten Fläche ist also f(x)f(x)f(x) selbst. Damit ist I′=fI' = fI′=f, und III ist eine Stammfunktion.
Beim Rechnen ist streng zwischen INTEGRAL und FLÄCHENINHALT zu unterscheiden. Das Integral zählt Flächen unterhalb der xxx-Achse NEGATIV; es misst eine Bilanz, keinen Inhalt. Für den Flächeninhalt müssen deshalb zuerst die Nullstellen im Intervall bestimmt, dann abschnittsweise integriert und die BETRÄGE addiert werden.
Wie stark das auseinanderfällt, zeigt ein symmetrischer Fall: Für f(x)=x3−3x2+2f(x) = x^3 - 3x^2 + 2f(x)=x3−3x2+2 ist ∫02f(x) dx=0\int_0^2 f(x)\,\mathrm{d}x = 0∫02​f(x)dx=0, obwohl die Kurve dort keineswegs auf der Achse liegt — die Flächen oberhalb und unterhalb heben sich exakt auf. Wer die Frage nach dem Flächeninhalt mit dieser Null beantwortet, hat den Unterschied nicht verstanden.
Die Fläche ZWISCHEN zwei Kurven ergibt sich als ∫ab(f(x)−g(x)) dx\int_a^b (f(x) - g(x))\,\mathrm{d}x∫ab​(f(x)−g(x))dx, wobei fff die obere Funktion ist. Die Integrationsgrenzen sind dabei die Schnittstellen beider Kurven, und wechselt die Lage innerhalb des Intervalls, muss auch hier abschnittsweise gerechnet werden.

Vokabeln

→ Kartei
  • das bestimmte IntegralGrenzwert der Riemann-Summen; Bilanz mit Vorzeichen
  • der Hauptsatz$\int_a^b f = F(b) - F(a)$
  • die Riemann-SummeNäherung durch Rechteckstreifen
  • die Integralfunktion$I(x) = \int_a^x f(t)\,\mathrm{d}t$; ihre Ableitung ist $f$
  • der Flächeninhaltstets positivBeträge der Teilintegrale addieren

Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung

∫abf(x) dx=F(b)−F(a),wobei F′(x)=f(x)\int_{a}^{b} f(x)\, dx = F(b) - F(a),\quad \text{wobei } F'(x) = f(x)∫ab​f(x)dx=F(b)−F(a),wobei F′(x)=f(x)

Riemann-Summe — Annäherung des Integrals durch Rechtecke

Riemann-Summe — Annäherung des Integrals durch RechteckeSchaubild von f(x), y-Achsenabschnitt bei y = 0.072, steigend, im Bereich x von 0 bis 8123456781234abf(x)yx
Abb. 3Rechtecksumme (Riemann-Summe) aus n schmalen Rechtecken konvergiert für n → ∞ gegen das bestimmte Integral.

Interaktive Grafik lädt…

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Musterlösung

Fläche zwischen Kurve und x-Achse berechnen

Berechnen Sie den Flächeninhalt zwischen dem Graphen von f(x)=4−x2f(x) = 4 - x^{2}f(x)=4−x2 und der x-Achse.

  1. Schritt 1 — Nullstellen ermitteln

    4−x2=0⇒x=±24 - x^{2} = 0 \Rightarrow x = \pm 24−x2=0⇒x=±2 als Integrationsgrenzen.

  2. Schritt 2 — Stammfunktion

    F(x)=4x−x33F(x) = 4x - \tfrac{x^{3}}{3}F(x)=4x−3x3​.

  3. Schritt 3 — Hauptsatz anwenden

    ∫−22(4−x2) dx=F(2)−F(−2)=(8−83)−(−8+83)=16−163=323\int_{-2}^{2} (4 - x^{2})\, dx = F(2) - F(-2) = (8 - \tfrac{8}{3}) - (-8 + \tfrac{8}{3}) = 16 - \tfrac{16}{3} = \tfrac{32}{3}∫−22​(4−x2)dx=F(2)−F(−2)=(8−38​)−(−8+38​)=16−316​=332​.

    A=323≈10,67A = \tfrac{32}{3} \approx 10{,}67A=332​≈10,67

Ergebnis: Flächeninhalt A=323≈10,67A = \tfrac{32}{3} \approx 10{,}67A=332​≈10,67 FE.

Abiturfokus

  • Unterscheiden Sie in jeder Aufgabe ausdrücklich Integral (mit Vorzeichen) und Flächeninhalt (Beträge addieren).
  • Bestimmen Sie vor jeder Flächenberechnung die Nullstellen im Intervall und integrieren Sie abschnittsweise.
  • Ordnen Sie bei Flächen zwischen Kurven zuerst, welche Funktion oben liegt — notfalls durch eine Skizze oder eine Probe an einer Zwischenstelle.
  • „Begründen" Sie den Hauptsatz über die Integralfunktion und ihre Änderungsrate, nicht durch bloßes Zitieren.
  • Deuten Sie das Integral im Sachkontext als BESTAND aus einer Änderungsrate — das ist die KMK-Kernforderung.

