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Notizen/Englisch/Funktionale kommunikative Kompetenz
DE · Abitur

Funktionale kommunikative Kompetenz

Die Bildungsstandards fassen unter der funktionalen kommunikativen Kompetenz das Hör- und Hörsehverstehen, das Leseverstehen, das Schreiben, das Sprechen und die Sprachmittlung zusammen — dazu die sprachlichen Mittel: Wortschatz, Grammatik, Aussprache und Orthografie. Dieses Themenfeld beschreibt, was in jedem dieser Bereiche verlangt wird und wie man sich darauf vorbereitet.

7 Abschnitte·~16 Min Lesezeit·4 Kompetenzen·Stand 06/2026

T·0111 / 8
Prüfungsprofil
FKK · Funktionale kommunikative Kompetenz — Hören, Lesen, Schreiben, Sprechen, SprachmittlungSB · Sprachbewusstheit — Sprachgebrauch situations- und adressatengerecht steuernSLK · Sprachlernkompetenz — das eigene Sprachenlernen planen und auswertenIKK · Interkulturelle kommunikative Kompetenz — angemessen handeln in fremdsprachigen Situationen
Operatoren:summariseoutlinedescribeexplaincommentmediate

grundlegendes Niveau

gA: die Kompetenzen auf dem in den Standards beschriebenen Niveau sicher beherrschen — verstehen, zusammenfassen, strukturiert Stellung nehmen, sinngemäß vermitteln.

erhöhtes Niveau

eA: höhere sprachliche Komplexität und Idiomatik, das Erfassen impliziter Bedeutungen und differenzierte, stilistisch bewusste Textproduktion.

Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

Schrift

Schriftgröße: Standard · Zeilenabstand: Kompakt

Medien immer laden: aus

Inhalt · 7 Abschnitte▾
  1. Funktionale kommunikative Kompetenz
    • 01Der Referenzrahmen und die Zielsetzung des Abiturs○
    • 02Leseverstehen — Strategien für authentische Texte◐
    • 03Hör- und Hörsehverstehen — Nachrichten, Interviews, Filmausschnitte◐
    • 04Schreiben — Textsorten, Aufbau, sprachliche Mittel◐
    • 05Sprechen — Monolog, Diskussion, Prüfungsgespräch◐
    • 06Sprachmittlung — sinngemäß vermitteln statt übersetzen●
    • 07Wortschatz, Register und sprachliche Korrektheit◐

7 Abschnitte · 35 Merksätze · 0 Formeln · 35 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Der Referenzrahmen und die Zielsetzung des Abiturs#

~3 Min Lesezeit●○○BasisLPfunctional-communicative-competence

CEFR-Skala A1–C2 mit Abitur-Zielniveau (gA / eA)

CEFR-Skala A1–C2 mit Abitur-Zielniveau (gA / eA)Tabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen, Daten: Stufe · Niveau · Abitur-Ziel; A1 · Anfänger · —; A2 · grundlegend · —; B1 · Mittelstufe · —; B2 · selbstständig · gA · Grundkurs; C1 · kompetent · eA · Leistungskurs; C2 · annähernd muttersprachlich · —StufeNiveauAbitur-ZielA1Anfänger—A2grundlegend—B1Mittelstufe—B2selbstständiggA · GrundkursC1kompetenteA · LeistungskursC2annähernd muttersprachlich—
Abb. 1KMK fordert für die fortgeführte Fremdsprache mindestens B2 (gA / Grundkurs) bzw. C1 (eA / Leistungskurs) als Klausurniveau.

Kernpunkte

Der Gemeinsame europäische Referenzrahmen (GER) beschreibt sprachliche Kompetenz in sechs Stufen von A1 bis C2 und tut das über KANN-BESCHREIBUNGEN: Nicht Fehlerzahlen werden angegeben, sondern was jemand in einer Situation tatsächlich leisten kann. Diese Logik prägt auch die Abiturbewertung — bewertet wird die gelungene Bewältigung einer Aufgabe.
Die KMK-Bildungsstandards nennen für die fortgeführte Fremdsprache das Niveau B2 als Zielsetzung und halten fest, dass in den REZEPTIVEN Bereichen — Leseverstehen sowie Hör- und Hörsehverstehen — für Englisch das Niveau C1 erreicht werden kann. Diese Formulierung ist genau zu zitieren; die verbreitete Gleichsetzung „gA = B2, eA = C1" steht so nicht in den Standards.
B2 verlangt, klare und detaillierte Äußerungen zu einem breiten Themenspektrum zu verfassen, komplexer Argumentation zu folgen und einen Standpunkt flüssig zu vertreten. C1 kommt hinzu: implizite Bedeutungen erfassen, idiomatisch sicher formulieren und den Stil der Situation anpassen.
Das Begleitwerk zum Referenzrahmen von 2020 hat die Beschreibung der SPRACHMITTLUNG stark ausgebaut und Beschreibungen für Online-Interaktion und mehrsprachige Repertoires ergänzt. Das erklärt, warum die Sprachmittlung im Abitur den Rang einer eigenständigen Kompetenz hat und nicht als Nebenform des Übersetzens gilt.
Die Standards unterscheiden drei ANFORDERUNGSBEREICHE: Wiedergabe von Gelerntem (I), selbstständiges Anwenden und Übertragen (II) sowie eigenständiges Beurteilen und Gestalten (III). Eine feste Prozentverteilung über die Klausurteile geben die Standards NICHT vor — solche Angaben stammen aus Vorgaben der Länder und sind dort nachzusehen.
Für die Vorbereitung folgt daraus ein konkreter Rat: Die Kann-Beschreibungen des Referenzrahmens sind eine Selbsteinschätzungsliste. Wer prüft, welche davon er sicher, welche nur mit Mühe erfüllt, arbeitet gezielter als wer allgemein „Vokabeln lernt".

