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Notizen/Physik/Elektromagnetische Induktion und Wechselstrom
DE · Abitur

Elektromagnetische Induktion und Wechselstrom

Bis hierher standen die Felder still. Sobald sich der magnetische Fluss ändert, entsteht eine Spannung — und aus dieser einen Tatsache folgt fast die gesamte Elektrotechnik: Generator, Transformator, Schwingkreis und am Ende die elektromagnetische Welle, die sich vom Draht löst. Die KMK führt „Veränderliche elektromagnetische Felder" innerhalb des Inhaltsbereichs 2.6.1; die zugehörige Schwingung gehört bereits zu 2.6.2.

6 Abschnitte·~26 Min Lesezeit·4 Kompetenzen·Stand 05/2026

T·0666 / 10
Prüfungsprofil
S 1 · Phänomene unter Nutzung bekannter physikalischer Modelle und Theorien erklärenS 6 · Bekannte Auswerteverfahren erklären und auf Messergebnisse anwendenE 7 · Messunsicherheiten berücksichtigen und Konsequenzen für die Interpretation analysierenB 6 · Technologien hinsichtlich Eignung und Konsequenzen beurteilen und Risiken einschätzen
Operatoren:beschreibenberechnenherleitenbegründenerläuternbeurteilen

grundlegendes Niveau

gA: Induktion durch Änderung des magnetischen Flusses qualitativ und quantitativ (Uind=−N ΔΦ/ΔtU_{\text{ind}} = -N\,\Delta\Phi/\Delta tUind​=−NΔΦ/Δt), Lenzsche Regel begründen, Transformator und Effektivwerte anwenden.

erhöhtes Niveau

eA: zusätzlich das Induktionsgesetz in differenzieller Form, Spule und Induktivität als eigenständige Bauteileigenschaft, der LC-Schwingkreis samt Differentialgleichung sowie der energetische Vergleich mit der mechanischen Schwingung.

Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. Elektromagnetische Induktion und Wechselstrom
    • 01Induktionsgesetz und Lenzsche Regel○
    • 02Selbstinduktion, Induktivität und die Energie im Magnetfeld◐
    • 03Der elektromagnetische Schwingkreis●
    • 04Wechselspannung, Effektivwerte und Wechselstromwiderstände◐
    • 05Transformator und Energieübertragung◐
    • 06Hertzscher Dipol und die Ablösung der elektromagnetischen Welle●

6 Abschnitte · 30 Merksätze · 14 Formeln · 30 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Induktionsgesetz und Lenzsche Regel#

~5 Min Lesezeit●○○BasisLPKMK 2.6.1LPVeränderliche Felder

Lenzsche Regel — Induktion

I_ind B_aussen wächst (aus Blatt heraus) Induzierter Strom erzeugt Gegenfeld (Lenz)
Abb. 1Ein zunehmender Außenfluss induziert einen Strom, dessen Magnetfeld dem ursprünglichen entgegengerichtet ist.

Kernpunkte

Ein ruhender Leiter in einem konstanten Magnetfeld bleibt spannungslos. Ändert sich dagegen der magnetische Fluss durch die vom Leiter umschlossene Fläche, entsteht eine Spannung — und zwar völlig gleichgültig, WODURCH die Änderung zustande kommt. Das ist die eigentliche Aussage der Induktion und der Grund, warum ein einziges Gesetz Generator, Transformator und Wirbelstrombremse zugleich beschreibt.
Der magnetische Fluss Φ=B A cos⁡α\Phi = B\,A\,\cos\alphaΦ=BAcosα misst, wie viel Feld die Fläche wirklich durchsetzt; α\alphaα ist der Winkel zwischen Flächennormale und Feldrichtung. Die Einheit ist das Weber, 1 Wb=1 T m21\,\text{Wb} = 1\,\text{T}\,\text{m}^21Wb=1Tm2. Drei Größen können sich ändern — BBB, AAA und α\alphaα —, und jede von ihnen erzeugt für sich allein eine Induktionsspannung. Beim Generator ist es der Winkel, beim Transformator die Flussdichte, beim herausgezogenen Leiterrahmen die Fläche.
Quantitativ gilt das Faradaysche Induktionsgesetz Uind=−N dΦ/dtU_{\text{ind}} = -N\,\mathrm{d}\Phi/\mathrm{d}tUind​=−NdΦ/dt. Die Windungszahl NNN geht linear ein, weil jede Windung dieselbe Flussänderung erfährt und die Spannungen sich in Reihe addieren. Entscheidend ist die ÄNDERUNGSRATE, nicht der Momentanwert des Flusses: Ein sehr starkes, aber konstantes Feld induziert exakt nichts.
Das Minuszeichen ist die Lenzsche Regel in mathematischer Form: Der induzierte Strom ist stets so gerichtet, dass er seiner Ursache entgegenwirkt. Nimmt der Fluss zu, baut der induzierte Strom ein Gegenfeld auf; nimmt er ab, stützt er das Feld. Physikalisch ist das nichts anderes als der Energieerhaltungssatz — wäre das Vorzeichen umgekehrt, würde sich jede Störung selbst verstärken und man hätte ein Perpetuum mobile.
Aus der Lenzschen Regel folgt unmittelbar die mechanische Konsequenz: Wer eine Spule in ein Magnetfeld schiebt, muss Arbeit gegen die Bremswirkung des induzierten Stroms leisten. Genau diese Arbeit erscheint als elektrische Energie. Die Wirbelstrombremse eines ICE ist die technische Umsetzung — berührungsfrei, verschleißfrei, und ihre Bremskraft verschwindet im Stillstand, weil dann nichts mehr sich ändert.
Bewegt sich ein Leiterstab der Länge ℓ\ellℓ mit der Geschwindigkeit vvv senkrecht durch ein Feld BBB, folgt aus der Flächenänderung die besonders einfache Form Uind=B ℓ vU_{\text{ind}} = B\,\ell\,vUind​=Bℓv. Dieselbe Spannung lässt sich auch aus der Lorentz-Kraft auf die Leitungselektronen herleiten — beide Wege führen zum selben Ergebnis, was die innere Stimmigkeit der Theorie zeigt und in Aufgaben gern als Herleitung verlangt wird.

Vokabeln

→ Kartei
  • der magnetische FlussProdukt aus Flussdichte und durchsetzter Fläche; Einheit Weber
  • die InduktionEntstehen einer Spannung durch Änderung des magnetischen Flusses
  • die Lenzsche Regelder induzierte Strom wirkt seiner Ursache entgegenAusdruck der Energieerhaltung — begründet das Minuszeichen
  • die FlächennormaleSenkrechte auf der Fläche, Bezugsrichtung für den Winkel $\alpha$
  • der Wirbelstromin ausgedehnten Leitern induzierter RingstromGrundlage der berührungsfreien Wirbelstrombremse

Faradaysches Induktionsgesetz

Uind=−dΦdt,Φ=B A cos⁡αU_{\text{ind}} = -\dfrac{d\Phi}{dt},\quad \Phi = B\,A\,\cos\alphaUind​=−dtdΦ​,Φ=BAcosα

Vorzeichen ist Lenz: der induzierte Strom erzeugt einen Fluss, der der Änderung entgegengerichtet ist.

Magnetischer Fluss durch eine Fläche

Φ=B A cos⁡α\Phi = B\,A\,\cos\alphaΦ=BAcosα

Φ\PhiΦ in Wb, BBB die Flussdichte in T, AAA die umschlossene Fläche in m², α\alphaα der Winkel zwischen Flächennormale und Feldrichtung. Bei senkrechter Durchsetzung ist α=0\alpha = 0α=0 und cos⁡α=1\cos\alpha = 1cosα=1.

Bewegungsinduktion am geraden Leiterstab

Uind=B ℓ vU_{\text{ind}} = B\,\ell\,vUind​=Bℓv

ℓ\ellℓ die wirksame Leiterlänge in m, vvv die Geschwindigkeit senkrecht zu B⃗\vec BB in m/s. Gilt für Bewegung senkrecht zu Feld und Leiter.

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Musterlösung

Induktionsspannung bei abnehmender Flussdichte

Eine Spule mit N=250N = 250N=250 Windungen und der Querschnittsfläche A=40 cm2A = 40\,\text{cm}^2A=40cm2 steht senkrecht in einem Magnetfeld. Die Flussdichte sinkt gleichmäßig von B1=0,80 TB_1 = 0{,}80\,\text{T}B1​=0,80T auf B2=0,20 TB_2 = 0{,}20\,\text{T}B2​=0,20T innerhalb von Δt=0,15 s\Delta t = 0{,}15\,\text{s}Δt=0,15s. Berechnen Sie die Induktionsspannung und geben Sie die Richtung des induzierten Stroms an.

  1. 01Fluss und seine Änderung erfassen

    Bei senkrechter Durchsetzung ist Φ=B A\Phi = B\,AΦ=BA. Da nur BBB sich ändert, gilt ΔΦ=A ΔB\Delta\Phi = A\,\Delta BΔΦ=AΔB mit ΔB=0,20−0,80=−0,60 T\Delta B = 0{,}20 - 0{,}80 = -0{,}60\,\text{T}ΔB=0,20−0,80=−0,60T.