Typische Fehler

  • Den Flächeninhalt als bloßes Integral angegeben und Flächen unter der Achse negativ gezählt.
  • Die Nullstellen im Integrationsintervall übersehen und in einem Zug integriert.
  • Bei Flächen zwischen Kurven g−fg - fg−f statt f−gf - gf−g gerechnet und ein negatives Ergebnis erhalten.
  • Die Grenzen vertauscht und das Vorzeichen des Integrals umgekehrt.
  • F(a)−F(b)F(a) - F(b)F(a)−F(b) statt F(b)−F(a)F(b) - F(a)F(b)−F(a) eingesetzt.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Begründen Sie den Hauptsatz über die Integralfunktion I(x)=∫axf(t) dtI(x) = \int_a^x f(t)\,\mathrm{d}tI(x)=∫ax​f(t)dt, indem Sie den Differenzenquotienten I(x+h)−I(x)h\dfrac{I(x+h) - I(x)}{h}hI(x+h)−I(x)​ betrachten und geometrisch als mittlere Höhe des Streifens deuten. Erläutern Sie, welche Eigenschaft von fff dabei gebraucht wird.

§ 02

Aktive Wiederholung

Berechnen Sie ∫02(x3−3x2+2) dx\int_0^2 (x^3 - 3x^2 + 2)\,\mathrm{d}x∫02​(x3−3x2+2)dx und anschließend den FLÄCHENINHALT zwischen dem Graphen und der xxx-Achse über demselben Intervall. Erklären Sie, warum beide Ergebnisse verschieden sind.

Passende Aufgaben üben54 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L4 (Kultusministerkonferenz)

§ 03
§ 03

Anwendungen — Rotationsvolumen, Arbeit, Bestand#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPL2LPK3

Anwendungen des Integrals

Anwendungen des IntegralsTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Anwendung · Formel · Vorgehen; Fläche unter dem Graphen · A = ∫|f(x)| dx · Nullstellen bestimmen, abschnittsweise integrieren; Fläche zwischen zwei Graphen · A = ∫(f − g) dx · Schnittstellen sind die Grenzen; obere Funktion zuerst; Rotationskörper um die x-Achse · V = π·∫f(x)² dx · Das Quadrat nicht vergessen; Mittelwert einer Funktion · f̄ = 1/(b−a) · ∫f(x) dx · Der Wert, dessen Rechteck dieselbe Fläche hat; Bestandsänderung · ΔB = ∫Rate dt · Aus Zufluss- oder Geschwindigkeitsfunktionen; Uneigentliche Fläche · lim für die Grenze gegen ∞ · Nur mit Grenzwertschreibweise; 🔴 Vorzeichen · Integral kann negativ sein, Fläche nie · Der Standardfehler des KapitelsAnwendungFormelVorgehenFläche unter dem GraphenA = ∫|f(x)| dxNullstellen bestimmen,abschnittsweise integrierenFläche zwischen zwei GraphenA = ∫(f − g) dxSchnittstellen sind dieGrenzen; obere FunktionzuerstRotationskörper um die x-AchseV = π·∫f(x)² dxDas Quadrat nicht vergessenMittelwert einer Funktionf̄ = 1/(b−a) · ∫f(x) dxDer Wert, dessen Rechteckdieselbe Fläche hatBestandsänderungΔB = ∫Rate dtAus Zufluss-oderGeschwindigkeitsfunktionenUneigentliche Flächelim für die Grenze gegen ∞Nur mitGrenzwertschreibweise🔴 VorzeichenIntegral kann negativ sein,Fläche nieDer Standardfehler desKapitels
Abb. 4Fläche und Integral sind nicht dasselbe: Unterhalb der x-Achse liefert das Integral einen negativen Beitrag. Deshalb steht die Nullstellenbestimmung vor der Flächenberechnung.

Kernpunkte

Die wichtigste Anwendung des Integrals ist zugleich die, die am wenigsten nach Fläche aussieht: die REKONSTRUKTION eines Bestands aus seiner Änderungsrate. Kennt man die Zuflussrate f(t)f(t)f(t) und den Anfangsbestand B0B_0B0​, so gilt B(t)=B0+∫t0tf(s) dsB(t) = B_0 + \int_{t_0}^{t} f(s)\,\mathrm{d}sB(t)=B0​+∫t0​t​f(s)ds. Die KMK nennt genau das als Kernkompetenz — Bestände aus Änderungsraten und Anfangsbestand berechnen.
Der Schlüssel zum Verständnis liegt in den EINHEITEN. Wird eine Rate in Litern pro Minute über Minuten integriert, so ergibt das Liter: Die Einheit des Integrals ist stets das Produkt der Einheiten von Funktionswert und Variable. Diese Kontrolle deckt fast jeden Modellierungsfehler auf und sollte in der Lösung ausdrücklich stehen.
Damit erklärt sich auch die Vorzeichenfrage im Sachkontext: Ein negatives Teilintegral bedeutet nicht „negative Fläche", sondern ABFLUSS — der Bestand nimmt in dieser Phase ab. Anders als bei der reinen Flächenberechnung ist hier also gerade die vorzeichenbehaftete Bilanz das Gesuchte, und Beträge zu addieren wäre falsch.
Bei ROTATIONSKÖRPERN um die xxx-Achse liefert das Integral Volumina: V=π∫ab(f(x))2 dxV = \pi\int_a^b (f(x))^2\,\mathrm{d}xV=π∫ab​(f(x))2dx. Die Herleitung ist die vertraute Streifenidee, nur in drei Dimensionen — jeder Streifen wird zu einer dünnen Kreisscheibe mit Radius f(x)f(x)f(x) und Volumen πf(x)2 dx\pi f(x)^2\,\mathrm{d}xπf(x)2dx. Das Quadrat und das π\piπ sind die beiden am häufigsten vergessenen Bestandteile.
Weitere Anwendungen folgen demselben Muster „Rate mal Zeit summieren": Die Arbeit einer wegabhängigen Kraft ist W=∫F(s) dsW = \int F(s)\,\mathrm{d}sW=∫F(s)ds, der zurückgelegte Weg aus einer Geschwindigkeit s=∫v(t) dts = \int v(t)\,\mathrm{d}ts=∫v(t)dt, die elektrische Ladung aus der Stromstärke. Wer das Muster erkennt, muss keine dieser Formeln einzeln lernen.

