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Notizen/Physik/Optik — Strahlenoptik, Wellenoptik und Polarisation
DE · Abitur

Optik — Strahlenoptik, Wellenoptik und Polarisation

Licht lässt sich auf zwei Ebenen beschreiben, und beide sind richtig. Die Strahlenoptik reicht, solange die Hindernisse groß gegen die Wellenlänge sind — sie erklärt Brechung, Linsen und jedes optische Gerät. Wo Strukturen die Größenordnung der Wellenlänge erreichen, versagt sie, und die Wellenoptik übernimmt. Lineare Polarisation und die Überlagerung von Wellen gehören zum KMK-Inhaltsbereich 2.6.2; die Strahlenoptik und die Geräte sind Voraussetzungswissen bzw. länderspezifische Vertiefung.

6 Abschnitte·~21 Min Lesezeit·4 Kompetenzen·Stand 05/2026

T·0777 / 10
Prüfungsprofil
S 2 · Gültigkeitsbereiche von Modellen und Theorien erläutern und deren Aussagemöglichkeiten beschreibenS 5 · Bekannte Messverfahren sowie die Funktion einzelner Komponenten eines Versuchsaufbaus erklärenE 6 · Mithilfe bekannter Modelle die in Daten gefundenen Strukturen und Beziehungen erklärenK 6 · Informationen und Daten in sach- und adressatengerechten Darstellungsformen veranschaulichen
Operatoren:beschreibenberechnenzeichnenerläuternbegründenbeurteilen

grundlegendes Niveau

gA: Reflexions- und Brechungsgesetz sicher anwenden, Totalreflexion und ihren Grenzwinkel bestimmen, Abbildungen an Sammellinsen konstruieren und mit der Linsengleichung rechnen, lineare Polarisation beschreiben.

erhöhtes Niveau

eA: zusätzlich Interferenz an dünnen Schichten mit dem Phasensprung bei Reflexion am dichteren Medium, das Auflösungsvermögen optischer Geräte sowie das Gesetz von Malus quantitativ.

Tiefe

Lesetiefe: Vertiefung

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Inhalt · 6 Abschnitte▾
  1. Optik — Strahlenoptik, Wellenoptik und Polarisation
    • 01Reflexion, Brechung und Totalreflexion○
    • 02Linsen, Spiegel und die Abbildungsgleichung◐
    • 03Wellenoptik — Interferenz an dünnen Schichten●
    • 04Polarisation und das Gesetz von Malus◐
    • 05Optische Geräte und das Auflösungsvermögen◐
    • 06Spektren, Farben und Spektralanalyse◐

6 Abschnitte · 30 Merksätze · 10 Formeln · 30 Fehlerwarnungen

§ 01
§ 01

Reflexion, Brechung und Totalreflexion#

~4 Min Lesezeit●○○BasisLPVoraussetzungLPStrahlenoptik

Brechung am Übergang Luft / Glas

Brechung am Übergang Luft / GlasSchematische Darstellung mit 7 Elementen, α, β, Luft (n₁), Glas (n₂), LotαβLuft (n₁)Glas (n₂)Lot
Abb. 1Snellius: n1sin⁡α=n2sin⁡βn_1 \sin\alpha = n_2 \sin\betan1​sinα=n2​sinβ; beim Übergang in optisch dichteres Medium wird der Strahl zum Lot gebrochen.

Kernpunkte

Solange Hindernisse und Öffnungen groß gegen die Wellenlänge sind, breitet sich Licht geradlinig aus und lässt sich durch STRAHLEN beschreiben. Diese Näherung ist keine Vereinfachung aus Bequemlichkeit, sondern ein Modell mit klar benennbarem Gültigkeitsbereich — genau dort, wo Beugungseffekte vernachlässigbar bleiben.
Das Reflexionsgesetz ist schnell gesagt: Einfallswinkel gleich Reflexionswinkel, gemessen jeweils zum EINFALLSLOT, also zur Senkrechten auf der Grenzfläche. Alle Winkel der Optik werden zum Lot gemessen — wer sie zur Fläche misst, erhält systematisch das Komplement und rechnet konsequent falsch.
Beim Übergang in ein anderes Medium ändert Licht seine Richtung, weil sich seine Ausbreitungsgeschwindigkeit ändert: v=c/nv = c/nv=c/n. Die Brechzahl nnn ist damit keine willkürliche Materialkonstante, sondern das Verhältnis der Geschwindigkeiten. Es gilt das Snelliussche Gesetz n1sin⁡α=n2sin⁡βn_1\sin\alpha = n_2\sin\betan1​sinα=n2​sinβ.
Die Merkregel folgt daraus zwingend: Beim Übergang ins optisch DICHTERE Medium (größeres nnn, kleineres vvv) wird der Strahl zum Lot hin gebrochen, beim Übergang ins dünnere vom Lot weg. Die Frequenz bleibt dabei unverändert — was sich ändert, sind Geschwindigkeit und Wellenlänge.
Beim Übergang ins dünnere Medium wächst der Brechungswinkel schneller als der Einfallswinkel und erreicht bei einem bestimmten GRENZWINKEL gerade 90°90°90°. Darüber hinaus gibt es keinen gebrochenen Strahl mehr — das Licht wird vollständig zurückgeworfen: Totalreflexion, mit sin⁡αg=n2/n1\sin\alpha_g = n_2/n_1sinαg​=n2​/n1​. Für Glas gegen Luft liegt der Grenzwinkel bei rund 42°42°42°, für Wasser bei rund 49°49°49°.
Weil dabei WIRKLICH das gesamte Licht zurückkehrt — anders als bei jedem Spiegel, der stets etwas absorbiert —, ist die Totalreflexion die Grundlage der Lichtwellenleiter. In einer Glasfaser wird das Licht über Kilometer immer wieder total reflektiert und trägt so das gesamte Datenaufkommen der Fernnetze.

Vokabeln

→ Kartei
  • das EinfallslotSenkrechte auf der Grenzfläche; Bezug für alle Winkel
  • die BrechzahlVerhältnis $c/v$ im Medium
  • optisch dichtergrößere Brechzahl, kleinere Lichtgeschwindigkeit
  • die Totalreflexionvollständige Rückwerfung oberhalb des Grenzwinkels
  • der LichtwellenleiterGlasfaser, die Licht durch Totalreflexion führt

Snelliussches Brechungsgesetz

n1 sin⁡α=n2 sin⁡βn_1\,\sin\alpha = n_2\,\sin\betan1​sinα=n2​sinβ

Grenzwinkel der Totalreflexion und Ausbreitungsgeschwindigkeit

sin⁡αg=n2n1(n1>n2),v=cn\sin\alpha_g = \dfrac{n_2}{n_1}\quad (n_1 > n_2),\qquad v = \dfrac{c}{n}sinαg​=n1​n2​​(n1​>n2​),v=nc​

αg\alpha_gαg​ der Grenzwinkel, gemessen im dichteren Medium; n1n_1n1​ dessen Brechzahl, n2n_2n2​ die des dünneren. vvv die Lichtgeschwindigkeit im Medium in m/s. Totalreflexion tritt nur für n1>n2n_1 > n_2n1​>n2​ auf.

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Musterlösung

Grenzwinkel der Totalreflexion (Glas/Luft)

Bestimmen Sie den Grenzwinkel der Totalreflexion für Licht, das in Glas (n=1,52n = 1{,}52n=1,52) unter einem Winkel auf die Grenzfläche zur Luft trifft.