    Uind=−N ΔΦΔt=−N A ΔBΔtU_{\text{ind}} = -N\,\dfrac{\Delta\Phi}{\Delta t} = -N\,A\,\dfrac{\Delta B}{\Delta t}Uind​=−NΔtΔΦ​=−NAΔtΔB​
  2. 02Änderungsrate bestimmen

    ΔB/Δt=−0,60 T/0,15 s=−4,0 T/s\Delta B/\Delta t = -0{,}60\,\text{T} / 0{,}15\,\text{s} = -4{,}0\,\text{T/s}ΔB/Δt=−0,60T/0,15s=−4,0T/s.

  3. 03Spannung auswerten

    Mit A=40 cm2=4,0⋅10−3 m2A = 40\,\text{cm}^2 = 4{,}0\cdot 10^{-3}\,\text{m}^2A=40cm2=4,0⋅10−3m2: Uind=−250⋅4,0⋅10−3⋅(−4,0)=+4,0 VU_{\text{ind}} = -250\cdot 4{,}0\cdot 10^{-3}\cdot(-4{,}0) = +4{,}0\,\text{V}Uind​=−250⋅4,0⋅10−3⋅(−4,0)=+4,0V. Der Betrag ist 4,0 V4{,}0\,\text{V}4,0V; die Spannung bleibt während des gesamten Vorgangs konstant, weil BBB GLEICHMÄSSIG sinkt.

  4. 04Richtung nach Lenz begründen

    Der Fluss NIMMT AB, also wirkt der induzierte Strom der Abnahme entgegen: Er fließt so, dass sein eigenes Magnetfeld im Spuleninneren GLEICHSINNIG zum abnehmenden Feld gerichtet ist und den Fluss zu erhalten sucht. Blickt man in Feldrichtung auf die Spule, fließt der Strom im Uhrzeigersinn.

Ergebnis: Induktionsspannung ∣Uind∣=4,0 V|U_{\text{ind}}| = 4{,}0\,\text{V}∣Uind​∣=4,0V, während der gesamten 0,15 s0{,}15\,\text{s}0,15s konstant; der induzierte Strom stützt nach der Lenzschen Regel das abnehmende Feld.

Abiturfokus

  • „Begründen" Sie die Stromrichtung IMMER über die Lenzsche Regel in zwei Schritten: erst feststellen, ob der Fluss zu- oder abnimmt, dann die Richtung des Gegen- bzw. Stützfeldes bestimmen. Ein bloßes „nach der Lenzschen Regel" ohne diese beiden Schritte erhält keine Punkte.
  • Prüfen Sie bei jeder Induktionsaufgabe zuerst, WELCHE der drei Größen BBB, AAA oder α\alphaα sich ändert — daraus folgt die passende Form des Induktionsgesetzes.
  • „Herleiten" Sie Uind=B ℓ vU_{\text{ind}} = B\,\ell\,vUind​=Bℓv wahlweise über die Flächenänderung oder über die Lorentz-Kraft auf die Ladungsträger; die Aufgabe nennt oft ausdrücklich den gewünschten Weg.
  • „Erläutern" Sie das Minuszeichen energetisch: Ohne es wäre der Energieerhaltungssatz verletzt. Diese Begründung wird häufiger geprüft als jede Rechnung dieses Abschnitts.
  • Bei gleichmäßiger Flussänderung ist die Induktionsspannung KONSTANT — sagen Sie das ausdrücklich, wenn ein U(t)U(t)U(t)-Diagramm zu skizzieren ist.

Typische Fehler

  • Angenommen, ein starkes Magnetfeld erzeuge für sich schon eine Induktionsspannung. Induziert wird nur bei ÄNDERUNG des Flusses; im konstanten Feld ist Uind=0U_{\text{ind}} = 0Uind​=0.
  • Die Windungszahl NNN vergessen. Sie multipliziert die Spannung — bei N=250N = 250N=250 ist der Fehler ein Faktor 250, nicht ein Rundungsfehler.
  • Im Fluss Φ=B A cos⁡α\Phi = B\,A\,\cos\alphaΦ=BAcosα den Winkel zur Fläche statt zur Flächennormalen eingesetzt und damit sin⁡\sinsin und cos⁡\coscos vertauscht.
  • Die Lenzsche Regel als „der Strom fließt entgegengesetzt" gedeutet. Entgegengesetzt ist die WIRKUNG des induzierten Feldes zur Flussänderung — nicht der Strom zu irgendetwas.
  • Das Vorzeichen als bloße Formsache abgetan. In Aufgaben zur Richtung des Stroms ist es der bewertete Kern.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Formulieren Sie das Induktionsgesetz in differenzieller Form Uind=−N dΦ/dtU_{\text{ind}} = -N\,\mathrm{d}\Phi/\mathrm{d}tUind​=−NdΦ/dt und wenden Sie es auf eine im homogenen Feld mit konstanter Winkelgeschwindigkeit ω\omegaω rotierende Spule an. Zeigen Sie, dass aus Φ(t)=B Acos⁡(ωt)\Phi(t) = B\,A\cos(\omega t)Φ(t)=BAcos(ωt) die sinusförmige Spannung U(t)=N B A ωsin⁡(ωt)U(t) = N\,B\,A\,\omega\sin(\omega t)U(t)=NBAωsin(ωt) folgt — das ist die Herleitung des Wechselstromgenerators.

§ 01

Aktive Wiederholung

Eine Spule mit N=250N = 250N=250 Windungen und A=40 cm2A = 40\,\text{cm}^2A=40cm2 steht senkrecht in einem Magnetfeld, dessen Flussdichte in 0,15 s0{,}15\,\text{s}0,15s gleichmäßig von 0,80 T0{,}80\,\text{T}0,80T auf 0,20 T0{,}20\,\text{T}0,20T sinkt. Berechnen Sie die Induktionsspannung, skizzieren Sie den Verlauf U(t)U(t)U(t) und begründen Sie die Richtung des induzierten Stroms.

Passende Aufgaben üben70 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Elektromagnetische Induktion (Joachim Herz Stiftung) · Bildungsstandards im Fach Physik für die Allgemeine Hochschulreife (2020), Kap. 2.6.1 (Kultusministerkonferenz)

§ 02
§ 02

Selbstinduktion, Induktivität und die Energie im Magnetfeld#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPKMK 2.6.1LPVeränderliche Felder

Selbstinduktion — Ein- und Ausschaltvorgang

Selbstinduktion — Ein- und AusschaltvorgangTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Element · Beschreibung · Formel bzw. Wert; Induktivität L · Maß für die Selbstinduktionswirkung · L = μ₀·μ_r·N²·A/l (lange Spule); Induzierte Spannung · Entsteht bei Stromänderung · U_ind = −L·(dI/dt); Einschaltvorgang · Strom steigt verzögert an · I(t) = I₀·(1 − e^(−t/τ)); Ausschaltvorgang · Strom fällt verzögert ab · I(t) = I₀·e^(−t/τ); Zeitkonstante · Nach τ sind 63 % erreicht bzw. abgebaut · τ = L/R; Energie im Magnetfeld · Gespeichert im Feld der Spule · E = ½·L·I²; Lenzsche Regel · Die Wirkung hemmt ihre Ursache · Das Minuszeichen in der InduktionsgleichungElementBeschreibungFormel bzw. WertInduktivität LMaß für dieSelbstinduktionswirkungL = μ₀·μr·N²·A/l (lange Spule)Induzierte SpannungEntsteht bei StromänderungUind = −L·(dI/dt)EinschaltvorgangStrom steigt verzögert anI(t) = I₀·(1 − e(−t/τ))AusschaltvorgangStrom fällt verzögert abI(t) = I₀·e(−t/τ)ZeitkonstanteNach τ sind 63 % erreichtbzw. abgebautτ = L/REnergie im MagnetfeldGespeichert im Feld derSpuleE = ½·L·I²Lenzsche RegelDie Wirkung hemmt ihreUrsacheDas Minuszeichen in derInduktionsgleichung
Abb. 2Die Spule wirkt der ÄNDERUNG entgegen, nicht dem Strom. Deshalb sind Ein- und Ausschaltvorgang spiegelbildlich.