Vokabeln

→ Kartei
  • the can-do descriptordie Kann-Beschreibung
  • proficiency/prəˈfɪʃnsi/die Sprachbeherrschung
  • receptive skillsdie rezeptiven FertigkeitenHören und Lesen
  • productive skillsdie produktiven FertigkeitenSprechen und Schreiben
  • to assess/əˈses/beurteilen, einschätzen
  • the descriptor scaledie Niveauskala

Aufbau der Englisch-Abiturklausur (KMK-Format)

Aufbau der Englisch-Abiturklausur (KMK-Format)Tabelle mit 4 Spalten und 3 Zeilen, Daten: Aufgabenteil · Operatoren · Anf.-Bereich · Anteil; Comprehension · summarise, outline, describe, state · AB I · ca. 30 %; Analysis · analyse, examine, compare, characterise · AB II · ca. 40 %; Composition · comment, discuss, evaluate, assess · AB III · ca. 30 %AufgabenteilOperatorenAnf.-BereichAnteilComprehensionsummarise, outline,describe, stateAB Ica. 30 %Analysisanalyse, examine, compare,characteriseAB IIca. 40 %Compositioncomment, discuss, evaluate,assessAB IIIca. 30 %
Abb. 2Comprehension, Analysis und Composition als drei aufeinander aufbauende Anforderungsbereiche AB I–III.
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Abiturfokus

  • Zitieren Sie die Niveauzielsetzung genau: B2 insgesamt, C1 möglich in den rezeptiven Bereichen.
  • Behandeln Sie „gA = B2, eA = C1" als Konvention, nicht als Vorgabe der Standards.
  • Kennen Sie die drei Anforderungsbereiche und ihre Beschreibung.
  • Entnehmen Sie Prozentangaben zur Klausurgestaltung den Vorgaben Ihres Landes, nicht den Standards.
  • Nutzen Sie die Kann-Beschreibungen als Selbsteinschätzung für die Vorbereitung.

Typische Fehler

  • B2 und C1 fest auf gA und eA verteilt.
  • Prozentangaben zu Anforderungsbereichen als bundesweit verbindlich behauptet.
  • Sprachmittlung als Unterform des Übersetzens eingeordnet.
  • Das Niveau über Fehlerzahlen statt über Kann-Beschreibungen gedacht.
  • Die rezeptive Sonderstellung des Englischen übersehen.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Vergleichen Sie die Beschreibungen für B2 und C1 im Bereich Schreiben und benennen Sie an einem eigenen Text die konkrete sprachliche Leistung, die den Unterschied zwischen beiden Stufen ausmacht.

§ 01

Aktive Wiederholung

Select three CEFR can-do descriptors for writing at B2 level and assess honestly which of them you already meet. Draw up two concrete measures from your findings.

Passende Aufgaben üben33 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards für die fortgeführte Fremdsprache (2012), Kap. 1.2 und 2.1 (Kultusministerkonferenz) · CEFR Companion Volume (2020) (Council of Europe)

§ 02
§ 02

Leseverstehen — Strategien für authentische Texte#

~2 Min Lesezeit●●○StandardLPfunctional-communicative-competence

Reading strategies and when to use them

Reading strategies and when to use themTabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen, Daten: Strategy · Task type it fits · How to do it; Skimming · Gist, headline matching, global questions · Read title, first and last paragraph, topic sentences only; Scanning · True/false, gap fill, specific data · Look for names, numbers, dates — ignore everything else; Intensive reading · Analysis, inference, tone questions · Read closely, mark connectives, note evaluative words; Critical reading · Author’s stance, bias, purpose · Ask who writes for whom, and what is left unsaid; Inference · Questions with "suggest", "imply", "the writer’s attitude" · Answer from the text — never from general knowledge; Evidence rule · All of the above · Every claim needs a line reference; an unsupported answer scores nothingStrategyTask type it fitsHow to do itSkimmingGist, headline matching,global questionsRead title, first and lastparagraph, topic sentencesonlyScanningTrue/false, gap fill,specific dataLook for names, numbers,dates — ignore everythingelseIntensive readingAnalysis, inference, tonequestionsRead closely, markconnectives, note evaluativewordsCritical readingAuthor’s stance, bias,purposeAsk who writes for whom, andwhat is left unsaidInferenceQuestions with "suggest","imply", "the writer’sattitude"Answer from the text — neverfrom general knowledgeEvidence ruleAll of the aboveEvery claim needs a linereference; an unsupportedanswer scores nothing
Abb. 3Vier Lesearten für vier Aufgabentypen. Wer jeden Text gleich liest, verliert Zeit — und trifft die Aufgabenstellung nicht.