Vokabeln

→ Kartei
  • die ÄnderungsrateZu- oder Abnahme je Zeiteinheit
  • der Bestandaufsummierte Größe; Anfangsbestand plus Integral
  • der RotationskörperKörper durch Drehung eines Graphen um die Achse
  • die RekonstruktionRückgewinnung des Bestands aus der Rate

Hauptsatz der Differential- und Integralrechnung

∫abf(x) dx=F(b)−F(a),wobei F′(x)=f(x)\int_{a}^{b} f(x)\, dx = F(b) - F(a),\quad \text{wobei } F'(x) = f(x)∫ab​f(x)dx=F(b)−F(a),wobei F′(x)=f(x)
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Musterlösung

Rotationsvolumen um die x-Achse

Berechnen Sie das Volumen des Rotationskörpers, der entsteht, wenn der Graph von f(x)=xf(x) = \sqrt{x}f(x)=x​ für 0≤x≤40 \leq x \leq 40≤x≤4 um die x-Achse rotiert.

  1. Schritt 1 — Volumenformel

    Rotationsvolumen V=π∫ab[f(x)]2 dxV = \pi \int_{a}^{b} [f(x)]^{2}\, dxV=π∫ab​[f(x)]2dx.

  2. Schritt 2 — Quadrat der Funktion

    [f(x)]2=x[f(x)]^{2} = x[f(x)]2=x.

  3. Schritt 3 — Integral auswerten

    V=π∫04x dx=π⋅[x22]04=π⋅8=8πV = \pi \int_{0}^{4} x\, dx = \pi \cdot \left[\tfrac{x^{2}}{2}\right]_{0}^{4} = \pi \cdot 8 = 8\piV=π∫04​xdx=π⋅[2x2​]04​=π⋅8=8π.

    V=8π≈25,13V = 8\pi \approx 25{,}13V=8π≈25,13

Ergebnis: Rotationsvolumen V=8π≈25,13V = 8\pi \approx 25{,}13V=8π≈25,13 VE.

Abiturfokus

  • Prüfen Sie die EINHEIT des Integrals als Produkt der Einheiten von Funktionswert und Variable — das ist die beste Modellkontrolle.
  • Deuten Sie negative Teilintegrale im Sachkontext als Abnahme, nicht als negative Fläche.
  • Vergessen Sie beim Rotationsvolumen weder das Quadrat noch den Faktor π\piπ.
  • Addieren Sie beim BESTAND die vorzeichenbehafteten Teilintegrale — nicht die Beträge.
  • Geben Sie das Ergebnis stets mit Einheit und im Sachkontext gedeutet an.

Typische Fehler

  • Beim Rotationsvolumen f(x)f(x)f(x) statt (f(x))2(f(x))^2(f(x))2 integriert.
  • Den Faktor π\piπ weggelassen.
  • Im Sachkontext die Beträge der Teilintegrale addiert und dadurch Abflüsse als Zuflüsse gezählt.
  • Den Anfangsbestand B0B_0B0​ vergessen und nur die Änderung angegeben.
  • Einheiten nicht mitgeführt und Rate mit Bestand verwechselt.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Leiten Sie die Rotationsvolumenformel über die Zerlegung in Kreisscheiben her und bestimmen Sie damit das Volumen des Körpers, der bei Rotation von f(x)=xf(x) = \sqrt{x}f(x)=x​ über [0; 4][0;\,4][0;4] um die xxx-Achse entsteht. Vergleichen Sie das Ergebnis mit dem Volumen des umschließenden Zylinders.

§ 03

Aktive Wiederholung

In ein Becken fließt Wasser mit der Rate f(t)=4−0,5tf(t) = 4 - 0{,}5tf(t)=4−0,5t (in Litern pro Minute), zu Beginn enthält es 101010 Liter. Bestimmen Sie den Bestand nach 6 Minuten, den Zeitpunkt des maximalen Bestands und deuten Sie das Vorzeichen der Rate ab t=8t = 8t=8.

Passende Aufgaben üben54 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L2 (Kultusministerkonferenz)

§ 04
§ 04

Integrationstechniken — Substitution und partielle Integration#

~3 Min Lesezeit●●●VertiefungLPL4LPK5

Integrationstechniken

IntegrationstechnikenTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Technik · Erkennungszeichen · Formel; Grundintegral · Steht in der Formelsammlung · Direkt ablesen; Lineare Substitution · f(ax + b) · (1/a)·F(ax + b) + C; Substitution allgemein · Innere Funktion und ihre Ableitung als Faktor · ∫f(g(x))·g′(x) dx = F(g(x)) + C; Partielle Integration · Produkt aus Polynom und e-Funktion / trigonometrischer Funktion · ∫u′v = uv − ∫uv′; Wahl von u und v · Das Polynom wird ABGELEITET · Nach n Schritten fällt es weg; Partialbruchzerlegung · Gebrochenrational mit zerlegbarem Nenner · Summe einfacher Brüche; Kontrolle · Ergebnis ableiten · Muss den Integranden ergebenTechnikErkennungszeichenFormelGrundintegralSteht in der FormelsammlungDirekt ablesenLineare Substitutionf(ax + b)(1/a)·F(ax + b) + CSubstitution allgemeinInnere Funktion und ihreAbleitung als Faktor∫f(g(x))·g′(x) dx = F(g(x))+ CPartielle IntegrationProdukt aus Polynom und e-Funktion /trigonometrischerFunktion∫u′v = uv − ∫uv′Wahl von u und vDas Polynom wird ABGELEITETNach n Schritten fällt eswegPartialbruchzerlegungGebrochenrational mitzerlegbarem NennerSumme einfacher BrücheKontrolleErgebnis ableitenMuss den Integranden ergeben
Abb. 5Die Wahl der Technik richtet sich nach dem BAU des Integranden. Diese vier Erkennungszeichen decken die Abituraufgaben ab.

