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Der Funktionsbegriff ist das Rückgrat der Oberstufenmathematik: Er beschreibt, wie eine Größe von einer anderen abhängt — und stellt damit die Sprache bereit, in der Analysis und Stochastik überhaupt formuliert werden. Die KMK verlangt unter Leitidee L4, die Funktionsklassen der Sekundarstufe I zur Beschreibung quantifizierbarer Zusammenhänge zu nutzen und in einfachen Fällen zu verknüpfen und zu verketten.
7 Abschnitte~23 Min Lesezeit4 KompetenzenStand 05/2026
grundlegendes Niveau
gA: die Funktionsklassen der Sekundarstufe I zur Beschreibung und Untersuchung quantifizierbarer Zusammenhänge nutzen; in einfachen Fällen Verknüpfungen und Verkettungen von Funktionen einsetzen; Eigenschaften wie Symmetrie, Nullstellen und Verhalten im Unendlichen bestimmen.
erhöhtes Niveau
eA: zusätzlich die ln-Funktion als Umkehrfunktion der e-Funktion nutzen sowie Funktionsscharen und komplexere Verkettungen untersuchen.
Lesetiefe: Vertiefung
Schriftgröße: Standard · Zeilenabstand: Kompakt
Medien immer laden: aus
7 Abschnitte35 Merksätze8 Formeln35 Fehlerwarnungen
Funktionsbegriff — die Grundeigenschaften
Vokabeln
→ KarteiSymmetriekriterien für Funktionsgraphen
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Zeigen Sie, dass die ln-Funktion die Umkehrfunktion der e-Funktion ist, indem Sie und begründen, und erläutern Sie die Spiegelsymmetrie beider Graphen an der Winkelhalbierenden. Geben Sie die jeweiligen Definitions- und Wertebereiche an.
Aktive Wiederholung
Bestimmen Sie den größtmöglichen Definitionsbereich von und begründen Sie jede Ausnahme. Bilden Sie außerdem für und geben Sie den zugehörigen Definitionsbereich an.
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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.
Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L4 (Kultusministerkonferenz)
Diskriminante und Anzahl reeller Lösungen
Vokabeln
→ KarteiScheitelpunktform einer quadratischen Funktion
Ganzrationale Funktion (Polynom) vom Grad n
Interaktive Grafik lädt…
Interaktive Grafik lädt…
Bestimmen Sie den Scheitelpunkt der Funktion und interpretieren Sie das Ergebnis als globales Extremum.
.
In der Klammer ergänze : .
Vergleich mit : , , also .
Da ist die Parabel nach oben geöffnet; ist globales Minimum mit .
Ergebnis: Scheitelpunkt ; globales Minimum bei , Funktionswert .
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Untersuchen Sie die Funktionsschar in Abhängigkeit von : Bestimmen Sie den Scheitelpunkt allgemein und zeigen Sie, dass alle Scheitelpunkte auf einer Parabel liegen. Geben Sie die Gleichung dieser Ortskurve an.
Aktive Wiederholung
Bestimmen Sie für die Scheitelpunktform, den Scheitelpunkt und die Nullstellen. Geben Sie an, ob der Scheitel ein Maximum oder ein Minimum ist, und begründen Sie es ohne Ableitung.
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Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L4 (Kultusministerkonferenz)
Ganzrationale Funktionen — Grad und Verhalten
Vokabeln
→ KarteiGanzrationale Funktion (Polynom) vom Grad n
Polynom dritten Grades f(x) = x³ − 3x
Bestimmen Sie eine ganzrationale Funktion dritten Grades , deren Graph durch verläuft, dort eine waagrechte Tangente besitzt, bei einen Wendepunkt hat und durch geht.
und bereitstellen, um die Bedingungen zu übersetzen.
; ; ; .
Aus folgt . Einsetzen in gibt , also und .
: ✓, ✓, ✓, ✓.
Ergebnis: Gesuchte Funktion: .
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Bestimmen Sie die ganzrationale Funktion dritten Grades, deren Graph punktsymmetrisch zum Ursprung ist, bei einen Tiefpunkt besitzt und durch verläuft. Erläutern Sie, wie die Symmetriebedingung die Zahl der nötigen Gleichungen verringert.
Aktive Wiederholung
Bestimmen Sie alle Nullstellen von mit ihren Vielfachheiten. Beschreiben Sie das Verhalten für und skizzieren Sie den Verlauf ohne weitere Rechnung.
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Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L4 (Kultusministerkonferenz)
Gebrochenrationale Funktionen — Asymptoten
Vokabeln
→ KarteiGradvergleich — Verhalten im Unendlichen
der Zählergrad, der Nennergrad, und die zugehörigen Leitkoeffizienten. Bei entsteht zusätzlich eine schiefe Asymptote, die man durch Polynomdivision gewinnt.