Kernpunkte

Die Standards verlangen das Verstehen authentischer Texte unterschiedlicher Sorten — Zeitungsartikel, Kommentare, Sachtexte, literarische Texte — auch dann, wenn nicht jedes Wort bekannt ist. Genau das ist die entscheidende Fähigkeit: Ein Text muss nicht vollständig entschlüsselt werden, um verstanden zu sein.
Drei Lesestile sind zu unterscheiden und getrennt zu üben: SKIMMING erfasst die Hauptaussage im schnellen Überfliegen, SCANNING sucht gezielt eine Einzelinformation, INTENSIVE READING erschließt eine Passage vollständig. In der Klausur werden alle drei gebraucht, meist in dieser Reihenfolge.
Unbekannte Wörter werden nicht nachgeschlagen, sondern ERSCHLOSSEN — aus dem Satzzusammenhang, aus Wortbildung (Präfix, Suffix, Wortstamm), aus verwandten Sprachen. Diese Fähigkeit lässt sich trainieren, indem man beim Üben das Wörterbuch bewusst zurückhält und erst am Ende prüft.
Der TOPIC SENTENCE steht in englischen Sachtexten meist am Absatzanfang und enthält die Kernaussage des Absatzes. Wer beim ersten Durchgang nur die ersten Sätze aller Absätze liest, hat den Argumentationsgang bereits erfasst — das ist der schnellste verlässliche Zugriff auf einen unbekannten Text.
Zu unterscheiden ist zwischen dem, was ein Text SAGT, und dem, was er IMPLIZIERT. Aussagen wie „critics have questioned whether …" sind selten neutral; die Wortwahl trägt die Wertung. Diese Ebene zu erfassen, ist der Übergang vom Verstehen zur Analyse und im Anforderungsbereich II verlangt.
Für die Klausurpraxis bewährt sich ein festes Vorgehen: zuerst die AUFGABEN lesen, dann den Text mit den Fragen im Kopf, dabei die Stellen markieren, die zu einer Aufgabe gehören. Wer den Text erst vollständig liest und dann die Aufgaben ansieht, liest zweimal — und hat dafür nicht die Zeit.

Vokabeln

→ Kartei
  • to skim a texteinen Text überfliegen
  • to scan for informationgezielt nach Information suchen
  • to infer from context/ɪnˈfɜː/aus dem Zusammenhang erschließen
  • the topic sentenceder Kernsatz eines Absatzes
  • to imply/ɪmˈplaɪ/nahelegen, andeuten
  • the gist/dʒɪst/der Kerngehalt
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Abiturfokus

  • Lesen Sie zuerst die AUFGABEN, dann den Text — das spart einen zweiten Durchgang.
  • Nutzen Sie topic sentences für den schnellen Zugriff auf den Argumentationsgang.
  • Erschließen Sie unbekannte Wörter aus Kontext und Wortbildung.
  • Trennen Sie, was der Text sagt, von dem, was er nahelegt.
  • Setzen Sie skimming, scanning und intensives Lesen bewusst getrennt ein.

Typische Fehler

  • Jedes unbekannte Wort nachgeschlagen und dadurch die Zeit verloren.
  • Den Text vollständig gelesen, bevor die Aufgaben bekannt waren.
  • Implizite Wertungen als neutrale Information übernommen.
  • Ohne Markierungen gearbeitet und Belegstellen später gesucht.
  • Beim Zusammenfassen einzelne Formulierungen wörtlich übernommen.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Untersuchen Sie einen Kommentar daraufhin, an welchen Stellen Wertung in scheinbar sachliche Formulierungen eingebaut ist, und belegen Sie drei solcher Stellen.

§ 02

Aktive Wiederholung

Read the given article using the three-step approach: skim for the main idea, scan for the key figures, then read one paragraph intensively. Note what each step contributed.

Passende Aufgaben üben33 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards für die fortgeführte Fremdsprache (2012), Kap. 2.1 (Kultusministerkonferenz)

§ 03
§ 03

Hör- und Hörsehverstehen — Nachrichten, Interviews, Filmausschnitte#

~2 Min Lesezeit●●○StandardLPfunctional-communicative-competence

Listening — the three passes

Listening — the three passesTabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen, Daten: Phase · What you do · What you must not do; Before listening · Read all questions; underline key words; predict vocabulary · Do not start writing answers from guesswork; First listening · Global understanding; tick what you are sure of; mark gaps · Do not stop at an unknown word — the text moves on; Between the two · Read the questions you could not answer; narrow expectations · Do not rewrite what already works; Second listening · Target the marked gaps; confirm the uncertain ticks · Do not restart the whole task; After listening · Complete forms and spelling; check grammatical fit of gap answers · Do not leave a blank — a plausible guess costs nothing; Signal words · however, in fact, above all, on the contrary · They mark the sentence that carries the answerPhaseWhat you doWhat you must not doBefore listeningRead all questions;underline key words; predictvocabularyDo not start writing answersfrom guessworkFirst listeningGlobal understanding; tickwhat you are sure of; markgapsDo not stop at an unknownword — the text moves onBetween the twoRead the questions you couldnot answer; narrowexpectationsDo not rewrite what alreadyworksSecond listeningTarget the marked gaps;confirm the uncertain ticksDo not restart the wholetaskAfter listeningComplete forms and spelling;check grammatical fit of gapanswersDo not leave a blank — aplausible guess costsnothingSignal wordshowever, in fact, above all,on the contraryThey mark the sentence thatcarries the answer
Abb. 4Ein Hörtext läuft in der Klausur meist zweimal. Diese Aufteilung nutzt beide Durchgänge unterschiedlich, statt zweimal dasselbe zu versuchen.