Kernpunkte

Eine Spule erzeugt beim Stromfluss ihr eigenes Magnetfeld — und wenn dieser Strom sich ändert, ändert sich auch der Fluss durch die Spule selbst. Sie induziert also eine Spannung in sich. Diese Selbstinduktion ist kein Sonderfall, sondern das Induktionsgesetz auf die Quelle der Änderung selbst angewandt, und sie macht die Spule zum trägen Bauteil der Elektrotechnik.
Die Proportionalitätskonstante zwischen Stromänderungsrate und induzierter Spannung heißt Induktivität LLL mit der Einheit Henry, 1 H=1 V s/A1\,\text{H} = 1\,\text{V}\,\text{s}/\text{A}1H=1Vs/A. Sie ist — wie die Kapazität beim Kondensator — eine reine BAUTEILEIGENSCHAFT: Für eine lange Zylinderspule gilt L=μ0μrN2A/ℓL = \mu_0\mu_r N^2 A/\ellL=μ0​μr​N2A/ℓ. Bemerkenswert ist das QUADRAT der Windungszahl: Doppelte Windungszahl vervierfacht die Induktivität, weil sowohl der erzeugte Fluss als auch die Zahl der durchsetzten Windungen wachsen.
Nach der Lenzschen Regel wirkt die Selbstinduktionsspannung jeder Stromänderung entgegen. Beim EINSCHALTEN bremst sie den Stromanstieg — der Strom steigt exponentiell mit der Zeitkonstante τ=L/R\tau = L/Rτ=L/R an, nicht sprunghaft. Beim AUSSCHALTEN versucht sie, den Strom aufrechtzuerhalten, und erzeugt dabei einen oft vielfach überhöhten Spannungsstoß.
Dieser Abschaltstoß ist technisch hochrelevant und in Aufgaben beliebt: Weil die Stromänderungsrate beim Öffnen eines Schalters sehr groß wird, kann ∣Uind∣=L ∣di/dt∣|U_{\text{ind}}| = L\,|\mathrm{d}i/\mathrm{d}t|∣Uind​∣=L∣di/dt∣ die Betriebsspannung um Größenordnungen übersteigen und einen Funken am Schalterkontakt zünden. Zum Schutz von Halbleitern legt man deshalb eine Freilaufdiode parallel zur Spule.
Die Energie einer stromdurchflossenen Spule beträgt EL=12L I2E_L = \tfrac{1}{2}L\,I^2EL​=21​LI2 und steckt im MAGNETFELD. Die Analogie zum Kondensator ist vollständig und lohnt das Nebeneinanderstellen: 12CU2\tfrac12 CU^221​CU2 gegen 12LI2\tfrac12 LI^221​LI2, Spannung gegen Strom, elektrisches gegen magnetisches Feld. Diese Entsprechung trägt den gesamten nächsten Abschnitt.
Auch der Faktor 12\tfrac1221​ hat denselben Ursprung wie beim Kondensator: Der Strom wird beim Aufbau des Feldes erst allmählich aufgebaut, sodass im Mittel nur die halbe Endstromstärke gegen die Selbstinduktionsspannung anläuft.

Vokabeln

→ Kartei
  • die SelbstinduktionInduktion einer Spannung in der Spule durch ihre eigene Stromänderung
  • die InduktivitätBauteilgröße $L$; Einheit Henrywächst mit dem QUADRAT der Windungszahl
  • die FreilaufdiodeSchutzbauteil parallel zur Spule gegen den Abschaltstoß
  • die Permeabilitätszahldimensionsloser Faktor $\mu_r$ des Kernmaterials

Selbstinduktionsspannung

Uind=−L didtU_{\text{ind}} = -L\,\dfrac{\mathrm{d}i}{\mathrm{d}t}Uind​=−Ldtdi​

LLL die Induktivität in H, di/dt\mathrm{d}i/\mathrm{d}tdi/dt die Stromänderungsrate in A/s. Das Minuszeichen ist die Lenzsche Regel: die Spannung wirkt der Änderung entgegen.

Induktivität einer langen Zylinderspule

L=μ0 μr N2 AℓL = \mu_0\,\mu_r\,\dfrac{N^2\,A}{\ell}L=μ0​μr​ℓN2A​

μ0=4π⋅10−7 V s/(A m)\mu_0 = 4\pi\cdot 10^{-7}\,\text{V}\,\text{s}/(\text{A}\,\text{m})μ0​=4π⋅10−7Vs/(Am), μr\mu_rμr​ die dimensionslose Permeabilitätszahl des Kerns, NNN die Windungszahl, AAA der Querschnitt in m², ℓ\ellℓ die Spulenlänge in m.

Im Magnetfeld der Spule gespeicherte Energie

EL=12 L I2E_L = \tfrac{1}{2}\,L\,I^2EL​=21​LI2

ELE_LEL​ in J, III die stationäre Stromstärke in A. Das Gegenstück zu EC=12CU2E_C = \tfrac12 CU^2EC​=21​CU2 beim Kondensator.

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Musterlösung

Selbstinduktionsspannung und Energieinhalt einer Spule

Durch eine Spule der Induktivität L=0,25 HL = 0{,}25\,\text{H}L=0,25H fließt ein Strom von 2,0 A2{,}0\,\text{A}2,0A. Beim Öffnen des Schalters sinkt der Strom in Δt=5,0 ms\Delta t = 5{,}0\,\text{ms}Δt=5,0ms gleichmäßig auf null. Berechnen Sie die Selbstinduktionsspannung und die zuvor im Magnetfeld gespeicherte Energie.

  1. 01Selbstinduktion ansetzen

    Jede Stromänderung ändert den eigenen Fluss der Spule und induziert damit eine Spannung in ihr selbst.

    Uind=−L ΔiΔtU_{\text{ind}} = -L\,\dfrac{\Delta i}{\Delta t}Uind​=−LΔtΔi​
  2. 02Stromänderungsrate

    Δi/Δt=−2,0 A/5,0⋅10−3 s=−400 A/s\Delta i/\Delta t = -2{,}0\,\text{A} / 5{,}0\cdot 10^{-3}\,\text{s} = -400\,\text{A/s}Δi/Δt=−2,0A/5,0⋅10−3s=−400A/s.

  3. 03Spannung auswerten

    ∣Uind∣=0,25⋅400=100 V|U_{\text{ind}}| = 0{,}25\cdot 400 = 100\,\text{V}∣Uind​∣=0,25⋅400=100V — das FÜNFZIGFACHE einer 2-V-Betriebsspannung. Genau dieser Spannungsstoß erzeugt den Funken am öffnenden Schalter und zerstört ungeschützte Halbleiter; deshalb liegt in solchen Schaltungen eine Freilaufdiode parallel zur Spule.

  4. 04Gespeicherte Energie

    EL=12⋅0,25⋅(2,0)2=0,50 JE_L = \tfrac{1}{2}\cdot 0{,}25\cdot (2{,}0)^2 = 0{,}50\,\text{J}EL​=21​⋅0,25⋅(2,0)2=0,50J — diese Energie steckt im Magnetfeld und wird beim Abschalten frei.

    EL=12 L I2E_L = \tfrac{1}{2}\,L\,I^2EL​=21​LI2

Ergebnis: Selbstinduktionsspannung ∣Uind∣=100 V|U_{\text{ind}}| = 100\,\text{V}∣Uind​∣=100V, gespeicherte Energie EL=0,50 JE_L = 0{,}50\,\text{J}EL​=0,50J — der Abschaltfunke ist die freiwerdende Feldenergie.

Abiturfokus

  • „Berechnen" Sie Selbstinduktionsspannungen immer über die ÄNDERUNGSRATE Δi/Δt\Delta i/\Delta tΔi/Δt; die absolute Stromstärke allein sagt nichts über die induzierte Spannung.
  • „Erläutern" Sie das Ein- und Ausschaltverhalten getrennt: beim Einschalten verzögert, beim Ausschalten überhöht — mit der Lenzschen Regel als gemeinsamer Begründung.
  • „Vergleichen" Sie Spule und Kondensator kriteriengeleitet (L↔CL \leftrightarrow CL↔C, I↔UI \leftrightarrow UI↔U, 12LI2↔12CU2\tfrac12 LI^2 \leftrightarrow \tfrac12 CU^221​LI2↔21​CU2) — diese Gegenüberstellung ist eine klassische Transferaufgabe.
  • Achten Sie beim quadratischen Eingang der Windungszahl auf die Folge: eine Verdopplung von NNN vervierfacht LLL.
  • „Beurteilen" Sie die technische Bedeutung des Abschaltstoßes anhand konkreter Zahlen — hier erzeugt eine 2-V-Schaltung 100 V.

Typische Fehler

  • In L=μ0μrN2A/ℓL = \mu_0\mu_r N^2 A/\ellL=μ0​μr​N2A/ℓ die Windungszahl linear statt quadratisch angesetzt.
  • EL=12LI2E_L = \tfrac12 L I^2EL​=21​LI2 mit EL=LI2E_L = L I^2EL​=LI2 verwechselt — der Faktor 12\tfrac1221​ hat denselben Grund wie beim Kondensator.
  • Angenommen, der Strom in einer Spule könne sprunghaft ansteigen. Die Selbstinduktion verhindert das; der Anstieg ist exponentiell mit τ=L/R\tau = L/Rτ=L/R.
  • Die Zeitkonstante der Spule mit der des Kondensators verwechselt: bei der Spule τ=L/R\tau = L/Rτ=L/R, beim Kondensator τ=R C\tau = R\,Cτ=RC.
  • Die Selbstinduktionsspannung mit der angelegten Spannung gleichgesetzt. Sie tritt zusätzlich auf und wirkt der Änderung entgegen.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Leiten Sie EL=12LI2E_L = \tfrac12 L I^2EL​=21​LI2 durch Integration von dW=u i dt\mathrm{d}W = u\,i\,\mathrm{d}tdW=uidt mit u=L di/dtu = L\,\mathrm{d}i/\mathrm{d}tu=Ldi/dt her. Stellen Sie anschließend die Einschaltkurve i(t)=(U0/R) (1−e−tR/L)i(t) = (U_0/R)\,(1 - e^{-tR/L})i(t)=(U0​/R)(1−e−tR/L) auf und begründen Sie, warum die Zeitkonstante hier L/RL/RL/R und nicht R CR\,CRC lautet.