  1. Schritt 1 — Bedingung

    Totalreflexion bei sin⁡β=1\sin\beta = 1sinβ=1, also nGlassin⁡αg=1n_{\text{Glas}}\sin\alpha_g = 1nGlas​sinαg​=1.

  2. Schritt 2 — Auflösen

    sin⁡αg=1/nGlas=1/1,52≈0,658\sin\alpha_g = 1/n_{\text{Glas}} = 1/1{,}52 \approx 0{,}658sinαg​=1/nGlas​=1/1,52≈0,658.

  3. Schritt 3 — Grenzwinkel

    αg=arcsin⁡(0,658)≈41,1∘\alpha_g = \arcsin(0{,}658) \approx 41{,}1^\circαg​=arcsin(0,658)≈41,1∘.

  4. Schritt 4 — Interpretieren

    Lichtwellenleiter nutzen Totalreflexion — Datenübertragung mit minimalem Verlust ist erst ab dichteren Medien möglich.

Ergebnis: Grenzwinkel αg≈41,1∘\alpha_g \approx 41{,}1^\circαg​≈41,1∘.

Abiturfokus

  • Messen Sie ALLE Winkel zum Lot und zeichnen Sie das Lot in jede Skizze ein; das Fehlen des Lots kostet regelmäßig Punkte.
  • Prüfen Sie die Brechungsrichtung qualitativ, bevor Sie rechnen: ins dichtere Medium zum Lot hin, ins dünnere vom Lot weg.
  • „Berechnen" Sie den Grenzwinkel über sin⁡αg=n2/n1\sin\alpha_g = n_2/n_1sinαg​=n2​/n1​ und beachten Sie, dass Totalreflexion NUR beim Übergang ins dünnere Medium auftritt.
  • „Begründen" Sie die Brechung über die Änderung der Ausbreitungsgeschwindigkeit — nicht als bloße Eigenschaft des Materials.
  • „Beurteilen" Sie den Gültigkeitsbereich der Strahlenoptik: Sie versagt, sobald Strukturen die Größenordnung der Wellenlänge erreichen.

Typische Fehler

  • Winkel zur Grenzfläche statt zum Lot gemessen; das ergibt konsequent das Komplement.
  • Totalreflexion beim Übergang ins DICHTERE Medium angenommen. Sie tritt nur ins dünnere Medium auf.
  • In n1sin⁡α=n2sin⁡βn_1\sin\alpha = n_2\sin\betan1​sinα=n2​sinβ die Brechzahlen den falschen Seiten zugeordnet.
  • Angenommen, beim Medienwechsel ändere sich die Frequenz. Es ändern sich Geschwindigkeit und Wellenlänge.
  • Den Grenzwinkel mit dem Brewster-Winkel verwechselt; letzterer betrifft die Polarisation.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Leiten Sie das Snelliussche Gesetz mit dem Huygensschen Prinzip aus der unterschiedlichen Ausbreitungsgeschwindigkeit in beiden Medien her. Erklären Sie damit auch, warum ein Lichtstrahl beim Durchgang durch eine planparallele Platte zwar parallelversetzt, aber nicht abgelenkt wird.

§ 01

Aktive Wiederholung

Licht trifft aus Glas (n=1,50n = 1{,}50n=1,50) auf die Grenzfläche zu Luft. Berechnen Sie den Grenzwinkel der Totalreflexion. Bestimmen Sie außerdem den Brechungswinkel, wenn Licht unter 40°40°40° aus Luft in dasselbe Glas eintritt, und begründen Sie, warum in diesem Fall keine Totalreflexion auftreten kann.

Passende Aufgaben üben→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Reflexion, Brechung und Totalreflexion (Joachim Herz Stiftung)

§ 02
§ 02

Linsen, Spiegel und die Abbildungsgleichung#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPVoraussetzungLPStrahlenoptik

Abbildung an der Sammellinse — die drei Konstruktionsstrahlen

Sammellinse: g zwischen f und 2fStrahlengang, Sammellinse, f = 15, g = 25, b = 37.5, reell, umgekehrt, vergrößertFF'2F2F'GB
Abb. 2Parallelstrahl, Mittelpunktstrahl und Brennpunktstrahl schneiden sich im Bildpunkt. Bei einer Gegenstandsweite zwischen einfacher und doppelter Brennweite entsteht ein reelles, umgekehrtes und vergrößertes Bild.

Kernpunkte

Eine Sammellinse vereinigt achsenparallel einfallendes Licht im Brennpunkt; der Abstand zur Linsenmitte ist die Brennweite fff. Ihr Kehrwert heißt Brechkraft D=1/fD = 1/fD=1/f und wird in Dioptrien angegeben — die Größe, in der jede Brillenverordnung geschrieben ist. Eine Zerstreuungslinse hat definitionsgemäß negative Brennweite und Brechkraft.
Die Bildkonstruktion nutzt drei ausgezeichnete Strahlen, von denen zwei bereits genügen: Der PARALLELSTRAHL läuft nach der Linse durch den Brennpunkt, der MITTELPUNKTSTRAHL geht ungebrochen durch die Linsenmitte, und der BRENNPUNKTSTRAHL verlässt die Linse achsenparallel. Ihr Schnittpunkt ist der Bildpunkt (siehe ).
Rechnerisch verbindet die Abbildungsgleichung 1/f=1/g+1/b1/f = 1/g + 1/b1/f=1/g+1/b Brennweite, Gegenstandsweite ggg und Bildweite bbb. Der Abbildungsmaßstab folgt als ∣B/G∣=b/g|B/G| = b/g∣B/G∣=b/g. Beide zusammen beantworten jede Standardaufgabe dieses Abschnitts.
Die Bildlage hängt allein davon ab, wo der Gegenstand relativ zu fff und 2f2f2f steht. Jenseits von 2f2f2f entsteht ein reelles, umgekehrtes und VERKLEINERTES Bild (Fotoapparat); zwischen fff und 2f2f2f ein reelles, umgekehrtes und VERGRÖSSERTES (Projektor, Beamer); innerhalb von fff dagegen ein virtuelles, aufrechtes und vergrößertes Bild (Lupe).
Reell und virtuell sauber zu trennen ist der Kern des Abschnitts: Ein REELLES Bild entsteht, wo sich die Strahlen tatsächlich schneiden — es lässt sich auf einem Schirm auffangen. Ein VIRTUELLES Bild liegt dort, wo sich die rückwärtigen Verlängerungen schneiden; kein Licht kommt dort an, und ein Schirm bliebe dunkel. In der Rechnung zeigt sich das als negative Bildweite.
Das menschliche Auge arbeitet mit fester Bildweite und veränderlicher Brennweite — die Akkommodation durch den Ziliarmuskel. Kurzsichtigkeit bedeutet, dass das Bild vor der Netzhaut entsteht; korrigiert wird sie mit einer Zerstreuungslinse negativer Brechkraft, Weitsichtigkeit umgekehrt mit einer Sammellinse.