Kernpunkte

Die Standards führen das HÖRSEHVERSTEHEN ausdrücklich neben dem Hörverstehen: Verlangt wird auch das Verstehen von Material, in dem Bild und Ton zusammenwirken — Nachrichtenbeiträge, Interviews, Dokumentar- und Spielfilmausschnitte. Das Bild ist dabei Verstehenshilfe und Bedeutungsträger zugleich.
Die größte Schwierigkeit ist die FLÜCHTIGKEIT: Anders als beim Lesen kann man nicht zurückgehen. Daraus folgt die wichtigste Übungsregel — nicht auf jedes Wort hören, sondern auf Struktur und Signalwörter. Wer einen Satz nicht versteht, hört weiter, statt stehenzubleiben.
SIGNALWÖRTER geben die Gliederung preis, noch bevor der Inhalt verstanden ist: „first of all", „on the other hand", „however", „to sum up". Wer sie mitschreibt, hat das Gerüst des Gehörten, auch wenn einzelne Passagen entgangen sind.
Verschiedene VARIETÄTEN des Englischen gehören zum Prüfungsgegenstand — britisches, amerikanisches, australisches, indisches, südafrikanisches Englisch. Regelmäßiges Hören verschiedener Sprecher ist deshalb Teil der Vorbereitung und nicht bloß eine Zusatzübung.
Die NOTIZTECHNIK entscheidet über das Ergebnis: Stichwörter statt Sätze, eigene Abkürzungen, Zahlen sofort in Ziffern. Beim ersten Hören wird das Gerüst notiert, beim zweiten werden Einzelheiten ergänzt. Wer beim ersten Hören ausformulierte Sätze schreibt, verliert den Anschluss.
Beim Hörsehverstehen kommt hinzu, dass Bild und Ton auseinandertreten können — wenn das Gezeigte dem Gesagten widerspricht oder es ironisiert. Diese Spannung zu bemerken ist eine eigene Leistung und in Aufgaben zu Nachrichtenbeiträgen regelmäßig gefragt.

Vokabeln

→ Kartei
  • the listening comprehensiondas Hörverstehen
  • the signal worddas Signalwort
  • to take notessich Notizen machen
  • the variety of Englishdie Varietät des Englischen
  • the accent/ˈæksent/der Akzent
  • to catch a wordein Wort mitbekommen
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Abiturfokus

  • Hören Sie auf Struktur und Signalwörter, nicht auf jedes Wort.
  • Notieren Sie in Stichwörtern und Abkürzungen; Zahlen sofort in Ziffern.
  • Nutzen Sie den ersten Durchgang für das Gerüst, den zweiten für Details.
  • Üben Sie mit verschiedenen Varietäten des Englischen.
  • Achten Sie beim Hörsehverstehen auf Widersprüche zwischen Bild und Ton.

Typische Fehler

  • Beim ersten Hören ganze Sätze mitgeschrieben.
  • Bei einer unverstandenen Stelle stehengeblieben und den Anschluss verloren.
  • Nur mit einer Varietät geübt.
  • Das Bild als bloße Illustration behandelt.
  • Aufgaben erst nach dem ersten Hören gelesen.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Analysieren Sie einen Nachrichtenbeitrag daraufhin, wie Bildmaterial die gesprochene Aussage stützt, ergänzt oder unterläuft, und beurteilen Sie die Wirkung dieser Kombination.

§ 03

Aktive Wiederholung

Listen to a news report twice: note the structure and signal words on the first pass, add details on the second, and then summarise the report from your notes alone.

Passende Aufgaben üben33 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards für die fortgeführte Fremdsprache (2012), Kap. 2.1 (Kultusministerkonferenz)

§ 04
§ 04

Schreiben — Textsorten, Aufbau, sprachliche Mittel#

~2 Min Lesezeit●●○StandardLPfunctional-communicative-competence

Writing — the four text types and their signals

Writing — the four text types and their signalsTabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen, Daten: Text type · Operator that calls for it · Structure and typical phrases; Analysis · analyse, examine, point out · Feature → evidence → effect. "The author uses … in order to …"; Comment · comment on, assess, evaluate · Thesis → arguments → counter-argument → conclusion; Discussion · discuss, to what extent · Both sides fully, then a reasoned position. "While it is true that …, one has to consider …"; Creative / re-creation of text · write a letter, a speech, an inner monologue · Stay inside the world of the source text; adopt its register; Composition rule · All types · One idea per paragraph, topic sentence first, connective between paragraphs; Length · All types · Meeting the word count matters less than covering every part of the taskText typeOperator that callsfor itStructure and typicalphrasesAnalysisanalyse, examine, point outFeature → evidence → effect."The author uses … in orderto …"Commentcomment on, assess, evaluateThesis → arguments →counter-argument →conclusionDiscussiondiscuss, to what extentBoth sides fully, then areasoned position. "While itis true that …, one has toconsider …"Creative /re-creation oftextwrite a letter, a speech, aninner monologueStay inside the world of thesource text; adopt itsregisterComposition ruleAll typesOne idea per paragraph,topic sentence first,connective betweenparagraphsLengthAll typesMeeting the word countmatters less than coveringevery part of the task
Abb. 5Der Operator legt die Textsorte fest, die Textsorte legt den Aufbau fest. Wer das umdreht, schreibt an der Aufgabe vorbei.