Kernpunkte

Produkte und Verkettungen lassen sich nicht gliedweise integrieren — für sie gibt es zwei Verfahren, und jedes ist die Umkehrung einer Ableitungsregel. Die SUBSTITUTION kehrt die Kettenregel um, die PARTIELLE INTEGRATION die Produktregel. Wer das weiß, kann sich beide Formeln herleiten statt sie zu merken.
Die Substitution greift, wenn der Integrand die Bauart „äußere Funktion mal innere Ableitung" hat, also ∫f(g(x))⋅g′(x) dx\int f(g(x))\cdot g'(x)\,\mathrm{d}x∫f(g(x))⋅g′(x)dx. Man setzt u=g(x)u = g(x)u=g(x), ersetzt g′(x) dxg'(x)\,\mathrm{d}xg′(x)dx durch du\mathrm{d}udu und integriert nach uuu. Das Erkennen dieser Bauart — insbesondere, dass die innere Ableitung als Faktor VORHANDEN sein muss — ist der eigentliche Schritt.
Bei BESTIMMTEN Integralen sind zwei Wege möglich, und einer davon ist fehleranfällig: Entweder man substituiert die GRENZEN mit (dann rechnet man in uuu zu Ende), oder man kehrt am Schluss zur ursprünglichen Variablen zurück und setzt die alten Grenzen ein. Grenzen unverändert zu lassen und trotzdem in uuu einzusetzen ist der häufigste Fehler dieses Abschnitts.
Die partielle Integration lautet ∫u v′ dx=u v−∫u′ v dx\int u\,v'\,\mathrm{d}x = u\,v - \int u'\,v\,\mathrm{d}x∫uv′dx=uv−∫u′vdx. Sie tauscht ein Integral gegen ein anderes — nützlich nur, wenn das neue einfacher ist. Die Wahl von uuu und v′v'v′ entscheidet also alles: Als uuu wählt man den Faktor, der sich durch Ableiten VEREINFACHT, typischerweise eine Potenz oder den Logarithmus.
Der Musterfall ist ∫x ex dx\int x\,e^{x}\,\mathrm{d}x∫xexdx: Mit u=xu = xu=x und v′=exv' = e^xv′=ex wird u′=1u' = 1u′=1, und das verbleibende Integral ∫ex dx\int e^x\,\mathrm{d}x∫exdx ist trivial. Mit der umgekehrten Wahl entstünde ∫x22ex dx\int \tfrac{x^2}{2}e^x\,\mathrm{d}x∫2x2​exdx — schlimmer als der Anfang. Genau daran erkennt man, ob die Wahl richtig war.
Ein lehrreicher Sonderfall ist ∫ln⁡x dx\int \ln x\,\mathrm{d}x∫lnxdx: Es sieht nicht nach einem Produkt aus, wird aber eines, wenn man v′=1v' = 1v′=1 setzt. Mit u=ln⁡xu = \ln xu=lnx folgt u′=1/xu' = 1/xu′=1/x, und das verbleibende Integral kürzt sich zu ∫1 dx\int 1\,\mathrm{d}x∫1dx. Das Ergebnis xln⁡x−x+Cx\ln x - x + Cxlnx−x+C lohnt sich zu kennen.

Vokabeln

→ Kartei
  • die SubstitutionUmkehrung der Kettenregel beim Integrieren
  • die partielle IntegrationUmkehrung der Produktregel
  • die innere AbleitungAbleitung der inneren Funktionmuss für die Substitution als Faktor vorliegen
  • der Integrationsweggewählte Technik samt Begründung

Partielle Integration

∫u(x) v′(x) dx=u(x) v(x)−∫u′(x) v(x) dx\int u(x)\,v'(x)\, dx = u(x)\,v(x) - \int u'(x)\,v(x)\, dx∫u(x)v′(x)dx=u(x)v(x)−∫u′(x)v(x)dx
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Abiturfokus

  • Prüfen Sie vor der Substitution, ob die INNERE ABLEITUNG als Faktor vorhanden ist — sonst führt der Ansatz nicht zum Ziel.
  • Substituieren Sie bei bestimmten Integralen die GRENZEN mit oder kehren Sie am Ende zur alten Variablen zurück; mischen Sie beides nie.
  • Wählen Sie bei partieller Integration als uuu den Faktor, der sich beim Ableiten vereinfacht.
  • Prüfen Sie nach der Wahl, ob das neue Integral wirklich einfacher ist — sonst tauschen Sie uuu und v′v'v′.
  • Führen Sie die Probe durch Ableiten aus; bei diesen Techniken schleichen sich Vorzeichenfehler besonders leicht ein.