Vokabeln

→ Kartei
  • die BrennweiteAbstand des Brennpunkts von der Linsenmitte
  • die BrechkraftKehrwert der Brennweite; Einheit Dioptrie
  • das reelle BildBild aus echten Strahlenschnittpunktenauf einem Schirm auffangbar
  • das virtuelle BildBild aus rückwärtigen Verlängerungennicht auffangbar; negative Bildweite
  • die AkkommodationAnpassung der Augenbrennweite an die Entfernung

Linsengleichung und Abbildungsmassstab

1f=1g+1b,B/G=−b/g\dfrac{1}{f} = \dfrac{1}{g} + \dfrac{1}{b},\quad B/G = -b/gf1​=g1​+b1​,B/G=−b/g

Abbildungsgleichung, Abbildungsmaßstab und Brechkraft

1f=1g+1b,∣BG∣=bg,D=1f\dfrac{1}{f} = \dfrac{1}{g} + \dfrac{1}{b},\qquad \left|\dfrac{B}{G}\right| = \dfrac{b}{g},\qquad D = \dfrac{1}{f}f1​=g1​+b1​,​GB​​=gb​,D=f1​

fff die Brennweite in m, ggg die Gegenstandsweite, bbb die Bildweite (negativ ⇒ virtuelles Bild), BBB/GGG Bild- und Gegenstandsgröße, DDD die Brechkraft in Dioptrien (1 dpt=1/m1\,\text{dpt} = 1/\text{m}1dpt=1/m).

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Musterlösung

Bildkonstruktion an Sammellinse

Ein Gegenstand der Höhe G=4,0 cmG = 4{,}0\,\text{cm}G=4,0cm steht g=30 cmg = 30\,\text{cm}g=30cm vor einer Sammellinse mit Brennweite f=12 cmf = 12\,\text{cm}f=12cm. Bestimmen Sie Bildweite bbb, Bildgröße BBB und Bildart.

  1. Schritt 1 — Linsengleichung

    1/b=1/f−1/g=1/12−1/30=(30−12)/360=18/360=1/201/b = 1/f - 1/g = 1/12 - 1/30 = (30 - 12)/360 = 18/360 = 1/201/b=1/f−1/g=1/12−1/30=(30−12)/360=18/360=1/20.

  2. Schritt 2 — Bildweite

    b=20 cmb = 20\,\text{cm}b=20cm.

  3. Schritt 3 — Bildgröße

    B/G=−b/gB/G = -b/gB/G=−b/g, also B=−G⋅b/g=−4,0⋅20/30≈−2,67 cmB = -G\cdot b/g = -4{,}0\cdot 20/30 \approx -2{,}67\,\text{cm}B=−G⋅b/g=−4,0⋅20/30≈−2,67cm.

  4. Schritt 4 — Bildart

    b>0b > 0b>0 und ∣B/G∣<1|B/G| < 1∣B/G∣<1 — Bild ist reell, umgekehrt und verkleinert.

Ergebnis: b=20 cmb = 20\,\text{cm}b=20cm, B≈2,67 cmB \approx 2{,}67\,\text{cm}B≈2,67cm (umgekehrt), reelles Bild.

Abiturfokus

  • Zeichnen Sie mindestens ZWEI Konstruktionsstrahlen maßstäblich und beschriften Sie Brennpunkte sowie 2f2f2f — die Konstruktion wird getrennt von der Rechnung bewertet.
  • Prüfen Sie das Rechenergebnis gegen die Konstruktion; weichen beide ab, liegt fast immer ein Vorzeichenfehler vor.
  • Deuten Sie eine negative Bildweite als VIRTUELLES Bild statt sie als Fehler zu verwerfen.
  • „Beurteilen" Sie die Bildart über die Lage des Gegenstands zu fff und 2f2f2f — diese Fallunterscheidung sollte ohne Rechnung sitzen.
  • Rechnen Sie die Brechkraft in Dioptrien mit der Brennweite in METERN; Zentimeter ergeben Werte um den Faktor 100 falsch.

Typische Fehler

  • In 1/f=1/g+1/b1/f = 1/g + 1/b1/f=1/g+1/b die Kehrwerte vergessen und f=g+bf = g + bf=g+b gerechnet.
  • Reelle und virtuelle Bilder verwechselt; nur reelle Bilder lassen sich auf einem Schirm auffangen.
  • Die Brennweite in cm eingesetzt und die Brechkraft in Dioptrien angegeben.
  • Beim Mittelpunktstrahl eine Brechung eingezeichnet; er geht ungebrochen hindurch.
  • Angenommen, eine Lupe erzeuge ein reelles Bild. Innerhalb der Brennweite ist das Bild virtuell.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Leiten Sie die Abbildungsgleichung aus der Ähnlichkeit der Strahlendreiecke her. Untersuchen Sie anschließend den Grenzfall g→fg \to fg→f und begründen Sie, warum die Bildweite dann über alle Grenzen wächst — und was das für den Einsatz eines Kollimators bedeutet.

§ 02

Aktive Wiederholung

Ein Gegenstand steht g=25 cmg = 25\,\text{cm}g=25cm vor einer Sammellinse mit f=15 cmf = 15\,\text{cm}f=15cm. Berechnen Sie Bildweite und Abbildungsmaßstab, bestimmen Sie Art und Orientierung des Bildes und prüfen Sie Ihr Ergebnis durch eine maßstäbliche Konstruktion.

Passende Aufgaben üben→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Linsen und optische Abbildung (Joachim Herz Stiftung)

§ 03
§ 03

Wellenoptik — Interferenz an dünnen Schichten#

~3 Min Lesezeit●●●VertiefungLPKMK 2.6.2LPÜberlagerung von Wellen

Interferenz — Bedingungen und Anordnungen

Interferenz — Bedingungen und AnordnungenTabelle mit 3 Spalten und 6 Zeilen, Daten: Anordnung · Bedingung für Maxima · Formel; Allgemein · Gangunterschied Δs = k·λ · k = 0, 1, 2, … (Minima bei (k+½)·λ); Doppelspalt · Zwei kohärente Quellen im Abstand d · sin α = k·λ/d; Gitter · Sehr viele Spalte im Abstand g · sin α = k·λ/g — scharfe, helle Maxima; Einzelspalt · Beugung an einem Spalt der Breite b · MINIMA bei sin α = k·λ/b — Vorsicht: umgekehrt; Dünne Schichten · Reflexion an Ober- und Unterseite · Zusätzlich λ/2-Phasensprung am dichteren Medium; Kohärenz · Feste Phasenbeziehung nötig · Deshalb ein Spalt vor dem Doppelspalt oder ein LaserAnordnungBedingung für MaximaFormelAllgemeinGangunterschied Δs = k·λk = 0, 1, 2, … (Minima bei(k+½)·λ)DoppelspaltZwei kohärente Quellen imAbstand dsin α = k·λ/dGitterSehr viele Spalte im Abstandgsin α = k·λ/g — scharfe,helle MaximaEinzelspaltBeugung an einem Spalt derBreite bMINIMA bei sin α = k·λ/b —Vorsicht: umgekehrtDünne SchichtenReflexion an Ober-undUnterseiteZusätzlich λ/2-Phasensprungam dichteren MediumKohärenzFeste Phasenbeziehung nötigDeshalb ein Spalt vor demDoppelspalt oder ein Laser
Abb. 3Die Gangunterschiedsbedingung ist in allen Anordnungen dieselbe. Was wechselt, ist die Geometrie, die den Gangunterschied erzeugt.