Untersuchen Sie auf Definitionsbereich, Symmetrie, Nullstellen, Polstellen und Asymptoten.
Nenner ist ausgeschlossen: .
— Punktsymmetrie zum Ursprung.
Zähler null: (beide im Definitionsbereich).
Bei ist der Zähler , also echte Polstelle. Einseitige Grenzwerte: , — Polstelle mit Vorzeichenwechsel.
Polynomdivision: . Da für , ist schiefe Asymptote.
Ergebnis: ; punktsymmetrisch; Nullstellen ; Polstelle mit Vorzeichenwechsel; schiefe Asymptote .
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Bestimmen Sie die schiefe Asymptote von durch Polynomdivision und untersuchen Sie, ob der Graph sie schneidet. Begründen Sie Ihr Ergebnis und erläutern Sie, was der Restterm über die Lage des Graphen relativ zur Asymptote aussagt.
Aktive Wiederholung
Untersuchen Sie vollständig: Definitionsbereich, Art der Definitionslücken, Nullstellen, Asymptoten und Verhalten an den Polstellen. Skizzieren Sie den Graphen.
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Exponentialfunktion und natürlicher Logarithmus
Vokabeln
→ KarteiExponentialfunktion und Umrechnung in Basis e
Exponentielles Wachstum f(t) = 100 · 1,08ᵗ
Eine Bakterienkultur enthält zu Beginn 1000 Zellen und verdoppelt sich alle 4 Stunden. Stellen Sie ein Wachstumsmodell auf, bestimmen Sie die Wachstumsrate und berechnen Sie .
Stetiges Wachstum: .
liefert , also .
.
Nach 10 Stunden liegen rund 5650 Zellen vor; das Modell setzt unbeschränkte Ressourcen voraus, was biologisch nur kurzzeitig gilt.
Ergebnis: Modell ; Zellen.
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Zeigen Sie, dass sich jede Exponentialfunktion in der Form mit schreiben lässt, und leiten Sie daraus die Ableitung her. Erläutern Sie, warum die Basis die Ableitung besonders einfach macht.
Aktive Wiederholung
Eine Substanz zerfällt gemäß ( in Tagen). Bestimmen Sie den Anfangsbestand, die Halbwertszeit und den Zeitpunkt, zu dem noch Einheiten vorhanden sind. Begründen Sie, warum die Funktion keine Nullstelle besitzt.
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Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L4 (Kultusministerkonferenz)
Einheitskreis — Sinus, Kosinus, Tangens
Vokabeln
→ KarteiAllgemeine Sinusfunktion mit Amplitude a, Periode 2π/b, Phase c, Mittellage d
Die Wassertiefe an einer Küste schwankt zwischen 2 m (Niedrigwasser) und 6 m (Hochwasser) mit Periode 12 Stunden. Bestimmen Sie eine Funktion .
, .
Aus folgt .
liefert bei den Wert 4 (Mittellage).
Ergebnis: Modellfunktion (in Metern, t in Stunden).
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Modellieren Sie die Tageslänge an einem Ort, an dem der längste Tag 16 Stunden und der kürzeste 8 Stunden dauert, durch eine Sinusfunktion mit Periode 365 Tagen. Bestimmen Sie alle vier Parameter und begründen Sie Ihre Wahl des Nullpunkts der Zeitrechnung.
Aktive Wiederholung
Bestimmen Sie für Amplitude, Periode, Phasenverschiebung und Mittellinie. Geben Sie außerdem alle Lösungen von an.
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Transformationen von Funktionsgraphen
Vokabeln
→ KarteiSymmetriekriterien für Funktionsgraphen
Typische Fehler
LK-Vertiefung
eA-Vertiefung: Untersuchen Sie, wie sich Symmetrieeigenschaften beim Ableiten verhalten: Zeigen Sie, dass die Ableitung einer achsensymmetrischen Funktion punktsymmetrisch ist und umgekehrt. Begründen Sie das anschaulich über die Steigungen an gespiegelten Stellen.
Aktive Wiederholung
Untersuchen Sie und auf Symmetrie und begründen Sie Ihr Ergebnis auf zwei Wegen. Beschreiben Sie anschließend, wie der Graph von aus dem von hervorgeht.
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Quellen: Bildungsstandards im Fach Mathematik für die Allgemeine Hochschulreife (2012), Leitidee L4 (Kultusministerkonferenz)
Stand 05/2026Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker
Belege & Quellen
Kultusministerkonferenz
Siehe auch