§ 02

Aktive Wiederholung

Durch eine Spule mit L=0,25 HL = 0{,}25\,\text{H}L=0,25H fließen 2,0 A2{,}0\,\text{A}2,0A. Beim Öffnen des Schalters sinkt der Strom in 5,0 ms5{,}0\,\text{ms}5,0ms gleichmäßig auf null. Berechnen Sie die Selbstinduktionsspannung sowie die im Feld gespeicherte Energie und beurteilen Sie, warum an dieser Stelle eine Freilaufdiode eingebaut wird.

Passende Aufgaben üben70 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Selbstinduktion und Induktivität (Joachim Herz Stiftung)

§ 03
§ 03

Der elektromagnetische Schwingkreis#

~4 Min Lesezeit●●●VertiefungLPKMK 2.6.2LPSchwingungen

Elektromagnetischer Schwingkreis

C L Energie f_0 = 1/(2π√LC)
Abb. 3L und C tauschen Energie aus; Eigenfrequenz f0=1/(2πLC)f_0 = 1/(2\pi\sqrt{LC})f0​=1/(2πLC​) (Thomson).

Kernpunkte

Schaltet man einen geladenen Kondensator auf eine Spule, beginnt die Energie zwischen beiden hin- und herzupendeln: Der Kondensator entlädt sich, der wachsende Strom baut das Magnetfeld der Spule auf; ist der Kondensator leer, treibt die Selbstinduktion den Strom weiter und lädt ihn mit umgekehrtem Vorzeichen wieder auf. Diese elektromagnetische Schwingung ist das exakte Gegenstück zum Federpendel.
Die Analogie trägt bis in die Formeln und ist der Schlüssel zu diesem Abschnitt: Die Ladung qqq entspricht der Auslenkung, der Strom i=q˙i = \dot qi=q˙​ der Geschwindigkeit, die Induktivität LLL der Masse (beide sind die Trägheit) und der Kehrwert der Kapazität 1/C1/C1/C der Federkonstante. Wer die mechanische Schwingung verstanden hat, muss hier nichts Neues lernen, sondern nur übersetzen.
Die Maschenregel liefert unmittelbar die Differentialgleichung: Die Summe aus Kondensator- und Spulenspannung ist null, also Lq¨+q/C=0L\ddot q + q/C = 0Lq¨​+q/C=0. Das ist formal identisch mit mx¨+Dx=0m\ddot x + D x = 0mx¨+Dx=0 — dieselbe Gleichung, andere Buchstaben. Ihre Lösung ist eine harmonische Schwingung q(t)=q^cos⁡(ω0t)q(t) = \hat q\cos(\omega_0 t)q(t)=q^​cos(ω0​t) mit ω0=1/LC\omega_0 = 1/\sqrt{LC}ω0​=1/LC​.
Daraus folgt die Thomsonsche Schwingungsformel T=2πL CT = 2\pi\sqrt{L\,C}T=2πLC​. Beachtenswert ist die WURZEL: Eine Vervierfachung der Kapazität halbiert nur die Frequenz. Genau deshalb kommt ein Radioempfänger für einen ganzen Frequenzbereich mit einem Drehkondensator von mäßigem Stellbereich aus.
Auch die Energie pendelt: Die elektrische Energie 12q2/C\tfrac12 q^2/C21​q2/C im Kondensator und die magnetische Energie 12Li2\tfrac12 L i^221​Li2 in der Spule wechseln sich ab, ihre Summe bleibt beim idealen Kreis konstant. Weil beide quadratisch von ihren Größen abhängen, schwingt die Energie mit der DOPPELTEN Frequenz der Ladung — ein Detail, das in Aufgaben zur Energiebilanz gern geprüft wird.
Ein realer Schwingkreis hat immer einen ohmschen Widerstand, an dem Energie in Wärme übergeht. Die Amplitude klingt deshalb exponentiell ab; die Schwingung ist gedämpft. Wird die Dämpfung zu groß, kommt gar keine Schwingung mehr zustande, sondern ein aperiodischer Kriechfall — auch das entspricht genau dem mechanischen Bild.

Vokabeln

→ Kartei
  • der SchwingkreisZusammenschaltung von Spule und Kondensator, in der Energie pendelt
  • die Thomsonsche Formel$T = 2\pi\sqrt{LC}$ — Periodendauer der freien Schwingung
  • die EigenfrequenzFrequenz der ungedämpften freien Schwingung
  • die DämpfungAmplitudenabnahme durch ohmsche Verluste
  • die MaschenregelSumme aller Spannungen in einem geschlossenen Umlauf ist null

Thomsonsche Schwingungsformel

f0=12πL Cf_0 = \dfrac{1}{2\pi\sqrt{L\,C}}f0​=2πLC​1​

Schwingungsgleichung des LC-Kreises und ihr mechanisches Gegenstück

L q¨+qC=0⟷m x¨+D x=0L\,\ddot q + \dfrac{q}{C} = 0 \qquad\longleftrightarrow\qquad m\,\ddot x + D\,x = 0Lq¨​+Cq​=0⟷mx¨+Dx=0

qqq die Ladung in C, q¨\ddot qq¨​ ihre zweite Zeitableitung; rechts xxx die Auslenkung in m, mmm die Masse in kg, DDD die Federkonstante in N/m. Dieselbe Gleichung — LLL entspricht der Masse, 1/C1/C1/C der Federkonstante.

Energiebilanz des ungedämpften Schwingkreises

Eges=q22 C+12 L i2=const.E_{\text{ges}} = \dfrac{q^2}{2\,C} + \dfrac{1}{2}\,L\,i^2 = \text{const.}Eges​=2Cq2​+21​Li2=const.

Der erste Term ist die elektrische Energie im Kondensator, der zweite die magnetische in der Spule; beim idealen Kreis ist ihre Summe zeitlich konstant.

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Musterlösung

Eigenfrequenz eines LC-Schwingkreises

Ein Schwingkreis besteht aus einer Spule mit L=4,0 mHL = 4{,}0\,\text{mH}L=4,0mH und einem Kondensator mit C=2,5 μFC = 2{,}5\,\mu\text{F}C=2,5μF. Berechnen Sie Periodendauer und Eigenfrequenz und geben Sie an, wie sich die Frequenz ändert, wenn die Kapazität vervierfacht wird.

  1. 01Thomsonsche Formel ansetzen

    Die Eigenfrequenz folgt aus dem Wechselspiel von elektrischer Energie im Kondensator und magnetischer Energie in der Spule.

    T=2πL C,f=12πL CT = 2\pi\sqrt{L\,C},\qquad f = \dfrac{1}{2\pi\sqrt{L\,C}}T=2πLC​,f=2πLC​1​
  2. 02Produkt unter der Wurzel

    L C=4,0⋅10−3 H⋅2,5⋅10−6 F=1,0⋅10−8 s2L\,C = 4{,}0\cdot 10^{-3}\,\text{H}\cdot 2{,}5\cdot 10^{-6}\,\text{F} = 1{,}0\cdot 10^{-8}\,\text{s}^2LC=4,0⋅10−3H⋅2,5⋅10−6F=1,0⋅10−8s2, also LC=1,0⋅10−4 s\sqrt{L C} = 1{,}0\cdot 10^{-4}\,\text{s}LC​=1,0⋅10−4s.

  3. 03Periodendauer und Frequenz

    T=2π⋅1,0⋅10−4≈6,28⋅10−4 s=0,63 msT = 2\pi\cdot 1{,}0\cdot 10^{-4} \approx 6{,}28\cdot 10^{-4}\,\text{s} = 0{,}63\,\text{ms}T=2π⋅1,0⋅10−4≈6,28⋅10−4s=0,63ms und f=1/T≈1,59⋅103 Hzf = 1/T \approx 1{,}59\cdot 10^3\,\text{Hz}f=1/T≈1,59⋅103Hz.

  4. 04Vervierfachte Kapazität beurteilen

    Wegen f∝1/Cf \propto 1/\sqrt{C}f∝1/C​ halbiert eine Vervierfachung von CCC die Frequenz auf etwa 796 Hz796\,\text{Hz}796Hz. Merkregel: Ein Faktor 4 unter der Wurzel wirkt als Faktor 2 — deshalb braucht ein Empfänger für den ganzen UKW-Bereich nur einen Drehkondensator mit mäßigem Stellbereich.

Ergebnis: Periodendauer T≈0,63 msT \approx 0{,}63\,\text{ms}T≈0,63ms, Eigenfrequenz f≈1,6 kHzf \approx 1{,}6\,\text{kHz}f≈1,6kHz; bei vierfacher Kapazität halbiert sich die Frequenz auf ≈0,80 kHz\approx 0{,}80\,\text{kHz}≈0,80kHz.

Abiturfokus

  • „Herleiten" Sie die Differentialgleichung über die MASCHENREGEL (uL+uC=0u_L + u_C = 0uL​+uC​=0) und setzen Sie i=q˙i = \dot qi=q˙​ ein — dieser Weg wird erwartet, nicht das Zitieren des Ergebnisses.
  • Stellen Sie die mechanisch-elektrische Analogie explizit als Tabelle dar (x↔qx \leftrightarrow qx↔q, v↔iv \leftrightarrow iv↔i, m↔Lm \leftrightarrow Lm↔L, D↔1/CD \leftrightarrow 1/CD↔1/C); solche Zuordnungsaufgaben sind im Anforderungsbereich II Standard.
  • Achten Sie bei „berechnen" mit der Thomson-Formel penibel auf die Einheiten: mH und µF müssen vor dem Wurzelziehen in H und F stehen.
  • „Begründen" Sie, warum die Energie mit doppelter Frequenz schwingt — über die quadratische Abhängigkeit von qqq bzw. iii.
  • „Beurteilen" Sie den Einfluss des ohmschen Widerstands: Er ändert die Frequenz nur wenig, dämpft aber die Amplitude exponentiell.