Kernpunkte

Die schillernden Farben einer Seifenblase oder eines Ölfilms auf nasser Straße lassen sich mit Strahlenoptik nicht erklären — hier ist die Schichtdicke in der Größenordnung der Wellenlänge, und das Wellenmodell wird zwingend. An dünnen Schichten interferieren der an der OBERSEITE und der an der UNTERSEITE reflektierte Teilstrahl miteinander.
Der Gangunterschied setzt sich aus zwei Beiträgen zusammen. Der geometrische Anteil beträgt bei senkrechtem Einfall 2 n d2\,n\,d2nd — der zweite Strahl durchläuft die Schicht zweimal, und weil die Wellenlänge im Medium um nnn verkürzt ist, geht die Brechzahl als Faktor ein.
Der zweite Beitrag ist der PHASENSPRUNG: Bei Reflexion am optisch DICHTEREN Medium springt die Phase um π\piπ, was einem zusätzlichen Gangunterschied von λ/2\lambda/2λ/2 entspricht; bei Reflexion am dünneren Medium geschieht das nicht. Genau dieser Term ist die häufigste Fehlerquelle und zugleich der bepunktete Kern jeder Aufgabe.
Für die übliche Anordnung — Luft, Schicht, Luft — tritt der Phasensprung nur an der Oberseite auf. Die Bedingung für Verstärkung lautet dann 2nd=(k+12)λ2 n d = (k + \tfrac12)\lambda2nd=(k+21​)λ und für Auslöschung 2nd=k λ2 n d = k\,\lambda2nd=kλ — also GENAU UMGEKEHRT zu dem, was man ohne den Phasensprung erwarten würde.
Weil die Bedingung von der Wellenlänge abhängt, wird bei weißem Licht für jede Dicke eine andere Farbe verstärkt und deren Komplementärfarbe ausgelöscht. Da die Dicke einer Seifenhaut durch Ablaufen kontinuierlich variiert, entstehen die charakteristischen Farbstreifen — und kurz vor dem Platzen wird die Haut schwarz, weil dann d≪λd \ll \lambdad≪λ und die beiden Teilstrahlen sich für ALLE Farben auslöschen.
Technisch genutzt wird der Effekt als ENTSPIEGELUNG: Eine Schicht der Dicke d=λ/(4n)d = \lambda/(4n)d=λ/(4n) auf einer Linse bringt die beiden reflektierten Teilstrahlen zur Auslöschung, sodass praktisch alles Licht durchtritt. Weil die Bedingung nur für eine Wellenlänge exakt erfüllbar ist, wählt man die Mitte des sichtbaren Bereichs — daher der leichte Violett- oder Grünschimmer guter Objektive.

Vokabeln

→ Kartei
  • die dünne SchichtSchicht mit Dicke in der Größenordnung der Wellenlänge
  • der PhasensprungSprung um $\pi$ bei Reflexion am dichteren Mediumentspricht $\lambda/2$ Gangunterschied
  • die EntspiegelungSchicht der Dicke $\lambda/(4n)$ zur Auslöschung der Reflexion
  • die KomplementärfarbeFarbe, die bei Auslöschung der einen übrig bleibt

Gangunterschied an der dünnen Schicht und Entspiegelungsdicke

Δs=2 n d+λ2(Phasensprung oben),dentspiegelt=λ4 n\Delta s = 2\,n\,d + \dfrac{\lambda}{2}\quad(\text{Phasensprung oben}),\qquad d_{\text{entspiegelt}} = \dfrac{\lambda}{4\,n}Δs=2nd+2λ​(Phasensprung oben),dentspiegelt​=4nλ​

ddd die Schichtdicke in m, nnn die Brechzahl der Schicht, λ\lambdaλ die Vakuumwellenlänge in m. Der Zusatzterm λ/2\lambda/2λ/2 stammt vom Phasensprung bei Reflexion am optisch dichteren Medium.

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Abiturfokus

  • Prüfen Sie bei JEDER Schichtaufgabe zuerst, an welchen Grenzflächen ein Phasensprung auftritt — davon hängt ab, welche Bedingung Verstärkung und welche Auslöschung bedeutet.
  • Setzen Sie den geometrischen Gangunterschied als 2 n d2\,n\,d2nd an; die Brechzahl gehört hinein, weil die Wellenlänge im Medium verkürzt ist.
  • „Begründen" Sie die Schwarzfärbung einer sehr dünnen Seifenhaut über den verbleibenden Phasensprung bei verschwindendem geometrischem Gangunterschied.
  • „Berechnen" Sie die Entspiegelungsdicke als λ/(4n)\lambda/(4n)λ/(4n) und erläutern Sie, warum sie nur für eine Wellenlänge exakt wirkt.
  • „Beurteilen" Sie den Gültigkeitsbereich: Strahlenoptik erklärt hier nichts, weil die Schichtdicke die Größenordnung der Wellenlänge hat.

Typische Fehler

  • Den Phasensprung vergessen und Verstärkungs- mit Auslöschungsbedingung vertauscht.
  • Den geometrischen Gangunterschied als 2d2d2d statt 2 n d2\,n\,d2nd angesetzt.
  • Einen Phasensprung an BEIDEN Grenzflächen angenommen; bei Luft–Schicht–Luft tritt er nur oben auf.
  • Die Vakuumwellenlänge mit der Wellenlänge in der Schicht verwechselt; letztere ist λ/n\lambda/nλ/n.
  • Angenommen, eine Entspiegelung wirke für alle Farben gleich gut. Die Bedingung ist wellenlängenabhängig.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Erweitern Sie die Bedingung auf schrägen Einfall, indem Sie den Gangunterschied als 2ndcos⁡β2 n d\cos\beta2ndcosβ mit dem Brechungswinkel β\betaβ in der Schicht ansetzen. Erklären Sie damit, warum sich die Farbe einer Seifenblase mit dem Blickwinkel ändert.

§ 03

Aktive Wiederholung

Eine Seifenhaut (n=1,33n = 1{,}33n=1,33) wird senkrecht mit weißem Licht beleuchtet. Berechnen Sie die kleinste Dicke, bei der grünes Licht (λ=550 nm\lambda = 550\,\text{nm}λ=550nm) durch Reflexion verstärkt erscheint. Begründen Sie außerdem, warum eine sehr dünne Haut kurz vor dem Platzen schwarz aussieht.