Kernpunkte

Das Schreiben ist der verbindliche Teil der schriftlichen Abiturprüfung — die Standards halten ausdrücklich fest, dass eine Aufgabe zum Schreiben in jedem Fall enthalten sein muss. Alles andere in der Vorbereitung ordnet sich dieser Tatsache unter.
Der OPERATOR bestimmt die Textsorte, und ihn zu verfehlen kostet mehr Punkte als jeder Sprachfehler: „summarise" verlangt eine wertungsfreie Wiedergabe, „outline" den Argumentationsgang, „analyse" die Untersuchung mit Belegen, „comment on" die begründete eigene Stellungnahme, „discuss" das Abwägen beider Seiten.
Der Aufbau folgt in allen erörternden Formaten demselben Muster: Einleitung mit klarer These, Hauptteil aus Absätzen mit je einem Gedanken, Schluss mit Antwort auf die Ausgangsfrage. Jeder Absatz beginnt mit einem TOPIC SENTENCE und wird durch Beleg und Erläuterung gestützt.
Für die Bewertung zählt nicht nur die Richtigkeit, sondern die VARIATION: Satzlänge und Satzbau sollen wechseln, Verknüpfungen sollen das logische Verhältnis anzeigen („moreover" ist etwas anderes als „nevertheless"), und der Wortschatz soll dem Anlass entsprechen. Ein fehlerfreier Text aus lauter kurzen Hauptsätzen erreicht das geforderte Niveau nicht.
Das REGISTER muss zur Textsorte passen: Ein Leserbrief ist anders geschrieben als eine Analyse, ein Blogbeitrag anders als ein förmlicher Brief. Häufigster Registerfehler in Klausuren sind Kurzformen und umgangssprachliche Wendungen in formellen Texten — „don't", „a lot of", „stuff" gehören dort nicht hin.
Die Zeiteinteilung sollte geplant sein: Ein Teil für Verstehen und Gliederung, der größte Teil für das Schreiben, ein fester Rest für die Überarbeitung. Die letzte Phase lohnt sich am meisten, wenn sie gezielt genutzt wird — auf die eigenen wiederkehrenden Fehler hin, nicht als allgemeines Nachlesen.

Vokabeln

→ Kartei
  • the outlinedie Gliederung, der Argumentationsgang
  • the thesis statementdie Leitthese
  • the linking worddas Verknüpfungswort
  • the registerdie Sprachebene
  • to proofreadKorrektur lesen
  • concise/kənˈsaɪs/knapp und präzise
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Abiturfokus

  • Bestimmen Sie zuerst den OPERATOR und richten Sie die Textsorte danach aus.
  • Bauen Sie Absätze mit topic sentence, Beleg und Erläuterung.
  • Variieren Sie Satzbau und wählen Sie Verknüpfungen nach dem logischen Verhältnis.
  • Passen Sie das Register der Textsorte an — keine Kurzformen in formellen Texten.
  • Planen Sie eine feste Überarbeitungsphase für die eigenen typischen Fehler.

Typische Fehler

  • Am Operator vorbeigeschrieben — Meinung im summary, Zusammenfassung statt Kommentar.
  • Absätze ohne erkennbaren Kerngedanken aneinandergereiht.
  • Umgangssprachliche Wendungen und Kurzformen in formellen Texten benutzt.
  • Verknüpfungswörter zufällig gewählt, ohne das logische Verhältnis zu prüfen.
  • Keine Zeit für die Überarbeitung eingeplant.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Überarbeiten Sie einen eigenen älteren Text gezielt auf Satzvariation und Verknüpfungen hin und dokumentieren Sie, welche fünf Änderungen den größten Unterschied machen.

§ 04

Aktive Wiederholung

Write a comment of the length your task requires on the statement in the source text. Structure it with a clear thesis, three supporting paragraphs and a conclusion, and check your register before handing it in.

Passende Aufgaben üben33 Fragen zum Thema→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards für die fortgeführte Fremdsprache (2012), Kap. 2.1 und Kap. 3 (Kultusministerkonferenz)

§ 05
§ 05

Sprechen — Monolog, Diskussion, Prüfungsgespräch#

~2 Min Lesezeit●●○StandardLPfunctional-communicative-competence

Speaking — the two parts and what is assessed

Speaking — the two parts and what is assessedTabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen, Daten: Element · What happens · What is assessed; Part 1 — monologue · Presenting a stimulus or a prepared topic · Coherence, range of vocabulary, fluency, task fulfilment; Part 2 — interaction · Discussion with partner or examiner · Turn-taking, responding, developing the other’s point; Content · Both parts · Relevance, depth, examples, own position; Language · Both parts · Range, accuracy, register, pronunciation and intonation; Strategic competence · Both parts · Paraphrasing an unknown word instead of stopping; 🔴 The rule that decides · Interaction · Answering "yes, I agree" ends a turn; adding a reason continues itElementWhat happensWhat is assessedPart 1 — monologuePresenting a stimulus or aprepared topicCoherence, range ofvocabulary, fluency, taskfulfilmentPart 2 — interactionDiscussion with partner orexaminerTurn-taking, responding,developing the other’s pointContentBoth partsRelevance, depth, examples,own positionLanguageBoth partsRange, accuracy, register,pronunciation and intonationStrategic competenceBoth partsParaphrasing an unknown wordinstead of stopping🔴 The rule that decidesInteractionAnswering "yes, I agree"ends a turn; adding a reasoncontinues it
Abb. 6Die mündliche Prüfung bewertet nicht Fehlerfreiheit, sondern Aufgabenbewältigung. Interaktion zählt eigenständig — Schweigen kostet mehr als ein Fehler.