Typische Fehler

  • Die Wurzel in der Thomson-Formel übersehen und angenommen, doppelte Kapazität halbiere die Frequenz. Richtig ist der Faktor 1/21/\sqrt{2}1/2​.
  • mH und µF unumgerechnet eingesetzt; das verschiebt das Ergebnis um mehrere Zehnerpotenzen.
  • In der Analogie die Induktivität der Federkonstante zugeordnet. LLL entspricht der MASSE (Trägheit), 1/C1/C1/C der Federkonstante.
  • Angenommen, die Energie schwinge mit derselben Frequenz wie die Ladung. Sie schwingt mit der doppelten.
  • Vergessen, dass der Strom dem Ladungsverlauf um eine Viertelperiode NACHEILT: Ist der Kondensator ganz geladen, ist der Strom null — und umgekehrt.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Zeigen Sie durch Einsetzen, dass q(t)=q^cos⁡(ω0t)q(t) = \hat q\cos(\omega_0 t)q(t)=q^​cos(ω0​t) die Gleichung Lq¨+q/C=0L\ddot q + q/C = 0Lq¨​+q/C=0 genau für ω0=1/LC\omega_0 = 1/\sqrt{LC}ω0​=1/LC​ löst. Erweitern Sie die Gleichung anschließend um den ohmschen Term zu Lq¨+Rq˙+q/C=0L\ddot q + R\dot q + q/C = 0Lq¨​+Rq˙​+q/C=0 und diskutieren Sie Schwingfall, aperiodischen Grenzfall und Kriechfall.

§ 03

Aktive Wiederholung

Ein Schwingkreis besteht aus L=4,0 mHL = 4{,}0\,\text{mH}L=4,0mH und C=2,5 μFC = 2{,}5\,\mu\text{F}C=2,5μF. Berechnen Sie Periodendauer und Eigenfrequenz, skizzieren Sie q(t)q(t)q(t) und i(t)i(t)i(t) übereinander und begründen Sie deren Phasenverschiebung.

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Quellen: LEIFIphysik — Elektromagnetischer Schwingkreis (Joachim Herz Stiftung)

§ 04
§ 04

Wechselspannung, Effektivwerte und Wechselstromwiderstände#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPKMK 2.6.1LPVeränderliche Felder

Wechselstromgrößen

WechselstromgrößenTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Größe · Definition · Beispiel 230 V Netz; Scheitelwert · Maximum der Sinuskurve · Û ≈ 325 V; Effektivwert · U_eff = Û/√2 · 230 V — das ist der Netzwert; Frequenz · Schwingungen pro Sekunde · 50 Hz in Europa; Periodendauer · T = 1/f · 20 ms; Wirkleistung · P = U_eff·I_eff·cos φ · Nur bei φ = 0 gleich dem Produkt der Effektivwerte; Induktiver Widerstand · X_L = ω·L · Wächst mit der Frequenz; Kapazitiver Widerstand · X_C = 1/(ω·C) · Fällt mit der FrequenzGrößeDefinitionBeispiel 230 V NetzScheitelwertMaximum der SinuskurveÛ ≈ 325 VEffektivwertUeff = Û/√2230 V — das ist der NetzwertFrequenzSchwingungen pro Sekunde50 Hz in EuropaPeriodendauerT = 1/f20 msWirkleistungP = Ueff·Ieff·cos φNur bei φ = 0 gleich demProdukt der EffektivwerteInduktiver WiderstandXL = ω·LWächst mit der FrequenzKapazitiver WiderstandXC = 1/(ω·C)Fällt mit der Frequenz
Abb. 4Der Effektivwert ist so definiert, dass er dieselbe LEISTUNG erzeugt wie ein gleich großer Gleichstrom. Deshalb steht er auf jedem Typenschild.

Kernpunkte

Eine im homogenen Feld gleichförmig rotierende Spule liefert nach dem Induktionsgesetz eine sinusförmige Spannung u(t)=u^sin⁡(ωt)u(t) = \hat u\sin(\omega t)u(t)=u^sin(ωt) — das ist der Wechselstromgenerator und der Grund, warum das gesamte Verbundnetz mit Sinusgrößen arbeitet. Die Kreisfrequenz ω=2πf\omega = 2\pi fω=2πf ist dabei unmittelbar die Winkelgeschwindigkeit der Rotation.
Der zeitliche Mittelwert einer Sinusspannung ist null — er taugt daher nicht zur Beschreibung ihrer Wirkung. Physikalisch sinnvoll ist der Effektivwert: derjenige Gleichspannungswert, der an einem ohmschen Widerstand DIESELBE mittlere Leistung umsetzt. Weil die Leistung quadratisch von der Spannung abhängt und der Mittelwert von sin⁡2\sin^2sin2 genau 12\tfrac1221​ beträgt, folgt daraus der Faktor 2\sqrt22​.
Es gilt also Ueff=u^/2U_{\text{eff}} = \hat u/\sqrt2Ueff​=u^/2​ und ebenso Ieff=ı^/2I_{\text{eff}} = \hat\imath/\sqrt2Ieff​=^/2​. Die vertrauten 230 V230\,\text{V}230V der Steckdose sind ein EFFEKTIVWERT; der Scheitelwert beträgt u^=230⋅2≈325 V\hat u = 230\cdot\sqrt2 \approx 325\,\text{V}u^=230⋅2​≈325V. Wer das verwechselt, unterschätzt die Isolationsanforderungen um gut 40 Prozent — ein Fehler mit realer Konsequenz.
An einem rein ohmschen Widerstand sind Strom und Spannung in Phase, und die mittlere Leistung ist schlicht P=Ueff IeffP = U_{\text{eff}}\,I_{\text{eff}}P=Ueff​Ieff​. Spule und Kondensator verhalten sich anders: Sie verschieben die Phase um eine Viertelperiode und nehmen im Mittel KEINE Wirkleistung auf — sie speichern Energie und geben sie vollständig zurück.
Ihre Wechselstromwiderstände hängen von der Frequenz ab: der induktive XL=ωLX_L = \omega LXL​=ωL wächst mit ihr, der kapazitive XC=1/(ωC)X_C = 1/(\omega C)XC​=1/(ωC) fällt. Daraus folgt das Verhalten der Grundschaltungen — eine Spule sperrt hohe Frequenzen und lässt Gleichstrom passieren, ein Kondensator umgekehrt. Auf dieser Frequenzabhängigkeit beruht jede Frequenzweiche und jedes Filter.
Zur Beschreibung dient das Zeigerdiagramm: Spannungen und Ströme werden als rotierende Zeiger dargestellt, deren Projektion den Momentanwert liefert. Phasenverschiebungen werden damit zu Winkeln, und die Addition von Wechselgrößen wird zur VEKTORIELLEN Addition — Beträge einfach zu summieren ist der klassische Fehler.

Vokabeln

→ Kartei
  • der EffektivwertGleichwert gleicher mittlerer Leistung; $\hat u/\sqrt2$ beim Sinus
  • der ScheitelwertMaximalwert der Wechselgrößeauch Amplitude; Netz: 325 V
  • die Kreisfrequenz$\omega = 2\pi f$; Einheit 1/s
  • der BlindwiderstandWechselstromwiderstand von Spule oder Kondensatorsetzt im Mittel keine Wirkleistung um
  • das ZeigerdiagrammDarstellung von Wechselgrößen als rotierende Zeiger

Effektivwerte sinusförmiger Wechselgrößen

Ueff=u^2,Ieff=ı^2U_{\text{eff}} = \dfrac{\hat u}{\sqrt{2}},\qquad I_{\text{eff}} = \dfrac{\hat\imath}{\sqrt{2}}Ueff​=2​u^​,Ieff​=2​^​

u^\hat uu^, ı^\hat\imath^ die Scheitelwerte in V bzw. A. Der Effektivwert ist der Gleichwert gleicher mittlerer Leistung; der Faktor gilt NUR für Sinusgrößen.

Induktiver und kapazitiver Wechselstromwiderstand

XL=ω L,XC=1ω C,ω=2πfX_L = \omega\,L,\qquad X_C = \dfrac{1}{\omega\,C},\qquad \omega = 2\pi fXL​=ωL,XC​=ωC1​,ω=2πf

XLX_LXL​, XCX_CXC​ in Ω, ω\omegaω die Kreisfrequenz in 1/s, LLL in H, CCC in F. XLX_LXL​ wächst mit der Frequenz, XCX_CXC​ fällt mit ihr.

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Musterlösung

Effektivwert und Leistung der Netzspannung

Die Netzspannung hat den Scheitelwert u^=325 V\hat u = 325\,\text{V}u^=325V bei f=50 Hzf = 50\,\text{Hz}f=50Hz. Berechnen Sie den Effektivwert und die am ohmschen Widerstand R=1,0 kΩR = 1{,}0\,\text{k}\OmegaR=1,0kΩ umgesetzte mittlere Leistung.