Passende Aufgaben üben→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Interferenz an dünnen Schichten (Joachim Herz Stiftung)

§ 04
§ 04

Polarisation und das Gesetz von Malus#

~4 Min Lesezeit●●○StandardLPKMK 2.6.2LPEigenschaften von Wellen

Polarisation — Erzeugung und Nachweis

Polarisation — Erzeugung und NachweisTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Verfahren bzw. Art · Beschreibung · Gesetz bzw. Bedingung; Linear polarisiert · Schwingung in einer Ebene · Erzeugt durch Polarisationsfilter; Zirkular polarisiert · Schwingungsebene rotiert · Zwei um 90° phasenverschobene Komponenten; Polarisationsfilter · Lässt eine Schwingungsrichtung durch · Halbiert die Intensität von unpolarisiertem Licht; Zwei Filter hintereinander · Intensität hängt vom Winkel ab · Gesetz von Malus: I = I₀·cos²α; Polarisation durch Reflexion · Reflektiertes Licht ist teilpolarisiert · Vollständig beim Brewster-Winkel: tan α_B = n; Streuung · Himmelslicht ist teilpolarisiert · Senkrecht zur Blickrichtung am stärksten; Doppelbrechung · Zwei Brechzahlen im Kristall · Kalkspat spaltet den StrahlVerfahren bzw. ArtBeschreibungGesetz bzw. BedingungLinear polarisiertSchwingung in einer EbeneErzeugt durchPolarisationsfilterZirkular polarisiertSchwingungsebene rotiertZwei um 90°phasenverschobeneKomponentenPolarisationsfilterLässt eineSchwingungsrichtung durchHalbiert die Intensität vonunpolarisiertem LichtZwei Filter hintereinanderIntensität hängt vom WinkelabGesetz von Malus: I = I₀·cos²αPolarisation durch ReflexionReflektiertes Licht istteilpolarisiertVollständig beim Brewster-Winkel: tan αB = nStreuungHimmelslicht istteilpolarisiertSenkrecht zur Blickrichtungam stärkstenDoppelbrechungZwei Brechzahlen im KristallKalkspat spaltet den Strahl
Abb. 4Polarisation ist der Beweis, dass Licht TRANSVERSAL ist. Schall lässt sich nicht polarisieren — daran unterscheiden sich die Wellenarten experimentell.

Kernpunkte

Natürliches Licht schwingt in allen Ebenen senkrecht zur Ausbreitungsrichtung — es ist unpolarisiert. Bei LINEAR polarisiertem Licht liegt die Schwingungsrichtung des elektrischen Feldes dagegen in einer festen Ebene. Dass sich Licht überhaupt polarisieren lässt, beweist seine TRANSVERSALITÄT: Eine Longitudinalwelle wie der Schall hat keine Vorzugsrichtung senkrecht zur Ausbreitung und ist grundsätzlich nicht polarisierbar.
Ein Polarisationsfilter lässt nur die Komponente in seiner Durchlassrichtung passieren. Aus unpolarisiertem Licht wird dadurch linear polarisiertes Licht mit gerade der HALBEN Intensität, denn über alle Schwingungsrichtungen gemittelt liefert cos⁡2‾=12\overline{\cos^2} = \tfrac12cos2=21​. Dieser Faktor 12\tfrac1221​ gilt nur für den ERSTEN Filter.
Trifft bereits polarisiertes Licht auf einen zweiten Filter (den Analysator), gilt das Gesetz von Malus: I(θ)=I0cos⁡2θI(\theta) = I_0\cos^2\thetaI(θ)=I0​cos2θ, mit θ\thetaθ als Winkel zwischen den beiden Durchlassrichtungen. Bei parallelen Filtern kommt alles durch, bei gekreuzten (θ=90°\theta = 90°θ=90°) nichts — und bei 45°45°45° genau die Hälfte.
Bemerkenswert und ein beliebter Aufgabentyp: Schiebt man zwischen zwei GEKREUZTE Filter einen dritten unter 45°45°45°, wird es wieder hell. Der mittlere Filter dreht die Polarisationsrichtung, sodass der dritte nicht mehr senkrecht dazu steht — ein Ergebnis, das der Alltagsintuition widerspricht und sich nur mit Malus erklären lässt.
Polarisation entsteht auch ohne Filter: bei Reflexion an nichtmetallischen Oberflächen. Unter dem Brewster-Winkel tan⁡αB=n2/n1\tan\alpha_B = n_2/n_1tanαB​=n2​/n1​ ist das reflektierte Licht vollständig linear polarisiert, und zwar parallel zur Oberfläche. Genau darauf beruht die Polarisationsbrille, die Spiegelungen auf Wasser und Asphalt wegfiltert.
Anwendungen reichen von der Fotografie über die Spannungsoptik — wo doppelbrechende Kunststoffe unter Last farbige Muster zeigen — bis zum LCD-Bildschirm, in dem jede Bildzelle die Polarisationsrichtung zwischen zwei gekreuzten Filtern steuert und so ihre Helligkeit regelt.

Vokabeln

→ Kartei
  • die PolarisationFestlegung der Schwingungsrichtung einer Transversalwelle
  • der Analysatorzweiter Polarisationsfilter zur Prüfung der Polarisationsrichtung
  • das Gesetz von Malus$I = I_0\cos^2\theta$ hinter dem Analysator
  • der Brewster-WinkelEinfallswinkel vollständiger Polarisation bei Reflexion
  • die Doppelbrechungrichtungsabhängige Brechung in anisotropen Kristallen

Gesetz von Malus (Polarisator)

I(θ)=I0 cos⁡2θI(\theta) = I_0\,\cos^2\thetaI(θ)=I0​cos2θ

Malus, erster Filter und Brewster-Winkel

I(θ)=I0 cos⁡2θ,Inach 1. Filter=12Iunpol,tan⁡αB=n2n1I(\theta) = I_0\,\cos^2\theta,\qquad I_{\text{nach 1. Filter}} = \tfrac{1}{2}I_{\text{unpol}},\qquad \tan\alpha_B = \dfrac{n_2}{n_1}I(θ)=I0​cos2θ,Inach 1. Filter​=21​Iunpol​,tanαB​=n1​n2​​

I0I_0I0​ die Intensität des einfallenden POLARISIERTEN Lichts, θ\thetaθ der Winkel zwischen den Durchlassrichtungen. Der Faktor 12\tfrac1221​ gilt nur beim ersten Filter; αB\alpha_BαB​ ist der Winkel vollständiger Polarisation bei Reflexion.

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Musterlösung

Zwei Filter und der eingeschobene dritte

Unpolarisiertes Licht der Intensität I0I_0I0​ trifft auf zwei Filter mit 30°30°30° Winkeldifferenz. Berechnen Sie die austretende Intensität. Bestimmen Sie danach die Intensität, wenn zwischen zwei GEKREUZTE Filter ein dritter unter 45°45°45° eingeschoben wird.

  1. 01Ersten Filter behandeln

    Aus unpolarisiertem Licht wird linear polarisiertes halber Intensität, weil über alle Richtungen gemittelt cos⁡2‾=12\overline{\cos^2} = \tfrac12cos2=21​ gilt: I1=12I0I_1 = \tfrac12 I_0I1​=21​I0​.

  2. 02Analysator mit Malus

    I2=I1cos⁡230°=12I0⋅0,75=0,375 I0I_2 = I_1\cos^2 30° = \tfrac12 I_0 \cdot 0{,}75 = 0{,}375\,I_0I2​=I1​cos230°=21​I0​⋅0,75=0,375I0​ — also knapp 38 %38\,\%38% der ursprünglichen Intensität.

    I2=12I0 cos⁡2θI_2 = \tfrac{1}{2}I_0\,\cos^2\thetaI2​=21​I0​cos2θ
  3. 03Gekreuzte Filter ohne Zwischenfilter

    Bei θ=90°\theta = 90°θ=90° ist cos⁡290°=0\cos^2 90° = 0cos290°=0: Es tritt kein Licht aus, die Anordnung ist dunkel.