Kernpunkte

Die Standards unterscheiden das ZUSAMMENHÄNGENDE Sprechen (etwas darstellen, präsentieren, begründen) vom Sprechen AN GESPRÄCHEN (auf andere eingehen, widersprechen, vermitteln). Beide werden geprüft, und sie verlangen unterschiedliche Vorbereitung.
Die Standards enthalten außerdem eine Regel, die für die Prüfungsplanung wichtig ist: Wird das Sprechen nicht in der Abiturprüfung selbst geprüft, so ist es in der Qualifikationsphase mit dem Gewicht einer Klausur zu prüfen. Dasselbe gilt für das Hör- und Hörsehverstehen. Die konkrete Umsetzung regeln die Länder.
Für die MÜNDLICHE Prüfung ist Flüssigkeit wichtiger als Fehlerfreiheit. Wer stockt, um einen Satz grammatisch zu perfektionieren, wirkt unsicherer als wer weiterspricht und einen kleinen Fehler stehen lässt. Diese Priorität ist bewusst zu üben, weil sie dem schulischen Reflex widerspricht.
Nützlich sind eingeübte WENDUNGEN, die Zeit verschaffen und das Gespräch strukturieren: „that's an interesting point", „let me put it this way", „I see what you mean, but". Sie sind kein Füllmaterial, sondern das hörbare Zeichen von Gesprächskompetenz — und sie geben Denkzeit.
Beim Präsentieren gilt dieselbe Gliederungslogik wie beim Schreiben: ankündigen, was kommt; in klaren Abschnitten vorgehen; am Ende zusammenfassen. Der wichtigste Unterschied ist die Redundanz — Zuhörer können nicht zurückblättern, deshalb muss Wichtiges wiederholt werden.
In der Diskussion zählt das EINGEHEN auf andere: Beiträge aufgreifen, zustimmen und einschränken, nachfragen. Wer nur seinen vorbereiteten Standpunkt vorträgt, erfüllt den Kompetenzbereich „an Gesprächen teilnehmen" nicht — auch dann nicht, wenn der Beitrag sprachlich gut ist.

Vokabeln

→ Kartei
  • fluency/ˈfluːənsi/die Sprachflüssigkeit
  • to hesitate/ˈhezɪteɪt/zögern
  • to elaborate onnäher ausführen
  • to interject/ˌɪntəˈdʒekt/einwerfen
  • the turn-takingder Sprecherwechsel
  • to concede a pointeinen Punkt einräumen
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Abiturfokus

  • Üben Sie zusammenhängendes Sprechen und Gesprächsteilnahme getrennt.
  • Setzen Sie Flüssigkeit vor Fehlerfreiheit — sprechen Sie weiter.
  • Legen Sie sich Wendungen zurecht, die strukturieren und Denkzeit geben.
  • Bauen Sie Präsentationen mit Ankündigung, Abschnitten und Zusammenfassung.
  • Gehen Sie in der Diskussion hörbar auf Vorredner ein.

Typische Fehler

  • Mitten im Satz abgebrochen, um einen Fehler zu korrigieren.
  • Einen vorbereiteten Text auswendig vorgetragen.
  • Auf Beiträge anderer nicht eingegangen.
  • Ohne erkennbare Gliederung präsentiert.
  • Nur mit dem Ziel geübt, keine Fehler zu machen.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Führen Sie eine Diskussion, in der Sie eine Position vertreten müssen, die Sie nicht teilen, und beurteilen Sie anschließend, welche sprachlichen Mittel Ihnen dabei gefehlt haben.

§ 05

Aktive Wiederholung

Prepare a two-minute presentation on a topic from your course, then record yourself. Check whether your structure is audible and whether you kept going through your mistakes.

Passende Aufgaben üben33 Fragen zum Thema→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards für die fortgeführte Fremdsprache (2012), Kap. 2.1 und Kap. 3 (Kultusministerkonferenz)

§ 06
§ 06

Sprachmittlung — sinngemäß vermitteln statt übersetzen#

~2 Min Lesezeit●●●VertiefungLPfunctional-communicative-competence

Mediation — what to keep and what to drop

Mediation — what to keep and what to dropTabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen, Daten: Principle · What it means · Consequence for your text; Recipient · Who needs this information and why · Level of detail and register follow from this; Purpose · What the recipient will do with it · Only content that serves that purpose is included; Selection · Not everything in the source is relevant · Leaving out irrelevant detail earns marks — it does not lose them; Cultural explanation · Terms without an equivalent (Abitur, Bundesrat, NHS) · Add a short gloss, do not simply transfer the word; Own voice forbidden · Mediation transmits, it does not comment · No personal opinion unless the task asks for one; Format · E-mail, note, blog entry, summary · Text-type conventions are part of the assessmentPrincipleWhat it meansConsequence for yourtextRecipientWho needs this informationand whyLevel of detail and registerfollow from thisPurposeWhat the recipient will dowith itOnly content that servesthat purpose is includedSelectionNot everything in the sourceis relevantLeaving out irrelevantdetail earns marks — it doesnot lose themCultural explanationTerms without an equivalent(Abitur, Bundesrat, NHS)Add a short gloss, do notsimply transfer the wordOwn voice forbiddenMediation transmits, it doesnot commentNo personal opinion unlessthe task asks for oneFormatE-mail, note, blog entry,summaryText-type conventions arepart of the assessment
Abb. 7Sprachmittlung ist keine Übersetzung. Die Aufgabe nennt Adressat, Zweck und Textsorte — und diese drei entscheiden, was in den Zieltext gehört.