  1. 01Effektivwert bestimmen

    Für Sinusgrößen ist der Effektivwert der durch 2\sqrt22​ geteilte Scheitelwert: Ueff=325/2≈230 VU_{\text{eff}} = 325/\sqrt2 \approx 230\,\text{V}Ueff​=325/2​≈230V — der vertraute Netzwert.

    Ueff=u^2U_{\text{eff}} = \dfrac{\hat u}{\sqrt{2}}Ueff​=2​u^​
  2. 02Leistung berechnen

    Am rein ohmschen Widerstand sind Strom und Spannung in Phase, also P=Ueff2/R=(230)2/1000≈52,9 WP = U_{\text{eff}}^2/R = (230)^2/1000 \approx 52{,}9\,\text{W}P=Ueff2​/R=(230)2/1000≈52,9W.

  3. 03Mit Effektivwerten gerechnet — warum

    Setzte man den Scheitelwert ein, ergäbe sich 105 W105\,\text{W}105W — genau das DOPPELTE. Denn sin⁡2‾=12\overline{\sin^2} = \tfrac12sin2=21​: Der Effektivwert ist per Definition der Wert, der die richtige mittlere Leistung liefert.

  4. 04Ergebnis einordnen

    Rund 53 W53\,\text{W}53W entsprechen einer kräftigen Glühlampe. Die Isolierung des Bauteils muss dennoch für 325 V325\,\text{V}325V ausgelegt sein — die Spitze, nicht der Effektivwert, belastet das Dielektrikum.

Ergebnis: Ueff≈230 VU_{\text{eff}} \approx 230\,\text{V}Ueff​≈230V und P≈53 WP \approx 53\,\text{W}P≈53W; die Rechnung mit dem Scheitelwert hätte die Leistung verdoppelt.

Abiturfokus

  • Sagen Sie bei jeder Zahlenangabe ausdrücklich, ob es sich um einen Scheitel- oder Effektivwert handelt; die Verwechslung ist der häufigste Punktverlust dieses Abschnitts.
  • „Herleiten" Sie den Faktor 2\sqrt22​ über die Leistung: sin⁡2‾=12\overline{\sin^2} = \tfrac12sin2=21​ ist der bepunktete Kern, nicht das Ergebnis.
  • „Begründen" Sie, warum Spule und Kondensator im Mittel keine Wirkleistung aufnehmen — über die Phasenverschiebung von 90°90°90°.
  • Bei „beurteilen" von Filterschaltungen argumentieren Sie über die Frequenzabhängigkeit: XL=ωLX_L = \omega LXL​=ωL steigt, XC=1/(ωC)X_C = 1/(\omega C)XC​=1/(ωC) fällt.
  • Addieren Sie Wechselspannungen im Zeigerdiagramm stets VEKTORIELL; bei 90°90°90° Phasenverschiebung gilt U=UR2+UL2U = \sqrt{U_R^2 + U_L^2}U=UR2​+UL2​​.

Typische Fehler

  • Effektiv- und Scheitelwert vertauscht: u^=325 V\hat u = 325\,\text{V}u^=325V gehört zu Ueff=230 VU_{\text{eff}} = 230\,\text{V}Ueff​=230V, nicht umgekehrt.
  • Mit dem arithmetischen Mittel der Sinusspannung gerechnet. Dieses ist über eine volle Periode null.
  • Den Faktor 2\sqrt22​ auch bei nicht-sinusförmigen Größen verwendet. Er gilt ausschließlich für den Sinus.
  • Bei Reihenschaltungen von RRR und LLL die Spannungen skalar addiert statt im Zeigerdiagramm.
  • XLX_LXL​ und XCX_CXC​ in ihrer Frequenzabhängigkeit vertauscht. Kontrolle: Bei f→0f \to 0f→0 (Gleichstrom) muss die Spule zum Kurzschluss und der Kondensator zur Unterbrechung werden.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Leiten Sie Ueff=u^/2U_{\text{eff}} = \hat u/\sqrt2Ueff​=u^/2​ durch Mittelung von p(t)=u^2sin⁡2(ωt)/Rp(t) = \hat u^2\sin^2(\omega t)/Rp(t)=u^2sin2(ωt)/R über eine Periode her (nutzen Sie sin⁡2x=12(1−cos⁡2x)\sin^2 x = \tfrac12(1 - \cos 2x)sin2x=21​(1−cos2x)). Konstruieren Sie anschließend das Zeigerdiagramm einer RLRLRL-Reihenschaltung und bestimmen Sie Scheinwiderstand Z=R2+XL2Z = \sqrt{R^2 + X_L^2}Z=R2+XL2​​ und Phasenwinkel tan⁡φ=XL/R\tan\varphi = X_L/Rtanφ=XL​/R.

§ 04

Aktive Wiederholung

Die Netzspannung hat den Scheitelwert u^=325 V\hat u = 325\,\text{V}u^=325V bei f=50 Hzf = 50\,\text{Hz}f=50Hz. Berechnen Sie den Effektivwert und die Leistung an einem ohmschen Widerstand von 1,0 kΩ1{,}0\,\text{k}\Omega1,0kΩ. Beurteilen Sie anschließend, wie sich der Widerstand einer Spule mit L=0,50 HL = 0{,}50\,\text{H}L=0,50H zwischen 50 Hz50\,\text{Hz}50Hz und 5,0 kHz5{,}0\,\text{kHz}5,0kHz ändert.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Wechselstromkreise und Effektivwerte (Joachim Herz Stiftung)

§ 05
§ 05

Transformator und Energieübertragung#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPKMK 2.6.1LPVeränderliche Felder

Der Transformator — ideal und real

Der Transformator — ideal und realTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Aspekt · Beziehung bzw. Ursache · Folge; Spannungsübersetzung · U₁/U₂ = N₁/N₂ · Mehr Windungen, mehr Spannung; Stromübersetzung · I₁/I₂ = N₂/N₁ · Gegenläufig zur Spannung; Idealer Trafo · P₁ = P₂ · Verlustfrei — eine Idealisierung; Wicklungsverluste · Ohmscher Widerstand der Drähte · Wärme; proportional zu I²; Ummagnetisierungsverluste · Hysterese des Eisenkerns · Wärme; proportional zur Frequenz; Wirbelstromverluste · Induzierte Ströme im Kern · Deshalb ist der Kern geblecht; 🔴 Warum Hochspannung · P_Verlust = I²·R · Zehnfache Spannung ⇒ ein Hundertstel der LeitungsverlusteAspektBeziehung bzw. UrsacheFolgeSpannungsübersetzungU₁/U₂ = N₁/N₂Mehr Windungen, mehrSpannungStromübersetzungI₁/I₂ = N₂/N₁Gegenläufig zur SpannungIdealer TrafoP₁ = P₂Verlustfrei — eineIdealisierungWicklungsverlusteOhmscher Widerstand derDrähteWärme; proportional zu I²UmmagnetisierungsverlusteHysterese des EisenkernsWärme; proportional zurFrequenzWirbelstromverlusteInduzierte Ströme im KernDeshalb ist der Kerngeblecht🔴 Warum HochspannungPVerlust = I²·RZehnfache Spannung ⇒ einHundertstel derLeitungsverluste
Abb. 5Die Übersetzungsgleichungen gelten für den IDEALEN Transformator. Reale Verluste erklären, warum die Energieübertragung überhaupt Hochspannung braucht.

Kernpunkte

Zwei Spulen auf einem gemeinsamen Eisenkern: Der Wechselstrom in der Primärspule erzeugt einen wechselnden Fluss, den der Kern nahezu vollständig zur Sekundärspule führt und der dort eine Spannung induziert. Der Transformator ist damit die unmittelbarste Anwendung des Induktionsgesetzes — und er funktioniert ausschließlich mit WECHSELSTROM, weil nur dieser die nötige Flussänderung liefert.
Weil beide Spulen denselben Fluss umfassen, ist die Spannung je Windung in beiden gleich. Daraus folgt sofort die Spannungsübersetzung U1/U2=N1/N2U_1/U_2 = N_1/N_2U1​/U2​=N1​/N2​: Die Spannungen verhalten sich wie die Windungszahlen. Diese Beziehung gilt streng nur für den unbelasteten idealen Transformator, ist aber für Schulaufgaben die maßgebliche Formel.
Beim belasteten idealen Transformator kommt die Leistungsbilanz hinzu: U1I1=U2I2U_1 I_1 = U_2 I_2U1​I1​=U2​I2​. Die Ströme verhalten sich also UMGEKEHRT zu den Windungszahlen. Ein Transformator erzeugt keine Energie — er tauscht Spannung gegen Strom. Wer die Spannung zehntelt, verzehnfacht den Strom, und die Leistung bleibt dieselbe.
Genau darauf beruht die Hochspannungs-Fernübertragung. Die Verlustleistung in der Leitung ist PV=R I2P_V = R\,I^2PV​=RI2 und hängt vom QUADRAT des Stroms ab, nicht von der Spannung. Wird die Spannung auf das Zehnfache hochtransformiert, sinkt der Strom auf ein Zehntel und die Leitungsverluste auf ein HUNDERTSTEL. Dieses quadratische Argument ist der Kern jeder Aufgabe zur Energieübertragung.
Reale Transformatoren verlieren Energie auf drei Wegen: ohmsche Wärme in den Wicklungen (Kupferverluste), Ummagnetisierung des Kerns (Hystereseverluste) und Wirbelströme im Kern. Die Wirbelströme werden durch geblätterte, gegeneinander isolierte Bleche stark verringert — ein Bauprinzip, das sich an jedem geöffneten Netztrafo unmittelbar sehen lässt.