  4. 04Dritten Filter unter 45° einschieben

    Jetzt wird zweimal um je 45°45°45° gedreht: I=12I0cos⁡245°⋅cos⁡245°=12I0⋅0,5⋅0,5=0,125 I0I = \tfrac12 I_0\cos^2 45°\cdot\cos^2 45° = \tfrac12 I_0\cdot 0{,}5\cdot 0{,}5 = 0{,}125\,I_0I=21​I0​cos245°⋅cos245°=21​I0​⋅0,5⋅0,5=0,125I0​. Aus vollständiger Dunkelheit wird ein Achtel der Ausgangsintensität — ein zusätzlicher Filter macht die Anordnung HELLER, weil er die Polarisationsrichtung mitdreht.

Ergebnis: Zwei Filter bei 30°30°30°: I=0,375 I0I = 0{,}375\,I_0I=0,375I0​. Gekreuzte Filter: I=0I = 0I=0; mit einem dritten unter 45°45°45° dazwischen: I=0,125 I0I = 0{,}125\,I_0I=0,125I0​.

Abiturfokus

  • Unterscheiden Sie den ERSTEN Filter (Faktor 12\tfrac1221​ aus unpolarisiertem Licht) vom Analysator (Malus mit cos⁡2θ\cos^2\thetacos2θ) — die Verwechslung ist der Standardfehler.
  • „Berechnen" Sie mehrstufige Anordnungen schrittweise und messen Sie θ\thetaθ jeweils zum VORHERGEHENDEN Filter, nicht zum ersten.
  • „Begründen" Sie die Transversalität des Lichts über seine Polarisierbarkeit.
  • „Erläutern" Sie den Drei-Filter-Versuch quantitativ mit Malus; die qualitative Beschreibung genügt nicht.
  • Achten Sie auf das QUADRAT im Kosinus: Bei 60°60°60° bleibt ein Viertel der Intensität, nicht die Hälfte.

Typische Fehler

  • Den Faktor 12\tfrac1221​ auch beim zweiten Filter angewandt. Er gilt nur beim Übergang von unpolarisiertem zu polarisiertem Licht.
  • Mit cos⁡θ\cos\thetacosθ statt cos⁡2θ\cos^2\thetacos2θ gerechnet.
  • Den Winkel bei mehreren Filtern stets zum ersten gemessen statt zum jeweils vorhergehenden.
  • Behauptet, ein dritter Filter zwischen gekreuzten könne nichts ändern. Unter 45°45°45° wird es wieder hell.
  • Schall als polarisierbar bezeichnet; als Longitudinalwelle ist er es nicht.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Leiten Sie den Brewster-Winkel aus der Bedingung her, dass reflektierter und gebrochener Strahl senkrecht aufeinander stehen, und zeigen Sie mit dem Snelliusschen Gesetz, dass daraus tan⁡αB=n2/n1\tan\alpha_B = n_2/n_1tanαB​=n2​/n1​ folgt. Begründen Sie physikalisch, warum in dieser Geometrie die parallel zur Einfallsebene schwingende Komponente nicht reflektiert werden kann.

§ 04

Aktive Wiederholung

Unpolarisiertes Licht der Intensität I0I_0I0​ durchläuft zwei Polarisationsfilter, deren Durchlassrichtungen um 30°30°30° gegeneinander verdreht sind. Berechnen Sie die austretende Intensität. Bestimmen Sie anschließend, wie sich das Ergebnis ändert, wenn zwischen zwei gekreuzte Filter ein dritter unter 45°45°45° geschoben wird.

Passende Aufgaben üben→

Aktiv abrufen

Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Polarisation des Lichts (Joachim Herz Stiftung)

§ 05
§ 05

Optische Geräte und das Auflösungsvermögen#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPVoraussetzungLPStrahlenoptik

Optische Geräte — Abbildung und Kenngrößen

Optische Geräte — Abbildung und KenngrößenTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Gerät · Aufbau · Vergrößerung bzw. Kenngröße; Abbildungsgleichung · — · 1/f = 1/g + 1/b; Abbildungsmaßstab · — · β = B/G = b/g; Lupe · Eine Sammellinse, Gegenstand innerhalb f · V = s₀/f mit s₀ = 25 cm (deutliche Sehweite); Mikroskop · Objektiv + Okular, Zwischenbild · V = V_Objektiv · V_Okular; Fernrohr (Kepler) · Zwei Sammellinsen, f_Obj ≫ f_Ok · V = f_Objektiv/f_Okular — Bild umgekehrt; Auge · Akkommodation durch Krümmungsänderung · Kurzsichtig: Zerstreuungslinse; weitsichtig: Sammellinse; Auflösungsgrenze · Beugungsbedingt · sin α ≈ 1,22·λ/D — deshalb große TeleskopeGerätAufbauVergrößerung bzw.KenngrößeAbbildungsgleichung—1/f = 1/g + 1/bAbbildungsmaßstab—β = B/G = b/gLupeEine Sammellinse, Gegenstandinnerhalb fV = s₀/f mit s₀ = 25 cm(deutliche Sehweite)MikroskopObjektiv + Okular,ZwischenbildV = VObjektiv · VOkularFernrohr (Kepler)Zwei Sammellinsen, fObj ≫ fOkV = fObjektiv/fOkular — Bild umgekehrtAugeAkkommodation durchKrümmungsänderungKurzsichtig:Zerstreuungslinse;weitsichtig: SammellinseAuflösungsgrenzeBeugungsbedingtsin α ≈ 1,22·λ/D — deshalbgroße Teleskope
Abb. 5Alle Geräte beruhen auf derselben Abbildungsgleichung. Die Vergrößerungsformeln folgen daraus — sie sind keine eigenen Gesetze.

Kernpunkte

Alle abbildenden Geräte kombinieren dieselben Bausteine, unterscheiden sich aber in ihrem Zweck. Die LUPE ist eine einzelne Sammellinse, vor deren Brennpunkt der Gegenstand steht; sie erzeugt ein virtuelles, vergrößertes Bild mit der Vergrößerung V=s0/fV = s_0/fV=s0​/f, wobei s0=25 cms_0 = 25\,\text{cm}s0​=25cm die konventionelle deutliche Sehweite ist.
Das MIKROSKOP arbeitet zweistufig: Das Objektiv kurzer Brennweite erzeugt ein reelles, stark vergrößertes Zwischenbild, das anschließend vom Okular wie mit einer Lupe betrachtet wird. Die Gesamtvergrößerung ist das PRODUKT beider Stufen — deshalb erreicht ein Lichtmikroskop mühelos das Tausendfache.
Das FERNROHR dient nicht der Vergrößerung kleiner Objekte, sondern der Vergrößerung des SEHWINKELS ferner Objekte. Objektiv und Okular stehen im Abstand f1+f2f_1 + f_2f1​+f2​, sodass paralleles Licht wieder parallel austritt; die Vergrößerung ist V=f1/f2V = f_1/f_2V=f1​/f2​. Ein großes Objektiv sammelt zugleich mehr Licht — bei astronomischen Instrumenten oft der wichtigere Zweck.
Der Vergrößerung ist eine harte Grenze gesetzt, und sie ist keine Frage der Fertigungsqualität: BEUGUNG an der endlichen Öffnung. Jeder Objektpunkt wird als kleines Beugungsscheibchen abgebildet; überlappen zwei Scheibchen zu stark, verschmelzen die Punkte. Nach dem Rayleigh-Kriterium sind sie noch trennbar, wenn das Maximum des einen auf das erste Minimum des anderen fällt: sin⁡θmin⁡=1,22 λ/D\sin\theta_{\min} = 1{,}22\,\lambda/Dsinθmin​=1,22λ/D.
Daraus folgt der wichtigste Satz dieses Abschnitts: Das Auflösungsvermögen wächst mit der Öffnung DDD und sinkt mit der Wellenlänge λ\lambdaλ. Eine Vergrößerung, die über diese Grenze hinausgeht, zeigt keine neuen Einzelheiten — sie ist „leere Vergrößerung". Deshalb ist das Lichtmikroskop bei etwa 200 nm200\,\text{nm}200nm am Ende.
Genau hier schließt sich der Bogen zur Quantenphysik: Das Elektronenmikroskop überwindet die Grenze nicht durch bessere Linsen, sondern durch eine kleinere Wellenlänge — die De-Broglie-Wellenlänge beschleunigter Elektronen liegt im Pikometerbereich. Dieselbe Formel, ein anderes λ\lambdaλ.