Typische Fehler

  • Bei bestimmten Integralen substituiert, die Grenzen aber unverändert gelassen.
  • dx\mathrm{d}xdx beim Substituieren nicht mit ersetzt.
  • Bei partieller Integration das Minuszeichen vor dem verbleibenden Integral vergessen.
  • uuu und v′v'v′ so gewählt, dass das neue Integral schwieriger wird, und dennoch weitergerechnet.
  • Substituiert, obwohl die innere Ableitung fehlt, und den fehlenden Faktor stillschweigend ergänzt.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Berechnen Sie ∫exsin⁡x dx\int e^{x}\sin x\,\mathrm{d}x∫exsinxdx durch ZWEIMALIGE partielle Integration und lösen Sie die entstehende Gleichung nach dem gesuchten Integral auf. Erläutern Sie, warum dieser „Rückkehr-Trick" hier funktioniert.

§ 04

Aktive Wiederholung

Berechnen Sie ∫2x ex2 dx\int 2x\,e^{x^2}\,\mathrm{d}x∫2xex2dx durch Substitution und ∫x cos⁡x dx\int x\,\cos x\,\mathrm{d}x∫xcosxdx durch partielle Integration. Begründen Sie jeweils Ihre Wahl und führen Sie beide Proben durch.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L4 (Kultusministerkonferenz)

§ 05
§ 05

Numerische Integration und Integralmittelwert#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPL2LPK5

Riemann-Summe — Annäherung des Integrals durch Rechtecke

Riemann-Summe — Annäherung des Integrals durch RechteckeSchaubild von f(x), y-Achsenabschnitt bei y = 0.072, steigend, im Bereich x von 0 bis 8123456781234abf(x)yx
Abb. 6Rechtecksumme (Riemann-Summe) aus n schmalen Rechtecken konvergiert für n → ∞ gegen das bestimmte Integral.

Kernpunkte

Nicht jede Funktion besitzt eine elementar darstellbare Stammfunktion — e−x2e^{-x^2}e−x2, das Herzstück der Normalverteilung, ist das berühmteste Beispiel. Für solche Integrale und für Funktionen, die nur als MESSREIHE vorliegen, tritt an die Stelle des Hauptsatzes ein numerisches Näherungsverfahren.
Die einfachsten Verfahren sind die Rechtecksummen: Man ersetzt die Funktion auf jedem Teilintervall durch einen konstanten Wert. Die UNTERSUMME nutzt jeweils das Minimum, die OBERSUMME das Maximum — dadurch schließen beide den wahren Wert ein, und ihre Differenz ist eine ehrliche Fehlerschranke. Diese Einschließung ist ihr eigentlicher Wert.
Die TRAPEZREGEL verbindet die Randpunkte jedes Teilintervalls geradlinig statt waagerecht und ist deshalb deutlich genauer: ∫abf≈h(f02+f1+⋯+fn−1+fn2)\int_a^b f \approx h\left(\tfrac{f_0}{2} + f_1 + \dots + f_{n-1} + \tfrac{f_n}{2}\right)∫ab​f≈h(2f0​​+f1​+⋯+fn−1​+2fn​​) mit der Schrittweite h=(b−a)/nh = (b-a)/nh=(b−a)/n. Die halben Randwerte sind das Kennzeichen der Formel und werden am häufigsten falsch notiert.
Für Messreihen ist die Trapezregel oft das einzig sinnvolle Verfahren, weil zwischen den Messpunkten nichts bekannt ist. Ihre Genauigkeit wächst mit kleinerer Schrittweite — allerdings nur mit h2h^2h2, sodass eine Halbierung der Schrittweite den Fehler auf ein Viertel senkt. Diese Größenordnung ist die Antwort auf jede Frage nach dem nötigen Aufwand.
Der INTEGRALMITTELWERT fˉ=1b−a∫abf(x) dx\bar{f} = \dfrac{1}{b-a}\int_a^b f(x)\,\mathrm{d}xfˉ​=b−a1​∫ab​f(x)dx ist die zweite wichtige Größe dieses Abschnitts. Anschaulich ist er die Höhe des Rechtecks über [a; b][a;\,b][a;b], das denselben Flächeninhalt hat wie die Kurve — und sachlich die mittlere Temperatur, die mittlere Geschwindigkeit oder der mittlere Bestand über den betrachteten Zeitraum.
Er ist streng zu unterscheiden vom arithmetischen Mittel einzelner Messwerte: Der Integralmittelwert gewichtet mit der Zeitdauer. Wer eine Stunde lang 100 km/h100\,\text{km/h}100km/h und zehn Minuten lang 20 km/h20\,\text{km/h}20km/h fährt, hat nicht den Mittelwert 606060, sondern einen deutlich höheren — genau das leistet die Gewichtung.

Vokabeln

→ Kartei
  • die UntersummeRechtecknäherung mit dem Minimum je Streifen
  • die ObersummeRechtecknäherung mit dem Maximum je Streifen
  • die TrapezregelNäherung mit geradlinig verbundenen Randpunkten
  • der Integralmittelwertzeitgewichteter Durchschnitt $\frac{1}{b-a}\int_a^b f$
  • die SchrittweiteBreite $h$ eines Teilintervalls

Trapezregel zur numerischen Integration

∫abf(x) dx≈h2(f(x0)+2f(x1)+⋯+2f(xn−1)+f(xn)),h=b−an\int_{a}^{b} f(x)\,dx \approx \frac{h}{2}\Bigl(f(x_{0})+2f(x_{1})+\dots+2f(x_{n-1})+f(x_{n})\Bigr),\quad h=\frac{b-a}{n}∫ab​f(x)dx≈2h​(f(x0​)+2f(x1​)+⋯+2f(xn−1​)+f(xn​)),h=nb−a​

Die Fläche unter dem Graphen wird durch nnn Trapeze angenähert; die Genauigkeit steigt mit der Anzahl der Teilintervalle.