Vokabeln

→ Kartei
  • der Transformatorzwei Spulen auf gemeinsamem Kern; wandelt Wechselspannungen um
  • die ÜbersetzungVerhältnis der Windungszahlen $N_1/N_2$
  • der WirbelstromRingstrom im Kern; durch geblätterte Bleche verringert
  • die HystereseVerlust durch wiederholtes Ummagnetisieren des Kerns
  • die Verlustleistungin der Leitung in Wärme umgesetzte Leistung $R\,I^2$

Transformator-Verhältnisgleichungen

U2U1=N2N1,I2I1=N1N2  (idealer Trafo)\dfrac{U_2}{U_1} = \dfrac{N_2}{N_1},\quad \dfrac{I_2}{I_1} = \dfrac{N_1}{N_2}\;\text{(idealer Trafo)}U1​U2​​=N1​N2​​,I1​I2​​=N2​N1​​(idealer Trafo)

Verlustleistung einer Übertragungsleitung

PV=R I2=R (PU)2P_V = R\,I^2 = R\,\left(\dfrac{P}{U}\right)^2PV​=RI2=R(UP​)2

PVP_VPV​ in W, RRR der Leitungswiderstand in Ω, III der Leitungsstrom in A, PPP die übertragene Leistung in W und UUU die Übertragungsspannung in V. Zehnfache Spannung ⇒ hundertstel Verlust.

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Musterlösung

Klingeltransformator — Windungszahl und Primärstrom

Ein Transformator soll aus U1=230 VU_1 = 230\,\text{V}U1​=230V eine Spannung von U2=12 VU_2 = 12\,\text{V}U2​=12V erzeugen. Die Primärspule hat N1=1200N_1 = 1200N1​=1200 Windungen. Bestimmen Sie die Sekundärwindungszahl und den Primärstrom bei einem Sekundärstrom von I2=3,0 AI_2 = 3{,}0\,\text{A}I2​=3,0A (idealer Transformator).

  1. 01Spannungsübersetzung ansetzen

    Beide Spulen umfassen denselben Fluss, deshalb ist die Spannung je Windung gleich — daraus folgt unmittelbar das Verhältnis der Windungszahlen.

    U1U2=N1N2\dfrac{U_1}{U_2} = \dfrac{N_1}{N_2}U2​U1​​=N2​N1​​
  2. 02Sekundärwindungszahl berechnen

    N2=N1 U2/U1=1200⋅12/230≈62,6N_2 = N_1\,U_2/U_1 = 1200\cdot 12/230 \approx 62{,}6N2​=N1​U2​/U1​=1200⋅12/230≈62,6. Windungen sind ganzzahlig, also werden 63 gewickelt — damit ergibt sich real U2=230⋅63/1200≈12,1 VU_2 = 230\cdot 63/1200 \approx 12{,}1\,\text{V}U2​=230⋅63/1200≈12,1V, was innerhalb der üblichen Toleranz liegt.

  3. 03Primärstrom aus der Leistungsbilanz

    Beim idealen Transformator ist die abgegebene gleich der aufgenommenen Leistung: U1I1=U2I2U_1 I_1 = U_2 I_2U1​I1​=U2​I2​. Also I1=12⋅3,0/230≈0,157 AI_1 = 12\cdot 3{,}0/230 \approx 0{,}157\,\text{A}I1​=12⋅3,0/230≈0,157A.

    U1 I1=U2 I2  ⟹  I1I2=N2N1U_1\,I_1 = U_2\,I_2 \;\Longrightarrow\; \dfrac{I_1}{I_2} = \dfrac{N_2}{N_1}U1​I1​=U2​I2​⟹I2​I1​​=N1​N2​​
  4. 04Ergebnis prüfen

    Die Spannung wird herunter-, der Strom hinaufgesetzt — die Leistung von 36 W36\,\text{W}36W bleibt erhalten. Ein Transformator ist kein Energiequelle: Er tauscht Spannung gegen Strom, nie Leistung gegen nichts.

Ergebnis: N2=63N_2 = 63N2​=63 Windungen (rechnerisch 62,662{,}662,6), Primärstrom I1≈0,16 AI_1 \approx 0{,}16\,\text{A}I1​≈0,16A bei einer übertragenen Leistung von 36 W36\,\text{W}36W.

Abiturfokus

  • „Erläutern" Sie stets zuerst, warum der Transformator Wechselstrom BRAUCHT: Nur ein sich ändernder Fluss induziert. Diese Begründung eröffnet fast jede Transformatoraufgabe.
  • Halten Sie die beiden Verhältnisse sauber auseinander: Spannungen verhalten sich WIE, Ströme UMGEKEHRT WIE die Windungszahlen.
  • „Begründen" Sie die Hochspannungsübertragung über PV=RI2P_V = R I^2PV​=RI2 — das QUADRAT ist das Argument, nicht die bloße Aussage „weniger Strom, weniger Verlust".
  • Runden Sie berechnete Windungszahlen auf ganze Zahlen und geben Sie die daraus folgende reale Ausgangsspannung an; das wird als Sorgfaltspunkt gewertet.
  • „Beurteilen" Sie die drei Verlustarten und ordnen Sie jeder ihre bauliche Gegenmaßnahme zu (dickere Drähte, weichmagnetischer Kern, geblätterte Bleche).

Typische Fehler

  • Die Stromübersetzung wie die Spannungsübersetzung angesetzt. Die Ströme verhalten sich UMGEKEHRT: I1/I2=N2/N1I_1/I_2 = N_2/N_1I1​/I2​=N2​/N1​.
  • Angenommen, ein Transformator funktioniere auch mit Gleichspannung. Ohne Flussänderung wird nichts induziert.
  • Beim Verlustargument mit PV=U IP_V = U\,IPV​=UI statt PV=R I2P_V = R\,I^2PV​=RI2 gerechnet. Für die LEITUNGSverluste zählt der Widerstand der Leitung und das Quadrat des Stroms.
  • Angenommen, hochtransformierte Spannung erhöhe die übertragene Leistung. Sie bleibt gleich; nur die Verluste sinken.
  • Nicht-ganzzahlige Windungszahlen als Endergebnis stehen gelassen.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Eine Leitung mit R=4,0 ΩR = 4{,}0\,\OmegaR=4,0Ω überträgt P=20 kWP = 20\,\text{kW}P=20kW. Vergleichen Sie die Verlustleistung bei U=400 VU = 400\,\text{V}U=400V und bei U=20 kVU = 20\,\text{kV}U=20kV und diskutieren Sie, welche technischen und sicherheitstechnischen Grenzen einer beliebigen Steigerung der Übertragungsspannung entgegenstehen.

§ 05

Aktive Wiederholung

Ein Transformator soll aus 230 V230\,\text{V}230V eine Spannung von 12 V12\,\text{V}12V erzeugen; die Primärspule hat 120012001200 Windungen. Bestimmen Sie die Sekundärwindungszahl und den Primärstrom bei I2=3,0 AI_2 = 3{,}0\,\text{A}I2​=3,0A. Begründen Sie anschließend quantitativ, warum Überlandleitungen mit Hochspannung betrieben werden.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Transformator (Joachim Herz Stiftung)

§ 06
§ 06

Hertzscher Dipol und die Ablösung der elektromagnetischen Welle#

~4 Min Lesezeit●●●VertiefungLPKMK 2.6.2LPAusbreitung von Wellen

Elektromagnetische Welle

Elektromagnetische WelleSchaubild von E, Nullstellen bei x = 0, 3.142, 6.283, 9.425, Hochpunkt bei (1.571, 1), Tiefpunkt bei (4.712, -1), Hochpunkt bei (7.854, 1), Tiefpunkt bei (10.996, -1), y-Achsenabschnitt bei y = 0, im Bereich x von 0 bis 12.566, Schaubild von B, Nullstellen bei x = 0, 3.142, 6.283, 9.425, Hochpunkt bei (1.571, 0.4), Tiefpunkt bei (4.712, -0.4), Hochpunkt bei (7.854, 0.4), Tiefpunkt bei (10.996, -0.4), y-Achsenabschnitt bei y = 0, im Bereich x von 0 bis 12.56624681012−1−0.50.51E₀B₀λEBFeldstärke E, BAusbreitungsrichtung c
Abb. 6Elektrisches Feld EEE (vertikal) und magnetisches Feld BBB (horizontal) schwingen senkrecht zueinander und zur Ausbreitungsrichtung.