Vokabeln

→ Kartei
  • die deutliche SehweiteBezugsentfernung $s_0 = 25$ cm für die Lupenvergrößerung
  • das Zwischenbildreelles Bild des Objektivs, das das Okular betrachtet
  • das Auflösungsvermögenkleinster noch trennbarer Abstand zweier Punkte
  • die leere VergrößerungVergrößerung ohne Gewinn an Detailinformation
  • das Rayleigh-KriteriumTrennbarkeitsbedingung $\sin\theta = 1{,}22\,\lambda/D$

Vergrößerungen der optischen Geräte

VLupe=s0f,VMikroskop=VOb⋅VOk,VFernrohr=f1f2V_{\text{Lupe}} = \dfrac{s_0}{f},\qquad V_{\text{Mikroskop}} = V_{\text{Ob}}\cdot V_{\text{Ok}},\qquad V_{\text{Fernrohr}} = \dfrac{f_1}{f_2}VLupe​=fs0​​,VMikroskop​=VOb​⋅VOk​,VFernrohr​=f2​f1​​

s0=25 cms_0 = 25\,\text{cm}s0​=25cm die deutliche Sehweite, fff die Brennweite in m, f1f_1f1​ die Objektiv- und f2f_2f2​ die Okularbrennweite. Beim Mikroskop multiplizieren sich die Stufen.

Rayleigh-Kriterium des Auflösungsvermögens

sin⁡θmin⁡=1,22 λD\sin\theta_{\min} = 1{,}22\,\dfrac{\lambda}{D}sinθmin​=1,22Dλ​

θmin⁡\theta_{\min}θmin​ der kleinste noch trennbare Winkelabstand, λ\lambdaλ die Wellenlänge in m, DDD der Öffnungsdurchmesser in m. Der Faktor 1,221{,}221,22 folgt aus der Beugung an der KREISförmigen Öffnung.

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Abiturfokus

  • „Berechnen" Sie Gesamtvergrößerungen als PRODUKT der Einzelvergrößerungen, nicht als Summe.
  • „Begründen" Sie die Auflösungsgrenze über BEUGUNG an der Öffnung — nicht über Fertigungstoleranzen oder Linsenfehler.
  • Argumentieren Sie mit dem Rayleigh-Kriterium: bessere Auflösung durch größeres DDD oder kleineres λ\lambdaλ.
  • „Beurteilen" Sie den Begriff der leeren Vergrößerung — mehr Vergrößerung ohne mehr Auflösung bringt keine Information.
  • Stellen Sie den Anschluss zum Elektronenmikroskop über die De-Broglie-Wellenlänge her; dieser Transfer wird gern geprüft.

Typische Fehler

  • Vergrößerungen von Objektiv und Okular addiert statt multipliziert.
  • Angenommen, beliebige Vergrößerung zeige beliebig feine Details. Die Beugung begrenzt die Auflösung unabhängig von der Vergrößerung.
  • Die deutliche Sehweite s0=25 cms_0 = 25\,\text{cm}s0​=25cm vergessen oder in Metern eingesetzt, ohne die Einheiten anzugleichen.
  • Beim Fernrohr die Brennweiten vertauscht; es gilt V=fObjektiv/fOkularV = f_{\text{Objektiv}}/f_{\text{Okular}}V=fObjektiv​/fOkular​.
  • Behauptet, das Elektronenmikroskop habe bessere Linsen. Entscheidend ist die viel kleinere Wellenlänge.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Berechnen Sie die De-Broglie-Wellenlänge von Elektronen bei U=100 kVU = 100\,\text{kV}U=100kV (relativistisch abschätzen) und vergleichen Sie das theoretische Auflösungsvermögen eines Elektronenmikroskops mit dem eines Lichtmikroskops. Begründen Sie, warum die reale Auflösung dennoch deutlich schlechter ausfällt als die Wellenlänge nahelegt.

§ 05

Aktive Wiederholung

Ein Mikroskop hat ein Objektiv mit 404040-facher und ein Okular mit 101010-facher Vergrößerung. Geben Sie die Gesamtvergrößerung an. Berechnen Sie außerdem mit dem Rayleigh-Kriterium den kleinsten auflösbaren Winkel für λ=550 nm\lambda = 550\,\text{nm}λ=550nm und eine Öffnung von D=5,0 mmD = 5{,}0\,\text{mm}D=5,0mm und beurteilen Sie, was daraus für den Nutzen einer 200020002000-fachen Vergrößerung folgt.

Passende Aufgaben üben→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Optische Geräte und Auflösungsvermögen (Joachim Herz Stiftung)

§ 06
§ 06

Spektren, Farben und Spektralanalyse#

~3 Min Lesezeit●●○StandardLPKMK 2.6.2LPAusbreitung von Wellen

Elektromagnetisches Spektrum

Elektromagnetisches SpektrumTabelle mit 3 Spalten und 7 Zeilen, Daten: Bereich · Wellenlänge λ · Frequenz f; Radio · > 1 m · < 300 MHz; Mikrowellen · 1 m – 1 mm · 0,3–300 GHz; Infrarot · 1 mm – 780 nm · 300 GHz–385 THz; Sichtbar · 780–380 nm · 385–790 THz; UV · 380–10 nm · 0,8–30 PHz; Röntgen · 10 nm – 10 pm · 30 PHz–30 EHz; Gamma · < 10 pm · > 30 EHz, hervorgehobene Zelle: SichtbarBereichWellenlänge λFrequenz fRadio> 1 m< 300 MHzMikrowellen1 m – 1 mm0,3–300 GHzInfrarot1 mm – 780 nm300 GHz–385 THzSichtbar780–380 nm385–790 THzUV380–10 nm0,8–30 PHzRöntgen10 nm – 10 ±30 PHz–30 EHzGamma< 10 ±> 30 EHz
Abb. 6Wellenlängenskala von Radiowellen bis Gammastrahlung; sichtbares Licht belegt nur einen schmalen Ausschnitt um 400–750 nm400\text{–}750\,\text{nm}400–750nm.