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Musterlösung

Integralmittelwert und numerische Näherung

Bestimmen Sie den Mittelwert der Funktion f(x)=x2f(x)=x^{2}f(x)=x2 auf [0;3][0;3][0;3] exakt und nähern Sie das Integral ∫02e−x2 dx\int_{0}^{2} \mathrm{e}^{-x^{2}}\,dx∫02​e−x2dx mit der Trapezregel (n=2n=2n=2).

  1. Schritt 1 — Mittelwert exakt

    Mittelwert fˉ=13−0∫03x2 dx=13[x33]03=13⋅9=3\bar{f}=\tfrac{1}{3-0}\int_{0}^{3} x^{2}\,dx=\tfrac{1}{3}\bigl[\tfrac{x^{3}}{3}\bigr]_{0}^{3}=\tfrac{1}{3}\cdot 9=3fˉ​=3−01​∫03​x2dx=31​[3x3​]03​=31​⋅9=3.

    fˉ=13∫03x2 dx=3\bar{f}=\frac{1}{3}\int_{0}^{3} x^{2}\,dx = 3fˉ​=31​∫03​x2dx=3
  2. Schritt 2 — Stützstellen für Trapezregel

    Bei n=2n=2n=2 ist h=2−02=1h=\tfrac{2-0}{2}=1h=22−0​=1 mit Stützstellen x0=0,  x1=1,  x2=2x_{0}=0,\;x_{1}=1,\;x_{2}=2x0​=0,x1​=1,x2​=2 und f(x)=e−x2f(x)=\mathrm{e}^{-x^{2}}f(x)=e−x2: f(0)=1,  f(1)=e−1≈0,368,  f(2)=e−4≈0,018f(0)=1,\;f(1)=\mathrm{e}^{-1}\approx 0{,}368,\;f(2)=\mathrm{e}^{-4}\approx 0{,}018f(0)=1,f(1)=e−1≈0,368,f(2)=e−4≈0,018.

  3. Schritt 3 — Trapezformel anwenden

    Näherung ≈12(f(0)+2f(1)+f(2))=12(1+0,736+0,018)≈0,877\approx \tfrac{1}{2}\bigl(f(0)+2f(1)+f(2)\bigr)=\tfrac{1}{2}\bigl(1+0{,}736+0{,}018\bigr)\approx 0{,}877≈21​(f(0)+2f(1)+f(2))=21​(1+0,736+0,018)≈0,877.

    ∫02e−x2 dx≈0,877\int_{0}^{2}\mathrm{e}^{-x^{2}}\,dx \approx 0{,}877∫02​e−x2dx≈0,877
  4. Schritt 4 — Einordnen

    Der exakte Wert (nicht elementar integrierbar) liegt bei rund 0,8820{,}8820,882; die grobe Trapeznäherung mit nur zwei Intervallen weicht weniger als 1 %1\,\%1% ab.

Ergebnis: Integralmittelwert von x2x^{2}x2 auf [0;3][0;3][0;3] ist 333; die Trapezregel liefert ∫02e−x2 dx≈0,877\int_{0}^{2}\mathrm{e}^{-x^{2}}\,dx\approx 0{,}877∫02​e−x2dx≈0,877 (exakt ≈0,882\approx 0{,}882≈0,882).

Abiturfokus

  • Notieren Sie in der Trapezregel die RANDWERTE halb; das ist das Erkennungsmerkmal der Formel.
  • Nutzen Sie Unter- und Obersumme, wenn eine FEHLERSCHRANKE verlangt ist — ihre Differenz ist die Antwort.
  • Verwenden Sie bei Messreihen die Trapezregel und begründen Sie, warum der Hauptsatz hier nicht anwendbar ist.
  • Deuten Sie den Integralmittelwert im Sachkontext als zeitgewichteten Durchschnitt.
  • Geben Sie die Schrittweite hhh explizit an und prüfen Sie, dass n⋅h=b−an\cdot h = b - an⋅h=b−a gilt.

Typische Fehler

  • In der Trapezregel alle Werte gleich gewichtet und die halben Randwerte übersehen.
  • Den Integralmittelwert als arithmetisches Mittel der Funktionswerte berechnet.
  • Die Division durch (b−a)(b-a)(b−a) beim Mittelwert vergessen und nur das Integral angegeben.
  • Unter- und Obersumme vertauscht und dadurch die Einschließung umgekehrt.
  • Die Schrittweite falsch bestimmt (h=(b−a)/(n−1)h = (b-a)/(n-1)h=(b−a)/(n−1) statt (b−a)/n(b-a)/n(b−a)/n).

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Begründen Sie, warum die Trapezregel bei einer konkaven Funktion stets einen zu KLEINEN Wert liefert, und formulieren Sie daraus eine Aussage über die Richtung des Fehlers. Untersuchen Sie, wie sich der Fehler bei Halbierung der Schrittweite ändert.