Kernpunkte

Zieht man die Platten eines Schwingkreis-Kondensators immer weiter auseinander und streckt die Spule zum geraden Draht, entsteht der offene Schwingkreis: der Hertzsche Dipol. Kapazität und Induktivität sind nun über die ganze Leiterlänge verteilt, das Feld ist nicht mehr im Bauteil eingesperrt — und genau dadurch kann Energie den Leiter verlassen.
Auf dem Dipol bildet sich eine stehende Welle aus: An den offenen Enden kann kein Strom fließen (Stromknoten, Spannungsbauch), in der Mitte ist der Strom maximal. Die Grundschwingung passt deshalb genau eine halbe Wellenlänge auf den Draht, ℓ=λ/2\ell = \lambda/2ℓ=λ/2. Aus dieser Bedingung folgt die Länge jeder Sende- und Empfangsantenne.
Wechselnde elektrische Felder erzeugen magnetische und umgekehrt — ein sich gegenseitig tragender Vorgang, der sich vom Erzeuger löst und als elektromagnetische Welle im Raum ausbreitet. E⃗\vec EE und B⃗\vec BB stehen dabei senkrecht aufeinander UND senkrecht zur Ausbreitungsrichtung: Die Welle ist transversal, und sie braucht kein Medium.
Es gilt der universelle Zusammenhang c=λ fc = \lambda\,fc=λf mit c=2,998⋅108 m/sc = 2{,}998\cdot 10^8\,\text{m/s}c=2,998⋅108m/s im Vakuum. Eine UKW-Sendung bei 100 MHz100\,\text{MHz}100MHz hat demnach λ=3,0 m\lambda = 3{,}0\,\text{m}λ=3,0m, und die zugehörige Halbwellenantenne misst rund 1,5 m1{,}5\,\text{m}1,5m — nachprüfbar an jedem Autoradio.
Die Abstrahlung ist richtungsabhängig: Senkrecht zur Dipolachse ist sie maximal, LÄNGS der Achse verschwindet sie. Deshalb steht eine Rundfunkantenne aufrecht und strahlt in die Fläche, nicht nach oben. Die abgestrahlte Leistung wächst außerdem sehr stark mit der Frequenz, weshalb niederfrequente Wechselströme im Haushalt praktisch nichts abstrahlen.
Da die abgestrahlte Welle aus demselben Dipol stammt, ist sie linear POLARISIERT — die Feldrichtung liegt parallel zur Dipolachse. Eine Empfangsantenne muss deshalb gleich ausgerichtet sein; steht sie um 90°90°90° verdreht, bleibt sie stumm. Das ist der direkteste Alltagsbeleg für Polarisation.

Vokabeln

→ Kartei
  • der Hertzsche Dipoloffener Schwingkreis; strahlt elektromagnetische Wellen ab
  • der offene SchwingkreisSchwingkreis mit über den Leiter verteiltem $L$ und $C$
  • der StromknotenOrt verschwindender Stromstärkeliegt stets am offenen Dipolende
  • die RichtcharakteristikRichtungsabhängigkeit der abgestrahlten Leistung
  • transversalSchwingungsrichtung senkrecht zur Ausbreitungsrichtung

Wellenbeziehung und Länge des Halbwellendipols

c=λ f,ℓ=λ2  (Grundschwingung)c = \lambda\,f,\qquad \ell = \dfrac{\lambda}{2}\;\text{(Grundschwingung)}c=λf,ℓ=2λ​(Grundschwingung)

c=2,998⋅108 m/sc = 2{,}998\cdot 10^8\,\text{m/s}c=2,998⋅108m/s die Vakuumlichtgeschwindigkeit, λ\lambdaλ die Wellenlänge in m, fff die Frequenz in Hz, ℓ\ellℓ die Dipollänge in m.

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Musterlösung

Wellenlänge und Antennenlänge eines UKW-Senders

Ein UKW-Sender strahlt bei f=100 MHzf = 100\,\text{MHz}f=100MHz. Berechnen Sie die Wellenlänge und die Länge der zugehörigen Halbwellenantenne.

  1. 01Wellenbeziehung ansetzen

    Im Vakuum (und mit guter Näherung in Luft) gilt der universelle Zusammenhang zwischen Ausbreitungsgeschwindigkeit, Wellenlänge und Frequenz.

    λ=cf\lambda = \dfrac{c}{f}λ=fc​
  2. 02Wellenlänge auswerten

    Mit f=100 MHz=1,00⋅108 Hzf = 100\,\text{MHz} = 1{,}00\cdot 10^8\,\text{Hz}f=100MHz=1,00⋅108Hz: λ=2,998⋅108/1,00⋅108≈3,0 m\lambda = 2{,}998\cdot 10^8 / 1{,}00\cdot 10^8 \approx 3{,}0\,\text{m}λ=2,998⋅108/1,00⋅108≈3,0m.

  3. 03Antennenlänge bestimmen

    Auf dem Halbwellendipol sind die offenen Enden Stromknoten, sodass genau eine halbe Wellenlänge Platz findet: ℓ=λ/2≈1,5 m\ell = \lambda/2 \approx 1{,}5\,\text{m}ℓ=λ/2≈1,5m.

  4. 04Ergebnis prüfen

    Rund 1,5 m1{,}5\,\text{m}1,5m entsprechen der Länge einer ausgezogenen Autoradio-Antenne — ein Alltagsbeleg, der die Rechnung bestätigt. Ein um 90°90°90° verdrehter Empfangsdipol läge quer zur Feldrichtung der linear polarisierten Welle und bliebe nahezu signallos.

Ergebnis: Wellenlänge λ≈3,0 m\lambda \approx 3{,}0\,\text{m}λ≈3,0m, Halbwellenantenne ℓ≈1,5 m\ell \approx 1{,}5\,\text{m}ℓ≈1,5m — in Übereinstimmung mit realen UKW-Antennen.

Abiturfokus

  • „Beschreiben" Sie den Übergang geschlossener → offener Schwingkreis als schrittweise Verformung; genau dieser Zusammenhang wird geprüft, nicht die Bauform allein.
  • Leiten Sie die Antennenlänge über die Randbedingung her: offene Enden sind STROMKNOTEN, daher ℓ=λ/2\ell = \lambda/2ℓ=λ/2 in der Grundschwingung.
  • „Berechnen" Sie Wellenlängen konsequent mit c=λfc = \lambda fc=λf und prüfen Sie die Größenordnung gegen bekannte Bänder (UKW einige Meter, Mikrowelle Zentimeter).
  • „Begründen" Sie die Richtcharakteristik: längs der Dipolachse wird nicht abgestrahlt — mit der Schwingungsrichtung der Ladungen als Argument.
  • „Erläutern" Sie die Polarisation der abgestrahlten Welle über die Orientierung des Dipols und leiten Sie daraus die nötige Antennenausrichtung ab.

Typische Fehler

  • Die Antennenlänge gleich der Wellenlänge gesetzt. In der Grundschwingung ist sie die HALBE Wellenlänge.
  • Angenommen, elektromagnetische Wellen brauchten ein Trägermedium. Sie breiten sich im Vakuum aus — anders als der Schall.
  • E⃗\vec EE und B⃗\vec BB parallel gezeichnet. Sie stehen senkrecht aufeinander und beide senkrecht zur Ausbreitungsrichtung.
  • Angenommen, die Abstrahlung sei längs der Dipolachse maximal. Dort ist sie null; maximal ist sie senkrecht dazu.
  • Frequenz in MHz unumgerechnet in c=λfc = \lambda fc=λf eingesetzt — die Wellenlänge fällt dann um den Faktor 10610^6106 falsch aus.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Begründen Sie, dass sich beim Übergang vom geschlossenen zum offenen Schwingkreis die Eigenfrequenz stark erhöht, indem Sie die Wirkung auf LLL und CCC in f=1/(2πLC)f = 1/(2\pi\sqrt{LC})f=1/(2πLC​) diskutieren. Erklären Sie außerdem, warum die abgestrahlte Leistung mit der vierten Potenz der Frequenz wächst und was daraus für die Bauform von Mobilfunkantennen folgt.

§ 06

Aktive Wiederholung

Ein UKW-Sender arbeitet bei f=100 MHzf = 100\,\text{MHz}f=100MHz. Berechnen Sie die Wellenlänge und die Länge einer Halbwellenantenne. Begründen Sie, warum ein um 90°90°90° verdrehtes Empfangsdipol praktisch kein Signal liefert.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Hertzscher Dipol und elektromagnetische Wellen (Joachim Herz Stiftung)

Stand 05/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Induktionsgesetz und Lenzsche Regel○
    • 02Selbstinduktion, Induktivität und die Energie im Magnetfeld◐
    • 03Der elektromagnetische Schwingkreis●
    • 04Wechselspannung, Effektivwerte und Wechselstromwiderstände◐
    • 05Transformator und Energieübertragung◐
    • 06Hertzscher Dipol und die Ablösung der elektromagnetischen Welle●

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Belege & Quellen

Quellen

Joachim Herz Stiftung

  • LEIFIphysik — Elektromagnetische Induktion
  • LEIFIphysik — Elektromagnetischer Schwingkreis
  • LEIFIphysik — Wechselstromkreise und Effektivwerte
  • LEIFIphysik — Transformator
  • LEIFIphysik — Hertzscher Dipol und elektromagnetische Wellen

Kultusministerkonferenz

  • Bildungsstandards im Fach Physik für die Allgemeine Hochschulreife (2020), Kap. 2.6.1

Siehe auch

  • Elektrische und magnetische FelderDie statische Grundlage: ohne Flussdichte und Kondensator gibt es hier nichts zu ändern.
  • Mechanik 2 — Erhaltungssätze und mechanische SchwingungenDer LC-Kreis ist Zeile für Zeile dasselbe Differentialgleichungsproblem wie das Federpendel.
  • Schwingungen und Wellen — Mechanische und elektromagnetische WellenWohin der Hertzsche Dipol führt: die abgelöste Welle und das gesamte Spektrum.

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