Kernpunkte

Weißes Licht ist eine Überlagerung aller sichtbaren Wellenlängen. Ein Prisma zerlegt es, weil die Brechzahl von der Wellenlänge abhängt — die DISPERSION. Kurzwelliges blaues Licht wird stärker gebrochen als langwelliges rotes, weshalb Blau am unteren Ende des Spektrums erscheint. Ein Gitter zerlegt ebenfalls, aber nach dem umgekehrten Prinzip: Dort wird ROT am stärksten abgelenkt, weil sin⁡α=kλ/d\sin\alpha = k\lambda/dsinα=kλ/d mit der Wellenlänge wächst.
Drei Spektraltypen sind zu unterscheiden. Ein KONTINUIERLICHES Spektrum entsteht bei glühenden festen, flüssigen oder dichten gasförmigen Körpern — die Wechselwirkung der Teilchen verwischt die diskreten Niveaus. Ein LINIENSPEKTRUM entsteht bei verdünnten, angeregten Gasen und zeigt scharfe Emissionslinien.
Der dritte Typ ist das ABSORPTIONSSPEKTRUM: Durchstrahlt weißes Licht ein kühleres Gas, fehlen genau jene Wellenlängen, die das Gas selbst emittieren würde — dunkle Linien im sonst kontinuierlichen Spektrum. Emission und Absorption betreffen dieselben Übergänge, weshalb die Linien an exakt denselben Stellen liegen.
Jedes Element hat ein charakteristisches Linienmuster, das aus seinem Energieniveauschema folgt und so eindeutig ist wie ein Fingerabdruck. Darauf beruht die SPEKTRALANALYSE, mit der sich die Zusammensetzung eines Stoffes bestimmen lässt, ohne ihn zu berühren.
Die Fraunhoferschen Linien im Sonnenspektrum sind das berühmteste Beispiel: Sie entstehen, weil die kühlere Sonnenatmosphäre Teile des kontinuierlichen Lichts aus dem heißen Inneren absorbiert. Aus ihnen wurde die chemische Zusammensetzung der Sonne bestimmt — und Helium sogar dort entdeckt, bevor man es auf der Erde kannte.
Zusammen mit der Rotverschiebung wird die Spektralanalyse zum kosmischen Messinstrument: Das VERHÄLTNIS der Linienabstände identifiziert das Element, ihre gemeinsame VERSCHIEBUNG liefert die Radialgeschwindigkeit. Ohne dieses Verfahren wüsste die Astronomie über die Zusammensetzung und Bewegung ferner Sterne nichts.

Vokabeln

→ Kartei
  • die DispersionWellenlängenabhängigkeit der Brechzahl
  • das Linienspektrumdiskrete Emissionslinien eines verdünnten angeregten Gases
  • das Absorptionsspektrumdunkle Linien in einem kontinuierlichen Spektrum
  • die Fraunhoferschen LinienAbsorptionslinien im Sonnenspektrum
  • die Spektralanalyseberührungslose Stoffbestimmung aus dem Linienmuster

Radialgeschwindigkeit aus der Linienverschiebung

Δλλ0=vc(v≪c)\dfrac{\Delta\lambda}{\lambda_0} = \dfrac{v}{c}\qquad (v \ll c)λ0​Δλ​=cv​(v≪c)

Δλ\Delta\lambdaΔλ die Verschiebung gegenüber der Ruhewellenlänge λ0\lambda_0λ0​ in m, vvv die Radialgeschwindigkeit in m/s, ccc die Lichtgeschwindigkeit. Positives Δλ\Delta\lambdaΔλ (Rotverschiebung) bedeutet Entfernung.

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Abiturfokus

  • Ordnen Sie die drei Spektraltypen ihren Lichtquellen zu — kontinuierlich (glühender Festkörper), Linien (verdünntes angeregtes Gas), Absorption (kühleres Gas vor kontinuierlicher Quelle).
  • „Begründen" Sie, warum Emissions- und Absorptionslinien desselben Elements zusammenfallen: Es sind dieselben Übergänge.
  • Halten Sie Prisma und Gitter auseinander: Beim Prisma wird BLAU am stärksten abgelenkt, beim Gitter ROT.
  • „Erläutern" Sie die Fraunhoferschen Linien über den Temperaturunterschied zwischen Sonneninnerem und Sonnenatmosphäre.
  • „Beurteilen" Sie die Spektralanalyse als berührungsloses Messverfahren und nennen Sie eine konkrete Anwendung.

Typische Fehler

  • Beim Prisma dieselbe Farbfolge wie beim Gitter angenommen. Die Reihenfolge ist gerade umgekehrt.
  • Emissions- und Absorptionslinien an verschiedenen Wellenlängen verortet. Sie liegen identisch.
  • Ein Linienspektrum einem glühenden Festkörper zugeschrieben; dieser liefert ein kontinuierliches Spektrum.
  • Die Fraunhoferschen Linien als Eigenschaft der Erdatmosphäre gedeutet; sie entstehen überwiegend in der Sonnenatmosphäre.
  • Die Dispersion als Streuung bezeichnet; es ist die Wellenlängenabhängigkeit der Brechzahl.

LK-Vertiefung

eA-Vertiefung: Berechnen Sie aus der Verschiebung der H-α-Linie (Ruhewellenlänge 656,3 nm656{,}3\,\text{nm}656,3nm) auf 662,0 nm662{,}0\,\text{nm}662,0nm die Radialgeschwindigkeit der Quelle und geben Sie an, ob sie sich nähert oder entfernt. Beurteilen Sie, ab welcher Geschwindigkeit die nichtrelativistische Näherung Δλ/λ=v/c\Delta\lambda/\lambda = v/cΔλ/λ=v/c nicht mehr ausreicht.

§ 06

Aktive Wiederholung

Erläutern Sie, wie aus dem Absorptionsspektrum eines fernen Sterns sowohl seine chemische Zusammensetzung als auch seine Radialgeschwindigkeit bestimmt werden. Begründen Sie dabei, warum das Verhältnis der Linienabstände das Element identifiziert, während die gemeinsame Verschiebung die Geschwindigkeit liefert.

Passende Aufgaben üben→

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Erinnere dich an die Kernpunkte — dann aufdecken.

Quellen: LEIFIphysik — Spektren und Spektralanalyse (Joachim Herz Stiftung)

Stand 05/2026 · Vollständige Fassung über den Tiefenregler — gleiche Stelle, gleiche Anker

Inhalt

Abschnitt -- / 06

    • 01Reflexion, Brechung und Totalreflexion○
    • 02Linsen, Spiegel und die Abbildungsgleichung◐
    • 03Wellenoptik — Interferenz an dünnen Schichten●
    • 04Polarisation und das Gesetz von Malus◐
    • 05Optische Geräte und das Auflösungsvermögen◐
    • 06Spektren, Farben und Spektralanalyse◐

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Aus den Notizen ins Training

Optik — Strahlenoptik, Wellenoptik und Polarisation

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Belege & Quellen

Quellen

Joachim Herz Stiftung

  • LEIFIphysik — Reflexion, Brechung und Totalreflexion
  • LEIFIphysik — Linsen und optische Abbildung
  • LEIFIphysik — Interferenz an dünnen Schichten
  • LEIFIphysik — Polarisation des Lichts
  • LEIFIphysik — Spektren und Spektralanalyse

Siehe auch

  • Schwingungen und Wellen — Mechanische und elektromagnetische WellenInterferenz, Beugung und das Spektrum — die Wellenlehre, auf der die Wellenoptik hier aufsetzt.
  • Quanten- und AtomphysikWo auch die Wellenoptik an ihre Grenze stößt und das Photon nötig wird.
  • Elektromagnetische Induktion und WechselstromDer Hertzsche Dipol erzeugt linear polarisiertes Licht — die Quelle der Polarisation dieses Kapitels.

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