Kernpunkte

Sprachmittlung ist keine Übersetzung. Verlangt wird, Inhalte einer Sprache in der anderen SINNGEMÄSS und ADRESSATENGERECHT wiederzugeben — für eine bestimmte Person, in einer bestimmten Situation, zu einem bestimmten Zweck. Wer diesen Unterschied nicht macht, produziert die typische Fehlleistung des Formats.
Aus der Adressatenbindung folgt die Auswahl: Nicht alles im Quelltext ist für den Adressaten relevant. Was für ihn nicht wichtig ist, wird weggelassen — was er nicht wissen kann, wird erklärt. Beides ist ausdrücklich verlangt und wird als Leistung gewertet, nicht als Abweichung.
Die KULTURELLE ERLÄUTERUNG ist der anspruchsvollste Teil. Begriffe wie „Abitur", „duale Ausbildung" oder „Numerus clausus" haben im englischsprachigen Raum keine unmittelbare Entsprechung und müssen kurz erklärt werden — nicht durch ein näherungsweises Wort, das etwas anderes bezeichnet.
Die AUFGABENSTELLUNG legt Situation, Adressat und Zweck fest und ist deshalb genau zu lesen. Sie zu übergehen und einfach den Text zusammenzufassen, ist der häufigste Fehler; die Angaben zur Situation sind der eigentliche Aufgabenkern.
Sprachmittlung erfolgt in beide Richtungen — vom Deutschen ins Englische und umgekehrt. In der Richtung ins Englische liegt die Schwierigkeit bei Wortschatz und Wendungen, in der Gegenrichtung beim deutschen Ausdruck, der unter dem Einfluss des englischen Originals leicht unidiomatisch gerät.
Sprachlich sind die Mittel der distanzierten Wiedergabe nötig: „the article points out that", „according to the author", „the text explains". Wörtliche Zitate sind unüblich; verlangt ist die sinngemäße Wiedergabe in eigenen Worten, und genau dafür braucht es diese Wendungen.

Vokabeln

→ Kartei
  • to mediate/ˈmiːdieɪt/sprachmitteln, vermitteln
  • the target audiencedie Zielgruppe, der Adressat
  • to leave outweglassen
  • culture-specifickulturspezifisch
  • according to the authordem Autor zufolge
  • to paraphrase/ˈpærəfreɪz/mit eigenen Worten wiedergeben
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Abiturfokus

  • Lesen Sie Situation, Adressat und Zweck aus der Aufgabenstellung heraus, bevor Sie beginnen.
  • Wählen Sie AUS: Weglassen und Erklären sind verlangte Leistungen.
  • Erläutern Sie kulturspezifische Begriffe kurz, statt sie ungefähr zu übersetzen.
  • Nutzen Sie Wendungen der distanzierten Wiedergabe statt wörtlicher Zitate.
  • Üben Sie beide Richtungen — die Schwierigkeiten liegen jeweils woanders.

Typische Fehler

  • Satz für Satz übersetzt statt sinngemäß vermittelt.
  • Den Adressaten in der Aufgabenstellung übergangen.
  • Kulturspezifische Begriffe mit einer ungefähren Entsprechung ersetzt.
  • Alles wiedergegeben, auch das für den Adressaten Irrelevante.
  • Die eigene Meinung eingebaut, obwohl nur vermittelt werden sollte.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Mitteln Sie denselben Text für zwei verschiedene Adressaten und beurteilen Sie, worin sich die beiden Fassungen unterscheiden müssen und warum.

§ 06

Aktive Wiederholung

Mediate the German source text for the addressee named in the task. Decide explicitly what to leave out, what to explain and why, and note these decisions before you write.

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: Bildungsstandards für die fortgeführte Fremdsprache (2012), Kap. 2.1 (Kultusministerkonferenz) · CEFR Companion Volume (2020) — Mediation descriptors (Council of Europe)

§ 07
§ 07

Wortschatz, Register und sprachliche Korrektheit#

~2 Min Lesezeit●●○StandardLPfunctional-communicative-competenceLPlanguage-awareness

Register in English

Register in EnglishTabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen, Daten: Register · Marks of it · Example; Formal / academic · Latinate verbs, nominalisation, no contractions · "The study demonstrates that …"; Neutral / standard · Everyday but complete forms · "The study shows that …"; Informal / colloquial · Phrasal verbs, contractions, short forms · "The study points out that …, doesn’t it?"; Phrasal vs. Latinate · The core contrast in English · find out / ascertain · put off / postpone · go up / increase; Hedging · Softening a claim — expected in academic writing · tends to, arguably, it could be argued that; 🔴 Exam rule · Analysis and comment are formal · No contractions, no "you", no exclamation marksRegisterMarks of itExampleFormal / academicLatinate verbs,nominalisation, nocontractions"The study demonstrates that…"Neutral / standardEveryday but complete forms"The study shows that …"Informal / colloquialPhrasal verbs, contractions,short forms"The study points out that…, doesn’t it?"Phrasal vs. LatinateThe core contrast in Englishfind out /ascertain · putoff /postpone · go up /increaseHedgingSoftening a claim — expectedin academic writingtends to, arguably, it couldbe argued that🔴 Exam ruleAnalysis and comment areformalNo contractions, no "you",no exclamation marks
Abb. 8Register ist die häufigste stille Fehlerquelle im Abitur: grammatisch korrekt, aber in der falschen Tonlage.