§ 05

Aktive Wiederholung

Nähern Sie ∫02e−x2 dx\int_0^2 e^{-x^2}\,\mathrm{d}x∫02​e−x2dx mit der Trapezregel und n=4n = 4n=4 Teilintervallen. Bestimmen Sie zusätzlich den Integralmittelwert und deuten Sie ihn.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L2 (Kultusministerkonferenz)

§ 06
§ 06

Uneigentliche Integrale und Dichtefunktionen#

~3 Min Lesezeit●●●VertiefungLPL4LPL5

Uneigentliche Integrale

Uneigentliche IntegraleTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Typ · Beschreibung · Vorgehen und Beispiel; Unendliches Intervall · ∫ von a bis ∞ · lim_{z→∞} ∫ von a bis z; Unbeschränkter Integrand · Polstelle am Rand · Grenzwert gegen die Polstelle; Beide Grenzen unendlich · ∫ von −∞ bis ∞ · Aufteilen an einer Stelle, beide Teile prüfen; Konvergenz · Der Grenzwert existiert · ∫₁^∞ 1/x² dx = 1; Divergenz · Der Grenzwert existiert nicht · ∫₁^∞ 1/x dx = ∞; Vergleichskriterium · x^(−p) auf [1; ∞) · Konvergent für p > 1, divergent für p ≤ 1; Anwendung · Normalverteilung, Exponentialverteilung · Die Gesamtfläche ist 1TypBeschreibungVorgehen und BeispielUnendliches Intervall∫ von a bis ∞limz→∞ ∫ von a bis zUnbeschränkter IntegrandPolstelle am RandGrenzwert gegen diePolstelleBeide Grenzen unendlich∫ von −∞ bis ∞Aufteilen an einer Stelle,beide Teile prüfenKonvergenzDer Grenzwert existiert∫₁∞ 1/x² dx = 1DivergenzDer Grenzwert existiertnicht∫₁∞ 1/x dx = ∞Vergleichskriteriumx(−p) auf [1; ∞)Konvergent für p > 1,divergent für p ≤ 1AnwendungNormalverteilung,ExponentialverteilungDie Gesamtfläche ist 1
Abb. 7Ein uneigentliches Integral ist ein GRENZWERT. Die Schreibweise mit lim ist deshalb nicht Formsache, sondern Teil der Lösung.

Kernpunkte

Ein Integral heißt uneigentlich, wenn eine Grenze unendlich ist oder der Integrand an einer Grenze unbeschränkt wächst. Der Ausweg ist in beiden Fällen derselbe: Man ersetzt die kritische Stelle durch einen Parameter, rechnet ein gewöhnliches Integral und bildet erst am Schluss den Grenzwert.
Formal bedeutet das ∫a∞f(x) dx=lim⁡b→∞∫abf(x) dx\int_a^{\infty} f(x)\,\mathrm{d}x = \lim_{b\to\infty}\int_a^b f(x)\,\mathrm{d}x∫a∞​f(x)dx=limb→∞​∫ab​f(x)dx. Existiert dieser Grenzwert, heißt das Integral konvergent, andernfalls divergent. Die Schreibweise mit dem Grenzwert gehört ausdrücklich in die Lösung — ein Einsetzen von ∞\infty∞ in die Stammfunktion ist formal falsch, auch wenn es zum richtigen Ergebnis führt.
Das überraschende Ergebnis dieses Abschnitts ist, dass ein unendlich langer Bereich eine ENDLICHE Fläche haben kann. Für f(x)=1/x2f(x) = 1/x^2f(x)=1/x2 ist ∫1∞x−2 dx=1\int_1^{\infty} x^{-2}\,\mathrm{d}x = 1∫1∞​x−2dx=1 — die Fläche unter der Kurve ab 1 ist genau eins, obwohl sie sich unendlich weit erstreckt. Die Funktion fällt schnell genug, damit die Summe beschränkt bleibt.
Der Vergleich mit f(x)=1/xf(x) = 1/xf(x)=1/x zeigt, wie scharf die Grenze ist: Dort divergiert dasselbe Integral, weil ln⁡b\ln blnb über alle Grenzen wächst. Allgemein konvergiert ∫1∞x−α dx\int_1^{\infty} x^{-\alpha}\,\mathrm{d}x∫1∞​x−αdx genau für α>1\alpha > 1α>1 — dieselbe Schwelle wie bei den Reihen, und aus demselben Grund.
Die praktisch wichtigste Anwendung ist die Stochastik. Eine DICHTEFUNKTION beschreibt eine stetige Zufallsgröße, und Wahrscheinlichkeiten sind Flächen unter ihr. Damit das sinnvoll ist, muss die Gesamtfläche genau eins betragen: ∫−∞∞f(x) dx=1\int_{-\infty}^{\infty} f(x)\,\mathrm{d}x = 1∫−∞∞​f(x)dx=1 — die Normierungsbedingung, die jede Dichtefunktion erfüllen muss.
Daraus folgt unmittelbar die Eigenschaft, die in der Stochastik so oft betont wird: Für einen EINZELNEN Wert ist die Fläche null, also P(X=a)=0P(X = a) = 0P(X=a)=0. Sinnvoll sind bei stetigen Größen nur Intervallwahrscheinlichkeiten — und deshalb spielt es dort keine Rolle, ob Intervallgrenzen eingeschlossen werden oder nicht.

Vokabeln

→ Kartei
  • das uneigentliche IntegralIntegral mit unendlicher Grenze oder unbeschränktem Integranden
  • die KonvergenzExistenz des Grenzwerts
  • die DichtefunktionFunktion, deren Flächen Wahrscheinlichkeiten angeben
  • die NormierungsbedingungGesamtfläche unter der Dichte gleich 1

Uneigentliches Integral mit unbeschränkter Grenze

∫a∞f(x) dx=lim⁡z→∞∫azf(x) dx\int_{a}^{\infty} f(x)\,dx = \lim_{z\to\infty}\int_{a}^{z} f(x)\,dx∫a∞​f(x)dx=z→∞lim​∫az​f(x)dx

Existiert der Grenzwert, heißt das Integral konvergent; andernfalls divergent. Analog für unbeschränkte Integranden an einer Polstelle.