Kernpunkte

Wortschatz wird nicht als Liste einzelner Wörter erworben, sondern in VERBINDUNGEN. „Make a decision" und „take a decision" sind beide möglich, „do a decision" ist es nicht — und diese Information steht nicht im Wort, sondern in seiner üblichen Umgebung. Wer Kollokationen mitlernt, schreibt idiomatisch statt nur korrekt.
Für das Abitur ist ein GEGLIEDERTER Wortschatz nötig: die Themenfelder der Vorgaben, der Wortschatz der Textbeschreibung (analytical vocabulary), die Wendungen des Argumentierens und die Operatorensprache. Diese vier Bereiche getrennt zu pflegen ist wirksamer als ungeordnetes Vokabellernen.
Das REGISTER unterscheidet formell, neutral und informell, und die Wahl folgt der Textsorte. Charakteristisch für die formelle Ebene sind ausgeschriebene Formen statt Kurzformen, lateinisch-romanischer statt germanischer Wortschatz („purchase" statt „buy") und der Verzicht auf Umgangssprache.
Die typischen INTERFERENZFEHLER aus dem Deutschen sind bekannt und deshalb vermeidbar: „become" für „bekommen", „eventually" für „eventuell", „actual" für „aktuell", „sensible" für „sensibel", „to inform someone about" statt „of". Eine eigene Liste solcher Fallen ist eines der wirksamsten Vorbereitungsmittel.
Grammatisch fallen in Klausuren immer dieselben Bereiche auf: die Zeitenfolge in der indirekten Rede, if-Sätze, das Verhältnis von Present Perfect und Simple Past, Gerundium gegenüber Infinitiv, Relativpronomen. Gezieltes Üben dieser fünf Punkte bringt mehr als ein allgemeiner Grammatikdurchgang.
Für die Überarbeitung gilt: Nach den EIGENEN wiederkehrenden Fehlern suchen, nicht allgemein nachlesen. Wer aus korrigierten Klausuren eine persönliche Fehlerliste führt und den Text am Ende gezielt darauf durchgeht, findet in wenigen Minuten mehr als bei zweimaligem Durchlesen.

Vokabeln

→ Kartei
  • the collocation/ˌkɒləˈkeɪʃn/die feste Wortverbindung
  • the false friendder falsche Freund
  • formal registerdie förmliche Sprachebene
  • the contractiondie Kurzformin formellen Texten zu vermeiden
  • idiomatic/ˌɪdiəˈmætɪk/idiomatisch, sprachüblich
  • reported speechdie indirekte Rede
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Abiturfokus

  • Lernen Sie Wörter in Kollokationen, nicht einzeln.
  • Pflegen Sie die vier Wortschatzbereiche getrennt, einschließlich der Operatorensprache.
  • Halten Sie das Register durch — keine Kurzformen in formellen Texten.
  • Führen Sie eine eigene Liste typischer Interferenzfehler.
  • Überarbeiten Sie gezielt nach der eigenen Fehlerliste, nicht durch allgemeines Nachlesen.

Typische Fehler

  • Vokabeln als Einzelwörter ohne ihre üblichen Verbindungen gelernt.
  • Register gemischt — Umgangssprache im analytischen Text.
  • Falsche Freunde übernommen („eventually", „actual", „become").
  • Grammatik allgemein wiederholt statt die fünf typischen Fehlerquellen gezielt.
  • Den Text am Ende nur überflogen statt gezielt geprüft.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Schreiben Sie denselben Inhalt zweimal — einmal formell, einmal informell — und benennen Sie an je fünf Stellen, welche sprachliche Entscheidung das Register jeweils herstellt.

§ 07

Aktive Wiederholung

Take a corrected piece of your own writing and draw up your personal error list. Group the entries into vocabulary, register and grammar, and use the list on your next text.

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Quellen: Bildungsstandards für die fortgeführte Fremdsprache (2012), Kap. 2.1 und 2.4 (Kultusministerkonferenz)

Stand 06/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 07

    • 01Der Referenzrahmen und die Zielsetzung des Abiturs○
    • 02Leseverstehen — Strategien für authentische Texte◐
    • 03Hör- und Hörsehverstehen — Nachrichten, Interviews, Filmausschnitte◐
    • 04Schreiben — Textsorten, Aufbau, sprachliche Mittel◐
    • 05Sprechen — Monolog, Diskussion, Prüfungsgespräch◐
    • 06Sprachmittlung — sinngemäß vermitteln statt übersetzen●
    • 07Wortschatz, Register und sprachliche Korrektheit◐

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Belege & Quellen

Quellen

Kultusministerkonferenz

  • Bildungsstandards für die fortgeführte Fremdsprache (2012), Kap. 1.2 und 2.1

Council of Europe

  • CEFR Companion Volume (2020)

Siehe auch

  • Mediation und Schreibaufgaben (Sprachmittlung & Writing Tasks)Die Schreib- und Mittlungsformate ausführlich, mit Musterlösungen.
  • Text- und Medienkompetenz — Methoden der TextanalyseDie Analyseverfahren, auf die die Schreibaufgaben aufsetzen.

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