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Musterlösung

Uneigentliches Integral auf Konvergenz prüfen

Untersuchen Sie, ob das uneigentliche Integral ∫1∞1x2 dx\int_{1}^{\infty}\dfrac{1}{x^{2}}\,dx∫1∞​x21​dx konvergiert, und bestimmen Sie gegebenenfalls seinen Wert.

  1. Schritt 1 — Grenze durch Variable ersetzen

    Betrachte ∫1z1x2 dx\int_{1}^{z}\dfrac{1}{x^{2}}\,dx∫1z​x21​dx mit anschließendem Grenzübergang z→∞z\to\inftyz→∞.

  2. Schritt 2 — Stammfunktion und Einsetzen

    ∫1zx−2 dx=[−x−1]1z=−1z+1=1−1z\int_{1}^{z} x^{-2}\,dx=\bigl[-x^{-1}\bigr]_{1}^{z}=-\tfrac{1}{z}+1=1-\tfrac{1}{z}∫1z​x−2dx=[−x−1]1z​=−z1​+1=1−z1​.

    ∫1z1x2 dx=1−1z\int_{1}^{z}\frac{1}{x^{2}}\,dx = 1-\frac{1}{z}∫1z​x21​dx=1−z1​
  3. Schritt 3 — Grenzübergang

    lim⁡z→∞(1−1z)=1\lim_{z\to\infty}\bigl(1-\tfrac{1}{z}\bigr)=1limz→∞​(1−z1​)=1; der Grenzwert existiert, das Integral konvergiert.

  4. Schritt 4 — Deuten

    Obwohl der Integrationsbereich unbeschränkt ist, ist die Fläche endlich gleich 111 — ein Standardbeispiel für ein konvergentes uneigentliches Integral.

Ergebnis: Das Integral konvergiert: ∫1∞1x2 dx=1\int_{1}^{\infty}\tfrac{1}{x^{2}}\,dx=1∫1∞​x21​dx=1 — endliche Fläche über unbeschränktem Bereich.

Abiturfokus

  • Schreiben Sie die Grenzwertform ausdrücklich hin; ein direktes Einsetzen von ∞\infty∞ ist formal fehlerhaft.
  • Benennen Sie das Ergebnis als konvergent oder divergent — das ist die eigentliche Frage.
  • Nutzen Sie die Schwelle α>1\alpha > 1α>1 bei x−αx^{-\alpha}x−α als schnelle Entscheidungshilfe.
  • Prüfen Sie bei Dichtefunktionen die Normierungsbedingung; sie legt oft einen unbekannten Parameter fest.
  • „Begründen" Sie P(X=a)=0P(X = a) = 0P(X=a)=0 über die verschwindende Fläche eines einzelnen Punktes.

Typische Fehler

  • ∞\infty∞ direkt in die Stammfunktion eingesetzt statt den Grenzwert zu bilden.
  • Aus f(x)→0f(x)\to 0f(x)→0 auf Konvergenz des Integrals geschlossen; 1/x1/x1/x widerlegt das.
  • Die Normierungsbedingung bei einer Dichtefunktion nicht geprüft.
  • Bei stetigen Zufallsgrößen P(X=a)>0P(X = a) > 0P(X=a)>0 angegeben.
  • Die Schwelle bei α≥1\alpha \geq 1α≥1 statt α>1\alpha > 1α>1 gezogen.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Bestimmen Sie den Parameter ccc so, dass f(x)=c e−xf(x) = c\,e^{-x}f(x)=ce−x für x≥0x \geq 0x≥0 eine Dichtefunktion ist, und berechnen Sie damit P(X≤2)P(X \leq 2)P(X≤2). Erläutern Sie, warum die Normierungsbedingung hier ein uneigentliches Integral erfordert.

§ 06

Aktive Wiederholung

Untersuchen Sie ∫1∞1x2 dx\int_1^{\infty} \dfrac{1}{x^2}\,\mathrm{d}x∫1∞​x21​dx und ∫1∞1x dx\int_1^{\infty} \dfrac{1}{x}\,\mathrm{d}x∫1∞​x1​dx auf Konvergenz und berechnen Sie den Wert, wo er existiert. Erklären Sie den Unterschied trotz der äußerlichen Ähnlichkeit beider Funktionen.

Passende Aufgaben üben54 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitideen L4 und L5 (Kultusministerkonferenz)

Stand 05/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Stammfunktion und unbestimmtes Integral○
    • 02Hauptsatz und bestimmtes Integral◐
    • 03Anwendungen — Rotationsvolumen, Arbeit, Bestand◐
    • 04Integrationstechniken — Substitution und partielle Integration●
    • 05Numerische Integration und Integralmittelwert◐
    • 06Uneigentliche Integrale und Dichtefunktionen●

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Aus den Notizen ins Training

Analysis — Integralrechnung

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Quellen

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  • Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L4

Siehe auch

  • Analysis — DifferentialrechnungDie Umkehrung: Der Hauptsatz verbindet beide Kapitel zu einer einzigen Theorie.
  • Stochastik — Wahrscheinlichkeit und VerteilungenBei stetigen Zufallsgrößen ist die Wahrscheinlichkeit die Fläche unter der Dichtefunktion.
  • Mathematisches Modellieren und WachstumsprozesseBestand aus Änderungsrate — die Anwendungsseite des Integrals.

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